Ehe mit Studentin, bei ALG 2 Fall Bedarfsgemeinschaft bzw. Versicherungswechsel ?

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glasengel

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Hallo,

ziemlich schwere Frage, vielleicht kann ja einer helfen - der Dank sei demjenigen sicher :)

Studentin hat das 14 Fachsemester schon überschritten und zahlt dadurch schon länger eine freiwilligen Versicherung von 160 Euro. Sie bezieht kein Bafög und neben ihrem Studium besitzt sie zwei 400 Euro, die Exmatrikulation erfolgt am 31.08.2016. Mit ihrem Freund geht sie den Bund der Ehe am 01.04.2016 ein und ist dadurch mit ihrem zukünftigen Mann mitversichert.

Da sein Betrieb aber durch wirtschaftliche Turbulenzen geht, ist sein sozialverischerungspflichtiger Beruf in Gefahr und es erfolgt wohl eine Kündigung auf den 31.05.2016. Es wäre nun wichtig zu wissen, was alles passieren würde, wenn ihr Mann ab 01.06.2016 ALG2 bekommen würde :

1) Meines Wissens würden man zwar als "verechnungswürdige" Bedarfsgemeinschaft gelten, doch erst mit ihrer Exmatrikulation würde die Frau doch ALG 2 berechtigt sein ?

2) Würde sich die gemeinsame Versicherung verändern und müsste sie sich 3 Monate freiwillige versichern lassen ?

Danke jetzt schon für eure Antworten oder ein Hinweis, wo man sich informieren könnte :)

Glasengel
 

Ozymandias1

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Zunächst mal müsste man schauen ob der Betrieb überhaupt kündigen kann (Abfindung, etc.), dann ALG1 anschauen. Oder ist das alles schon klar?
 

glasengel

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Hallo,

danke für die Antwort - ja, es wäre sicher ALG2 und nicht ALG1, von einer Abfindung ganz zu schweigen.

Also es ist alles klar, kann bei der Frage geholfen werden ? Meines Wissen würde sie die Hälfte der Miete 3 Monate bis zur Exmatrikulation selber tragen müssen und es würde, da sie NICHT ALG2 berechtigt ist, nur ihr Einkommen (2 mal 400 Euro Jobs = 800 Euro Netto) bei der Verrechnung berücksichtigt werden. Inwiefern spielt das bei der ALG2 Verrrechnung von Mann mit rein, da sie ja die Hälfte der Miete selber tragen und vielleicht (?) auch aus der Familienversicherung fliegt.

Wäre göttlich, wenn jamnd was zu diesem Fall sagen könnte....

Alles Liebe
 
P

Pichilemu

Gast
Familienversichert wäre sie zwar auch während des Studiums, dass sie von ALG II ausgeschlossen ist spielt da überhaupt keine Rolle, aber ihre zwei Nebenjobs schließen eine Familienversicherung aktuell aus, da sie damit über der 395-€-Grenze landet.
 

Doppeloma

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Hallo glasengel,

Also es ist alles klar, kann bei der Frage geholfen werden ?

Wirklich "klar" ist da gar nichts, spätestens mit der Eheschließung kann auch der nun Ehemann sie nicht aus der "Einstehensgemeinschaft" mehr raus halten, es ist also unerheblich ob sie selbst (wegen der aktuellen Konstellation) Anspruch auf ALG II haben würde, sie wird trotzdem mit einbezogen und muss alle Angaben machen und belegen.

Warum bekommt der Partner kein ALGI wenn er gekündigt wird (auf eine Abfindung gibt es ohnehin keinen Rechtsanspruch), war er nicht lange genug versicherungspflichtig beschäftigt ???
Ist die Kündigung zum 31.05. rechtmäßig, das sind alles Fragen, die auch das JC stellen wird und von der AfA ist eine Bescheinigung vorzulegen, dass dort kein Anspruch besteht auf ALGI.

Meines Wissen würde sie die Hälfte der Miete 3 Monate bis zur Exmatrikulation selber tragen müssen und es würde, da sie NICHT ALG2 berechtigt ist, nur ihr Einkommen (2 mal 400 Euro Jobs = 800 Euro Netto) bei der Verrechnung berücksichtigt werden.

