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Eigenkündigung bei befristetem Arbeitsvertrag

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Nicht offen für weitere Antworten.

kitkat

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#1
Hallo,

ich hab nun meinen neuen Job sicher. Problem: ich bin bei meinem jetzigen AG befristet angestellt bis 31.12.

Der neue Vertrag beginnt aber 2 Wochen eher und das ist auch Bedingung, sonst kann ich den Job vergessen.

Und das wäre ja nicht Sinn der Sache, denn ich wäre ja weiter in Arbeit.

Problem 2: Ich arbeite in der Gastronomie und da sind Weihnachten und Silvester wichtig, d.h. mein alter (jetziger) AG wird mich nicht gehen lassen. Im Vertrag sind nur Kündigungsfristen für unbefristet Angestellte aufgeführt und nix von Strafe oder so.

Was kann ich jetzt machen? Ich will da weg und den neuen Job unbedingt. Können die mir das versauen? kann ich da nicht Schadensersatzansprüche bringen, wenn sie mich nicht gehen lassen?

Danke für Antworten!

 

Mario Nette

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#2
Vielleicht, wenn dein neuer AG dich sooo dringend braucht - sicherlich auch für Weihnachten und Jahreswechsel - dann könnte er mit deinem jetzigen Arbeitgeber ja über eine Auslöse oder Ähnliches verhandeln.

Mario Nette
 

kitkat

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#3
Das denke ich nicht. Es ist halt Saisonbeginn und alle sollen gleich anfangen. Mein jetziger AG braucht mich eh nur für Silvester, die anderen Tag ist meist nicht gut gebucht bei uns.

Einen Aufhebungsvertrag gibts ja noch, aber wenn er den nicht unterschreiben will, dann geht der eine Job flöten und der derzeitige macht sowieso schon keinen Spaß mehr.
 

Porks

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#4
Was ist mit Resturlaub, dann biste auch nicht mehr ab 24,12im Betrieb.Und dann könnste auch verhandeln ich verzichte auf den Resturlaub und es läst dich aus dem Vertrag. Und wenn der weis das du gehen wirst und es das du am 24/31 arbeiten sollst klappt es zwar nicht mit dem neuen Job aber er hat auch nichts von dir außer Kosten (so ein Pech krank am 24 - 31)also verhandeln.
 

Martin Behrsing

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#5
Die gesetzliche Kündigungsfrist ist 1 Monat im voraus. Also kannst du zum 1. Dezember z.B. kündigen. Es gibt keinen Zwang, bei einem Arbeitgeber bis zum bitteren ende zu bleiben.
Dann musst Du halt 14 Tage so überbrücken oder den Resturlaub nehmen.
Hallo,

ich hab nun meinen neuen Job sicher. Problem: ich bin bei meinem jetzigen AG befristet angestellt bis 31.12.

Der neue Vertrag beginnt aber 2 Wochen eher und das ist auch Bedingung, sonst kann ich den Job vergessen.

Und das wäre ja nicht Sinn der Sache, denn ich wäre ja weiter in Arbeit.

Problem 2: Ich arbeite in der Gastronomie und da sind Weihnachten und Silvester wichtig, d.h. mein alter (jetziger) AG wird mich nicht gehen lassen. Im Vertrag sind nur Kündigungsfristen für unbefristet Angestellte aufgeführt und nix von Strafe oder so.

Was kann ich jetzt machen? Ich will da weg und den neuen Job unbedingt. Können die mir das versauen? kann ich da nicht Schadensersatzansprüche bringen, wenn sie mich nicht gehen lassen?

Danke für Antworten!

 

Mario Nette

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#6
Vorsicht bei der Inanspruchnahme des Resturlaubes. Urlaub hat ja arbeitsrechtlich gesehen einen bestimmten Zweck: Wiederherstellung der vollen Arbeitskraft. Man hat sich also im Urlaub vor allem auszuruhen und nicht etwa anderweitig zu arbeiten. Ob das jetzt auf den Resturlaub genauso anzuwenden ist, da bin ich überfragt.

edit: Aber wenn du Resturlaub hast und nicht nehmen willst, dann nimm in dein Kündigungsschreiben mit auf, dass man denn Resturlaub bitte mit der letzten Gehaltsabrechnung abgelten soll. Das zahlt sich in bare Münze aus und du kannst dann auch sofort weiterarbeiten.

Mario Nette
 

kitkat

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#7
wie jetzt? also gilt die kündigungsfrist auch beim befristeten vertrag? ich hab vor, zum 15. nov. zu kündigen - 4 wochen - mitte dezember raus aus dem laden.... aber dann hab ich gegoogelt und bin auf dieses gesetz gestossen, dass keine kündigung erlaubt beim befristeten vertrag. und in unserem vertrag steht nunmal garnichts zu unseren k.-fristen.

urlaub ist schon verbraten, bzw. hab ich vorher schon weg. (die paar peanut tage)

es geht im grunde nur um zwei wochen, die ich eher aufhören will um einen neuen job anzutreten. dazu weis ich ganz genau, das ich nur wegem einen tag (silvester) gebraucht werde und sonst auf mich verzichtet werden kann, da genug andere leute noch da sind udn sowieso nix los ist.
 

Muzel

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#8
Ist die Befristung wirksam, dann ist die (vorzeitige) Kündigung für Arbeitgeber und Arbeitnehmer ausgeschlossen: § 15 Abs. 3 TzBfG.
Ausnahme: die (vorzeitige) Kündigung kann durch Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag zugelassen werden.
 

burki

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#9
Hi,
Ist die Befristung wirksam, dann ist die (vorzeitige) Kündigung für Arbeitgeber und Arbeitnehmer ausgeschlossen: § 15 Abs. 3 TzBfG.
Ausnahme: die (vorzeitige) Kündigung kann durch Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag zugelassen werden.
sehr interessant und eigentlich unglaublich:
Mit einem befristeten Vertrag, kann man also praktische jegliche ordentliche Kündigung seitens des Arbeitnehmers (der Arbeitgeber hat da durchaus andere Mittel!) verhindern, falls es keine 5 Jahre währt.

Ich könnte ja jetzt hier den Tipp geben (wenn die neue Stelle das lohnt und keine Einigung mit dem jetzigen Arbeitgeber möglich ist), schlicht und ergreifend zu gehen und darauf spekulieren, dass Du nicht in Regress genommen wirst, doch das muss jeder mit sich selbst ausmachen.
Gruss
burki
 
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