EGV - Ziel, Feststellung der Leistungsfähigkeit?

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EGV - Ziel, Feststellung der Leistungsfähigkeit

Hi Ihr,

vorab ein paar Informationen zum Ablauf vor dem Erhalt dieser EV.

2007-2011 Selbständigkeit.
2011-2012 Zuhause mit Agoraphobie inkl. Panikattacken ohne Leistungen vom Jobcenter.
01.01.2012 Antragstellung beim Jobcenter + wurde gewährt.

Nach Erklärung bei meinem Jobvermittler was die Krankheit anging hat er mir schnell geholfen.
Krankenversicherung veranlasst (Tag der Antragstellung), sofort Geld auf die Hand usw, gute Besserung.

Seitdem habe ich in monatlichen Abständen Arbeitunfähigkeitsbescheinigungen bis heute abgegeben.

Ich habe nie bei meinem Sachbearbeiter Termine, Jobangebote usw. wahrnehmen müssen. Auch eine EGV habe ich nie bekommen.
Zwischenzeitlich hat er mir einmal angeboten einen Job auszuprobieren ohne Konsequenzen wenn es nicht klappt.
Es wäre ein gut bezahlter Job gewesen, den ich auch ein paar Tage probiert habe, jedoch konnte ich es zu diesem Zeitpunkt noch nicht aushalten.
Der Jobvermittler hat sein Wort gehalten und es ist nichts passiert.

Im Februar (2015) habe ich mit ihm Telefoniert und er meinte er muss jetzt mal was machen und die Zuständigkeit klären lassen.
Er erklärte mir das es keine Nachteile für mich hätte und im Falle des Übergangs von ALG II zu SGB X würde nahtlos und Geldhöhe gleichbleibend übergehen.

Dann veranlasste er eine Untersuchung durch das Gesundheitsamt, ich habe die Unterschriften (Schweigepflichtsentbindungen) für meinen
behandelnden Arzt und dem Psychologen gegeben und eine 5 Seitige Erklärung für das Gesundheitsamt über den Verlauf der Krankheit mitgegeben.

Diese haben dann zu meinen Gunsten (Nach Aktenlage) ein Gutachten erstellt, es besteht Erwerbsunfähigkeit aber nicht auf Dauer, ca. in 12 Monaten nochmal begutachten.
Ist damit nicht die Leistungsfähigkeit festgestellt?

Daraufhin teilte mir mein Sachbearbeiter mit mich an einen Fallmanager zu übergeben der alles weitere regelt.

Dieser wollte einen Termin mit mir vereinbaren, den ich aufgrund der Krankmeldungen erst ablehnen wollte, konnte aber telefonisch
mit ihm die Panikstörung erläutern und bekomme seitdem alles schriftlich.

Der veranlasste dann das ich einen SGB X Antrag ausfüllen und unterschreiben, ihm zukommen lassen sollte und Zeitgleich ein Termin
bei der Deutschen Rentenversicherung machen. Sollte einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente stellen.

Das habe ich auch getan, die Prüfung läuft. Vorhersage fürs Jobcenter durch Rentenversicherung = voraussichtlich kein Anspruch

Von dem SGB X Antrag habe ich noch nichts wieder gelesen, frage mich warum.

Jetzt wo alles erledigt ist und ich dachte ich kann mal wieder Luft holen lag am 16.8 folgende EGV ohne
beiliegendem Brief (also kein Termin zur Abgabe) im Briefkasten.


Einerseits habe ich mit den Sachbearbeitern bisher keine Probleme gehabt und sie wirkten sehr freundlich und verständnisvoll.
Andererseits habe ich das Gefühl, das denen das Ergebnis des Gesundheitamtes und wahrscheinlich auch der Rentenversicherung nicht passt
und die sich was anderes erhofft haben.

Bei der EGV stehen eigentlich harmlose Dinge in deren und meinen Bemühungen, sehe aber auch Dinge, die mir Probleme bereiten könnten.
zB das abgeben der AU ab dem ersten Tage. Die Arzttermine sind monatlich aber zB auch mal auf einem Freitag Nachmittag.
Wie soll man da am gleichen Tag noch die AU abgeben?

