Eigene Kündigung bei teilw. Erwerbsunfähigkeit

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Flabes

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Abend zusammen,
bin neu hier im Forum und hätte mal eine Frage:

Ich bin schwerbehindert, teilweise Erwerbsunfähig, erhalte eine teilweise Erwerbsunfähigkeitsrente auf Dauer und habe eine 1/2 Arbeitsstelle. Da mir die Arbeit mitlerweile sehr schwer fällt, z.B. viele Fahrzeiten mit dem Auto, immer neue Aufgabengebiete etc. stellt sich nun bei mir die Frage, ob ich nicht meine Arbeitstätigkeit beenden kann.

In der Broschüre der DRV steht, daß im Falle einer Arbeitslosigkeit die volle Erwerbsunfähigkeitsrente gezahlt würde.
Bedeutet das:
1. Erhalte ich bei eigener Kündigung überhaupt ALGI oder direkt die Erwerbsunfähigkeitsrente?
2. Bei selbstständiger Kündigung trotzdem eine Sperre bei der Agentur für Arbeit?

Bin gespannt auf eure Antworten.
 

münchnerkindl

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Wenn du ein ärtzliches Attest vorlegst, daß dir die Arbeit aus gesundheitlichen Gründen nicht länger zuzumuten ist dann kriegst du da keinerlei Sperre..
 

Flabes

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hallo münchnerkindl,
danke für deine antwort. aber was greift nun als erstes. algI oder erwerbsunfähigkeitsrente?
 

Elsbeth

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Wenn du ein ärtzliches Attest vorlegst, daß dir die Arbeit aus gesundheitlichen Gründen nicht länger zuzumuten ist dann kriegst du da keinerlei Sperre..
Stimmt das so? Muss man nicht erst zum MdK?

Wie ist das, wenn man bei Krankheit vom Arbeitgeber unter Druck gesetzt wird, die Kündigung einzureichen?

Sollte man seinem Arbeitgeber mitteilen, dass man die Tätigkeit nicht mehr ausüben kann?
 
E

ExitUser

Gast
Normalerweise ist eine Kündigung durch den AG immer vorzuziehen.

Aber ich habe auch schon die Notbremse gezogen u. selbst gekündigt mit ärztl. Attest.

Das muß wirklich hieb- u. stichfest sein!

Eine Untersuchung durch den ÄD der BA ist nach dieser Eigenkündigung schon fast obligatorisch.
 
E

ExitUser

Gast
Hallo Elsbeth,

fast als einziger Grund für eine Eigenkündigung werden gesundheitliche Einschränkungen anerkannt. Die sollten aber ärztl. attestiert sein! Eine bloße Krankschreibung z.B. wird nicht reichen!

Was gibt es sonst: Sittenwidrigkeit könnte ein Grund sein........ AG bezahlt Dich weit unter Tarif etc...

Vielleicht fällt anderen noch was ein...........

Auf jeden Fall bleibt eine Eigenkündigung eine heikle Sache u. muß wohl überlegt u. gut begründet sein, sonst gibt es gnadenlos 'ne Sperre!

Gruß

RZ

(Wenn Du Schriftliches vom Arzt hast, teil es dem AG mit, sonst halt nicht. Ein Gespräch: "Ich kann das nicht mehr machen." ist nicht ausreichend.)
 

Doppeloma

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Hallo Elsbeth.

Stimmt das so? Muss man nicht erst zum MdK?
Wäre ganz gut wenn du da einige Infos mehr gibst, das Thema wurde mal Anfang 2009 mit einer Frage in einem ganz anderen Zusammenhang eröffnet ???

Wie ist das, wenn man bei Krankheit vom Arbeitgeber unter Druck gesetzt wird, die Kündigung einzureichen?
Sein Problem, du brauchst NICHT selber zu kündigen bei Krankheit, dann hast du auch KEINE Probleme bei der AfA, falls du entlassen wirst.

Wie lange bist du denn schon krank (ohne/mit Unterbrechungen???) hast du einen Schwerbehinderten-Status (GdB 50)???


