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Ronado

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Hallo Leute

Ich habe eine Freundin mit einem großen Problem:

Sie ist seit 10 Monaten arbeitslos. Hat also eigentlich noch 2 Monate ALG1 zu bekommen. Da sie aber dringend mehr Geld brauchte hat sie sich eine x-belibige Stelle gesucht. Gefunden hat sie eine Stelle bei einem Paketdienst. Parallel laufen allerdings ihre Bewerbungen für ihren erlernten Beruf als 3D-Webdesignerin/3-D Konstukteurin. Nach einer Woche bei dem Paketdienst hat sie eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch ins 250km entfernte Hamburg bekommen.

Natürlich wollte sie die Chance wahrnehmen in ihrem Beruf zu arbeiten. Sie wollte für diesen Tag Urlaub von ihrem Arbeitgeber haben. Dieser lehte ab. Daraufhin hat sie ohne nachzudenken einfach gekündigt und ist zu dem Vorstellungsgespräch gefahren ohne das mit dem Arbeitsamt zu besprechen.

Als sie wieder zu Hause war bekam sie folgende Post vom Arbeitsamt:(Dem Sinne nach)
Sie haben ihre Arbeitsstelle selbst gekündigt. Sie haben uns keinen ausreichenden Grund dafür genannt. Daher bekommen sie eine Sperre für 90 Tage.

Sie hat dann nochmal beim Arbeitamt angerufen und denen die Sachlage erklärt, aber die bleiben bei ihrem Bescheid.

Sie bekommt jetzt gar kein Geld mehr. Kann ihre Miete nicht bezahlen, kein Essen kaufen u.s.w. Hat auch noch 30T€ Schulden aus einer Selbstständigkeit.

Wie kann man ihr helfen? Sie ist komplett am Ende.

Ich danke euch schon mal für eure Hilfe
 
E

ExitUser

Gast
Hallo Leute

Ich habe eine Freundin mit einem großen Problem:

Sie ist seit 10 Monaten arbeitslos. Hat also eigentlich noch 2 Monate ALG1 zu bekommen. Da sie aber dringend mehr Geld brauchte hat sie sich eine x-belibige Stelle gesucht. Gefunden hat sie eine Stelle bei einem Paketdienst. Parallel laufen allerdings ihre Bewerbungen für ihren erlernten Beruf als 3D-Webdesignerin/3-D Konstukteurin. Nach einer Woche bei dem Paketdienst hat sie eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch ins 250km entfernte Hamburg bekommen.

Soweit ok und verstanden

Natürlich wollte sie die Chance wahrnehmen in ihrem Beruf zu arbeiten. Sie wollte für diesen Tag Urlaub von ihrem Arbeitgeber haben. Dieser lehte ab. Daraufhin hat sie ohne nachzudenken einfach gekündigt und ist zu dem Vorstellungsgespräch gefahren ohne das mit dem Arbeitsamt zu besprechen.

Ja ist die den noch von allen guten geistern verlassen? Für einen unsicheren vielleicht zukünftigen Job ihren jetzigen Job zu kündigen nur um ein Vorstellungsgespräch wahrzunehmen wo nichtmals geklärt ist ob das überhaupt erfolg hat?

Als sie wieder zu Hause war bekam sie folgende Post vom Arbeitsamt:(Dem Sinne nach)
Sie haben ihre Arbeitsstelle selbst gekündigt. Sie haben uns keinen ausreichenden Grund dafür genannt. Daher bekommen sie eine Sperre für 90 Tage.

Tja und das gerechtfertigt. Nichtmals das Arbeitsamt informiert drüber. Da ist sie ins offene Messer gelaufen.

Sie hat dann nochmal beim Arbeitamt angerufen und denen die Sachlage erklärt, aber die bleiben bei ihrem Bescheid.

Ja klar ist ja auch ein recht guter Grund den deine freundin da geliefert hat. Anwalt wird es da auch nicht leicht haben. Und ob ein Gericht da was ändert würde ich verneinen.

Sie bekommt jetzt gar kein Geld mehr. Kann ihre Miete nicht bezahlen, kein Essen kaufen u.s.w. Hat auch noch 30T€ Schulden aus einer Selbstständigkeit.

Wie kann man ihr helfen? Sie ist komplett am Ende.

Ich danke euch schon mal für eure Hilfe

Ist Sie in der Schuldenberatung? Ansonsten gibt es die Tafeln wegen Essen. ist zwar nicht sehr angenehm aber besser als nichts.

wegen Miete muss man mal schauen, da Obdachlosigkeit droht. da sollte das Amt nicht kürzen.

