Ehe-Trend: Sozialer Aufstieg durch Heirat wird schwieriger Aber woran liegt's? Studi

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
E

ExitUser

Gast
Aufstieg durch Heirat - das war einmal
Diese Entwicklung hat einen Nebeneffekt: Der soziale Aufstieg durch Heirat wird immer schwieriger - und das verringert die Aufstiegschancen generell. Sogar die steigende Einkommensungleichheit in westlichen Gesellschaften lässt sich zum Teil mit den veränderten Heiratsverhalten erklären.
Anteil gebildeter Frauen rapide angestiegen
Der Anteil von gebildeten Frauen in westlichen Gesellschaften ist in den vergangenen Jahrzehnten rapide gestiegen, das Verhältnis bei Abiturienten und Studienanfängern ist heute ausgeglichen.

"Menschen fällt es leichter, sich in andere Personen zu verlieben, die einen ähnlichen Habitus haben, ähnlich denken und fühlen, gleiche Werte teilen, den selben Geschmack haben", sagt Kultursoziologe Günter Burkart.
Die Frauen haben es in der Hand: Sie müssen bei der Partnerwahl nicht mehr nach oben gucken - denn dort sind sie bereits angekommen.
Referenz: Heiratsmarkt: Höhergebildete Frauen und Männer heiraten untereinander - SPIEGEL ONLINE
 
E

ExitUser

Gast
AW: Ehe-Trend: Sozialer Aufstieg durch Heirat wird schwieriger Aber woran liegt's? St

Die bringen da etwas gewaltig durcheinander:

Das eine ist das intellektuelle Umfeld, also die Tatsache, daß man sich an der Uni kennenlernt, verliebt und dann heiratet. Kommen dabei ein zukünftig mandatsloser Anwalt und eine Pilosophieabsolventin zusammen, dann ist auch im sozialen Niveau Gleichheit gegeben: Die sitzen dann zusammen als BG im JC.

Würde die Philosophieabsolventin aber einen Unternehmer mit unterdurchschnittlichem Realschulabschluß heiraten, dessen Laden ordentlich brummt, trifft sie sich dann kraft des sozialen Ansehens ihres Gatten beim Neujahrsempfang mit dem Oberbürgermeister der Stadt.
 

Pressekritik

Elo-User*in
Mitglied seit
5 August 2014
Beiträge
132
Bewertungen
0
AW: Ehe-Trend: Sozialer Aufstieg durch Heirat wird schwieriger Aber woran liegt's? St

Die Studie ist ziemlich beeindruckend, weil sie zeigt, wie sich unsere Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten verändert hat. Und wohin die Reise geht.

Sie zeigt auch, wie sich die wundersame Geldvermehrung in der oberen Mittelschicht und bei den Reichen erklärt. Die heiraten einfach untereinander!

Und sie werden immer reicher werden, schicken ihre Kinder auf Privatschulen. Was zur Folge hat, daß Kinder reicher Eltern auch vermehrt Kinder reicher Eltern heiraten. Das geht dann immer so weiter.

Da wächst eine Elite heran, die auch zahlenmässig immer größer und mächtiger wird.

Da stehst Du da und schaust von der anderen Seite nur zu.
 
E

ExitUser

Gast
AW: Ehe-Trend: Sozialer Aufstieg durch Heirat wird schwieriger Aber woran liegt's? St

Die bringen da etwas gewaltig durcheinander:

Es gibt jedoch auch eine Untersuchung der Soziologen Hans-Jürgen Andreß und Martin Spitzenpfeil, die auf Deutschland bezogen zu einem anderen Ergebnis kommt: Demnach sei der Anteil der homogamen Haushalte über dreißig Jahre hinweg relativ konstant geblieben.
Das Argument vollzieht sich in drei Schritten. Erstens: Seit den sechziger Jahren ist es zu immer größerer Bildungsbeteiligung gekommen; mehr Leute machen Abitur, mehr studieren. Das gilt insbesondere für Frauen. Von 1985 bis 2011 beispielsweise ist der Anteil der Frauen, die einen Hochschulabschluss besitzen, von neun auf neunzehn Prozent gestiegen. Im selben Zeitraum stieg dieser Wert bei den Männern aber nur um gut sieben Prozent, so dass zwar nach wie vor mehr Männer einen hohen Abschluss haben, aber die Bildungsverteilung sich allmählich ausgleicht.

Das klingt einleuchtend, aber stimmt es auch? Die Kölner Soziologen Hans-Jürgen Andreß und Martin Spitzenpfeil schütteln den Kopf.
Einkommensungleichheit und Bildungsgleiche Paare
Die Hypothese, dass die Emanzipation der Frau zusammen mit einer „sozialen Schließung“ des Paarbildungsverhaltens dafür verantwortlich ist, dass die Haushaltseinkommen ungleicher geworden sind, kann, so die Autoren, als widerlegt gelten. Man möchte ergänzen: Zurück zu Thomas Piketty, es muss andere Gründe für die Ungleichheit geben

Wichtiger scheint mir der Aspekt zu sein, dass man gelernt hat in gleichen Strukturen zu denken und sich so auf den gleichen Ebenen bewegen zu können. Eine große Rolle scheint dabei auch das soziale Umfeld zu spielen.
 

