eigene Eingliederungsvereinbarung vorschlagen oder Verwaltungsakt? (1 Betrachter)

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guinan

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Hi,

ich hatte nun das Gespräch bei der neuen Arbeitsvermittlerin (im Rehabereich). Wie meine Situation ist, könnt ihr hier nachlesen, da habe ich sie nochmal kurz zusammengefasst: https://www.elo-forum.org/allgemeine-fragen/97526-bewerbungsaktivitaeten-obwohl-stillsitzen-verlangt.html

Das Gespräch war so, dass 2 Leute von denen anwesend waren. Die Rehatante, die mich schon mal zu Medikamenten nötigen wollte (was sie aber nicht zugibt) und eben die Arbeitsvermittlerin.

Erst hieß es, man könne mir einen 1-Euro-Job geben, wo meine Belastbarkeit unter Arbeitsbedingungen gestestet werden sollte. Dem habe ich zugestimmt und gleic nachgefragt, wie es mit Praktikas und Bildungsmaßnahmen steht- die hätte ich dann ja auch bekommen.

Frei gewählte Praktikas, zu denen ich demnächst auch schon Vorstellungsgespräche habe, würden aber nicht gehen, da das Verfahren vor dem Sozialgericht gegen die Rentenversicherung noch nicht abgeschlossen sei und damit versicherungstechnisch und bezüglich Fahrkosten das nach geltendem Recht unmöglich sei.

Ich wurde gefragt, ob ich weiter in Therapie sei und auch ob ich vom Sozialgericht zu einer Begutachtung aufgefordert worden wäre. Darüber habe ich keine Auskunft gegeben, nur dass das Verfahren noch nicht entschieden sei.

Daraufhin meinten die beiden, dann müssten die eben ein psychologisches Gutachten erstellen, wo ich freudig zustimmte. Daraufhin wollten sie auch das nicht mehr, entzogen mir aber den 1-Euro-Job wieder mit dem Hinweis, ich würde nicht mitarbeiten und ins Protokoll solle, dass ich keine Auskunft über das Verfahren geben würde. Darauf gab ich zu Protokoll (hoffe, sie haben es auch wirklich geschrieben) dass ich Ihnen durchaus gesagt habe, dass das Verfahren vor dem Sozialgericht noch nicht entschieden sein.

Weiterhin wollte ich Bewerbungskosten geltend machen von vorhergehender Bewerbung. Ich zeigte die Unterlagen vor, verweigerte aber, dass diese kopiert werden. Die Frau schrieb sich eifrig die Daten ab und wollte ins Protokoll schreiben, dass ich weder die Unterlagen herausrücken würde noch einen Bewerbungskostenantrag vorlegen. Ich habe sowas aber gar nicht. Ich gab zu Protokoll, dass ich durchaus meine Bewerbungsunterlagen vorgelegt habe.

Ich bat darum, den Datenschutzbeauftragten dazuzuholen, doch dies geschah nicht. Sie wolle sich bei der vorhergehenden Sachbearbeiterin erkundigen.

Meine Frage, ob ich denn nun eine abgeschlossene Ausbildung mit 1. Staatsexamen habe oder nicht, wurde mit nein beantwortet. Darauf sagte ich, mir steht aber doch eine 1. Ausbildung zu. Sie waren verwirrt, stimmten aber erstmal zu (leider wieder nur mündlich).

Nun wollten sie, da ich ja nach ihrer Ansicht nicht mitarbeite, mir eine Eingliederungsvereinbarung aufdrücken. Ich habe diese erstmal mit nach Hause genommen. Es hieß, ich müsse innerhalb von 2 Wochen unterschreiben, sonst käme diese per Verwaltungsakt zu mir. Weiterhin fragten sie nach Arbeiten, die mir entsprechen würden, außer Umschulung. Ich sagte, ich könne in den offenen Ganztag einer Schule oder im Kindergarten arbeiten. Das wurde abgelehnt, da man dazu ja Erzieherin sein müsse. Nun wurden nach Bürostellen gesucht und mir einige Angebote, bei denen ich mich verpflichtend bewerben müsse, ausgedruckt. Bei allen handelt es sich um Zeitarbeit und Stellen als Bürokauffrau oder Sekretärin. Ich sagte, dass ich das selbstverständlich tun würde, allerdings ist auf eine Stelle als Bürokauffrau sich bewerben ohne Bürokauffrau zu sein auch nicht besser, als sich auf eine Stelle als Erzieherin zu bewerben, ohne Erzieherin zu sein.

Nun meine Frage: Könnte ich auf die Eingliederungsmaßnahme derart reagieren, dass ich eine eigene aufstelle mit Inhalten, die mir zusagen, etwa Bewerbungen um AUSBILDUNGSPLÄTZE und Umschulungen und dass ich darin vom Arbeitsamt gefördert werde und Bewerbungskosten in TATSÄCHLICHER HÖHE oder alternativ 5 Euro auch für schriftliche email-Bewerbungen gezahlt werden?

Und was ist diese Sache mit dem Verwaltungsakt? Den Begriff höre ich hier ständig, weiß aber nicht genau, was er bedeutet. Also vor allem jetzt für meinen Fall.

Vielen Dank für hilfreiche Antworten.
 
E

ExitUser

Gast
kannst du die EGV anonym hier reinstellen..

du machst immer mehrere Themen gleichzeitig auf, das ist anstrengend.. zu lesen..

Also erst mal gegen die EGV arbeiten...
 

guinan

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Kann ich einstellen, habe aber eh nicht vor, sie zu unterschreiben. Ich möchte eine, wo mir Bildung und Weiterbildung zusteht. Und wo ich nicht genötigt werde, über meine medizischen Dinge (inbesondere darüber, ob ich in Therapie bin) Auskunft geben zu müssen oder über die detaillierten Inhalte des Sozialgerichtsverfahrens. Moment, dauert ein bischen (wozu ist das von Bedeutung, wenn ichs eh nicht unterschreibe?)

guinan
 

guinan

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So da ist sie. Wie gesagt, ich möchte mich auf Ausbildungsstellen bewerben oder eine Umschulung. Und ich möchte keine Auskunft über das Verfahren (außer ob es abgeschlossen ist oder nicht) und meinen gesundheitlichen Zustand machen, da dies bisher nicht zur Hilfe, sondern nur zur Verweigerung eines Bildungsgutscheines geführt hat.

LG,
guinan

Directupload.net - n3orj4h8.jpg

Directupload.net - yh2axzbh.jpg

(P.S. Eine andere Möglichkeit des Hochladens kenne ich leider nicht...)
 

guinan

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Nochmal nach oben schieb mit der Hoffnung auf Antworten.

Danke
 
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