EGV versus VV (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Dumpfbacke

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Hallo Forum,

folgende Frage: Angenommen in meiner EGV (ALG1) steht "Bewerbung im Umkreis von 30km". Nun erhalte ich einen VV für eine Stelle in 45km Entfernung (kürzester Weg). Muss ich mich darauf trotz Rechtsfolgenbelehrung bewerben?

Ich freue mich über jede weiterführende Antwort, aber ganz besonders über Hinweise auf die entsprechenden Rechtsgrundlagen.

Ciao
D.
 

Chosyma

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Moin,

ein Vermittlungsvorschlag mit Rechtsfolgebelehrung ist meiner Ansicht nach immer ein eigenständiger Verwaltungsakt, also völlig unabhängig von der EGV. Von daher sollte er befolgt werden oder Sanktion bzw Sperre bei ALG I, es sei denn, du hast einen anerkannten Grund dich nicht zu bewerben ( nicht zumutbar, weil bei ALG I Lohn zu niedrig, Fahrzeit zu lang oder was auch immer...).

Ob ein Richter den Bezug zur EGV herstellt und dann eine Sperre/Sanktion aufhebt- keine Ahnung, wäre mir aber zu unsicher da Recht zu bekommen. Mir wäre es den Ärger nicht wert da eine Auseinandersetzung zu führen, wird noch genug wirklich wichtige Sachen geben (eigene leidvolle Erfahrung), wo man sich wehren muss, um nicht unterzugehen.

Ich würd mich einfach bewerben- bewerben heißt ja nun nicht gleich die Stelle auch zu bekommen. Es bewerben sich auch genug andere und man kann eine Bewerbung ja auch entsprechend schreiben:cool:.

LG Antje
 

Dumpfbacke

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OK, verstehe ich. Und doch, wozu gibt es eine EGV, an die ich mich halten MUSS, wenn sich die Gegenseite nicht daran hält?

Grüße
 

Chosyma

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Moin,

OK, verstehe ich. Und doch, wozu gibt es eine EGV, an die ich mich halten MUSS, wenn sich die Gegenseite nicht daran hält?Grüße
das sehe ich auch so- aber ob du mit dieser Ansicht vor Gericht durchkommst ist für mich einfach nicht einschätzbar. Darum würde ich mir den Ärger wenn's doch schief geht ersparen, dafür ist mir eine Bewerbung mehr oder weniger zu unwichtig. Das ist natürlich Ansichtssache.

Was du machen kannst, um deinem ich sage mal Unmut Ausdruck zu verleihen, wäre ein Antrag auf Auskunft und Beratung schriftlich stellen, schriftliche Beantwortung verlangen mit folgenden Fragen (oder so ähnlich)

Sie haben mir einen sanktionsbewehrten Vermittlungsvorschlag für eine Anstellung in 45 km Entfernung übersandt und erwarten, dass ich mich bewerbe.

Für mich ergeben sich folgende Fragen aufgrund der gültigen EGV:

Die EGV sieht eine Arbeitsaufnahme im Umkreis von 30 km vor, wieso beachten Sie dies nicht?

Benennen Sie mir die Rechtsgrundlage, die es Ihnen gestattet in der EGV getroffene Vereinbarungen zu ignorieren?

Welches Ermessensentscheidung hat Sie bewogen diesen Vermittlungsvorschlag an mich im Hinblick auf die Inhalte der bestehenden EGV zu senden?

Ein Antrag muss beantwortet werden, auf die Erklärungen bin ich dann mal gespannt- und möglicherweise vielleicht verschonen die dich dann in Zukunft mit solchen "Vorschlägen".

LG Antje
 
G

gast_

Gast
Ich würde mich nicht bewerben - die Rückantwort an die AfA schicken und um Stellungnahme bitten, warum man mir so etwas zuschickt.
 

VoPi35

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Hallo Forum,

folgende Frage: Angenommen in meiner EGV (ALG1) steht "Bewerbung im Umkreis von 30km". Nun erhalte ich einen VV für eine Stelle in 45km Entfernung (kürzester Weg). Muss ich mich darauf trotz Rechtsfolgenbelehrung bewerben?

Ich freue mich über jede weiterführende Antwort, aber ganz besonders über Hinweise auf die entsprechenden Rechtsgrundlagen.

Ciao
D.
Wieso eigentlich "Angenommen in meiner EGV......"? Steht das in deiner EGV drin oder nicht?

Zudem wundere ich mich gerade über die EGV, denn ich habe bei ALG 1 noch nie eine unterschreiben müssen? Wird wohl auch überall anders gehandhabt :icon_kinn:
 

Dumpfbacke

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"Angenommen" -- es ist doch unwichtig, ob es in meiner EGV drinsteht oder in der eines Freundes oder sonstwie. Jedenfalls ist der Fall eingetreten.

Ja, die EGV wurde für ALG1 unterschrieben.

Die Frage ist die nach der rechtlichen Relevanz einer EGV im Vergleich zu einer VV. Gibt es da keine Regelungen im Paragraphen-Dschungel?
 

VoPi35

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Ich kann leider nicht mit Paragraphen dienen.
Da aber 45km im zumutbaren Tagespedelbereich liegen, würde ich mich darauf bewerben, unabhängig davon, was in der EGV steht.
Die Frage, wieso sich die AfA nicht an die eigene EGV hält, würde ich davon getrennt mal anfragen beim Sachbearbeiter.

Ist aber nur meine Meinung dazu.
 

Dumpfbacke

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Hallo,

ist denn etwas über die Priosierung eines VV gegenüber der EGV bekannt?

Muss eine VV mit Rechtsbelehrung befolgt werden, ganz gleich, auch wenn sie die in der EGV beschriebenen Forderung übersteigt?

Im konreten Fall geht es darum, dass wegen Teilzeit lediglich eine Jobaufnahme im Umkreis von 30km in der EGV gefordert ist, aber in der VV ein weiter entfernter Job genannt wird.

Es gibt doch sicher noch andere Forumsteilnehmer mit einer solchen oder einer ähnlich gearteten Erfahrung, oder?

Grüße
D.
 
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