Eigenheim VENI VIDI VICI

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ExitUser

Gast
@ all,

muß euch doch allen noch mitteilen, dass euer Daumendrücken geholfen hat.

Ich habe meinen Prozeß vor dem SG heute gewonnen. Ich bekomme meine Eigenheimzulage und auch die KDU, so wie ich sie beantragt hatte.

Danke noch mal an alle, die mir Glück auf den Weg mitgegeben hatten.

Die Vertreterin der Arge hat heute ganz eindeutig vor dem Gericht gesagt, dass eine Abtretung der _Eigenheimzulage an eine Bank nicht mehr erforderlich ist. Zwingend ist immer noch der Nachweis, dass das Geld für das selbstbewohnte Eigenheim verwendet wird. Den Nachweis konnte ich erbringen.

Etwas rätselhaft war ihre Aussage, dass ich ja noch aus anderen Quellen Geld für mein Haus bekommen könne. Der Sache werde ich nachgehen. Denn mein Kenntnisstand war bisher, dass man Geldgeschenke angeben muß, wenn sie 50 Euro im Jahr überschreiten. Wie nun mein Haus aus Fremdgeldquellen gespeist werden kann, muß ich mir noch erklären lassen.

Gültige Rechtssprechung, erfuhr ich vom Richter, sei heute, dass man die Zinsen, soweit sie angemessen sind, von der Arge bekommt, nicht aber die Tilgung. So würde die Gemeinschaft mein Privatvermögen finanzieren. Das ginge nicht.

Ich habe entgegengehalten, dass jeder Mieter seine KDU bekommt, soweit sie angemessen sind, und der Vermieter damit sein Privatvermögen erhöht. Außerdem werde ich so über einen Umweg gezwungen, mein geschütztes Eigenheim zu verkaufen, weil ich die Tilgung aus der Grundsicherung nicht mehr tragen kann. So wurde es ins Protokoll aufgenommen.

Ein Urteil hat es heute noch nicht gegeben. Einige Unterlagen, die ich heute dem Richter vorgelegt hatte, hat die Vertreterin der Arge, so ihre Aussage, zum ersten Mal gesehen. Meine Frage, wo sie die denn gelassen habe, da ich sie mit dem ersten Antrag bereits eingereicht hatte, wurde mit Schulterzucken beantwortet.

Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, dass meine Freude groß ist, auch wenn ich das Protokoll noch nicht in den Händen habe.

:D :D :D :D :D
 

oc2pus

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Hallo Barney,

erstmal herzlichen Glückwunsch!

Dass du im richtigen Moment die richtigen (beschämenden) Fragen stellst, finde ich prima. :daumen:
 
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ExitUser

Gast
Auch von mir mir einen herzlichen Glückwunsch, Barney.
Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, dass meine Freude groß ist, auch wenn ich das Protokoll noch nicht in den Händen habe.
Und ob man sich die Freude vorstellen kann. :hug: Schön, wirklich schön!

................
 

Troco

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Betrifft mich jetzt zwar nicht, aber wäre es demnach möglich sein Eigenheim auf folgende Weise zu "retten":

Man macht sich quasi selbstständig indem man sein Eigenheim vermietet - und zwar so dass damit nicht nur Zins sondern auch
Tilgung gedeckt ist.

Selbst bekommt man für seine Mietwohnung KdU und hat somit wenigstens die Hoffnung dass alles für die Zukunft gut läuft.

Wenn der Staat dann noch seinen "Neidfaktor" unterdrückt käme es ihm später zugute, da er im Alter keine KdU mehr leisten müsste;
ev. lässt sich dann mit erhöhter Bonität auch noch was anfangen (die "Großen" machen es ja vor was man mit "Kredit" so alles machen kann).

Schließlich wird ja immer gefordert man müsse alles daran setzen BlaBlaBla ...
 
E

ExitUser

Gast
Troco meinte:
Betrifft mich jetzt zwar nicht, aber wäre es demnach möglich sein Eigenheim auf folgende Weise zu "retten":

Man macht sich quasi selbstständig indem man sein Eigenheim vermietet - und zwar so dass damit nicht nur Zins sondern auch
Tilgung gedeckt ist.

Selbst bekommt man für seine Mietwohnung KdU und hat somit wenigstens die Hoffnung dass alles für die Zukunft gut läuft.

