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Eigenkündigung, ALG I und neuer Job

Smiley32

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#1
Hallo,

seit Montag bin ich auch arbeitslos.
Hatte selbst gekündigt da ich zum 1. Juni einen neuen Job hatte....neuen Arbeitsvertrag schon seit Mitte April in der Tasche...aber beim neuen Job keine neue Wohnung gefunden.
Tja...Job gekündigt...Wohnung gekündigt....und nun arbeitslos.

Am Montag ging ich dann mal zur Agentur für Arbeit....hatte ich schon erwähnt das die "Dame" mit Akzent in der Frankfurter Agentur für Arbeit planlos ist?
Zur Begrüßung musste ich so nen Zettel ausfüllen....interessiert hat das die Dame nicht.
Die hatte zugriff auf die Zeiten als ich 2012 Kunde beim JC Augsburg war und glaubte ich würde immer noch in Augsburg arbeiten...
Begeistert war die nicht als ich ihr sagte sie soll einfach mal auf den Zettel schauen den ich für sie ausfüllen durfte :icon_hihi:
Jedenfalls hab ich in knapp 3 Wochen nen Termin zu dem ich einige Unterlagen mitbringen soll.

Aktueller Stand: Seit Pfingsten hab ich ein Jobangebot in Berlin. Ich hatte dort als Plan B ein Vorstellungsgespräch und die nahmen mich gleich *freu*
Als Unterkunft fand ich auf die schnelle nur möbilierte Wohnungen auf Zeit die nicht ganz preiswert sind.
Jedenfalls.....heute wurde mir da schon der Mietvertrag zugemailt....und in diesem Monat könnte ich noch im neuen Job anfangen *freu*

Kleines Problem: In den letzten Monaten gab ich soviel Geld für Wohnungsbesichtigungen aus (Bahnfahrt ist teuer) so das mein Budget schrumpfte...und der Vermieter besteht auf komplette Kaution vor der Schlüsselübergabe....dafür einigten wir uns auf monatliche Kündigungsfrist damit ich schnell raus kann sobald ich was preiswerteres finde....

Auf restliche Lohnzahlung vom Ex-Arbeitgeber zur Monatsmitte verlasse ich mich nicht da die sehr komisch wurden seitdem ich dort kündigte. Einen Fachanwalt für Arbeitsrecht suchte ich mir schon für den Fall der Fälle....

Was kann ich am Besten machen?

Mich beim JC anmelden? Während meiner ALG I Sperre müsste ich doch von denen Geld erhalten?

Eigentlich sollten doch AfA und JC froh sein wenn ich nen neuen Job habe und ich zukünftig nicht mehr in Frankfurt wohne...

Danke,
Jürgen
 

Fritz Fleißig

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#2
seit Montag bin ich auch arbeitslos.
Hatte selbst gekündigt da ich zum 1. Juni einen neuen Job hatte....neuen Arbeitsvertrag schon seit Mitte April in der Tasche...aber beim neuen Job keine neue Wohnung gefunden.
Tja...Job gekündigt...Wohnung gekündigt....und nun arbeitslos.
Das klassische Problem des Hauptmanns von Köpenick: ohne Arbeit keine Wohnung, und ohne Wohnung keine Arbeit.

Am Montag ging ich dann mal zur Agentur für Arbeit....hatte ich schon erwähnt das die "Dame" mit Akzent in der Frankfurter Agentur für Arbeit planlos ist?
Zur Begrüßung musste ich so nen Zettel ausfüllen....interessiert hat das die Dame nicht.
Die hatte zugriff auf die Zeiten als ich 2012 Kunde beim JC Augsburg war und glaubte ich würde immer noch in Augsburg arbeiten...
Begeistert war die nicht als ich ihr sagte sie soll einfach mal auf den Zettel schauen den ich für sie ausfüllen durfte :icon_hihi:
Jedenfalls hab ich in knapp 3 Wochen nen Termin zu dem ich einige Unterlagen mitbringen soll.
Da du dich nicht darüber ausläßt, was "so nen Zettel" und "einige Unterlagen" genau sein sollen, wird man dir dazu nichts sagen können.

