EGV-was würdest du tun???

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centauri

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Hallo Leute,

diese EGV sollte ich heute unterschreiben. Dazu sagen möchte ich, daß ich einen Job gefunden habe, bei einer Versicherung als Agenturvertreter nach HGB84. Dies habe ich auch meinem SB mitgeteilt und folgend nach Förderungen(Einstiegsgeld) gefragt!
Folgend bekam ich die Antwort, das solange, wie ich bedürftig bin, auch Leistungen erhalte, jedoch geprüft werden müssste, welche Möglichkeiten dort bestehen!

In der EGV ist als Ziel nur vermerkt: Unterstützung der Bewerbungsbemühungen

evtl. Förderungen oder Einstiegsgeld wurde gar nicht erwähnt!!! Allerdings, sollte die Tätigkeit nicht zustande kommen, soll ich mich,obwohl 30 Bewerbungen in meinem elernten Beruf(Bau-Handwerk) bis jetzt erfolglos waren!!! 8x pro Monat bewerben.
Und nur im handwerklichen und hier angrenzenden Bereich. Hinzufügen möchte ich, daß ich im Handwerk mit Meisterbrief eigentlich gut qualifiziert bin, ich dennoch keine Anstellung im nördlichen Ruhrgebiet finden kann.

-Ist der Passus "Bewerbungen im handwerklichen und hier angrenzenden Bereich" überhaupt Rechtskonform?

-Weshalb wurde hier bewusst auf Förderungen zur Selbständigkeit nicht eingegangen(fiel mir erst eben auf),obwohl bei Bemühungen die Tätigkeit vermerkt wurde?

- und wie würde eine akzeptable EGV aussehen?

Vielen Dank centauri
 

Andrea123

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Hi centauri,
mir kommt es so vor, als wenn die dich Qualifikationsmässig abstufen wollen, damit du
vermittlungsfähig wirst, dass bedeutet aber auch, dass du wahrscheinlich weniger Geld verdienen wirst.
Ich würde an deiner Stelle einen Anwalt aufsuchen.
Gruss von Andrea
 
E

ExitUser

Gast
Hierzu erstmal ein paar Fragen:

diese EGV sollte ich heute unterschreiben. Dazu sagen möchte ich, daß ich einen Job gefunden habe, bei einer Versicherung als Agenturvertreter nach HGB84.

Wenn du einen Arbeitsvertrag abgeschlossen hast, dann gehörst du nicht zu dem Personenkreis, die eine EGV abschließen müssen.

Da diese Frage schon mal nicht geklärt ist, hab ich mir deine EGV vorerst gar nicht angeschaut.


Dies habe ich auch meinem SB mitgeteilt und folgend nach Förderungen(Einstiegsgeld) gefragt!
Folgend bekam ich die Antwort, das solange, wie ich bedürftig bin, auch Leistungen erhalte, jedoch geprüft werden müssste, welche Möglichkeiten dort bestehen!

Das Einstiegsgeld ist eine Leistung für den Arbeitgeber, und nicht für dich. Sag ihm doch, dass er bei der ARGE Einstiegsgeld beantragen kann. Dann wird er auch einen Antrag stellen und die ARGE wird sich das schon überlegen, ob sie das nicht lieber zahlen will, bevor sie dich weiter als Arbeitslosen behält.
 

alvis123

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hi centauri...

..um Deine vordringlichste Frage zu beantworten:
Diese EGV würde ich nicht unterschreiben.

Du hast doch selbst schon Kriterien aufgestellt. Theoretisch sollte eine EGV fördern und fordern. Von fördern haben hier die wenigsten im Forum was bemerkt. Wirst Du mit dieser EGV gefördert?

Wir können Dir bei Deiner Entscheidung wirklich nicht helfen. Ein Freund von mir hat vor 25 Jahren mal eine Agentur hier im Ort übernommen (DEVK). Nach seiner Ansicht heute das beste, was er machen konnte.

MfG
 

centauri

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Arbeitsvertrag habe ich noch keinen, da ich noch damit beschäftigt bin, alle Unterlagen zu organisieren!!



