Ehrenamt ohne Aufwandsentschädigung - meldepflichtig?

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ErdbeerBär

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Hallo alle miteinander,

nur mal eine ganz kurze Frage: Ist ein Ehrenamt ohne Aufwandsentschädigung dem JobCenter gegenüber meldepflichtig?

In allen Formularen, die mir bislang untergekommen sind, werden Einkünfte aus dem Ehrenamt abgefragt. Wenn es keine Einkünfte gibt, gibt es eben keine, und fertig.

Dummerweise hab ich neulich im persönlichen Gespräch gleich eine Einladung zum Termin bekommen und prompt um Terminverschiebung bieten müssen. Natürlich kam die Frage nach dem Grund - und da ist mir die Info mit dem Ehrenamt eben so rausgerutscht. Jetzt weiß SB Bescheid, und in seiner Daten-Sammelwut will er eine Kopie der Ehrenamtsvereinbarung haben. Nicht etwa nur einsehen und kontrollieren, nein - gleich abheften!!! Auf die Frage nach der gesetzlichen Grundlage kam die sinngemäße Antwort, ich könne nicht erwarten, daß er das ganze SGB auswendig kenne, er habe seine Anweisungen. Und überhaupt - wer das Geld gäbe, der mache die Regeln, und es stehe mir schließlich auch frei, auf ALG2 zu verzichten - dann müsse ich mich auch nicht an die Regeln halten. Habe daraufhin auf weitere Nachfragen verzichtet und überlege jetzt, mit einem Antrag auf Aufklärung, Beratung und Auskunft gemäß §§ 13 bis 15 SGB II zu kontern.

Die Ehrenamts-Vereinbarung wurde wegen des Versicherungsschutzes abgeschlossen (obwohl ich keine Ahnung habe, bei wem ich jetzt wogegen versichert bin), ich erhalte tatsächlich keinen Cent dafür (investiere allerdings auch "nur" Zeit und Arbeit), und ich kann mir meine Zeit frei einteilen, so daß meine "Verfügbarkeit am Arbeitsmarkt" nicht beeinträchtigt ist.

Im Forum fand ich viel zu Ehrenamt mit Aufwandsentschädigung - da ist klar, daß man das angeben muß. Aber ohne Aufwandsentschädigung? Was ich in meiner Freizeit mache, geht meiner Meinung nach das JobCenter einen feuchten Kehricht an! Meine Freizeit ist meine Privatsache!

Etwas unsicher bin ich allerdings schon - SGB II und Co. beschneiden die Privatsphäre ja doch teilweise ganz erheblich.

Wer mir meine Meinung fundiert bestätigen kann - das wäre beruhigend. Wer anderweitige Informationen hat, die mich widerlegen - zwar irgendwie Sch..., aber trotzdem her damit! Wer kennt Paragraphen, Gerichtsurteile oder ähnliche "Munition" im Kampf gegen SB-Willkür und Daten-Sammelwut?
 

Speedport

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Du bist verpflichtet der Vermittlung zur Verfügung zu stehen.

Wenn das mit einem Termin des Ehrenamtes kollidiert, hat das Ehrenamt zurückzustehen.

Warum konntest Du einen Termin nicht wahrnemen, wenn Du Dir Deine Zeit beim Ehrenamt frei einteilen kannst?

Dein SB hat natürlich kein Recht auf Einsichtnahme oder gar Kopie der Ehrenamtvereinbarung - wenn es nicht Deine Vermittlung beeintächtigt, bzw. von Dir als Argument vorgeschoben wird.

Natürlich kannst Du erwarten, daß ein SB sich im Sozialrecht auskennt, wofür wird er denn bezahlt? Das wäre die richtige Gegenfrage gewesen.

Seine innerbetrieblichen Anweisungen interessieren Dich als Kunden nicht, sondern nur das Gesetz. Das gibt die Regeln vor und nicht das Geld (wir wissen alle daß das Theorie ist, aber darauf bestehen sollte man).

Im Übrigen verlangt man solche Aussagen sofort schriftlich. Wird das verweigert kann man davon ausgehen, daß es sich um Lügen oder Gesetzesverstöße handelt, das sollte man dem Gegenüber auch gleich so mitteilen bzw. fragen ob es so ist.
 

ErdbeerBär

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Wenn der Termin gleich am nächsten Tag stattfinden soll, dann ist das mit der Planung etwas schwierig ... Aber der Tip, sich die Aussage schriftlich geben zu lassen, ist gut. Danke!
 

margotsch

Accountproblem bitte Admin informieren.
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Ehrenamt darf nicht der Grund für Terminabsagen sein. Ehrenamtsarbeit sollte 15 Stunden in der Woche nicht überschreiten. Du musst der Vermittlung zur Verfügung stehen. Natürlich hast Du jetzt schlafende Hunde geweckt, man wird genau prüfen was Du machst und in welcher Zeit.
 
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