Aktueller Stand: Seit Pfingsten hab ich ein Jobangebot in Berlin. Ich hatte dort als Plan B ein Vorstellungsgespräch und die nahmen mich gleich *freu*
Als Unterkunft fand ich auf die schnelle nur möbilierte Wohnungen auf Zeit die nicht ganz preiswert sind.
Jedenfalls.....heute wurde mir da schon der Mietvertrag zugemailt....und in diesem Monat könnte ich noch im neuen Job anfangen *freu*
Glückwunsch!

Auf restliche Lohnzahlung vom Ex-Arbeitgeber zur Monatsmitte verlasse ich mich nicht da die sehr komisch wurden seitdem ich dort kündigte. Einen Fachanwalt für Arbeitsrecht suchte ich mir schon für den Fall der Fälle....
Den Anwalt wirst du auf jeden Fall selbst bezahlen müssen, sofern du keine Rechtsschutzversicherung hast.

Was kann ich am Besten machen?

Mich beim JC anmelden? Während meiner ALG I Sperre müsste ich doch von denen Geld erhalten?
Wenn du eine Sperrzeit beim ALG kassiert hast, wirst du beim ALG II auch eine Sanktion bekommen. Deren Höhe weiß ich nicht.

Eigentlich sollten doch AfA und JC froh sein wenn ich nen neuen Job habe und ich zukünftig nicht mehr in Frankfurt wohne...
Möchte nicht zynisch wirken, aber noch froher wird man sein, wenn man dir aufgrund Sperrzeit oder Sanktion gar nichts zu zahlen braucht. Ist leider so.

Deine Eigenkündigung war leider nicht die beste Idee. Ich durchschaue zwar aufgrund deiner Schilderung noch nicht den genauen Ablauf der Geschehnisse, aber wahrscheinlich hätte man das anders "einfädeln" können, wenn du die Stelle schon nicht antreten konntest.
 

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#3
Dieser "Zettel" war so eine zweiseitige Selbstauskunft welchen es am Empfang gab.

An Unterlagen werden noch Schulzeugnisse, meine Stellungnahme zur Kündigung usw gefordert.

Klar werde ich den Anwalt selbst zahlen müssen....aber besser wie Geld verschenken. Außerdem hoffe ich auf einen Beratungsschein da ich ja offiziell Arbeitslos bin.

Anderst einfädeln ging schlecht....Ich war in den letzten 2,5 Wochen krank. Hab mich sogar vom Notdienst krank schreiben lassen und 2x vom Hausarzt verlängern. Zur Monatsmitte hatte mich mein Arbeitgeber schon zum 31. Mai von der Sozialversicherung abgemeldet und mein Zugang zum Intranet auch schon gesperrt.
Meine Arbeitskraft hatte ich aber für den 30./31. Mai nochmals angeboten.
Das der die Kündigung zurücknimmt war da sehr unwahrscheinlich.
 

Fritz Fleißig

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#4
Vor allem solltest du versuchen, eine Sperrzeit ganz zu vermeiden. Überlege dir sehr gut, was du in deiner Stellungnahme angibst.

Leider wird nun immer unklarer, wie das mit deiner Kündigung überhaupt gelaufen ist. Einerseits "Eigenkündigung", andererseits "daß er [der Arbeitgeber] die Kündigung zurücknimmt..." - wer hat denn nun wann mit welcher Begründung gekündigt?

Falls der Arbeitgeber gekündigt hat, solltest du auch mal prüfen, ob die Kündigung überhaupt formal in Ordnung war. Also schriftlich mit eigenhändiger Unterschrift eines Kündigungsberechtigten ausgesprochen, Kündigungsfrist eingehalten, nötigenfalls Kündigungsschutzregeln beachtet und so weiter. Einfach von der Sozialversicherung abmelden geht nicht.
 

Smiley32

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#5
Also zum Ablauf:

Mitte März schrieb ich Bewerbungen weil mir viele Interne Dinge beim Arbeitgeber nicht mehr gefielen.

Ende März hatte ich 3 Vorstellungsgespräche und alle 3 hätten mich genommen. Danach entschied ich mich für einen.


Anfang April kam Arbeitsvertrag (Beginn 1. Juni 2015) von neuer Firma, den unterschrieb ich, und schickte den zurück damit dieser vom Arbeitgeber unterschrieben werden kann.

Mitte April hatte ich den neuen Arbeitsvertrag wieder komplett unterschrieben bei mir. Also so wie es sein soll!