Das Einstiegsgeld ist eine Leistung für den Arbeitgeber, und nicht für dich. Sag ihm doch, dass er bei der ARGE Einstiegsgeld beantragen kann. Dann wird er auch einen Antrag stellen und die ARGE wird sich das schon überlegen, ob sie das nicht lieber zahlen will, bevor sie dich weiter als Arbeitslosen behält.[/QUOTE]


Leistung für den Arbeitgeber?Hmm, kann dir nicht folgen!
Also ich hab folgende Informationen:
Einstiegsgeld und ergänzendes Alg II

Der Gründungszuschuss steht nur Arbeitslosen zu, die Anspruch auf das reguläre Arbeitslosengeld I haben. Wer sich selbstständig machen will, aber lediglich die Voraussetzungen für das Arbeitslosengeld II (Alg II) erfüllt, kann dennoch gefördert werden. Für ihn ist das Einstiegsgeld vorgesehen.
Aber Vorsicht: Zweck des Einstiegsgeldes ist es nicht, Selbstständigkeit an sich zu fördern. Es soll vielmehr Arbeitslosen schmackhaft machen, auch eine schlecht bezahlte Arbeit aufzunehmen. Im Unterschied zum Gründungszuschuss gilt daher: Das Einstiegsgeld

  • ist nur eine Kann-Leistung und
  • wird nur gewährt, wenn die angestrebte Selbstständigkeit hauptberuflich ist, aber trotzdem zunächst kein halbwegs vernünftiges Einkommen erwarten lässt. Sprich: Wenn das zu erwartende Einkommen so gering ist, dass weiterhin Anspruch auf Alg II bestehen könnte.
Ob, in welcher Höhe und wie lange das Einstiegsgeld bewilligt wird, liegt ganz im Ermessen des Fallmanagers. Von Leuten, die sich mit Einstiegsgeld selbstständig machen wollen, sollen diese mindestens folgende Unterlagen verlangen:

  • eine Kurzbeschreibung des Existenzgründungsvorhabens,
  • einen Kapitalbedarfs- und Finanzierungsplan sowie
  • eine Umsatz- und Rentabilitätsvorschau.
Wird das Einstiegsgeld bewilligt, so wird es zusätzlich zum Alg II gezahlt und nicht auf dieses angerechnet. Nach den Durchführungshinweisen der Bundesagentur für Arbeit soll es

  • im Normalfall 50 Prozent der "Regelleistung" (also 179,50 €) plus 10 Prozent für jedes weitere Mitglied der "Bedarfsgemeinschaft" betragen,
  • im Höchstfall 100 Prozent der "Regelleistung" (also 359 €) nicht überschreiten,
  • jeweils für höchstens sechs Monate genehmigt werden,
  • bei Verlängerungen schrittweise reduziert und
  • insgesamt höchstens zwei Jahre lang gezahlt werden.
 
E

ExitUser

Gast
Arbeitsvertrag habe ich noch keinen, da ich noch damit beschäftigt bin, alle Unterlagen zu organisieren!!

Dann wirst du dich wohl noch auf eine EGV-"Verhandlung" einlassen müssen.



Leistung für den Arbeitgeber?Hmm, kann dir nicht folgen!
Also ich hab folgende Informationen:
Einstiegsgeld und ergänzendes Alg II

Sorry, das war eine Fehlauskunft von mir gestern (hab ich mit "Eingliederungszuschuss" verwechselt). Das Einstiegsgeld ist eine Unterstützung für dich, wenn du selbständig bist. Das ist schon OK, wenn du das erhälst.
 
E

ExitUser

Gast
Eigentlich ist der Zeitpunkt dieser EGV ganz schön verfehlt, denn wenn du am 1.1.2010 eine selbständige Tätigkeit aufnimmst, verändern sich ab diesem Zeitpunkt die Umstände. Im Prinzip möchtest du ja Einstiegsgeld ab 1.1. Ein sicherer Arbeitsvertrag liegt aber nicht vor. Probiere doch mal, ob du dir durch diese EGV das Einstiegsgeld aushandeln kannst. Aus diesem Grund würde ich auch probieren, ob die die EGV nicht auf 12 Monate verlängern (d.h. 12 Monate Einstiegsgeld).

