EGV unterzeichnen oder nicht?

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Michi63

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Hallo,

meine Frau soll diese EGV (siehe Anhang) unterschreiben und gleichzeitig einen 1€ Job übernehmen. Natürlich haben wir keine Lust auf solch einen Blödsinn der absolut NICHTS bringen wird. Meine Frage, wie kann man so etwas am besten umgehen und muss diese EVG unterzeichnet werden?


Ich danke schon mal für die Antworten :dank:
 

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gelibeh

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Eine EGV muss man nie unterschreiben. Leider hast Du etwas zu viel unkenntlich gemacht. Datum würde ich schon gerne wissen. Von wann bis wann soll sie die Bewerbungen unternehmen? Von wann bis wann ist die EGV gültig? Von wann bis wann soll der EEJ gehen?

Aber erst einmal, nicht unterschreiben und auf den EGV Verwaltungsakt warten.
 

Michi63

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Hallo gelibeh,

das mit den Bewerbungen klingt etwas merkwürdig. Ich schätze die Dame hat sich da so richtig verschrieben, vom 10.09.2014 -09.03.2015 *lach

Die Gültigkeit der EGV gilt bis zum 08.09.2015

1€ Job vom 16.03.2015 - 15.09.2015

Erstellt wurde die EGV am 09.03.2015
 

Michi63

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Hallo gelibeh,

das mit den Bewerbungen klingt etwas merkwürdig. Ich schätze die Dame hat sich da so richtig verschrieben, vom 10.09.2014 -09.03.2015 *lach

Die Gültigkeit der EGV gilt bis zum 08.09.2015

1€ Job vom 16.03.2015 - 15.09.2015

Erstellt wurde die EGV am 09.03.2015
 

Couchhartzer

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Leider hast Du etwas zu viel unkenntlich gemacht. Datum würde ich schon gerne wissen. Von wann bis wann soll sie die Bewerbungen unternehmen? Von wann bis wann ist die EGV gültig? Von wann bis wann soll der Ein-Euro-Job gehen?

Schon das Ziel "Teilnahme an einer Arbeitsgelegenheit" ist gar kein rechtlich zulässiges Ziel einer Eingliederungsvereinbarung, denn es darf niemals das einzige und alleinstehende Ziel sein irgendwelche Maßnahmeträger mittels zuschieben von Billigarbeitskräften zu bedienen.

Die Bewerbungsbemühungen sollen im Zeitraum von Monat 09.2014 bis einschl. Monat 03.2015 erfolgen, so steht es jedenfalls in Punkt 2. des EGV-Angebotes.

Das zeigt mir aber, dass hier hat offensichtlich ein völlig hirnfreier SB einfach nur irgendwelche Textbausteine ohne jegliches intelligenzgesteuertes Vorgehen vor sich her geschupst hat (vllt. sollte mal jemand feststellen, ob bei diesem SB schon der Hirntod eingetreten ist?) , denn es ist schlichtweg einfach nur schwerstens gestört diese EGV jetzt mit so einem Inhalt anzubieten, da es 1.) nicht einmal ansatzweise möglich ist, für rückwirkende Monate (die enthaltenen Monate 09.2014 bis 02.2015) derartige Auflagen zu bedienen und 2.) der jetzige Monat 03.2015 ja nun auch schon fast wieder zu Ende geht.

Zudem dürfte die AGH als Helfer Verkauf nicht im geringsten zusätzlich wie auch wettbewerbsneutral, und damit in dieser Weise erlaubt ,sein, denn Helfer im Verkauf finden sich in jeder Stellendatenbank und diese Stellenangebote des freien Arbeitsmarktes werden damit in rechtlich unzulässiger Weise benachteiligt.Und genau diese Dinge wie fehlende Zusätzlichkeit und fehlende Wettbewerbsneutralität machen so eine AGH dann rechtswidrig.
 

