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Eigenheim - Mietvertrag Eltern / Kind – Bisher Kopfteilprinzip

zweimalzwei

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#1
Hallo,

mein Vater hat nach langer Suche endlich einen Job (Teilzeit/Mindestlohn) gefunden. Am ersten August geht es los.

Mit diesem Job können meine Eltern ihren Bedarf selbst unter Berücksichtigung der Freibeträge fast vollständig decken.

Sie hätten noch Anspruch auf etwas unter zehn Euro und damit natürlich auch die Ersparnis der Rundfunkgebühren.

Nun ist der Betrag dennoch so niedrig, dass sich meine Mutter die Schikanen des Amtes nicht mehr antun möchte.

Sie wollen dem Jobcenter künftig auch nicht mehr die ganzen Abrechnungen (Strom/Gas, Wasser, Schornsteinfeger, Grundgebühren, Gebäudeversicherung, Müll...) zur Verfügung stellen, nur damit mein KdU-Anteil übernommen wird.

Aus diesem Grund würden sie mit mir gern einen Mietvertrag abschließen.

Dass ich über 25 bin, ist vielleicht noch relevant.

Gibt es irgendwo einen Mustermietvertrag, der für die Vermietung von Räumen eines Einfamilienhauses an Familienangehörige geeignet ist?

Hat vielleicht schon jemand mit einer solchen Konstellation Erfahrungen machen können? Akzeptiert das Jobcenter solche Mietverträge, wenn bisher nach Kopfteilprinzip gerechnet wurde?

Gibt es irgendwelche Dinge, die man zusätzlich beachten muss?

Darf die Miete bar bezahlt werden? Jeder Geldeingang auf dem Konto meiner Eltern kostet eine Gebühr. Bisher hat es keinen interessiert, dass ich meinen Anteil bar zahlte.

Wie hoch darf die Miete sein?

Nach meinen Berechnungen wäre eine Pauschalmiete von 150 Euro noch angemessen.

Angemessene Kaltmiete (4,00 Euro/qm) + angemessene Nebenkosten (1,20 Euro/qm) + angemessene Heizkosten (1,30 Euro/qm) = 6,50 Euro/qm

Da drei Personen insgesamt 70qm bewohnen dürfen, würde es für mich eine angemessene Wohnfläche von 23,33qm bedeuten. Also wären bis 151,67 Euro eine angemessene Pauschalmiete. Sehe ich das richtig?

Wie genau wird die Wohnfläche berechnet. Also ich hätte zwei Zimmer und ein Bad. Die Küche wäre gemeinsame Nutzung. Wird die Fläche der Küche gedrittelt?

Muss überhaupt eine genaue Quadratmeterzahl angegeben werden oder würden die Zimmer reichen?

Bisher lagen die KdU (also mein Anteil) offiziell bei etwa 80 bis 90 Euro monatlich. Dabei musste aber dann auch einiges aus dem Regelsatz finanziert werden, was bei einer „normalen“ Wohnung vom Jobcenter über die Grundmiete bezahlt wird.
 

zweimalzwei

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#2
Habe inzwischen noch etwas recherchiert und bin fast erleichtert, dass noch niemand Zeit für eine Antwort investierte.

Habe eine katastrophale gesetzliche Regelung gefunden
Die Trinkwasserverordnung verlangt, dass Hauseigentümer (nicht Mieter) künftig alle drei Jahre ein zugelassenes Labor damit beauftragen, Wasserproben zu entnehmen und auf Legionellen zu prüfen. Vermieter, die dieser Pflicht nicht nachkommen, begehen eine Ordnungswidrigkeit.
Damit hat sich die Frage eines Mietvertrages ohnehin erledigt und es sind auch weiterhin keine Antworten mehr nötig.

Es ist dann künftig wie eine Dauersanktion, wenn ich nicht an die Rechnungen meiner Eltern komme.
 

liriel

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#3
erledigt..hatte nicht beachtet, das es Eigentum der Eltern ist!
 

ela1953

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#4
Diese Verordnung gilt nicht für Ein- und Zweifamilienhäuser.

Vermieten deine Eltern haben sie aber Papierkram mit dem Finanzamt.
 

Nena

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#5
Ihr könntet aber eine Kostenbeteiligungsvereinbarung abschließen. Daran würden Deine Eltern nichts verdienen. Aber Du würdest Deinen Beitrag zu Wasser, Heizung, Müll usw. übernehmen (übernommen kriegen). Das hat dann aber nichts mit Miete zu tun.
Da solltet Ihr eine Pauschale vereinbaren, dann müssten Deine Eltern keine jährliche Nebenkostenabrechnung erstellen.
 

Kerstin_K

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#6
Und wegen der Rundfunkgebühr nochmal schauen. Es gibt da ein Regelung für eine Befreiung, wenn man durch die Gebühr wieder bedürftig wird.

Deine Eltern könnten vielleicht auch noch Lastenzuschuss beantragen.

Und mal nach einer anderen Bank schauen.
 
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