Wenn der Staat dann noch seinen "Neidfaktor" unterdrückt käme es ihm später zugute, da er im Alter keine KdU mehr leisten müsste;
ev. lässt sich dann mit erhöhter Bonität auch noch was anfangen (die "Großen" machen es ja vor was man mit "Kredit" so alles machen kann).

Schließlich wird ja immer gefordert man müsse alles daran setzen BlaBlaBla ...

@ Troco, so einfach geht das nicht. Wenn du nicht selbst drin wohnst, ist es doch kein geschütztes Eigenheim mehr. Betonung liegt auf "heim". Wenn du es nicht selber zum Wohnen brauchst, muß es grundsätzlich verkauft und vom Erlös gelebt werden.

Selbstverständlich setzen auch dabei die Prüfungskriterien der Ermessenfrage ein. Wäre das Haus unverkäuflich oder würde man das Haus verkaufen und es blieben nur Schulden oder wäre der Erlös unterhalb einer bestimmten Prozentgröße (die ich jetzt nicht weiß), dürfte das Verlangen, das Haus zu verkaufen, eine unbillige Härte darstellen. Der EH ist weiter bedürftig und muß Unterstützung erhalten.

Du kannst dir sicherlich vorstellen, dass kurz vor Ende des Annuitätskredites, also wenn das gesamte Haus so gut wie bezahlt ist, selten soviel Schulden nach dem Verkauf bleiben, dass Unbilligkeit anerkannt wird. Bliebe nur die Unverkäuflichkeit. Da kannst du dir vorstellen, dass Banken und Immobilienhaie das gerne anders sehen. Eine preiswerte Immobilie läßt sich immer gut versilbern. Es gibt bereits Urteile, die die Argen verpflichten, auch den Teil Tilgung zu übernehmen.


@ll, danke an euch für Eure Glückwünsche.

Martin hat ganz richtig bemerkt, es ist ein Teilsieg. Es geht weiter. Aber zum Glück nicht mehr mit dem existenziellen Druck, der bisher dahinter stand.
Wir werden sehen, wie es weitergeht.
 
A

Arco

Gast
Selbstverständlich setzen auch dabei die Prüfungskriterien der Ermessenfrage ein. Wäre das Haus unverkäuflich oder würde man das Haus verkaufen und es blieben nur Schulden oder wäre der Erlös unterhalb einer bestimmten Prozentgröße (die ich jetzt nicht weiß), dürfte das Verlangen, das Haus zu verkaufen, eine unbillige Härte darstellen. Der EH ist weiter bedürftig und muß Unterstützung erhalten. Der EH ist weiter bedürftig und muß Unterstützung erhalten.

... dann kann es aber auch passieren das die Leistungen aber nur noch als Darlehn gewährt werden - in Einzelfällen selbstverständlich -

(meine Glückwünsche Barney habe ich dir schon im Herzen gegeben ;) )
 

Wernersen

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Liebe Barney,

auch von mir die besten Glückwünsche zum vorersten Sieg, den anderen schaffst Du schon auch, da bin ich mir bei Dir ganz sicher.

LG Wernersen :daumen: :daumen: :daumen:
 

pustekuchen

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Hallo Barney,

:klatsch: Glückwunsch auch von mir. Genau so muß es sein.
Da mir Gleiches auch in absehbarer Zeit bevor steht noch eine Frage.

Bist Du mit oder ohne Anwalt vor Gericht gezogen?

Gruß pustekuchen
 
E

ExitUser

Gast
Mit Anwältin.

Diese Anwaltskanzlei hat über die Jahre alle meine Prozesse gegen das Arbeitsamt, die Agentur für Arbeit und jetzt das Job-Center geführt - und gewonnen.

Ich hatte schon lange den Überblick verloren, soviele Bescheide hatte ich zwischenzeitlich erhalten, manchmal am Tag zwei Widerspruchsbestätigungen, ohne dass dabei stand für welchen Widerspruch. Hätte nicht ein Sachbearbeiter ca. 3 Wochen vor dem Prozeß all dieses Wirrwarr aufgehoben und für den gesamten Zeitraum vom 1.1.2005 bis 31.8.2006 neue Bescheide ausgefertigt, würden wir sicherlich die ersten 3 Stunden der Gerichtsverhandlung damit zugebracht haben, nachzusehen, ob für jeden Bescheid ein Widerspruch eingelegt worden ist, der auch bereits eine Antwort hatte. So fing die Vertreterin des Job-Centers nämlich an. Sie wollte keinen Bescheid in der Verhandlung zulassen, der noch ohne Antwort auf den Widerspruch war.