Die Rechtsfolgenbelehrung und folgenden Hinweise bereiten mir auch Bauchschmerzen.

Wollen die mich so von deren Leistungen wegbekommen?

Was soll ich machen? Mit dem Fallmanager eine Änderung der Abgabetermine ausmachen damit man im Zweifel zB 3 Werktage hat die AU abzugeben?

Ist diese EGV so überhaupt zulässig? Ich meine im Zusammenhang mit dem vorausgegangenen.

Vielen dank schon einmal für Euer bemühen.

Ich habe schon oft und viel hier gestöbert, dieses Thema ist aber irgendwie bei jedem Individuell, so das ich selbst mal nachfragen wollte.
 

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Doppeloma

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Hallo HelpMePlease,

dazu gibt es hier schon hunderte Beiträge und Allen ist gemeinsam, dass eine solche EGV nicht zulässig ist, ganz gleich welche individuellen Umstände dazu geführt haben könnten ...

Verwunderlich ist eher, dass man dir nicht viel früher damit gekommen ist ...

vorab ein paar Informationen zum Ablauf vor dem Erhalt dieser EV.

2007-2011 Selbständigkeit.
2011-2012 Zuhause mit Agoraphobie inkl. Panikattacken ohne Leistungen vom Jobcenter.
01.01.2012 Antragstellung beim Jobcenter + wurde gewährt.

Wenn du zu der Zeit Bedürftig und Mittellos gewesen bist war das JC ja auch verpflichtet dir die Leistungen zu gewähren ... bist du 2011 - 2012 nicht krankenversichert gewesen, hast du während deiner Selbständigkeit Pflichtbeiträge an die Rentenversicherung gezahlt ???

Nach Erklärung bei meinem Jobvermittler was die Krankheit anging hat er mir schnell geholfen.
Krankenversicherung veranlasst (Tag der Antragstellung), sofort Geld auf die Hand usw, gute Besserung.

Seitdem habe ich in monatlichen Abständen Arbeitunfähigkeitsbescheinigungen bis heute abgegeben.

Sehr "netter" SB, nur redet man mit dem nicht über seine Krankheiten und schon gar nicht über psychische Probleme, das hat dann direkt ein Arzt zu klären (ÄD vom JC hätte sofort eingeschaltet werden müssen), wie es um deine Leistungsfähigkeit für die Vermittlung in Arbeit steht.

Kann mir zwar vorstellen, dass du das zunächst als "angenehm" empfunden hast nicht weiter "belästigt" zu werden mit Forderungen aber nun fällt dir das System langsam gewaltig "auf die Füße" ...

Zwischenzeitlich hat er mir einmal angeboten einen Job auszuprobieren ohne Konsequenzen wenn es nicht klappt.
Es wäre ein gut bezahlter Job gewesen, den ich auch ein paar Tage probiert habe, jedoch konnte ich es zu diesem Zeitpunkt noch nicht aushalten.
Der Jobvermittler hat sein Wort gehalten und es ist nichts passiert.

Da hat der aber auch einen sehr großzügigen Chef gehabt, denn so "human" geht es in den meisten JC nicht zu ... :icon_evil:

Im Februar (2015) habe ich mit ihm Telefoniert und er meinte er muss jetzt mal was machen und die Zuständigkeit klären lassen.

Mit dem JC telefoniert man nicht, du hast doch gar keine Beweise für das was dir da gesagt wurde ... man braucht ALLES schriftlich von diesem Amt und sollte auch (oder gerade) bei Krankheit nicht zu naiv an das "Gute im Menschen glauben" ... man hat dir klar gemacht, dass man dich nun an das Sozial-AMT abschieben will (das SGB XII, NICHT das SGB X), die warten aber auch nicht unbedingt darauf die Zahlungen übernehmen zu müssen.

Er erklärte mir das es keine Nachteile für mich hätte und im Falle des Übergangs von ALG II zu SGB X würde nahtlos und Geldhöhe gleichbleibend übergehen.

