• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

EGV zur Prüfung mitgenommen

andreli248

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
25 Sep 2013
Beiträge
3
Gefällt mir
0
#1
Guten Tag,

Meine Frau arbeitet halbtags im gewerblichen Bereich (seit fünfzehn Jahren im Unternehmen), nach einem Unfall kam die Krankheit – dem Gutachten nach kann sie „…nur leichte unterstützende Tätigkeiten ausüben; das Heben, Tragen und Greifen ist mit der kranken, linken Hand ist ihr nicht möglich. Es besteht dauerhafte Einschränkung der Einsetzbarkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt“.

Man kann ja auch mit einer Hand vollschichtig arbeiten, hat man uns gesagt, auch wenn die andere weh tut.

Ist theoretisch richtig.

Und man hat uns auch gesagt, dass man bei der Bewerbung dem Arbeitgeber nicht erzählen darf, dass man nicht in der Lage ist „ …mit der anderen Hand Heben, Tragen und Greifen.“

Damit würde man „ …das Zustandekommen einer Tätigkeit von vorneherein verhindern“.
Also Sanktion.

Bitte mal drüber lesen - wir freuen uns auf jede Hilfestellung, die dazu beiträgt, diesen Unsinn zu beseitigen.


Andreli248
 

Anhänge

elo237

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
13 Mai 2011
Beiträge
4.178
Gefällt mir
993
#2
wenn man Krankheiten verschweigt die den Arbeitsprozess später behindern
dann kann der AG Schadensersatz verlangen

also
 

Caso

Elo-User/in

Mitglied seit
8 Mai 2014
Beiträge
3.122
Gefällt mir
792
#3
Bitte mal drüber lesen - wir freuen uns auf jede Hilfestellung, die dazu beiträgt, diesen Unsinn zu beseitigen.
Eine EGV braucht man nicht unterschreiben. Diese also auch nicht.
Was man deiner Frau gesagt hat, steht nicht in der EGV.
Gesagtes ist nicht relevant im Sinne der EGV.
ansonsten: Beitrag 2
 

Yukonia

Elo-User/in

Mitglied seit
28 Okt 2009
Beiträge
755
Gefällt mir
592
#4
Und man hat uns auch gesagt, dass man bei der Bewerbung dem Arbeitgeber nicht erzählen darf, dass man nicht in der Lage ist „ …mit der anderen Hand Heben, Tragen und Greifen.“

Damit würde man „ …das Zustandekommen einer Tätigkeit von vorneherein verhindern“.
Also Sanktion.
Das klingt für mich wie die Aufforderung zu einem Betrug. Lass dir das doch schriftlich von deinem SB geben und der soll die geltenden rechtlichen Bestimmungen hierfür nennen:biggrin:
LG Yukonia
 

Couchhartzer

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
30 Aug 2007
Beiträge
5.219
Gefällt mir
8.291
#5
Bitte mal drüber lesen - wir freuen uns auf jede Hilfestellung, die dazu beiträgt, diesen Unsinn zu beseitigen.
Wenn die EGV offenbar bisher nicht unterschrieben wurde, gibt es derzeit auch nichts zu beseitigen, da ja noch NICHTS mit rechtlicher Wirkung da ist, was man beseitigen könnte.


Und diese EGV sollte auch NICHT unterschrieben werden, denn folgende Regelungen darin sind so vornehmlich nicht zulässig bzw. nicht ok:


1.) Die Fortführung der bisherigen Arbeit und keinen Anlass zu einer Kündigung zu geben, darf nicht sanktionsbewehrte Regelungsgegenstand einer EGV oder eines VA sein, da diese Vorgaben sowieso gesetzlich vollständig und auch bereits sanktionsbwehrt geregelt sind und zudem diese Regelung auch keine weiterhelfende Integrationsleistung in einen Arbeitsmarkt (auch nicht zur ggf. weiteren Minderung von Hilfebedürftigkeit) darstellt.

2.) Dass sich die Hilfebedürftige lediglich eine Beschäftigung angepasst an die gesundheitlichen Einschränkung sucht, ist ebenfalls vollständig gesetzlich geregelt (gesetzliche Zumutbarkeitsvorgaben) und damit hat auch diese sanktionsbewehrte Regelungsklausel da ebenso NICHTS zu suchen, denn auch diese Regelung stellt keine Integrationsleistung in einen Arbeitsmarkt (auch nicht zur ggf. weiteren Minderung von Hilfebedürftigkeit) dar.

3.) Einen sanktionsbewehrten Regelungsgegenstand der Anzahl sich 6 Bewerbungsbemühungen pro Monat, mit einer solchen (wie von dir aufgeführten) Einschränkung der Gesundheit, zu unterwerfen halte ich schlichtweg für vollständig überzogen und NICHT der tatsächlichen geundheitlichen Profillage angepasst, weswegen diese hohe Anzahl so ebenfalls unzulässig sein dürfte.

4.) Aus welchen Quellen sich die Hilfeempfängerin ihre eventuellen Informationen zu freien vakanten Stellenangeboten besorgt, kann und darf nicht Auflage mittels sanktionsbewehrtem Regelungsgegenstand sein, denn DAS kann und darf die Hilfeempfängerin schlichtweg undauch grundsätzlich selber entscheiden.

5.) Die festen Vorlagetermine für die Nachweise der Bewerbungsbemühungen (auch wenn es alle 2 Monate nur ist) sind zwar bei Gerichten unterschiedlich in der Ansicht noch umstritten, aber ich würde diese SO nicht anerkennen, denn dazu kann und soll das JC gefälligst das geetzlich vorgesehene Instrument der Einladung nach § 309 SGB III i.V.m. § 59 SGB II nutzen und sich nicht eine rechtswidrig abweichende und zusätzliche Sanktionsmöglichkeit mit dieser Regelung basteln, um Hilfeempfänger übervorteilen zu können.

6.)
Die Regelung, sich innerhalb von 3 Arbeitstagen nach Erhalt eines Vermittlungsvorschlag zu bewerben, ist seit je her gesetzlich vollumfänglich abschliessend geregelt und hat darum auch gar NICHTS in einer EGV zu suchen.



Meine persönliche Meinung:
Ich persönlich halte diese EGV - insbesondere aufgrund des offensichtlich nachweislich bekannten bestehenden gesundheitlichen Handycap - schlichtweg als eine Unverschämtheit von Seiten des Jobcenters und MIR wäre das eine gehörige entsprechende Beschwerde wert!
 

Lilastern

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
21 Mai 2011
Beiträge
7.896
Gefällt mir
2.311
#6
@andreli248;

Das ist dummes Gesülze von SB; dass man nicht sagen darf, dass man nicht voll einsatzfähig ist.

Wenn es zur Einstellung kommt, gerade dann muss man die Wahrheit sagen.

Verschweigen von solchen Dingen, kann zu einer fristlosen Kündigung führen.

Tatsache ist, der SB will dich aus der Arbeitslosenstatistik haben. Die sind am jedem froh, der sich abmeldet.

Und das sind klare Fakten, wenn man eine gesundheitliche Einschränkung hat, dann ist es so, auch wenn es dem SB nicht passt.

Nur in der Bewerbung sollte man nicht hineinschreiben, dass man diese Tätigkeit nicht ausüben kann, sonst stellt es eine Negativbewerbung dar.

Besser wäre es mit dem SB darüber reden, dass dieser VV keinen Sinn macht, wenn man gesundheitlich eingeschränkt ist.
 
Oben Unten