Man kann sicherlich einige Sachen ohne Anwalt vor dem Sozialgericht durchfechten. Hier ging es mir einfach um zuviel. Ich empfehle in solch unübersichtlichen Sachen unbedingt einen Anwalt zu nehmen. In der Verhandlung geht manches einfach zu schnell, Begriffe werden gebraucht, die man als Laie nicht kennt und schon geht einem was durch die Lappen, das zum Nachteil gereicht.
 

Grubenpony

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Wahrscheinlich der ganz normale Wahnsinn :x

@Barney
Herzlichen Glückwunsch :party: ! Ich freue mich imer wieder so etwas zu lesen, weil es vielen den dringend notwendigen Mut gibt, sich nicht alles gefallen zu lassen!! :daumen:
 
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ExitUser

Gast
Grubenpony meinte:
Wahrscheinlich der ganz normale Wahnsinn :x

@Barney
Herzlichen Glückwunsch :party: ! Ich freue mich imer wieder so etwas zu lesen, weil es vielen den dringend notwendigen Mut gibt, sich nicht alles gefallen zu lassen!! :daumen:

Danke, Grubenpony! Ich kann auch nur jeden immer wieder ermutigen, nicht nur einen Widerspruch einzulegen, sondern auch weiterzugehen.

Ich habe oft den Eindruck, dass viele glauben, wenn die Widerspruchsstelle ihren Widerspruch ablehnt, dann haben es ja zwei Stellen abgelehnt und dann wird das auch so seine Richtigkeit haben.

Dabei wird außer Acht gelassen, dass beide, der Erstbearbeiter und die Widerspruchsstelle, die Angelegenheit aus Sicht des gleichen Amtes sehen. Erst ein wirklich Unabhängiger, nämlich das Gericht, betrachtet die Dinge aus einem anderen Blickwinkel.

Himmel, was wurde denn da bei Dir veranstaltet?

@ Tinkalla, wie Grubenpony schon vermutet: Arge Wahnsinn.

Eine etwas komplizierte Rechtslage, ein neues Gesetz, ständig neue Verordnungen, sich neu sortierende Zuständigkeiten, keine Zuständigkeiten, defekte Software, nicht funktionierende Hardware... Muß ich noch mehr aufzählen?

Die Bearbeiter vor Ort, dass muß ich einfach immer wieder sagen, trifft dabei die wenigste Schuld. Ich habe mal an einer Umfrage im Internet teilgenommen, in der die Kompetenz und Freundlichkeit der Job-Center, Argen und Optionskommunen abgefragt wurden. Das hiesige Job-Center hat von mit eine 2 in Freundlichkeit bekommen. Den andern Teil verrat ich nicht - ist geheim. :pfeiff: :pfeiff:
 

Quirie

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Grubenpony meinte:
...... Ich freue mich imer wieder so etwas zu lesen, weil es vielen den dringend notwendigen Mut gibt, sich nicht alles gefallen zu lassen!! :daumen:

Sich alles gefallen lassen??

Da sind sie bei Barney aber völlig falsch.

:mrgreen: :mrgreen: :hug:
 

Troco

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@ Troco, so einfach geht das nicht

glaub ich hatte grad nen Anfall von geistiger Umnachtung als ich von deutschen Beamten ne vernünftige, langfristige Finanzplanung erwartet hab ... :lol:

( ist wohl nicht so wie in Spanien, wo der Staat dafür sorgt das praktisch alle Wohneigentum haben - weils langfristig günstiger ist )
 
E

ExitUser

Gast
Troco meinte:
@ Troco, so einfach geht das nicht

glaub ich hatte grad nen Anfall von geistiger Umnachtung als ich von deutschen Beamten ne vernünftige, langfristige Finanzplanung erwartet hab ... :lol:

( ist wohl nicht so wie in Spanien, wo der Staat dafür sorgt das praktisch alle Wohneigentum haben - weils langfristig günstiger ist )

Nee, auch nicht wie in Frankreich, wo jeder seine im Arbeitsleben erworbenen Ersparnisse und sein Häuschen behalten darf, damit er was im Alter hat, und trotzdem Hilfe bekommt.
 
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