Pixelschieberin

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[...] muss diese EVG unterzeichnet werden?
Wie bereits geschrieben - Nein. Ich würde auf den VA warten.
Wie der zerpflückt wird, welche Punkte unzulässig sind, wurde bereits erläutert.
Eine angemessene Frist zur eingehenden Prüfung der EGV steht dem HE zu.
Ich vermelde stets, daß ich mir 10-12 Werktage ausbedinge, da kein Rechtsbeistand auf Bereitschaft sitzt.
Somit dürfte der Starttermin bereits "verschoben" werden müssen, sollte die Zuweisung in den 1€-Job nicht "extra" ausgehändigt/zugestellt worden sein.

Wenn es soweit ist, sämtliche Register ziehen.
Fahrtkostenantrag beim JC stellen, sich nicht darauf einlassen, daß die Geldleistungen von einem Dritten entgegengenommen werden sollen.
Beim Vorstellungsgespräch erwähnen, daß bereits kluge Fragen zum Wertersatz beim SB gestellt wurden.
Dem HE ist immer noch nicht klar, ob es sich tatsächlich um "zusätzliche" Tätigkeiten handelt... Wir wollen schließlich nichts Illegales befördern.
Frage an Träger und SB: Was wäre, wenn die anberaumte Tätigkeit erst in zwei Jahren erledigt würde?

Alles - Bedenken/Fragen/Fahrtkostenantrag/Widerspruch gegen VA - schriftlich und nachweisbar beim SB anlanden lassen - nachdem VA/Zuweisung eingetroffen ist.
 

AnonNemo

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Hallo Michi63,

Ergänzung:
nachdem ich mir die ganze EGV durchgelesen habe schließe ich mich der Empfehlung von @gelibeh an!
Trotzdem lasse ich mal meine Ratschläge - unbearbeitet - so stehen, weil die dir/euch für den nächsten Schritt nützen.


was ihr machen könntet, wäre dem SB - im Zuge der EGV-Verhandlungen - eine Änderung vorzuschlagen (damit ihr Verhandlungsbereitschaft zeigt!):
Das Bewerberprofil auf intern anonym oder wenigstens auf anonym setzen.
Überprüfe mal https://www.elo-forum.org/zeitarbei...hread-vorlagen-90326/index48.html#post1773854 #1437 unter
Ist mein Profil auf der JOBBÖRSE anonym?

Und er möge doch auch definieren, was angemessene Kosten sind.
Angemessen ...
... ist ein unbestimmter Rechtsbegriff, der in einer EGV nichts zu suchen hat.

§ 16d SGB II sind zusätzliche Arbeitsgelegenheiten.
AGH als Helfer Verkauf (wo ist hier die Zusätzlichkeit?) mit dem individuell verfolgten Maßnahmeziel (was jetzt; AGH oder MT?): Heranführung an die Möglichkeiten zur Vereinbarung Familie und Beruf. (???)

Ein guter Angriffspunkt ist auch die Aussage:
VV zählen nicht zu den Eigenbemühungen.
VV zählen (nicht) zu den Eigenbewerbungen
Vermittlungsvorschlag Eigenbemühungen - Petition 23756 - Pet 4-17-11-81503-036141 Abschlussbegründung
Homepage: https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2012/_03/_23/Petition_23756.nc.html
PDF-Download: https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2012/_03/_23/Petition_23756.abschlussbegruendungpdf.pdf
Wenn auch die Entgegennahme von Vermittlungsvorschlägen durch die Arbeitsagentur noch keine Eigenbemühung darstellen kann, so sind jedenfalls sich hieraus ergebende Bewerbungen, Vorsprachen und Vorstellungsgespräche genauso dem Arbeitssuchenden obliegende und bei der Erfüllung der Eingliederungsvereinbarung zu beachtende Eigenbemühungen, wie die weiteren denkbaren Formen von Eigenbemühungen.