Existenzminimum

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
27 Dezember 2011
Beiträge
1.819
Bewertungen
286
AW: Ehe-Trend: Sozialer Aufstieg durch Heirat wird schwieriger Aber woran liegt's? St

Wichtiger scheint mir der Aspekt zu sein, dass man gelernt hat in gleichen Strukturen zu denken und sich so auf den gleichen Ebenen bewegen zu können.

Welche Strukturen und Ebenen sollen das den sein?


Eine große Rolle scheint dabei auch das soziale Umfeld zu spielen.

Das ist aber nichts Neues.

Im Übrigen: ist ja schön, wenn mehr Frauen studieren bzw, das das etwa Pari ist: aber wie P123 schon ansprach, wenn die gut bezahlten Jobs nicht da sind, bringt die din"- (doble income) Konstellation nicht sehr viel. Spätestens wenn Kinder da sind, ist der Mann überwiegend der Hauptverdiener und das bleibt dann in der Regel auch so. Dieses Verhältnis umzudrehen wird wohl schon mal gar nicht passieren, abgesehen davon, dass der größte Teil der Frauen das auch nicht will. wer will schon 8 (oder mehr) Stunden arbeiten, wenn es 4-5 Stunden auch tun.
 
E

ExitUser

Gast
AW: Ehe-Trend: Sozialer Aufstieg durch Heirat wird schwieriger Aber woran liegt's? St

Welche Strukturen und Ebenen sollen das den sein?

Analytisches Denken, dass sich auf versch. Ebenen abspielt.
Das ist aber nichts Neues.

Im Übrigen: ist ja schön, wenn mehr Frauen studieren bzw, das das etwa Pari ist: aber wie P123 schon ansprach, wenn die gut bezahlten Jobs nicht da sind, bringt die din"- (doble income) Konstellation nicht sehr viel. Spätestens wenn Kinder da sind, ist der Mann überwiegend der Hauptverdiener und das bleibt dann in der Regel auch so. Dieses Verhältnis umzudrehen wird wohl schon mal gar nicht passieren, abgesehen davon, dass der größte Teil der Frauen das auch nicht will. wer will schon 8 (oder mehr) Stunden arbeiten, wenn es 4-5 Stunden auch tun.

Die Frage nach Kindern stellt sich oft ganz anders (s. meine Anmerkung), da man sich an anderen Wertesystemen orientiert. (Kinder bekommen Akademikerinnen entweder recht spät oder gar nicht) Zudem erschließen sich andere Betreuungsmöglickeiten, die frei finanziert werden. Oder glaubst Du "uns Uschi" hätte ihre Kinder allein aufgezogen, oder sich alleinverantwortlich dafür gefühlt???

Im Übrigen glaube ich nicht, dass Du den Artikel gelesen und verstanden hast, noch hast Du meine Differenzierungen, zwischen D und USA,berücksichtigt. :icon_sad: Der Paradigmawechsel scheint in Deinem Kopf noch nicht vollzogen.
 

Existenzminimum

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
27 Dezember 2011
Beiträge
1.819
Bewertungen
286
AW: Ehe-Trend: Sozialer Aufstieg durch Heirat wird schwieriger Aber woran liegt's? St

Analytisches Denken, dass sich auf versch. Ebenen abspielt.

Die Trennungsquote dürfte bei AkademikerInnen nicht niediger liegen als bei Nicht-AkademikerInnen. Insoweit ist fraglich ob man sich wirklich auf "gleicher Ebene" bewegt (das ist leicht dahingesagt) - und falls ja - ob bzw. inwieweit das zur Beziehungsfestigkeit/qualität wirklich beiträgt (oder grade eben nicht), da hab ich meine Zweifel.

...Die Frage nach Kindern stellt sich oft ganz anders ...

Inwiefern?


Zudem erschließen sich andere Betreuungsmöglickeiten, die frei finanziert werden...

Das ändert nichts an der Grundsituation die ich beschrieb. Frau v. Leyen dürfte mit Ihre Portenmonaie-Größe nicht repräsentativ sein.


..Im Übrigen glaube ich nicht, dass Du den Artikel gelesen und verstanden hast, noch hast Du meine Differenzierungen, zwischen D und USA,berücksichtigt. :icon_sad:

Das schließt du woraus?



...Der Paradigmawechsel scheint in Deinem Kopf noch nicht vollzogen.

Welcher Paradigmenwechsel? Könnte es ein, das du einen siehst, der nicht wirklich da ist?
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten