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Eigenanteil für diabetikerschuhe

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catsero

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#1
Hi leute,
ich bin schwerbehindert, 100 %, ausserdem Diabetiker.
Jetzt bekam ich einen Diabetiker schuh, und musste 76,- eigenanteil zahlen. Ich finde das zu erhöht.
Wo kann ich mich dagegen wehren, und wieß
IN WELCHE aussagekraftige Briefversion?
mfG
 

gerda52

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#2
Hast Du schon einen Antrag auf Zuzahlungsbefreiung bei Deiner KK gestellt?
 

Helga Ulla

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#3
Eigenanteil Diabetikerschuhe

Geh mit Deiner Eigenanteilquittung zur KK und stelle den Antrag auf Befreiungsausweis. Diesen müsstest Du eigentlich schon am Ende des Jahres besitzen, da ja Diabetis eine chronische Erkrankung ist.
Kannst versuchen einen Mehrbedarfzuschlag für das Essen zu bekommen.
 

avalon

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#4
Geh mit Deiner Eigenanteilquittung zur KK und stelle den Antrag auf Befreiungsausweis. Diesen müsstest Du eigentlich schon am Ende des Jahres besitzen, da ja Diabetis eine chronische Erkrankung ist.
Kannst versuchen einen Mehrbedarfzuschlag für das Essen zu bekommen.
Ja, aber das hat mit den 76 Euro leider nichts zu tun. Diese Zuzahlungsbefreiung bewirkt in diesem Fall nur, dass nicht noch 1o Euro Rezeptgbühr zusätzlich gezahlt werden müssen. De Eigenanteil ist -soweit die Theorie - der Betrag, den man ohnehin für Schuhe aufwenden müsste und nicht mit der Zuzahlung zu verwechseln. Da gibts keine Befreiung.

avalon
 

Arania

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#5
Ist leider so, das solche Dinge wie Brillen, Hörgeräte etc. auch selber mitfinanziert werden müssen , es gibt auch Sachen die die KK überhaupt nicht mehr übernimmt auch wenn Ärzte es für nötig halten
 

gerda52

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#6
avalon sagte :
De Eigenanteil ist -soweit die Theorie - der Betrag, den man ohnehin für Schuhe aufwenden müsste und nicht mit der Zuzahlung zu verwechseln. Da gibts keine Befreiung.
Wer kann sich als Hartzler Schuhe für 76 Euro leisten? Was ist mit einem zweiten Paar zum Wechseln? Unabwendbarer Bedarf und darlehnsfähig durch die Arge? Oder vll. einen Vorschuss beantragen, der in den folgenden 2-6 Monaten verrechnet wird? Da kommt es nur sehr auf die Kooperationswilligkeit der/des SB an. :icon_kinn:
 

Schnuckel

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#8
PS @ Redaktion. Ich hoffe das ist jetzt keine Schleichwerbung. ;o) Hab das grad beim Suchen einfach gefunden, und dachte, das sollte man vielleicht wissen.
 

catsero

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#9
Es geht aber nicht um Zuzahlung, sondern eigenanteil:
Und in dieser online schuhgeschäft muss man diesen 76,- auch bezahlen.

Zitat: "Orthopädische Maßschuhe
Der orthopädische Straßenschuh hat eine gesetzliche Zuzahlung von € 10,00, der im Falle einer Befreiung entfällt und einen Gebrauchsgegenstandswert von € 76,00 hat, welcher in jedem Falle zu entrichten ist.
Der Gebrauchsgegenstandswert ist ein Istwert, welcher im Gegenzug zur Anschaffung eines normalen Straßenschuhs wertmäßig dagegen gerechnet wird."

Was mir aber behilflich sein könnte, ob ich diesen 76,- Euro, die in jedem Falle zu entrichten sei, irgend wie von ARGE oder AOK zurück bekommen kann.

Denn, Schuhe für 76,- Euro kann ich mir überhaupt nicht leisten, und bisher immer beim Sonderangeboten für 15.- 20,- Euro gekauft, und das ist die höchstgrenze.

Wer kann mir ein Musterbrief vorschlagen?

Ich wäre dankbar für jede Hilfe.
 

gerda52

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#10
catsero sagte :
Zitat: "Orthopädische Maßschuhe
Der orthopädische Straßenschuh hat eine gesetzliche Zuzahlung von € 10,00, der im Falle einer Befreiung entfällt und einen Gebrauchsgegenstandswert von € 76,00 hat, welcher in jedem Falle zu entrichten ist.
Der Gebrauchsgegenstandswert ist ein Istwert, welcher im Gegenzug zur Anschaffung eines normalen Straßenschuhs wertmäßig dagegen gerechnet wird."

Was mir aber behilflich sein könnte, ob ich diesen 76,- Euro, die in jedem Falle zu entrichten sei, irgend wie von ARGE oder AOK zurück bekommen kann.
Nach der Gesamtdarstellung sehe ich leider keine Aussichten auf Kostenerstattung. Wenn es durch den Kauf eng wird, versuchs mit einem Vorschuss. Mehr kann man nicht tun.
 

Arwen

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#11
Eventuell ginge es über diesen Weg?
§ 23
Abweichende Erbringung von Leistungen
(1)
Kann im Einzelfall ein von den Regelleistungen umfasster und nach den Umständen unabweisbarer Bedarf zur Sicherung des Lebensunterhalts weder durch das Vermögen nach § 12 Abs. 2 Nr. 4 noch auf andere Weise gedeckt werden, erbringt die Agentur für Arbeit bei entsprechendem Nachweis den Bedarf als Sachleistung oder als Geldleistung und gewährt dem Hilfebedürftigen ein entsprechendes Darlehen. Bei Sachleistungen wird das Darlehen in Höhe des für die Agentur für Arbeit entstandenen Anschaffungswertes gewährt. Das Darlehen wird durch monatliche Aufrechnung in Höhe von bis zu 10 vom Hundert der an den erwerbsfähigen Hilfebedürftigen und die mit ihm in Bedarfsgemeinschaft lebenden Angehörigen jeweils zu zahlenden Regelleistung getilgt.
1. Darlehen bei unabweisbarem Bedarf (§ 23 Abs. 1)
(1)
Die Regelung ist nur anwendbar, wenn im Einzelfall ein von den Regelsätzen umfasster und nach den Umständen unabweisbarer Bedarf nicht gedeckt werden kann (s. Hinweise zu § 20). Soweit das für diesen Fall zur Ansparung vorgesehene Vermögen nach § 12 Abs. 2 Nr. 4 im Einzelfall nicht oder nicht in ausreichender Höhe zur Verfügung steht und der Leistungsberechtigte vorrangig auch nicht auf eine andere Bedarfsdeckung, z.B. auf Gebrauchtwarenlager oder auf Kleiderkammern verwiesen werden kann, wird bei Nachweis des unabweisbaren Bedarfs eine Sach- oder Geldleistung in Form eines Darlehens gewährt. Hierbei besteht grundsätzlich kein Anspruch auf fabrikneue Gegenstände.
1.1 Unabweisbarer Bedarf
(1) Ein Bedarf ist dann unabweisbar, wenn er nicht aufschiebbar, daher zur Vermeidung einer akuten Notsituation unvermeidlich ist und nicht erwartet werden kann, dass der Hilfebedürftige diesen Bedarf mit der nächsten Regelleistung ausgleichen kann.


(2)
Bedarfe können beispielsweise entstehen durch:
● notwendige Reparaturen
● notwendige Anschaffungen (z.B. neue Winterkleidung bei heranwachsenden
Kindern)
● Diebstahl
● Brand
● Verlust
http://www.my-sozialberatung.de/files/HW 23 2006-08-01.pdf


Gruß
Arwen
 

avalon

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#12
Wer kann sich als Hartzler Schuhe für 76 Euro leisten? Was ist mit einem zweiten Paar zum Wechseln? Unabwendbarer Bedarf und darlehnsfähig durch die Arge? Oder vll. einen Vorschuss beantragen, der in den folgenden 2-6 Monaten verrechnet wird? Da kommt es nur sehr auf die Kooperationswilligkeit der/des SB an. :icon_kinn:
Ja, ich weiss....das ist es, was ich mit "soweit die theorie" andeuten wollte..

avalon
 

Helga Ulla

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#13
Eigenanteil Diabetierschuhe

Hallo catsero, dann versuch es einmal über den § 73. Hiernach müssen die Sozialämter auch Krankheitsbedingte Unkosten übernehmen
Falls Du in NRW wohnst, schau einmal in den Beschluss vom
LSG NRW vom 22.6.07 unter AZ.: L 1 B 7/07 AS ER.
Dort ist das Sozialamt verpflichtet worden die Unkosten für nichtverschreibungpflichtige Medikamente zu übernehmen. Allenfalls ist dieser § dem § 23 gleich zu stellen.
Viel Glück
 
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