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Eigenanteil Orthopädische Schuhe

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sandrapinkert

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Hallo ihr lieben,
sagt mal übernimmt das Amt bei "Verharzung..." den Eigenanteil für Orthopädische Schuhe. Der lag vor einigen jahren bei ca 120 Euro für
ein Paar. Die Schuhe, Sonderanfertigung, liegen bei 2000 Euro.

Gibt es irgendwo einen Antrag oder kann man das seinem Sachbearbeiter
einfach so mitteilen.

Wen Ja ist es auch möglich den Kostenanteil zur gewärung auf 2Paar auszusweiten. 1 Paar Hausschuhe 1 Paar Strassenschuhe...?

Vielen Dank
Sandra
 

Martin Behrsing

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Eigentlich sollte bei ALG-Leistungen die Krankenkasse den Eigenanteil vollständig übernehmen. Bitte dort einen schriftlichen Antrag stellen. Dieser Antrag muss dann nämlich schriftlich beantwortet werden.
 
E

ExitUser

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Hallo ihr lieben,
sagt mal übernimmt das Amt bei "Verharzung..." den Eigenanteil für Orthopädische Schuhe. Der lag vor einigen jahren bei ca 120 Euro für
ein Paar. Die Schuhe, Sonderanfertigung, liegen bei 2000 Euro.

Gibt es irgendwo einen Antrag oder kann man das seinem Sachbearbeiter
einfach so mitteilen.

Wen Ja ist es auch möglich den Kostenanteil zur gewärung auf 2Paar auszusweiten. 1 Paar Hausschuhe 1 Paar Strassenschuhe...?

Vielen Dank
Sandra
Ich hab mit meiner FM grade drüber gesprochen: sie meinte, wenns um Eingliederung geht, ist da was zu machen...denn ich hab ihr die Verordnung gezeigt...und gesagt, dafür hab ich kein Geld übrig, und ohne is nix mit Arbeiten.

Ich warte jetzt auf ne Übernahmeerklärung...
 
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greift da nicht auch diese 2%-regelung?

würde zwar evtl. nicht viel ausmachen, wenn man nicht schon vorher Zuzahlunge geleistet hat, aber das wäre auch ne Möglichkeit.
 

Arania

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Eigentlich sollte bei ALG-Leistungen die Krankenkasse den Eigenanteil vollständig übernehmen. Bitte dort einen schriftlichen Antrag stellen. Dieser Antrag muss dann nämlich schriftlich beantwortet werden.

Hilfmittel: Eigenanteil und Erstattungsfähigkeit Im Allgemeinen beträgt die Zuzahlung für ein Hilfsmittel – ähnlich wie bei Medikamenten – 10% des Verkaufspreises, mindestens 5 EUR, höchstens jedoch 10 EUR. Wenn es sich um einen Gebrauchsgegenstand handelt, der auch ohne Behinderung in ähnlicher Form erforderlich wäre (z. B. um orthopädische Schuhe oder um eine Spezialweichlagerungsmatratze), so ist zusätzlich ein Eigenanteil zu bezahlen, der dem Betrag entspricht, den ein Nichtbehinderter zum Kauf dieses Produkts ausgeben müsste.
Von der Kostenübernahme durch die Krankenversicherung generell ausgeschlossen sind – so ein Urteil des Sozialgerichts Düsseldorf vom 23.5.2005 – all jene Gegenstände, die von ihrer Konzeption her nicht vorwiegend für Kranke und/oder Behinderte gedacht sind. Das gilt auch bei einer ärztlichen Verordnung entsprechender Produkte.
(Im konkreten Fall lehnte das Sozialgericht eine Klage ab, mit der ein Kläger die Kostenübernahme für eine spezielle Matratze durch die Krankenkasse erreichen wollte.)
(Urteil des SG Düsseldorf, Az. S 8 KR 210/03, Quelle: CAREkonkret, 16.09.2005)