Kommt drauf an wie man das selber sieht, nur noch 1600 Euro Gesamtvermögen besitzen zu dürfen und dass vorher Eltern /Kinder (soweit vorhanden) Auskunft geben müssen, ob sie nicht (statt des Amtes SGB XII) deinen Unterhalt übernehmen müssen ...

Das hat man dir sicher nicht dazu gesagt, auch nicht, dass man im SGB XII eigentlich zunächst einen Bescheid von der Rentenkasse (DRV) haben möchte, dass du tatsächlich nicht mehr Erwerbsfähig bist und vielleicht auch nicht mehr wirst ...

Dann veranlasste er eine Untersuchung durch das Gesundheitsamt, ich habe die Unterschriften (Schweigepflichtsentbindungen) für meinen
behandelnden Arzt und dem Psychologen gegeben und eine 5 Seitige Erklärung für das Gesundheitsamt über den Verlauf der Krankheit mitgegeben.

Das hast du alles dem SB in die Hand gegeben, ist der Arzt, dass er beurteilen kann was du da beschreiben hast und macht es dir gar nichts aus, dass ein Arbeitsvermittler nun so genau über deine kaputte Psyche Bescheid weiß ... :icon_dampf:

Diese haben dann zu meinen Gunsten (Nach Aktenlage) ein Gutachten erstellt, es besteht Erwerbsunfähigkeit aber nicht auf Dauer, ca. in 12 Monaten nochmal begutachten.
Ist damit nicht die Leistungsfähigkeit festgestellt?

Man hat es also nach so vielen Jahren noch nicht mal für nötig gehalten dich auch zu untersuchen, ist dir bekannt, ob deine behandelnden Ärzte überhaupt dazu befragt wurden ???
Warum glaubst du das sei "zu deinen Gunsten" wenn man sich nicht mal die Mühe macht, dass dich ein Arzt überhaupt persönlich anschaut und untersucht und dann solche Entscheidungen trifft ...

Ja, damit meint man nun tatsächlich zunächst deine (mangelnde) "Leistungsfähigkeit" festgestellt zu haben, es ist allerdings keine Feststellung der Rentenkasse und ich nehme an das hält das Sozial-AMT aktuell noch zurück dir nun dort die Leistungen (aus dem SGB XII) zu zahlen, die man dir so "problemlos" angekündigt hatte ... :icon_kinn:

Daraufhin teilte mir mein Sachbearbeiter mit mich an einen Fallmanager zu übergeben der alles weitere regelt.

Damit war der "nette SB" den Problemfall endlich los.

Dieser wollte einen Termin mit mir vereinbaren, den ich aufgrund der Krankmeldungen erst ablehnen wollte, konnte aber telefonisch
mit ihm die Panikstörung erläutern und bekomme seitdem alles schriftlich.

Bist du eigentlich zu allen fremden Menschen so offen mit deiner Erkrankung, schon der nächste SB den das gar nichts anzugehen hat, du kannst auch ohne Schilderung deiner Krankheiten verlangen, dass man dir alles schriftlich mitteilt, ist ohnehin rechtlich sicherer für dich.

Der veranlasste dann das ich einen SGB X Antrag ausfüllen und unterschreiben, ihm zukommen lassen sollte und Zeitgleich ein Termin
bei der Deutschen Rentenversicherung machen. Sollte einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente stellen.

Das ist die falsche Reihenfolge, man kann dich schriftlich (per Bescheid) dazu auffordern einen Antrag auf EM-Rente an die DRV zu stellen und bis darüber entschieden wurde ist das Sozial-AMT mit SGB XII -Leistungen noch gar nicht zuständig für dich. :icon_evil:

Bis zu dieser Entscheidung hat das JC weiter zu zahlen ...