Ich würde deshalb einen Gegenvorschlag abgeben und noch einige klärende Worte dazuschreiben. Und zwar so:

Ihr Eingliederungsvereinbarungstext vom…..

Sehr geehrte ……

Leider kann ich Ihren Eingliederungsvereinbarungstext nicht unverändert unterschreiben. Es ist Ihnen bekannt, dass ich am 1.1.10 eine Arbeit als……. aufnehmen werde. Hierfür benötige ich an erster Stelle Ihrerseits Unterstützung, damit ich vorankomme und meine Hilfebedürftigkeit beenden kann. Deswegen beantrage ich Einstiegsgeld für den Zeitraum der Erwerbstätigkeit.

Solange ich keine Arbeit aufnehme, will ich gerne Bewerbungsbemühungen unternehmen. Solange der Arbeitsmarkt aber nicht ausreichend Stellen bietet und solange nicht geklärt ist, in welcher Höhe und wie Sie die Bemühungen erstatten, halte ich es für machbar und für sinnvoll, wenn ich mich für nicht mehr als zu 4 Bemühungen pro Monat verpflichte.

Bitte berücksichtigen sie auch dabei, dass die Ortabwesenheitsmeldung für Selbständige entfällt.

Zum besseren Verständnis füge ich meinen Text für eine Eingliederungsvereinbarung bei.

Mit freundlichen Grüßen


Anlage




Eingliederungsvereinbarung

Zwischen: ………….
Und: ………………..
Gültig bis: 31.12.2010

Ziel: Unterstützung der selbständigen Arbeitsaufnahme zwecks Beendigung der Hilfebedürftigkeit

1.[FONT=&quot] [/FONT]Ihr Träger für Grundsicherung…(bitte diesen Titel komplett abschreiben)

Nach Aufnahme einer selbständigen Arbeit (vorauss. 1.1.2010) unterstützt er Sie mit Einstiegsgeld über den Zeitraum von 12 Monaten.
Bis zur Aufnahme einer selbständigen Arbeit unterbreitet er Ihnen Vermittlungsvorschläge, soweit geeignete Stellenangebote vorliegen.
Solange keine Arbeit aufgenommen wird, unterstützt er Ihre Bewerbungsbemühungen…..(bitte diesen Absatz komplett abschreiben und noch dazufügen:) Pro Bewerbung werden 5 € übernommen (ansonsten sollen die da reinschreiben, wie die das erstatten wollen. Das fehlt nämlich, und du wirst sonst noch eine Überraschung erleben)

Er unterstützt Ihre Bewerbungsbemühungen nach Maßgabe…..(bitte den Absatz komplett abschreiben)

2.[FONT=&quot] [/FONT]Bemühungen von Herrn……. (bitte den Titel und den 1. Punkt bis ….“allen Mitwirkungspflichten nach“ abschreiben)

Sollte die Tätigkeit nicht zustande kommen, unternehmen Sie während der Dauer der Eingliederungsvereinbarung beginnend mit dem Datum der Unterzeichnung jeweils 4 Bewerbungsbemühungen um sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse und legen hierüber im Anschluss an den o.g. jeweiligen Zeitraum die Bewerbungskopien vor. Bei der Stellensuche sind auch befristete Stellen und Stellenangebote von Zeitarbeitsfirmen einzubeziehen.

Während der selbständigen Arbeit entfällt die Ortsabwesenheitsmeldung gem. § 7 Abs. 4a SGB II.





Hast du eine Ahnung, was mit „Bewerbungen im handwerklichen und angrenzenden Bereich“ bedeutet? Das steht da so lose drin! Wenn es dir nicht passt, lass es im Gegenvorschlag weg. Ansonsten kannst du es reinnehmen.

Und dann warte mal ab was da kommt. Vermutlich ein Verwaltungsakt. Vielleicht ruft man dich aber und will doch „verhandeln“. Wenn ein Verwaltungsakt kommt, würde ich diese gesamten Punkte, die wir als „Gegenvorschlag“ unterbreitet haben, so halbwegs für den Widerspruch verwenden und die aufschiebende Wirkung beantragen. Auch wenn sie vielleicht durchfällt, ist es ein Versuch wert.
 
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