AnonNemo
 

Michi63

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Herzlichen Dank für die zahlreichen Infos,

ich habe soeben noch Post (s. Anhang) von der AWO (dort soll meine Frau den 1€ Job absolvieren)erhalten.

Dann hätte ich noch eine Zuweisung des Jc welche ich aber merkwürdiger weise nicht hochgeladen bekomme ( 3MB ... ich versuche es später noch mal.)

Das ganze scheint recht kompliziert ...
 

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Couchhartzer

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Das ganze scheint recht kompliziert ...
Nein, das ist nicht kompliziert, sondern schlichtweg völlig schwachsinnig, zu unbestimmt und mit dieser Kontextdarstellung der Inhalte der Unterlagen insgesamt auch unzulässig, was die da als angebliche Eingliederungsmaßnahme abverlangen wollen.
Aus den Unterlagen im Gesamtkontext wird sehr deutlich, das die überhaupt nichts mit Eingliederungsunterstützung im Sinn haben (weder Jobcenter noch Maßnahmeträger), sondern es ausschliesslich darum geht dich in einer hirnlosen Maßnahme zu parken um eine Statistik schönfälschen zu können.

Hier mal der erkennbare Kontext, der nicht ansatzweise zusammenpasst:

  1. In der EGV ist von einer Maßnahme mit Beschreibung "Helfer Verkauf" die Rede.
  2. In der Einladung der AWO ist dann davon die Rede, Unterlagen zu Kontonummer, Führerschein, Lebenslauf und Zeugnisse mitzubringen. Doch wozu soll das bitte gut sein und was gehen die überhaupt diese Dinge an, wenn es nur eine sog, AGH (als Ein-Euro-Maßnahme) ist?
  3. In der Zuweisung ist dann erst unter "Kurzbezeichnung der Maßnahme" die Rede von "ökologische Landschaftspflege" und dann unter dem Punkt "Einsatzstelle" wieder "Verkaufshilfe" angeführt. Zudem ist dann weiter im selben Dokument unter "Tätigkeitsbeschreibung" alles das aufgeführt, was laut dortiger Angabe dann im "Sozialkaufhaus" stattfinden soll. Hier passt rein gar nichts zusammen, denn seit wann gehören die benannten Tätigkeiten zur "ökologischen Landschaftspflege"?
Sorry, aber diesen Blödsinn sollte man auf jeden Fall anfechten und auch darüber nachdenken, ob man hier wegen offen erkennbaren Kungeleien auch eine entsprechende Beschwerde macht, denn das was hier deutlich zum Vorschein kommt, ist
1.( vorsätzliches Ausbeuten von Erwerbslosen als Billigarbeitskraft
und
2.) augenscheinlich ein auf mutmaßlicher Korruption basierendes System mit welchem sich hier gegenseitig Jobcenter und AWO Vorteile zuschieben.
Das Jobcenter bekommt hierdurch eine tolle gefälschte Statistik und die AWO darf mit deren Unterstützung die Erwerbslosen ausbeuten und sich aber ansonsten einen satten Gewinnvorteil gegenüber Mitbewerben abgreifen.
Diese Sache stinkt aufgrund der klar aus den Inhalten erkennbaren Zusammenhänge ganz gewaltig zum Himmel!
 

Michi63

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Mir kommt das ganze auch sehr spanisch vor. Was schlägst Du vor, soll sie am Dienstag dort antreten oder soll sie Widerspruch einlegen?
 

Couchhartzer

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Mir kommt das ganze auch sehr spanisch vor. Was schlägst Du vor, soll sie am Dienstag dort antreten oder soll sie Widerspruch einlegen?
Gegen die Zuweisung auf jeden Fall Widerspruch einlegen (am besten noch per Fax an das Jobcenter vorab schon jetzt am Wochenende hinschicken), mit dem Grund, dass diese Zuweisung vollkommen unbestimmt, widersprüchlich und aus den erkennbaren Inhalten heraus komplett rechtswidrig ist.