Das habe ich auch getan, die Prüfung läuft. Vorhersage fürs Jobcenter durch Rentenversicherung = voraussichtlich kein Anspruch

So sehe ich das leider auch, denn in der notwendigen Zeit warst du für EM-Renten-Anspruch gar nicht pflichtversichert, das hängt ein wenig davon ab für welchen Zeitpunkt die DRV deine (eventuelle) Erwerbsminderung als eingetreten anerkennen würde ... aber das sieht echt nicht wirklich gut aus für einen Rentenanspruch in Geld zumindest nicht. :icon_evil:

Trotzdem kann (und sollte) die DRV Feststellungen dazu machen (müssen) ob bei dir eine Erwerbsminderung vorliegt oder nicht, das werden die allerdings ganz sicher nicht "nach Aktenlage" machen sondern dich mindestens zu einem Gutachter schicken, der das dann überprüfen wird ...

Von dem SGB X Antrag habe ich noch nichts wieder gelesen, frage mich warum.

Das wird sicher damit zusammenhängen, dass es keine Klärung der DRV gibt zu deiner Erwerbsfähigkeit bisher, man kann sehr lange AU-Krank sein, das bedeutet längst nicht "automatisch" auch als Erwerbsunfähig / Erwerbsgemindert im rentenrechtlichen Sinne zu gelten. :icon_evil:

Und nur wenn das wirklich erwiesen ist wird das Sozial-AMT (mit Leistungen des SGB XII) überhaupt bereit sein zukünftig für deinen Lebensunterhalt aufzukommen, die wollen auch nicht für alle "abgeschobenen" ALGII-Empfänger zuständig gemacht werden ...
Was der JC-Amtsarzt da festgestellt hat (nach Aktenlage) interessiert die offenbar nicht besonders, die DRV interessiert das übrigens auch nicht, die beauftragen dafür ihre eigenen Gutachter und ob die das dann auch "zu deinen Gunsten" sehen wollen steht in den Sternen.

Das wäre dann aber letztlich verbindlich, für dich, für das JC und auch für das Sozial-AMT ... je nach Ergebnis der DRV-Prüfung deines EM-Rentenantrages ... wird dann die Zuständigkeit ganz bestimmt geklärt sein.

Jetzt wo alles erledigt ist und ich dachte ich kann mal wieder Luft holen lag am 16.8 folgende EGV ohne
beiliegendem Brief (also kein Termin zur Abgabe) im Briefkasten.

Eine EGV ist für das Alles völlig überflüssig, aber sie zeugt davon, dass man beim Sozial-AMT offenbar noch nicht willig ist für dich nach SGB XII zu zahlen, sonst braucht man dir ja keine EGV mit Gültigkeit bis zum nächsten Jahr (14.08.2016) zu schicken ...

Man rechnet also nicht eher damit, dass es zu relevanten Änderungen der "Zuständigkeiten" kommen wird, auch diese lange Laufzeit einer EGV ist im Übrigen gar nicht zulässig aber du brauchst diesen Wisch ja nicht unterschreiben, dann kann dir das alles auch egal sein.

Einerseits habe ich mit den Sachbearbeitern bisher keine Probleme gehabt und sie wirkten sehr freundlich und verständnisvoll.
Andererseits habe ich das Gefühl, das denen das Ergebnis des Gesundheitamtes und wahrscheinlich auch der Rentenversicherung nicht passt
und die sich was anderes erhofft haben.

Da täuscht dich dein "Gefühl" absolut nicht, habe ich dir ja oben schon erklärt wie da so die Entscheidungen laufen und wer zuletzt bestimmt wie es weiter gehen wird mit dir, rechtlich gesehen hat das JC zu zahlen, bis die DRV dazu eine Entscheidung getroffen hat und die lassen sich Zeit, denen ist das auch egal.

Bei der EGV stehen eigentlich harmlose Dinge in deren und meinen Bemühungen, sehe aber auch Dinge, die mir Probleme bereiten könnten.
zB das abgeben der AU ab dem ersten Tage. Die Arzttermine sind monatlich aber zB auch mal auf einem Freitag Nachmittag.
Wie soll man da am gleichen Tag noch die AU abgeben?