Sollte man seinem Arbeitgeber mitteilen, dass man die Tätigkeit nicht mehr ausüben kann?
WARUM, wenn es sich aus Reha-Berichten, sonstigen ärztlichen Unterlagen ergibt, erfährt es der AG noch früh genug (zu konkreten Krankheiten mußt du dem AG gar nichts mitteilen!), wenn es NUR deine persönliche Ansicht ist, interessiert es NIEMANDEN.

Bitte gib uns einige Informationen, wenn du ernsthafte Antworten erwartest, nicht ALLES ist für JEDEN richtig, es kommt immer auf die konkrete Situation an.

MfG Doppeloma
 

Elsbeth

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Ich bin jetzt in der Probezeit das dritte Mal krank, jetzt am Stück viereinhalb Wochen. Meine Ärztin will mir ein Attest schreiben, in dem sie mir die Unfähigkeit zu meiner jetzigen Tätigkeit bescheinigen will. Mit meiner AG habe ich über meine Krankheit gesprochen: psychische Probleme wg. der Arbeit. Jetzt möchte sie wissen, ob die Ärztin mir Unfähigkeit zu meiner jetzigen Berufstätigkeit attestiert. Ich überlege, ob ich mich mit ihr einigen soll, dass sie mir kündigt. Aber weiß nicht, ob sie sich darauf einlässt und wie ich das anstellen soll.
 

Doppeloma

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Hallo Elsbeth,

Ich bin jetzt in der Probezeit das dritte Mal krank, jetzt am Stück viereinhalb Wochen.
Dann wird sie dir nach Ablauf der Probezeit (wie lange geht die denn noch?) keinen dauerhaften Arbeitsvertrag geben, da MUSS doch gar keiner kündigen, Vertrag wird nicht verlängert, fertig!

Meine Ärztin will mir ein Attest schreiben, in dem sie mir die Unfähigkeit zu meiner jetzigen Tätigkeit bescheinigen will.
Ist ja sehr nett von deiner Ärztin, die AfA wird das allerdings eher nicht interessieren, die prüfen dann selber (Amtsarzt) ob die Kündigung berechtigt war oder nicht und bis zu dieser Entscheidung gibt es erst mal KEIN GELD.

Mit meiner AG habe ich über meine Krankheit gesprochen: psychische Probleme wg. der Arbeit. Jetzt möchte sie wissen, ob die Ärztin mir Unfähigkeit zu meiner jetzigen Berufstätigkeit attestiert.
WARUM (???), sie braucht doch deinen Vertrag nach der Probezeit NICHT verlängern, WOZU braucht sie da ein Attest von dir, sowas geht einen AG überhaupt gar nichts an :icon_evil:

Ich überlege, ob ich mich mit ihr einigen soll, dass sie mir kündigt. Aber weiß nicht, ob sie sich darauf einlässt und wie ich das anstellen soll.
Lass dich weiter AU-schreiben, DAS ist der einzige "Gefallen" den dir deine Ärztin tun kann, wenn sie es ernst mit dir und deiner Gesundheit meint, du kannst bis zu 78 Wochen Krankengeld bekommen, auch wenn du zwischenzeitlich entlassen wirst (bzw. dein Probe-Arbeitsvertrag ausläuft).

Dein Arbeitsvertrag endet doch nach Ablauf der Probezeit "automatisch" oder habt ihr Arbeits-vertraglich was Anderes vereinbart, wenn JA, WAS :confused:


Wenn dein Arbeitsvertrag wegen Krankheit nach der Probezeit NICHT verlängert wird, kannst DU doch nichts dafür, da kann dir auch die AfA keinen Ärger machen, mußt natürlich deine Arbeitslosigkeit dann dort melden!

Solange du weiterhin (OHNE Unterbrechung!!!) AU bist, will die AfA sowieso NIX von dir, erst wenn du wieder arbeitsfähig bist, mußt du dich dann dort wieder melden.

Was ist denn das für ein Job, der dich so belastet, vielleicht solltest du mit deiner Ärztin mal über eine medizinische Reha-Maßnahme reden und/oder dich zum Facharzt überweisen lassen???