Ob man da trotzdem besser mal hingeht oder lieber nicht, dazu müssen dir andere Tipps geben, denn da kann ich nichts zu sagen.
Ebenso, ob man auch gleich per Fax einen Antrag am Sozialgericht auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung durch den beim JC eingelegten Widerspruch einreichen muss / sollte, müssten andere hier mal Tipps geben.
 

Ramteid

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Ebensfalls komplett neben der Spur:

Teilzeit: Nachmittags

und die Zeit : 8 bis 13 Uhr!

Selten so ne schlampige Zuweisung gesehen.
 

Ah4entheater

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Es ist im Prinzip schon alles Wesentliche geschrieben worden.

Auch ich würde Verhandlungsgegenvorschläge schriftlich ans JC schicken - UND zusätzlich Fragen über Fragen nach den entsprechenden Rechtsgrundlagen für die Absichten des JC's stellen. Denn verhandelt ihr gar nicht, dann seid ihr diejenigen, die die Verhandlung verweigern. Dann kann der EGV-VA erlassen werden. Verhandelt ihr aber (sinnvoll und mit guten Gründen versteht sich), dann kann der EGV-VA nicht so einfach und so schnell erlassen werden, da das JC seinerseits sich erstmal auf die Verhandlung einlassen muss, sonst würde wiederum das JC die Verhandlung verweigern. Wenn nach Verweigerung einer Verhandlung durch das JC dennoch ein VA käme, dann wäre der VA meiner Ansicht nach nichtig. Auf diese Art könnt ihr also Eure Rechte wahrnehmen UND Zeit gewinnen :wink:

Außerdem könntet ihr in diesem Fall auch folgende konkrete Fragen an den SB stellen (entsprechend Eures Einzelfalles anpassen):

Hartz IV: Was tun bei Eingliederungsvereinbarung

... einen Brief zu schreiben und die Sozialbehörde in dem Brief gemäß §§ 33 und § 35 SGB X in Verbindung mit § 13 bis 16 SGB I zur schriftlichen Stellungnahme darüber aufzufordern,

a. wann der/die Sachbearbeiter/in Soundso die Qualifikation zur Durchführung von EGV nebst vorhergehenden Arbeitsschritten erworben hat

b. warum diese/r Sachbearbeiter/in Soundso eine Unterschrift unter die EGV ohne Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften verlangt hat, also ohne vorher Profiling, Chancen- und Risikenabwägung und Feststellung des beruflichen Standortes nebst jeweiligen Protokollen mit dem betroffenen Leistungsbezieher durchgeführt zu haben.

Man setzt der Sozialbehörde eine Frist von 7 Tagen zur Beantwortung (Tag und Datum angeben) und gibt das Schreiben im Beisein von Zeugen in der Sozialbehörde ab gegen Empfangsbescheinigung auf einer Kopie des Schreibens, oder man schickt es per Einschreiben mit Übergabe.
...
Dann wartet man ab.

Meistens kommt dann eine schriftliche Einladung zu einem Termin, in dem die Sache besprochen werden soll - oft stehen auch wieder Drohungen in dem Brief, daß einem die Leistung gekürzt werde, wenn man nicht erscheine zu dem Termin. Man kann da hingehen, aber, wie bereits eingangs erwähnt, stets wieder nur mit 3-4 Zeugen und einem Beistand gemäß § 13 Abs 4 SGB X.

Besser aber ist es, der Sozialbehörde einen weiteren Brief zu schreiben und diesen dort persönlich im Beisein von Zeugen gegen Empfangsbescheinigung einzureichen und in diesem zweiten Brief an die schriftliche Beantwortung des ersten Briefes zu erinnern und die Teilnahme an dem Ladungstermin wegen der bisher fehlenden schriftlichen Antwort auf den ersten Brief schlichtweg zu verweigern.