http://www.adberlin.com/infomail_viii.html
 

Familienglück

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zu der Quelle (Urteil) von Arania mit der(nicht orthopädischen) Matraze ist der Zusatz hier interessant:
Eine Frau mit Wirbelsäulenschmerzen hatte gegen ihre Krankenkasse geklagt, nachdem diese sich geweigert hatte, die Kosten für die Spezialanfertigung einer schmerzlindernden Matratze zu übernehmen. Da der Preis für die Spezialanfertigung jedoch nicht über dem handelsüblichen Preis für Matratzen lag, muss die Dame die Kosten für die Matratze selbst tragen. Zur Begründung gab das Gericht an, dass für die Kosten einer Bettmatratze schließlich jeder Versicherte selbst aufkommen müsse.http://www.wdr.de/tv/ardrecht/urteile/urteil.phtml?code=16320_179
Seit 2004 gilt das hier?
Für Hilfsmittel wie ein Rollstuhl oder ein Hörgerät fällt ab 2004 eine Zuzahlung von 10% je Hilfsmittel an, mindestens fünf Euro und höchstens zehn Euro, in keinem Fall mehr als die Kosten des Mittels. Eine Ausnahme bilden die zum Verbrauch bestimmten Hilfsmittel, wie z. B. Spritzen oder Windeln bei Inkontinenz: Hier sind Zuzahlungen von 10% je Verbrauchseinheit notwendig, jedoch maximal zehn Euro pro Monat und Indikation. Diese Kosten sind hier also klar eingegrenzt. Zuzahlungen dürfen maximal 2 % des Bruttoeinkommens betragen (...)
Hilfsmittel, die zu den Gebrauchsgegenständen des täglichen Lebens zählen, werden nicht übernommen. Dazu zählen Hilfsmittel, die üblicherweise von vielen Menschen im Haushalt benutzt werden, wie z. B. elektrische Dosenöffner, Elektromesser, rutschfeste Unterlagen, Stiefelknecht uund andere, Bagatell-Hilfsmittel wie Wärmflaschen, Eisbeutel, Gelbeutel sowie Brillenetuis werden ebenfalls nicht übernommen. http://www.vitanet.de/rundumsalter/rat_hilfe/hilfsmittel/zuzahlung/
Also orthopädische Schuhe in Höhe von ca. 2000 Euro sind nicht handelsübliche Schuhe.

Orthopädische Schuhe:
Bei orthopädischen Schuhen wird in der Regel eine Zuzahlung in Höhe der Kosten für Konfektionsschuhe verlangt.
http://www.krankenkassen-info24.de/zuzahlungen.html
Für orthopädische (Maß-)Schuhe wird neben des gewöhnlichen Zuzahlungsbetrages in Höhe von € 10,00 eine weitere Zuzahlung in Höhe der Kosten für Konfektionsschuhe von durchschnittlich € 75,00 verlangt. http://www.anwalt24.de/profil/14402/burkhard_gossens/blog/15/836/zuzahlung_und_selbstbehalt_in_der_gesetzlichen_krankenversic?PHPSESSID=689
Erst bei der Krankenkasse beantragen und falls das nichts wird dann "Amt"?
Vorher Kostenübernahme bei der Krankenkasse klären. Wer ein orthopädisches Hilfsmittel anschaffen möchte, sollte sich bei seiner Krankenkasse nach der Kostenübernahme erkundigen. In manchen Fällen können Hilfsmittel auch ausgeliehen werden.
http://www.medizinfo.de/rheuma/arthrose/hilfsmittel.shtml
Was machen die die keine Sozialhilfe (früher gelbe Scheine) oder Krankenkasse haben?

Schöne Grüße Heike

(also doch Antrag Krankenkasse und die 2% wie oben schon angegeben)

Zuzahlungen bei Alg 2 über das ganze Jahr verteilt:
12 Monate x 345 Euro = 4.140 Euro / 2 % = 82,80 Euro (1 % = 41,40 Euro)
82,80 Euro allgemein / 41,40 Euro chronisch Kranke
 

Eppi

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Orthopädische Schuhe

dies ist was ich an Info von der DAK bekommen habe, das Argument ist immer Orthopädische Schuhe sind ein Gebrauchsgegenstand und deshalb muss(ste) der Versicherte noch ca. € 84,00 dazuzahlen natürlich extra auch noch
€ 10,00 für die Verschreibung. Ich finde eine Gebrauchsmittel ist etwas anderes (Verbände Spritzen ect) Ich hab grosse Lust dagegen zu Klagen. Hatte schon mal jemand Erfolg damit.

"Wird ein Hilfsmittel oder Pflegehilfmittel in Verbindung mit einem Gebrauchsgegenstand verwendet, ersetzt es diesn (Z.B Orthopädische Schuhe ) oder ist in ihm ein solcher enthalten(z,B autokindersitzt) beschränkt sich die Leistungsplicht der Krankenkasse oder Pflegekasse auf das eigentlliche Hilflsmittel oder Pflegemittel. den auf den Gebrausgegenstand entfallenden Kostenanteil des Gegenstandes hat der Versicherte selber zu tragen. Bei sochenProdukten kann durch die Krankenkasse ein Zuschuss für den Hilfsmittelanteil gezahlt oder ein Eigenanteil für denGebrauchsgegenstandsanteil bei Versicherten erhoben werden. Die fehlende reale Trennbarkeit des Produktes ist kein Hindernis, Hilfsmittel und Gebrauchgegenstand wirtschaftlich zu unterscheiden. Auf eine solche Prüfung kann allerdings unter ökonomischen Gesichtspunkten verzichtet werden, wenn sie mit hohem Auwand verbunden wäre. Die Spitzenverbände haben eine Empfehlung zur Höhe der Beträge abgegeben.
Ist für ein erforderliches Hilfsmittel oder Pflegehilfsmittel ein Festbetrag Nach §36 SGB V bzw. § 78 Abs. 3 SGB XI festgesetzt, so trägt die Kranknkasse die Kosten bis zur Höhe dieses Betrages . Für andere Hilsmittel oder Pflegehilfsmittel übernimmt sie jeweils die vertraglich vereinbarten Preis "
----------------------------------------------------------------------------
So für mich erhebt sich jetzt die Frage ist ein Orthopädischer Schuh ein Gebrauchsmittel. Ist es ein Unterschied ob ich ein verletztes Gehör habe oder einen verletzten Fuss????? oder ein verletztes Auge.Eure Meinung dazu.....
 

