Eigene Kündigung wegen Weiterbildung

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wric101252

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Selber gekündigt wegen 2 jähriger Weiterbildung auf einer Ganztagsschule. Arbeitsamt spricht eine Sperre aus, wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit. Habe bis zum 31 August gearbeitet und bin am 15 September bei der Schule angefangen. Nun will das Arbeitsamt die 14 Tage nicht bezahlen und auch noch eine Sperre aussprechen. Als Widerspruch habe ich ein Gerichtsurteil aus Karlsruhe angeführt, wo jemanden Recht gesprochen wurde, da Weiterbildung berufsfördernt wirkt. Nun meint der SB vom Arbeitsamt das es in meinen Beruf (Koch) genügend Arbeitsplätze gäbe, ich ich keine Weiterbildung bräuchte. Hat jemand Erfahrung mit der Thematik.
 

verona

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Ob man eine Weiterbildung wünscht bzw. macht, obwohl man bereits einen Beruf hat, kann die SB nicht verbieten. Natürlich darf und soll man sich weiterbilden. Damit werden zukünftig Berufschancen erhöht.
Hast du das Urteil zum Hochladen?
Wie finanzierst du dich denn jetzt?
 

Couchhartzer

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Was denn nun?
Arbeitsamt spricht eine Sperre aus,
Nun will das Arbeitsamt die 14 Tage nicht bezahlen und auch noch eine Sperre aussprechen
Will es erst eine Sperre aussprechen oder hat es schon?

So wie du es bisher beschrieben hast ist es jedenfalls komplett widersprüchlich.


Als Widerspruch habe ich ...
Wenn (wie vorstehend benannt / und aufgrund Widersprüchlichkeit noch unklar) das Amt erst eine Sperre aussprechen will, gab es noch nichts dem man widersprechen hätte können.
Von daher ist Klärung der Frage oben vorrangig zu beantworten, damit hier keine Unübersichtlichkeiten und eventuellen Fehler beim Helfen passieren.
 

Helga40

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Das ist eine Einzelentscheidung eines Richters des SG Karlsruhe: Az. S 17 AL 1291/16.

Der TE wird sich da wohl auf Sperre, Widerspruch und jahrelange Klage einstellen müssen.
 

Birgit63

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Besuchst du eine Meisterschule oder was ist das für eine Weiterbildung? Wenn du deinen unbefristeten Job gekündigt hast, dann bekommst du selbstverständlich eine Sperre. Normalerweise macht man seine Weiterbildung neben dem Job. Dass das bei einem Koch nicht so einfach ist, kann ich gut nachvollziehen. Wenn es eine auf deinen Beruf aufbauende Weiterbildung ist, kann es evtl. Meister-Bafög geben. So gut kenne ich mich damit allerdings nicht aus. Sowas klärt man, bevor man seinen Job aufgibt.
 
M

mafrsist

Gast
Ist doch unproblematisch. Es geht hier in erster Linie um das Ende der Beschäftigung am 31.08. und den Beginn am 15.09. Wenn du den Sperrzeitbescheid bekommst, legst du Widerspruch ein. Ich gehe davon aus, dass deine Kündigungsfrist nur zum Ende eines Monats möglich war. Insofern konntest du nicht zum 14.09. kündigen. In deinem Widerspruch erläuterst du dies und verweist im Übrigen auf die in Art. 12 des Grundgesetzes verankerte Berufsfreiheit. Wenn im Widerspruchsverfahren nicht Abhilfe geschaffen wird, reichst du Klage beim Sozialgericht ein.
 

Helga40

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Wenn "Ich habe Berufsfreiheit" als Grund helfen würde, dürfte wohl kaum eine Eigenkündigung mit Sperrzeit enden. So einfach ist das ja nun auch nicht.

Nur, weil man ein Recht hat, heißt das nicht, dass dieses Recht auch finanziert werden muss.
 
M

mafrsist

Gast
Nein. Du denkst hier an jede Form von Jobaufgabe mit anschließender Arbeitslosigkeit. Hier geht es um den Fall, dass eine Anschlussbeschäftigung vorhanden ist. Die vertragliche Kündigungsfrist zum Monatsende lässt jedoch einen nahtlosen Übergang nicht zu. Insofern hat der TE den Eintritt der 14-tägigen Arbeitslosigkeit nicht zu vertreten. Grundsätzlich steht es ihm frei den Job zu wechseln. Rücksichtnahme ist hier selbstverständlich geboten. Kündigung zum 31.07. würde z.B. eine Sperrzeit rechtfertigen, da die Möglichkeit bestanden hätte zum 31.08. zu kündigen.
 

Kerstin_K

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Hier geht es um den Fall, dass eine Anschlussbeschäftigung vorhanden ist. Die vertragliche Kündigungsfrist zum Monatsende lässt jedoch einen nahtlosen Übergang nicht zu. Insofern hat der TE den Eintritt der 14-tägigen Arbeitslosigkeit nicht zu vertreten. Grundsätzlich steht es ihm frei den Job zu wechseln. Rücksichtnahme ist hier selbstverständlich geboten. Kündigung zum 31.07. würde z.B. eine Sperrzeit rechtfertigen, da die Möglichkeit bestanden hätte zum 31.08. zu kündigen.
Rechtsgrundlage?
 

Helga40

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Womit es im Ermessen der Agentur steht, da es sich um eine gewünschte Weiterbildung ohne Bildungsgutschein oder vorherige Absprache handelt.

Da die Sperre bereits ausgesprochen ist, ist die Ermessensprüfung wohl nicht zu Gunsten des TE ausgegangen. Es verbleibt ihm nur, dies mit entsprechendem Rechtsmittel prüfen zu lassen.
 
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