Denn die Behörde ist gemäß §§ 33 und 35 SGB X in Verbindung mit § 13 bis 16 SGB I zur schriftlichen Stellungnahme aufgefordert worden, und sie muß daher schriftlich antworten. Geht man nun aber zu dem Termin, tut man der Behörde einen Gefallen, denn dann kann sie auch mündlich antworten.


1€ Job vom 16.03.2015 - 15.09.2015

Erstellt wurde die EGV am 09.03.2015

Der Job geht länger, als die EGV gültig sein soll. Ob das so geht, weiß ich nicht; habe damit noch keine Erfahrung. Wenn die EGV nicht unterschrieben wird, dann spielts erstmal eh keine Rolle.

Wenn aber der VA kommt, dann darauf achten, dass zwischen dem Datum der Erstellung des EGV-VA und dem Ende der Gültigkeitsdauer des EGV-VA sechs Monate liegen. Also nicht plötzlich nur noch fünf Monate oder sieben Monate. Eine EGV oder ein diese ersetzender EGV-VA muss laut § 15 SGB II sechs Monate lang sein. Ansonsten müsste das JC eine Abweichung der Gültigkeitsdauer durch pflichtgemäßes Ermessen im EGV-VA schriftlich eben ermessensfehlerfrei begründen. Gibt's auch genügend Urteile dazu.


Ebenso, ob man auch gleich per Fax einen Antrag am Sozialgericht auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung durch den beim JC eingelegten Widerspruch einreichen muss / sollte, müssten andere hier mal Tipps geben.

Würde ich zeitgleich zum Widerspruch ans JC auch gleich machen. Dürfte ja bei Widersprüchen gegen Zuweisungen nicht anders sein als bei Widersprüchen gegen EGV-VAs. In rund zwei bis drei Wochen hättet ihr dann vom SG eine Antwort.

Wobei ich mich gerade frage, ob nicht zuerst einmal die EGV unterschrieben sein müsste bzw. ein EGV-VA vorliegen müsste, damit dann erst die Zuweisung überhaupt rechtswirksam sein kann. DAS kann ich leider mangels Erfahrung nicht sagen. Vielleicht sagt dazu noch jemand was.


Dann sollen Lebenslauf und Zeugnisse mitgebracht werden. Da würde ich gleich am Montag unbedingt mal bei der Bundesdatenschutzbeauftragten, Bereich Sozialdatenschutz in der Arbeitsverwaltung, Referat II, anrufen (www.bfdi.bund.de) und nachfragen, ob bei einer Zuweisung für einen 1€-Job überhaupt Deine Daten aus Deinem Lebenslauf und Deinen Zeugnissen offen gelegt werden müssen. Ist ja keine richtige Arbeitsstelle, sondern angeblich eine AGH, die zusätzlich sein soll.
 

Michi63

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Dann sollen Lebenslauf und Zeugnisse mitgebracht werden. Da würde ich gleich am Montag unbedingt mal bei der Bundesdatenschutzbeauftragten, Bereich Sozialdatenschutz in der Arbeitsverwaltung, Referat II, anrufen (Internetauftritt der Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit - Startseite) und nachfragen, ob bei einer Zuweisung für einen 1€-Job überhaupt Deine Daten aus Deinem Lebenslauf und Deinen Zeugnissen offen gelegt werden müssen. Ist ja keine richtige Arbeitsstelle, sondern angeblich eine AGH, die zusätzlich sein soll.

Dort habe ich heute Morgen angerufen und man sagte mir das es mit den Lebenslauf und den Zeugnissen nur erlaubt sei wenn der 1€ Job auch ein Bewerbungstraining enthalten würde.

Desweiteren ist meine Frau nun erst einmal Krank, kein Wunder bei dem ganzen Stress :frown:
 

Michi63

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Diese Woche habe ich einen Termin bei einer Rechtsberatung, Gottseidank haben wir hier solch einen Verein der kostenlos Hilfestellung gibt.