jockel

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Hallo ihr lieben,
sagt mal übernimmt das Amt bei "Verharzung..." den Eigenanteil für Orthopädische Schuhe. Der lag vor einigen jahren bei ca 120 Euro für
ein Paar. Die Schuhe, Sonderanfertigung, liegen bei 2000 Euro.

Gibt es irgendwo einen Antrag oder kann man das seinem Sachbearbeiter
einfach so mitteilen.

Wen Ja ist es auch möglich den Kostenanteil zur gewärung auf 2Paar auszusweiten. 1 Paar Hausschuhe 1 Paar Strassenschuhe...?

Vielen Dank
Sandra
Du beantragst über Deine Krankenkasse die orthopädischen Schuhe und wirst aufgefordert über Deinen Hausarzt oder Orthopäden einen Befund beizubringen. Das geht problemlos im Turnus aller 2 Jahre immer wieder, sofern es sich um ein Dauerleiden mit fehlendem Besserungsnachweis handelt.

Werden die orthopädischen Schuhe von der Krankenkasse genehmigt:

Von der Gesamtkostenrechnung der 2.000 Euro bleibst Du verschont.

Du erhälst aber in einem eigenen schriftlichem Bescheid der Krankenkasse die Höhe des von Dir zu zahlenden Eigenanteils plus der Zuzahlung von 10 Euro genannt. Der Eigenanteil ist in jedem Fall aufzubringen und zu zahlen. Der Eigenanteil geht nicht in die Berechnung der zumutbaren Kostenbelastung von Zuzahlungen in Höhe von 1 - 2% ein. Von den Zuzahlungen kann man sich bei Überschreiten der 1 - 2% für den Rest des Jahres gegen Vorlage der Quittungsbelege befreien lassen.

Wenn Du eine Einkommenssteuererklärung jährlich anfertigst, kannst Du unter außergewöhnliche Belastungen oder Sonderausgaben den gezahlten Eingenanteil gegen Vorlage der Quittung als Steuerentlastungsmöglichkeit in Ansatz bringen. Laß Dich von Deinem Lohnsteuerhilfeverein oder Steuerberater diesbezüglich beraten, was für Dich günstig ist.
 

jockel

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Ich hab mit meiner FM grade drüber gesprochen: sie meinte, wenns um Eingliederung geht, ist da was zu machen...denn ich hab ihr die Verordnung gezeigt...und gesagt, dafür hab ich kein Geld übrig, und ohne is nix mit Arbeiten.

Ich warte jetzt auf ne Übernahmeerklärung...
Toll, die die Alg I oder II erhalten, bekommen den Eigenanteil im Rahmen der Eingliederung erstattet und denen den das Alg II nicht bewilligt wird, weil Sie die Schonvermögenfreigrenzen von 150 Euro/vollendetem Lebensalter überschreiten, müssen den Eigenanteil neben ihren monatlichen Krankenkassenbeiträgen an die Krankenkassse abdrücken. Und diesem letzten Personenkreis wird dann noch die amtliche Arbeitsförderung und -vermittlung verweigert.

Wieder so ein Beispiel für ungerechte Behandlung zwischen Arbeitslosen. Der mit der Eingliederung hat die Chance, seine Lebenslage mit höherem Einkommen zu verbessern und der mit der überschrittenen Schonvermögensfreigrenze muß zusehen wie er Jahr für Jahr verarmt und verelendet, seine Ersparnisse und Zinsen weiter schwinden.

Das keine Mißverständnisse aufkommen. Es sind keine neidischen Anspielungen von mir, sondern wie bei gleichen Arbeitslosen deren Lebenshaltungskosten und deren Arbeitsförderung verschieden vom Amt mit verschiedenen Jobchancen behandelt werden. Verschärft wird das, wenn bei letzterer Personengruppe sich gleich mehrere Einstellungshemmnisse konzentrieren wie lange Arbeitslosigkeit, Behinderung und das Alter.
 
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