Ende April kündigte ich mein laufendes Arbeitsverhältnis zum 31. Mai 2015 (1 Monat Kündigungsfrist). Da mein Chef nicht anwesend war, legte ich die Kündigung in sein Postfach.

Im April/ Mai war ich laut Schichtplan nicht am Hauptstandort beschäftigt und sah somit niemanden der Geschäftsführung.

Im April/ Mai fuhr ich mehrmals nach Augsburg für Wohnungsbesichtigungen. Das waren dann immer 4 bis 5 Besichtigungen am Tag.
Es scheiterte immer an meiner schlechten Schufa bzw. die Besichtigungen wurden auch mal kurzfristig abgesagt.

Anfang Mai kündigte ich mein laufendes Mietverhältnis.

1. Maiwoche hatte ich Urlaub
2. Maiwoche ging ich teilweise arbeiten. Wegen laufender Schlaflosigkeit usw ging ich zum Arzt. Erste Krankmeldung vom Notdienst. Danach vom Hausarzt verlängert für 1 Woche. Ebenso Blutabnahme.
3. Maiwoche: Blutabnahme negativ. Hausarzt vermutet psychische Erschöpfung da die ersten Sympthome schon vor einem halben Jahr auftraten. Mit Absprache vom Hausarzt machte ich über Pfingsten einen Tapetenwechsel und besuchte eine Bekanntschaft in Berlin.
Spontan schrieb ich kurz vor Pfingsten noch etliche Bewerbungen und meldete mich auf Wohnungsinserrate.
Vom Hausarzt erfolgte weitere Krankschreibung bis einschließlich 29. Mai 2015
Am 21. Mai erhielt ich per Mail schon die Lohnsteuerbescheinigung/ Abmeldebescheinigung Sozialversicherung für die Zeiträume 1.1. bis 31.5.2015
Ebenso wurde ich fürs Intranet gesperrt und ich wurde am 15.5. schon vom Schichtplan für den restlichen Monat genommen.
Pfingsten: 2 Vorstellungsgespräche wo mich beide nehmen würden wenn ich vor Ort wohne und mehrere Wohnungsbesichtigungen.
4. Maiwoche: Mittlerweile auch die letzten Absagen bezüglich Wohnung aus Augsburg erhalten. Zusage in Berlin gegeben. Wohnung über Anzeigen für Wohnen auf Zeit gefunden. Mietvertrag kam gestern an.
Parallel auch positive Antwort auf mein Wohnungsinserrat in Berlin und dort wurde mir auch eine Wohnung angeboten. Allerdings habe ich nicht die besten Erfahrungen wenn ich mit dem Vermieter unter einem Dach wohne....

Kündigung erfolgte von MIR ohne Begründung:
"Sehr geehrter Herr xyz,
hiermit kündige ich fristgerecht zum 31. Mai 2015.
mfg"

Also ganz schlicht und einfach. Mein Chef sprach mich auch nie darauf an und meine Emails wurden auch immer ignoriert.
In der Firma war ich jetzt etwa 1,5 Jahre.
 

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#6
Was ich auf meine Stellungnahme schreibe weis ich noch nicht genau.
Das ich eigentlich zum 1. Juni eine Arbeit gehabt hätte, das interessierte die Dame in der Arbeitsagentur nicht.

Allein das Verhalten meines Ex-Arbeitgebers mir gegenüber macht mich stutzig. Normal erfolgt die Abmeldung der Sozialversicherung erst Rückwirkend.
Das ich zur Monatsmitte vom Schichtplan genommen wurde lässt in mir die Vermutung aufkommen das mein Chef mich von der Arbeit freistellen wollte.
 

ela1953

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#7
Was ich auf meine Stellungnahme schreibe weis ich noch nicht genau.
Das ich eigentlich zum 1. Juni eine Arbeit gehabt hätte, das interessierte die Dame in der Arbeitsagentur
Allein das Verhalten meines Ex-Arbeitgebers mir gegenüber macht mich stutzig. Normal erfolgt die Abmeldung der Sozialversicherung erst Rückwirkend.
Das ich zur Monatsmitte vom Schichtplan genommen wurde lässt in mir die Vermutung aufkommen das mein Chef mich von der Arbeit freistellen wollte.
Warum Freistellung?
Du warst doch Mitte Mai schon arbeitsunfähig bis zum 29.Mai. 30. War Samstag, 31. Sonntag
 

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#8
In meinem Beruf sind Samstag/ Son- und Feiertage Regelarbeitstage.
Somit war ich am 30. und 31. Mai arbeitsfähig.
Das teilte ich dem zuständigen Kollegen auch am 29. Mai mit als ich auf Arbeit meine Schlüssel und Arbeitskleidung abgab.
 

