Eigenkündigung nach langer AU und Krankengeldbezug (1 Betrachter)

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Bunk Bummersted

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Hallo liebe Community,
ich bin alleinerziehender Vater und seit Okt. 2012 krankgeschrieben. Am 11. April läuft das Krankengeld aus und ein Ende der Arbeitsunfähigkeit (AU) ist ebenfalls für den April angesetzt. An den alten Arbeitsplatz (TV-Redakteur)kann ich aus gesundheitlichen Gründen nicht zurückkehren (ein ärztliches Attest kann und will der Arzt ausstellen). Aus diesem Grund erwäge ich eine Eigenkündigung und Bezug von ALG I bis ich einen neuen Job gefunden habe.
Meine Fragen nun:
1. Gehe ich als erstes zur Argentur für Arbeit und melde mich dort arbeitssuchend (und ab wann sollte ich dann arbeitssuchend sein?) mit dem Hinweis, dass ich aus gesundheitlichen Gründen den bestehenden Arbeitsplatz zum 11.04.14 kündigen werde?
2. wie ist das mit der Kündigungsfrist von 3 Monaten, bin ich da jetzt zu spät, und mit welcher Sperrzeit muss ich da rechnen? (ist auch eine fristlose Eigenkündigung aus gesundheitlichen Gründen möglich?)
3. wäre es also besser die AU noch bis zum Ablauf der Kündigungsfrist hinauszuzögern?
4. Für den Fall dass ich letzteres täte, woher bekäme ich dann Geld, HarzIV?
 
E

ExitUser

Gast
Eine Eigenkündigung aus gesundheitlichen Gründen habe ich vor ein paar Jahren "durchgezogen". Ohne Sperre zu bekommen.
Allerdings war ich da nicht vorher im Bezug von Krankengeld.

Auch wurde ich noch nicht von der Krankenkasse ausgesteuert. Das scheint bei Dir der Fall zu sein. (?)
Insofern ist das natürlich etwas komplizierter.

Ein ärztl. Attest ist sehr hilfreich. Man wird Dich bestimmt trotzdem zum Ärztlichen Dienst der Agentur schicken. Letztlich könnte man sagen, daß der Amtsarzt über sein Gutachten bestimmt, was mit Dir geschieht.
 

Fritz Fleißig

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@B.B.

Eine eigene Kündigung des Arbeitsvertrages ist für einen Anspruch auf ALG nicht erforderlich und auch nicht ratsam. Dabei besteht immer ein Restrisiko. Es reicht hier, daß das Beschäftigungsverhältnis, also das tatsächliche Tätigwerden nach Weisung des Arbeitgebers, beendet ist. Ob der Arbeitsvertrag formal noch fortbesteht, ist ohne Bedeutung. Warum überläßt du eine eventuelle Kündigung nicht dem Arbeitgeber, wenn du deine bisherige Tätigkeit nicht mehr ausüben kannst?

Der Arbeitgeber gibt dann in der Arbeitsbescheinigung an: "Beschäftigungsverhältnis ist beendet seit ... [Datum der Aussteuerung], Arbeitsvertrag besteht aber noch fort".

Wenn das KG ausläuft, beziehst du - auch als Arbeitsunfähiger - ALG gemäß Nahtlosigkeitsregelung (§ 145 SGB III). Bitte dazu im Forum suchen, ist schon oft erwähnt, und man muß das ja nicht ständig schreiben.
 

KubaLibre

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Ich war im Krankengeldbezug, als ich auch beschloss aus gesundheitlichen Gründen meinen Beruf aufzugeben. Ich war damals "mal" bei der Agentur und habe mich generell informiert (ich hatte auch das Glück, dass ich kompetente Berater getroffen habe, die mir auch gute und wichtige Informationen gegeben haben - heute weiß ich, dass das nicht unbedingt immer so ist).

1. Gehe ich als erstes zur Argentur für Arbeit und melde mich dort arbeitssuchend (und ab wann sollte ich dann arbeitssuchend sein?) mit dem Hinweis, dass ich aus gesundheitlichen Gründen den bestehenden Arbeitsplatz zum 11.04.14 kündigen werde?
Arbeitssuchend habe ich mich erst gemeldet, als ich den Aufhebungsvertrag unterschrieben hatte - den Aufhebungsvertrag wiederum habe ich vorher juristisch abklären lassen. Wenn man nämlich aus gesundheitlichen Gründen kündigt bzw. einen Aufhebungsvertrag unterschreibt, gibt es keine Sperrzeit, da dies ein wichtiger Grund ist.

Allerdings könnte das wegen der drohenden Aussteuerung bei dir anders sein - "so weit" war ich damals nicht.
 
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