MfG Doppeloma
 

Elsbeth

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Hallo Elsbeth,

Dein Arbeitsvertrag endet doch nach Ablauf der Probezeit "automatisch" oder habt ihr Arbeits-vertraglich was Anderes vereinbart, wenn JA, WAS :confused:

Was ist denn das für ein Job, der dich so belastet, vielleicht solltest du mit deiner Ärztin mal über eine medizinische Reha-Maßnahme reden und/oder dich zum Facharzt überweisen lassen???

MfG Doppeloma
Mein Arbeitsvertrag ist auf ein Jahr befristet und beinhaltet die übliche Probezeit. Die endet mit dem 28.02.2011. Ich habe aber noch Urlaub offen, vom letzten Jahr.

Die Ärztin ist Psychiaterin in der hiesigen Psychiatrie und ziemlich sicher, dass ihr Attest bei der Afa Gültigkeit hat.

Ich betreue demenzkranke Menschen und hab gemerkt, dass mir das ziemlich zu schaffen macht, obwohl die Afa mich in zwei Massnahmen dafür geeignet befunden hat.

Grüße und danke für deine hilfreiche Antwort.
 

Muzel

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Warum willst du denn selbst kündigen? Solange du krank geschrieben bist brauchst du doch nicht zu arbeiten. Deine Probezeit endet in Kürze, danach bist du mit deinem befristeten Arbeitsverhältnis nur außerordentlich kündbar. Denk doch mal an die Sozialbeiträge, die dir möglicherweise durch die Lappen gehen, wenn du selbst kündigst.
 

Doppeloma

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Hallo Elsbeth,

Mein Arbeitsvertrag ist auf ein Jahr befristet und beinhaltet die übliche Probezeit. Die endet mit dem 28.02.2011. Ich habe aber noch Urlaub offen, vom letzten Jahr.
Was die Kündigung betrifft, kann ich Muzel nur zustimmen, wenn die Chefin dich loswerden will, soll SIE dich kündigen und dein Urlaub muß dir dann in Geld ausgezahlt werden, wenn du ihn wegen Krankheit nicht (mehr) nehmen konntest :icon_daumen:

DU hast NIX zu verlieren, kümmere dich um deine Gesundheit und solange es jetzt dauert, so lange dauert es eben, dein Urlaub geht dir dadurch auch NICHT verloren.

MfG Doppeloma
 

Elsbeth

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Heißt das, wenn ich weiter krank geschrieben bin, erhalte ich trotz Kündigung weiter Krankengeld?

Ich bin einfach zu blöd!
 

Doppeloma

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Hallo Elsbeth,

Heißt das, wenn ich weiter krank geschrieben bin, erhalte ich trotz Kündigung weiter Krankengeld?
GENAU so ist es, es kann dir egal sein, wie lange es noch dauert bis deine Chefin dich kündigt und ob sie das überhaupt tut oder den Ablauf der Befristung (lt. Arbeitsvertrag) abwartet!

Du bekommst auch nach der Entlassung (oder bei Ende der Befristung des Arbeitsvertrages) weiterhin Krankengeld, wenn du (durchgehend!!!) weiter AU bist vom Arzt, das kann bei Notwendigkeit bis zu 78 Wochen gezahlt werden, für die selbe Krankheit :icon_daumen:

Du mußt das dann nur bei der AfA melden, wenn du das (KÜ) mal schriftlich bekommst oder spätestens 3 Monate vor Ende der Befristung, dann sagst du gleich Bescheid, dass du noch weiter krank bist und das war es erst mal bei der AfA!

Also kümmere dich um deine Gesundheit und NICHT um deine Chefin, alles andere wird sich finden :icon_smile:

MfG Doppeloma
 

Elsbeth

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Habe nochmal nachgedacht.

Mein Arbeitgeber bekommt von der Afa einen Zuschuss, das heißt, ich werde zwecks Eingliederung gefördert und beziehe noch aufstockende Leistungen.

Ändert das etwas daran, Krankengeld zu erhalten?
 
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