Ich danke allen Mitstreitern :)
 

Pixelschieberin

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Dort habe ich heute Morgen angerufen und man sagte mir das es mit den Lebenslauf und den Zeugnissen nur erlaubt sei wenn der 1€ Job auch ein Bewerbungstraining enthalten würde.
Selbst dann nicht, lese ich die Berichte zum Leipziger Urteil. Dein Gegenüber am Telefon war wohl noch nicht ganz wach?
Soweit mir bekannt, kann man in den Bewerbungstrainings mit fiktiven Daten hantieren.
Auf dem Angebot steht Lernen, nicht Hose-runter-lassen. :icon_wink:
08.06.2012
Das Sozialgericht Leipzig hat das Recht auf Datenschutz für Hartz IV-Bezieher gestärkt. Laut dem Urteil mit dem Aktenzeichen S 25 AS 1470/12 ER müssen Leistungsbezieher außerhalb des Sozialrechtsverhältnis stehender Dritter (hier Maßnahmen-Träger) keinen Lebenslauf vorlegen. Nur mit Zustimmung dürfen die Träger Daten des Sozialleistungsbezieher erheben und werten. (Siehe auch § 4a, Bundesdatenschutzgesetz)

Wurde die Zustimmung seitens des Hartz IV Beziehers nicht erteilt, darf das Jobcenter keine Sanktion in Form einer Arbeitslosengeld II-Leistungskürzung aussprechen, wie das Sozialgericht urteilte. Zu gleichem Ergebnis war auch das Sozialgericht Berlin mit dem Aktenzeichen S 107 AS 1034/12 ER gelangt. (gr)
Quelle

Zur Abwehr von Sinnlos-Maßnahmen haben sich diese Schritte als nützlich erwiesen.
Klick hier - und lerne deine Rechte kennen.

Bei 1€-Jobs muß man sich was anderes ausdenken, daß die einen nicht ausbeuten wollen.
Wenn derjenige vor lauter Ärger krank wird - sollten sie ihm richties Geld für richtige Arbeit angedeihen lassen.
Stichworte ins Vorstellungsgespräch eingestreut, wie "Zusätzlichkeit", "Klage auf Wertersatz behalte ich mir vor", bringt unseriöse Gegenspieler zum Nachdenken.
 

Michi63

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Gestern mit meiner Frau im Jc gewesen, nach längerer fruchtloser Diskussion (konnte die Mitarbeiterin des Jc nicht davon überzeugen das dieser 1€ Job völlig sinnlos ist und nur Steuergelder kostet), hat man uns den VA inkl. Zuteilung (siehe Anhang) in die Hand gedrückt.

Meine Frau ist noch bis zum Ende des Monats AU, wie sollten wir nun vorgehen?
 

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arbeitslos in holland

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widerspruch !

-> arbeitzeit bei der AWO ist nicht konkret -> bei einem VA ist das zwingend !
-> mehraufwandsentschädigung 1.02 was ? kartoffeln, äpfel, peanuts oder €(cent?)

ich würde mich bei der AWO selbst bewerben, um die offen stehende vakanz. dann hat man den beweis(in form der ablehnung der bewerbung)dafür gleich in der hand, dass es um die verdrängung eines sozialversicherungspflichtigen arbeitsverhältnisses geht
:wink:

19. april und 19. juli sind übrigens sonntage
der 19. september ein samstag.
wie dämlich ist dieser SB eigentlich ?:icon_neutral:
 

Couchhartzer

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19. april und 19. juli sind übrigens sonntage
der 19. september ein samstag.