Sie wird in jedem Falle die Miete zu 50 % tragen müssen, das ist gesetzlich so geregelt, entweder aus eigenem Einkommen oder eben als Leistung vom JC, wer mit in der gleichen Wohnung wohnt (auch ohne Trauschein) hat seinen "Kopfanteil" an der Miete zu tragen.

Bei 2 Minijobs mit insgesamt 800 Euro Einkommen unterliegt sie bereits JETZT der Steuer- und Sozialversicherungspflicht, nur ein monatliches Einkommen bis 450 Euro im Monat ist davon befreit, wie schon richtig angemerkt wurde, kann sie da auch nicht mehr Familienversichert werden. :icon_evil:

Inwiefern spielt das bei der ALG2 Verrrechnung von Mann mit rein, da sie ja die Hälfte der Miete selber tragen und vielleicht (?) auch aus der Familienversicherung fliegt.

Ob am 01.04. geheiratet wird ist dem JC eigentlich herzlich egal, wenn sie schon länger in einer gemeinsamen Wohnung zusammen (als Paar) leben, dann werden sie auch als Paar berechnet, wer da Einkommen einbringt ist auch egal, das wird (unter Abzug bestimmter Absetzbeträge) immer mit einberechnet, damit weniger vom Amt gezahlt werden muss.

In die Familienversicherung kommt sie gar nicht erst rein mit dem aktuellen Einkommen, also kann sie auch nicht raus fliegen, was hat der zukünftige Ehemann vor beruflich, da könnte man dem Ganzen Theater ja auch aus dem Wege gehen und sich schnellstens um eine neue Stelle bemühen wenn schon klar ist, dass man die Bisherige bald verlieren wird ???

Mehr wird beim JC auch nicht passieren, als dass man ihnen (Beiden) ständig auf die Nerven geht sich Arbeit zu suchen, die wieder zum Leben ausreicht ohne Geld vom JC dazu ...

MfG Doppeloma
 
P

Pichilemu

Gast
Bei 2 Minijobs mit insgesamt 800 Euro Einkommen unterliegt sie bereits JETZT der Steuer- und Sozialversicherungspflicht, nur ein monatliches Einkommen bis 450 Euro im Monat ist davon befreit, wie schon richtig angemerkt wurde, kann sie da auch nicht mehr Familienversichert werden. :icon_evil:
Als Studentin fällt sie unter die Werkstudentenregelung und ist deshalb versicherungsfrei in der GKV. Daher fällt für die beiden 400-Euro-Jobs keine Versicherungspflicht an.

Steuerpflichtig sind die Einnahmen allerdings aber da dürfte auch nichts anfallen, denn neben dem Grundfreibetrag von 8600 Euro sind noch zusätzlich 6000 Euro für die eigene Berufsausbildung steuerfrei. Da kommt die Frau mit den beiden Minijobs nie und nimmer hin.
 

glasengel

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Familienversichert wäre sie zwar auch während des Studiums, dass sie von ALG II ausgeschlossen ist spielt da überhaupt keine Rolle, aber ihre zwei Nebenjobs schließen eine Familienversicherung aktuell aus, da sie damit über der 395-€-Grenze landet.


Ja, da war eine falsche Information im Raum - danke für die Klarstellung
 

glasengel

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Klingst irgendwie frustriert, Pichilemu klingt sachlich und ausgeglichen - ist einfach meine Wahrnehmung. Schade um die vielen Worte von dir, haben eh nicht weitergeholfen. So eine Beratung brauch keiner, wollte nur ein "was wäre wenn Fall" abklären - der Rest deine aufgewühlten Interpretationen.

Mach es gut, nicht böse gemeint.

:icon_stop:
 

glasengel

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Als Studentin fällt sie unter die Werkstudentenregelung und ist deshalb versicherungsfrei in der GKV. Daher fällt für die beiden 400-Euro-Jobs keine Versicherungspflicht an.

Sie hat einen normalen 400 Euro Job (Angestellte) und einen sebständigen Job auf Honorarbasis der ca 400 Euro Job bringt.

Ja, der Hinweis mit der Werkstudentenregelung ist wohl richtig !

Danke für alles...
 
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