Fritz Fleißig

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#9
@Smiley

Gut, dann ist das klar. Es liegt eine Kündigung von dir vor. Diese brauchst du auch nicht zu begründen, und die Kündigungsfrist hast du eingehalten. Der Arbeitgeber braucht dir darauf nicht zu antworten oder darüber Diskussionen mit dir zu führen. Die Abmeldung von der SV ist auch korrekt zum 31. Mai erfolgt, also dem Termin, zu dem du gekündigt hast. Dies kann der Arbeitgeber auch vorab tun, sofern die zu meldenden Daten schon feststehen.

Eine Freistellung müßte schriftlich erfolgen, was aber nicht geschehen ist. So wie du das darstellst, hätte dich der Arbeitgeber am 30./31. Mai eigentlich beschäftigen müssen. Hat er aber nicht gemacht, na gut. Da wäre freilich die Frage, ob letztendlich die Lohnabrechnung für diesen Monat korrekt war, auch bezüglich der Höhe der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, ebenso eventuelle Urlaubsabgeltung. Das müßtest du selber prüfen. Auch die Arbeitsbescheinigung für die AfA wäre entsprechend zu überprüfen.

Zur Sperrzeit: wenn du ab 1. Juni einen unmittelbar anschließenden Vertrag für eine andere Beschäftigung hattest, tritt auch gar keine Arbeitslosigkeit ein. Was ist denn aus diesem neuen Vertrag, der schließlich beidseitig unterschrieben war, geworden? Der ist schließlich in Kraft, solange er nicht - gegebenenfalls außerordentlich - gekündigt wurde. Ist hier überhaupt eine Kündigung erfolgt? Oder hast du dich mit dem neuen Arbeitgeber darauf geeinigt, den Vertragsschluß als unwirksam anzusehen (Aufhebungsvertrag)? Die Tatsache, daß du die neue Stelle mangels Wohnung nicht angetreten hast, ändert am rechtsgültigen Vertrag schließlich nichts.
 

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#10
Lohnabrechnung vom alten Arbeitgeber gibts erst zur Monatsmitte da Lohnauszahlung zum 15. des Monats...
Meine Anfragen per Mail an die Buchhaltung wie die Lohnauszahlung erfolgt blieb unbeantwortet.
Lohnabrechnung immer vom 15. bis 15. des Monats.....also erhalte ich am 15. Juni das Geld für den Zeitraum 15. April bis 15. Mai......

Die Urlaubsbescheinigung stimmte nicht. Ich hatte nur 9 Tage. Ausdruck Schichtplan liegt mir vor. Arbeitgeber bestätigte mir allerdings 10 Tage. Hab das gleich per Mail reklamiert mit der Bitte mir mitzuteilen wo ich den 10. Tag gehabt hätte....

Der NEUE Arbeitsvertrag ist irgendwie schwebend......ohne Wohnung vor Ort kann ich diesen nicht antreten....
Auch wenn dieser Arbeitsvertrag gültig ist....wenn ich dort nicht zur Arbeit antrete, dann gibts auch kein Gehalt.
Wenn ein Aufhebungsvertrag erfolgen würde, so hätte ich wieder eine Sperre...wenn mich der neue Arbeitgeber kündigt, so wäre dies Verhaltensbedingt und somit auch wieder Sperre.....
Oder habe ich einen Denkfehler?
 

Fritz Fleißig

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#11
@Smiley32

Das ist alles eine ziemlich komplexe Situation.

Wenn sich ein neues Beschäftigungsverhältnis ab 1. Juni lückenlos an das alte, am 31. Mai beendete Beschäftigungsverhältnis angeschlossen hätte, wäre gar keine Arbeitslosigkeit eingetreten. Dann bestünde auch kein Anlaß zu einer Sperrzeit (mit eventueller Ausnahme, wenn das alte Beschäftigungsverhältnis unbefristet und das neue befristet gewesen wäre, aber davon mal abgesehen).

In sozialversicherungsrechtlichen Angelegenheiten geht es fast immer um das Beschäftigungsverhältnis, also das tatsächliche Tätigwerden als Arbeitnehmer gegen Entgelt, und nicht um den bloßen Arbeitsvertrag. Der Arbeitsvertrag selbst kann ja durchaus ohne Leistung und Gegenleistung "in der Luft hängen" und nur formal bestehen, beispielsweise bei längerer Erkrankung, wenn jemand Krankengeld von der KK bezieht.

Ich vermute, daß der neue Arbeitgeber dich auch noch gar nicht zur Sozialversicherung angemeldet hat. Ein Beschäftigungsverhältnis (nicht gemeint ist der Arbeitsvertrag) besteht hier offenbar auch noch nicht beziehungsweise ist erst gar nicht zustandegekommen.

Von daher dürfte durchaus wegen der ersten(!) Eigenkündigung eine Sperrzeit drohen. Ich sehe auch nicht so recht, was du als wichtigen Grund für die Eigenkündigung anführen könntest. Die bloße Absicht, woanders eine Beschäftigung aufzunehmen, reicht jedenfalls nicht. Daß du am neuen Arbeitsort leider keine Wohnung gefunden hast, ist letztlich auch dein Problem.
 

Smiley32

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#12
Ob der neue Arbeitgeber mich anmeldete weis ich nicht. Die Unterlagen hatte der jedenfalls schon von mir.

Das neue Arbeitsverhältnis wäre eh befristet gewesen...auf 2 Jahre....dafür öffentlicher Dienst und besser bezahlt...und eine Verlängerung wäre nicht ausgeschlossen gewesen.

Einen wichtigen Grund seh ich auch nicht für mich. Es waren die Menge an Kleinigkeiten die es dort ausmachten....wie fehlende Arbeitskleidung, das man schnell mal "verheizt" wird, das ein Teil vom Gehalt fehlte, das man der Buchhaltung wochenlang hinterher laufen musste wenn man den Stand seines Zeitkontos wissen wollte und Arbeitszeitregelung....

Klar könnte ich meinem Ex-Arbeitgeber richtig eins reindrücken....aber man sieht sich im Leben immer zweimal und von daher......


Nachtrag: Bei google finde ich öfters den Hinweis das man eine Sperre umgehen könnte, wenn nachweislich ein neues Arbeitsverhältnis in aussicht gestellt wurde. Das wäre ja bei mir der Fall....neuer Arbeitsvertrag vorhanden.
Ich werd mich da mal genauer einlesen und damit meine Kündigung überwiegend begründen.
 

Fritz Fleißig

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#13
Wenn das neue Beschäftigungsverhältnis zwar befristet gewesen wäre, aber länger als ein Jahr bestanden hätte, wäre das kein Problem bezüglich Sperrzeit gewesen.

Allerdings: bei dir ist offensichtlich gar kein neues Beschäftigungsverhältnis zustandegekommen, sondern "nur" ein derzeit inhaltsleerer Arbeitsvertrag. Daß es so gekommen ist, kannst du auch nicht dem neuen Arbeitgeber anlasten.

Mit dem, was bei Firma Gugel steht, würde ich vorsichtig sein. Schau besser in die GA der Arbeitsagentur zu § 159 SGB III rein, dort stehen von der Rechtsprechung anerkannte rechtfertigende Gründe für eine Eigenkündigung. Du findest die GA auf der Internetseite der AfA.

Hier: https://www.arbeitsagentur.de/web/w...dstbai407897.pdf?_ba.sid=L6019022DSTBAI407900 (und dort Punkt 9.1)

Auf jeden Fall zusätzlich hilfsweise(!) beantragen, die Sperrzeit wegen besonderer Härte von zwölf auf sechs Wochen zu reduzieren. Ob das was bringt, weiß ich nicht, aber versuchen kann man es. Es ist alles recht unglücklich gelaufen.
 

Perapado

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29
#15
Ich würde den Arbeitsvertrag der neuen Firma bei der Stellungnahme vorlegen und erwähnen das du Gesundheitliche Probleme bekommen hattest und dadurch sich die Wohnungssuche verzögerte.
 

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#16
@Perapado
Danke für den Tip!
Zum Ex Arbeitgeber schickte ich alle Krankmeldungen vorab per Mail. Somit hätte ich die ganzen Krankmeldungen noch als Nachweis.

@Ines2003
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