Vergiss diese EGV, die ist nichts wert so lange du das nicht unterschreibst, dass du das auch in Ordnung findest was da drin steht ... die meisten Dinge musst du ohnehin tun wenn du im ALGII-Leistungsbezug bist ... das mit der AU ist doch nur der normale Hinweis, du brauchst di nicht "am ersten Tag" dort abliefern, das soll nur bedeuten, dass ein JC (jedes JC) verlangen kann, dass es ab ersten Tag einer AU auch eine Bescheinigung vom Arzt dazu gibt.

Du bist doch schon seit Jahren durchgehend AU geschrieben, also gibt es keinen "ersten Tag mehr" ... mach das wie bisher und es ist in Ordnung.

Die Rechtsfolgenbelehrung und folgenden Hinweise bereiten mir auch Bauchschmerzen.

Die brauchen dir keine Bauchschmerzen machen, die stehen überall so drin in JEDER EGV, das ist ein Vertrag und wenn man den nicht unterschreibt braucht man sich auch nicht daran zu halten, ist doch sowieso alles Quatsch ... und beim Versorgungsamt stellst du einen Antrag wenn du das willst und wenn nicht lässt du es einfach bleiben, dazu kann dich kein JC der Welt wirklich zwingen.

Aus einem GdB oder Schwerbehinderten-Ausweis ergeben sich keine finanziellen Mittel, die dem JC oder Sozial-AMT irgendwas "einsparen" könnten.

Wollen die mich so von deren Leistungen wegbekommen?

So wie sie es bisher versuchen klappt es ja gerade nicht, im SGB XII gíbt es keine EGV mehr, man muss dich noch längere Zeit behalten beim JC ... genau das sagt diese EGV aus und zurück will die auch Keiner also hefte sie weg und ruh dich aus ...

Diese EGV ist für NIX gut und kann dir auch nicht schaden ;-)))

MfG Doppeloma
 

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Schöne Antwort.
Das Ding am Ende mit ... ruh Dich aus ist hoffentlich ironisch gemeint?
Es ging bei der Offenlegung darum das ich die Hilfe die ich brauchte auch haben wollte. Ich konnte vorher alles ohne Probleme machen bis dieses psychische Ding auftrat. Aus meiner Sicht fand ich es jetzt nicht schlimm mit den Sachbearbeitern darüber zu reden. Für mich war das ernst.
Das fing in der Selbständigkeit an und zwischen 2011 und 2012 war ich völlig an zuhause gebunden und isoliert..

Jetzt brauche ich Zeit um mich wieder auf die Reihe zu bekommen. Deswegen hab ich das "zu meinen Gunsten" gesehen.

Entschuldigt das mit dem SGB X statt SGB XII
 

Doppeloma

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Hallo HelpMePlease,

Das Ding am Ende mit ... ruh Dich aus ist hoffentlich ironisch gemeint?

wenn du das gerne so verstehen möchtest, nimm es ironisch ... so hatte ich das allerdings nicht gemeint ... ich kenne die Probleme die du schilderst auch sehr gut, musste deswegen letztlich in die EM-Rente gehen war vorher jahrelang AU geschrieben...

Im Gegensatz zu dir hatte ich aber noch einen Arbeitsplatz (was nichts daran änderte, dass ich auch fast 2 Jahre Hartz 4 beziehen musste) und immer für eine EM-Rente Beiträge gezahlt in fast 40 Arbeitsjahren bis dahin ... der DRV war das aber noch nicht genug und die Berentung wurde abgelehnt, erst fast 3 Jahre später am Gericht wurde sie bewilligt ...

Allerdings hat das JC nie versucht mich in die Sozial-HILFE abzuschieben, das hätte ich mir (trotzdem) auch nicht bieten lassen , ich wollte die EM-Rente bekommen auf die ich einen Anspruch hatte und nicht erleben, dass meine Kinder für mich "zur Kasse" gebeten werden ... mit den JC-SB hatte ich dabei nicht viel zu tun und über meine Krankheiten haben wir dort nie gesprochen. :icon_evil:

Es ging bei der Offenlegung darum das ich die Hilfe die ich brauchte auch haben wollte. Ich konnte vorher alles ohne Probleme machen bis dieses psychische Ding auftrat. Aus meiner Sicht fand ich es jetzt nicht schlimm mit den Sachbearbeitern darüber zu reden. Für mich war das ernst.