Zur Unzulässigkeit der festen Termine bezüglich der Vorlage von Nachwesen über die Bewerbungsbemühungen noch Folgendes:
Die festen Vorlagetermine für den Nachweis der Bewerbungsbemühungen sind in einer EGV oder auch einem VA rechtlich unzulässig, denn dazu ist gesetzlich verpflichtend die Einladungsvorschrift des § 309 SGB III i.V.m. § 59 SGB II zu nutzen, was auch hinreichend durch diverse Rechtsprechungen von z.B. den Instanzen
SG Neuruppin vom 15.11.2010, S 18 AS 1569/10 ER
SG Lübeck vom 4.05.2012, S 19 AS 342/12 ER
SG Gelsenkirchen vom 18.06.2013, S 43 AS 1316/13 ER

so bestätigend begründet worden ist.



Zudem fiel mir im VA auch das benannte Ziel auf, das so kein zulässiges Integrationsziel sein kann und darf, denn Ziel soll immer die Integration in den Arbeitsmarkt sein, aber niemals das Parken des Hilfeempfängers in einer Arbeitsgelegenheit (AGH).
So wie die SB das aber nachweislich unter Angabe "Ziel" ausschliesslich mit der wörtlichen Ausführung "Teilnahme an einer Arbeitsgelegenheit" benannt hat, geht es der SB bzw. dem JC offensichtlich ausschliesslich um das Abschieben und Parken des Hilfeempfängers in der AGH, damit die Statistiken mit dieser Schönfälscherei bedient werden können.



Außerdem ist es auch nicht zulässig, sondern schlichtweg sogar rechtswidrig, ausschliesslich dem Maßnahmeträger der AGH (hier der AWO) das Festlegen von Lage und Verteilung der Arbeitszeiten zu überlassen, sondern es gehört zu den Pflichten des Jobcenters diese Bedingen mit dem Maßnahmeträger individuell abgestimmt auf die persönliche Situation des Hilfeempfängers zu vereinbaren und dann dem Hilfeempfänger konkret benannt vorzulegen.
 

saurbier

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Hallo,

hierzu wäre dann ja auch noch die Frage zu beantworten, wie lange sich denn die TE bereits beim Jobcenter auf Arbeitssuche befindet.

Ein 1,-€ JOb soll ja dann Anwendung finden, wenn alle anderen Mobilisierungsmaßnahmen keinen Erfolg hatten, also bei Langzeitarbeitlosen.

Auch darüber gibt es bereits Urteile, die solch eine Maßnahme verneinen, wenn vorher nicht alles andere Ausgenutzt wurde.

Ich sähe da inzwischen so manchen Ansatz für eine SG-Klage gegen den VA.

Auch ein Job bei der AWO erscheint hier mehr als fragwürdig um angebliche Arbeitsstrukturen zu erlangen.

Zum Putzen gibt es inzwischen Putzfirmen - also Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt, womit letztendlich wohl auch noch der Mindestlohn umgangen werden soll?


Gruss saurbier
 

Michi63

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Zur Unzulässigkeit der festen Termine bezüglich der Vorlage von Nachwesen über die Bewerbungsbemühungen noch Folgendes:
Die festen Vorlagetermine für den Nachweis der Bewerbungsbemühungen sind in einer EGV oder auch einem VA rechtlich unzulässig, denn dazu ist gesetzlich verpflichtend die Einladungsvorschrift des § 309 SGB III i.V.m. § 59 SGB II zu nutzen, was auch hinreichend durch diverse Rechtsprechungen von z.B. den Instanzen

Ich finde 2 Bewerbungen pro Monat nicht viel aber sie bewirbt sich als Reinigungskraft in Apotheken, bei Ärzten ect., dieses war bisher auch per Telefon oder auch Persönlich möglich. Nun möchte die SB (auf einmal) aber das sich meine Frau ausschließlich schriftlich mit Bewerbungsmappe dort bewirbt (absolut albern!), ist dieses rechtens?


hierzu wäre dann ja auch noch die Frage zu beantworten, wie lange sich denn die TE bereits beim Jobcenter auf Arbeitssuche befindet.

Im Sommer werden es 2 Jahre, bisher ist nicht ein Vermittlungsvorschlag oder sonstiges gekommen.
 
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