Naja das nächste mal vorher informieren. Das Kind ist sprichwörtlich schon in den Brunnen gefallen.
 
E

ExitUser

Gast
Die einzige Möglichkeit wäre die vorübergehende Beantragung von ALG II während der Sperrzeit des ALG I-Anspruches.
Aufgrund der Sperrzeit beim ALG I ist jedoch auch beim ALG II mit einer Sanktion in Höhe von 30% der Regelleistung auszugehen.
 

haef

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in der Tat alles ein bischen spät und auf einen verständlichen Fehler noch was draufgesetzt, denn die Spontankündigung aus Verärgerung hätte sie ja auch zurücknehmen und ein erneutes Arbeitsangebot machen können.
Zumindest für einen Anwalt wäre das evtl. eine Möglichkeit gewesen, da noch was ggü. der BA zu drehen.
Jetzt stellt sich natürlich die Frage wann das war? und was ist aus dem Vorstellungsgespräch geworden?
Ansonsten Anwalt und ARGE

fG
Horst



Hallo Leute

Ich habe eine Freundin mit einem großen Problem:

Sie ist seit 10 Monaten arbeitslos. Hat also eigentlich noch 2 Monate ALG1 zu bekommen. Da sie aber dringend mehr Geld brauchte hat sie sich eine x-belibige Stelle gesucht. Gefunden hat sie eine Stelle bei einem Paketdienst. Parallel laufen allerdings ihre Bewerbungen für ihren erlernten Beruf als 3D-Webdesignerin/3-D Konstukteurin. Nach einer Woche bei dem Paketdienst hat sie eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch ins 250km entfernte Hamburg bekommen.

Natürlich wollte sie die Chance wahrnehmen in ihrem Beruf zu arbeiten. Sie wollte für diesen Tag Urlaub von ihrem Arbeitgeber haben. Dieser lehte ab. Daraufhin hat sie ohne nachzudenken einfach gekündigt und ist zu dem Vorstellungsgespräch gefahren ohne das mit dem Arbeitsamt zu besprechen.

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exzess

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@ronado

............ich druecke mal einfach die daumen, dass alles gut wird, sich das risiko auszahlt und sie die arbeitsstelle als 3D-Webdesignerin/3D-Konstukteurin im 250 km entfernten Hamburg bekommt....

gruss ex.
 
G

gast_

Gast
Ist es nicht so, daß ein Arbeitgeber freigeben muß, wenn man ein Vorstellungsgespräch hat?

Ich wäre in diesem Fall einen Tag fern geblieben, aber unüberlegt kündigen: Das war wirklich das Dümmste, was sie machen konnte...

ich denke auch sie sollte sofort ALG II beantragen!

Ich würde aber auch versuchen, gegen die Sanktion vor zu gehen...
bei rechtswidrigem Verhalten des Arbeitgebers kann einem nun mal auch der Kragen platzen... und vielleicht war das ja nur das Tüpfelchen auf dem i?
 

hergau

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Der Arbeitgeber muß nicht freigeben !

Es sei denn, man wurde bereits gekündigt und arbeitet noch die Restzeit ab.
 

lucyies

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Vielleicht wäre ein attest auch eine lösung gewesen. So hätte der arbeitgeber nichts vom dem vorstellungstermin erfahren. Oder halt wie schon erwähnt einfach fernbleiben das gibt im schlimmsten fall eine abmahnung.

Aber ist es ja leider schon zu spät. Aufjedenfall sollte deine freundin eine beratungstelle aufsuchen damit beim alg 2 ANTRAG nichts schiefgeht.

Ich drücke die daumen
 

hellucifer

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Aus Schaden wird man klug!

Deine Freundin sollte froh sein, den Arbeitsplatz, den sie ohnehin nicht bis zum Lebensende machen will, wieder verloren zu haben, und der nur eine Sackgasse bedeutet. Sie hat nun alle Zeit, sich um den Job als Designerin zu bewerben.

Ein Tipp: Sollte sie je wieder einen Arbeitsplatz besetzen sollen, dann soll sie sich im Arbeitsvertrag die Möglichkeit offenhalten, für Vorstellungsgespräche auf jeden Fall frei zu bekommen. Damit gibt sie dem Arbeitgeber zu erkennen, dass sie bei ihm nicht lange bleiben wird. Möglicherweise lässt er dann die Finger von ihr.
 
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