Das habe ich schon verstanden aber wirklich "geholfen" hat dir das eben nicht, man hätte dich direkt zum Amtsarzt schicken müssen und vielleicht hättest du damals sogar noch Ansprüche an die DRV gehabt (auf Reha oder EM-Rente) manches erledigt sich auch durch Zeitablauf und dann kann man es nicht mehr rückgängig machen ...

Das fing in der Selbständigkeit an und zwischen 2011 und 2012 war ich völlig an zuhause gebunden und isoliert..

Das kann ich durchaus nachvollziehen aber 2012 ist ja nun auch schon fast 3 Jahre her, was hast du denn bisher unternommen um wieder "auf die Beine zu kommen" nur vom "Warten" und "vor sich hin vegetieren" wird das ja auch nicht besser ...

Jetzt brauche ich Zeit um mich wieder auf die Reihe zu bekommen. Deswegen hab ich das "zu meinen Gunsten" gesehen.

Wie alt bist du denn (wenn ich das fragen darf) und welche beruflichen Pläne hast du denn eventuell noch für die Zeit wo es dir mal besser gehen wird ... dafür muss es nicht unbedingt "zu deinen Gunsten" sein dass man dich für erwerbsgemindert begutachtet, dann sieht man (z.B.) auch keinen Sinn (oder Notwendigkeit) dich vielleicht beruflich in irgendeiner Weise mal zu unterstützen ... :icon_evil:

Diese Möglichkeiten gibt es über Fördermittel (Vermittlungsbudget) durchaus im SGB II, man muss sie sich allerdings auch (schriftlich) einfordern / zielführende Anträge stellen und möglicherweise darum kämpfen, damit man das auch bewilligt bekommt.

Dafür bekommst du (als amtlich Erwerbsgemindert "abgestempelt" ) im SGB XII keine Chancen mehr ... ich meine das also sehr ernst mit dem Ausruhen, damit du vielleicht doch mal wieder neu durchstarten kannst ...

Ich war bereits kurz vor dem Rentenalter und hatte keine beruflichen Ambitionen mehr, hatte nur noch Sehnsucht danach, dass mich einfach ALLE endlich IN RUHE lassen sollen ... vor 30 Jahren hätte ich das sicher noch anders gesehen, JETZT (mit fast 63) genieße ich den endgültigen Ruhestand, das habe ich mir hart genug erkämpfen müssen ...

Wünsche dir ganz ernsthaft (und ohne Ironie) alles Gute für deine Zukunft, wie immer du dir die auch vorstellen magst ...

Eine sehr gute Bekannte von mir (war / ist auch schon sehr lange krank) bekam auch mal so eine EGV von ihrer SB (die ging auch über 1 volles Jahr), die schickte dann sogar einen "ersetzenden VA" (Bescheid) dazu und meine Bekannte hatte endlich mal absolute RUHE vom JC ... bis dahin wurde ihr auch ständig erklärt, "man müsse doch mal was tun, so ginge es doch nicht weiter mit ihr" ...

Um die EM-Rente musste sie auch noch kämpfen aber inzwischen bekommt sie ihr Geld jeden Monat von der DRV überwiesen, darauf hast du (vermutlich) keine berechtigten Aussichten (mehr) und daran kann zum Teil auch die jahrelange "Verschonung" von deinem SB mit Schuldig sein ...

Die DRV nutzt das dann "zu ihren Gunsten", sie braucht dir wahrscheinlich keine Rente zahlen, weil du die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen nicht (mehr) erfüllen kannst ... trotz Feststellung von (eventuell) voller Erwerbsminderung (aus gesundheitlichen Gründen) wirst du dann keinen einzigen Cent EM-Rente erhalten können und (vielleicht) den Rest deines Daseins vom SGB XII abhängig sein ...

MfG Doppeloma
 
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