EGV - Selbstständigkeit - Verpflichtung: sinnvollen Verhältnis Umsatz/Ausg./Gewinn

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selbstständig27

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Hallo,

gestern habe ich eine EGV erhalten. Ich wüsste gerne eure Meinung dazu.

Hier die Punkte die ich abändern würde:
Ziel(e)
- betriebswirtschaftliches und sinnvolles Handeln gewährleisten

Ein sinnvolles Handeln gewährleisten ist definitionssache, denn ein Wareneinkauf zur Steigerung des Umsatzes, was in diesem BWZ nicht unbedingt den Gewinn steigert, wird in meinen Augen sinnvoll sein, da ich weiß, welche Umsätze ich insgesamt noch damit erwirtschaften werde und aus der Sicht des JC wieder gar nicht, da mein JC gerne mit der Richtsatzsammlung hantiert und sagt, dass alle ausgewiesenen Gewinne unter 15% ein Missverhältnis darstellen, was ja kein sinnvolles Handeln darstellt.

Unterstützung durch das JC
Muss ich denke nichts zu sagen. Eine Hilfestellung seitens des JC findet nicht statt durch die Aufnahme meines Bewerberprofils in die HP und an einer Trainingsmaßnahme habe ich auch kein Interesse mehr, nachdem mir mehrfach gesagt wurde, dass Kurse, welche ich angefragt habe, wie z.B. Englischintensivkurs usw. nicht bewilligt wird. Zu befürchten wäre auch, dass man mir eien Arbeitsangelegenheit anbieten möchte, welche mich in meiner Selbstständigkeit beschränkt.

Bemühungen meinerseits
- Nachweise reiche ich gerne ein, und zwar nach Abschluss des BWZ, sonst nicht.
- Ordnungsgemäße Buchführung mache ich eh.
- Kassenbuch führe ich auch.
- Personal möchte ich derzeit nicht einstellen.
- eine Lagerbestandsliste habe ich, diese zeigt jedoch nur den aktuellen Stand, nicht die Ein- und Ausgänge der Waren. Bin mir hier nicht sicher, was er damit meint.
- führe ich nicht, ist mir derzeit auch zu aufwendig, da ich nur 1km fahre, Pakete wegbringe und dann wieder zurück. Das wären jeweils 2x Eintragungen, die mich mehr Zeit kosten als die Fahrt selber. Bin halt auch leider sehr vergesslich bei solchen Dingen.
- Einkommensrelevante Änderungen ist sehr allgemein gefasst.

und jetzt der Knackpunkt...
- wie soll ich mich verpflichten ein unternehmerisch sinnvolles Verhältnis zwischen Umsatz, Betriebskosten und Gewinn gewährleisten? Ich stecke in der Existenzgründungsphase. Im ersten Halbjahr habe ich einen ausgewiesenen Verlust von 1900€ gemacht. Nach der seltsamen Auffassung des Jobcenters würde ich dann nicht nur Verlust haben sondern nachträglich noch sanktioniert werden. obdachlosigkeit ist somit quasi schon vorprogrammiert.

Und zu guter Letzt dann noch der Kracher, besprochen wurde mit mir gar nichts. (Seite 3 unten)


Wie war das mit dem Missverhältnis der Aufgaben zwischen den Vertragspartein nochmal?
 

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Couchhartzer

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AW: EGV - Selbstständigkeit - Verpflichtung: sinnvollen Verhältnis Umsatz/Ausg./Gewin

Hallo,

gestern habe ich eine EGV erhalten. Ich wüsste gerne eure Meinung dazu.
Dieses EGV-Angebot ist schlichtweg vollständig geistiger Unfug des SB, denn sie enthält weder konkretisierend beschriebene Leistungen zur Hilfe, die das JC erbringt, noch sind auch nur ansatzweise die inhaltlich aufgeführten Pflichten des Hilfeempfängers hier in diesem EGV-Angebot zulässig, denn alle dortigen Ausführungen sind insgesamt bereits vollumfänglich gesetzlich (Sozialrecht / Steuer- und Finanzrecht / Buchhaltungspflichten / Abgabenordnungen / etc.) abschliessend geregelt.
Ergo: NICHT unterschreiben, um dem JC gar nicht erst leichtfertig eine Möglichkeit in die Hand zu geben, daraus irgendwelche Sanktionsversuche auf deiner geleisteten Unterschrift abzulassen.
Und wenn dieser Blödsinn als VA kommt, einfach mit Widerspruch und SG-Verfahren dem JC zeigen "wo der Frosch die Locken hat".
 

selbstständig27

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AW: EGV - Selbstständigkeit - Verpflichtung: sinnvollen Verhältnis Umsatz/Ausg./Gewin

Danke, sehe ich auch so.

Leider habe ich die letzte EGV unterschrieben mit diesem Inhalt. Mein Anwalt wollte mir damals keine Auskunft darüber erteilen ob ich diese unterschreiben sollte und was er davon hält.

Bin mal gespannt was das JC aus der letzten EGV und dem entstandenen Verlust von 1900€ zusammenschustert. Wahrscheinlich werden Sie mir daraus einen Strick drehen und mich um 30% sanktionieren dafür, dass ich Verlust gemacht habe und somit kein sinnvolles Verhältnis zwischne Umsatz, Kosten und Gewinn entstanden ist.
 
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AW: EGV - Selbstständigkeit - Verpflichtung: sinnvollen Verhältnis Umsatz/Ausg./Gewin

Leider habe ich die letzte EGV unterschrieben mit diesem Inhalt.

Neues Spiel, neues Glück ...

Mein Anwalt wollte mir damals keine Auskunft darüber erteilen ob ich diese unterschreiben sollte und was er davon hält.

Und hat er Dir - von den Zahlungsmodalitäten der Honorarnote abgesehen - sonst noch Auskünfte erteilt?

Bin mal gespannt was das JC aus der letzten EGV und dem entstandenen Verlust von 1900€ zusammenschustert. Wahrscheinlich werden Sie mir daraus einen Strick drehen und mich um 30% sanktionieren dafür, dass ich Verlust gemacht habe und somit kein sinnvolles Verhältnis zwischen Umsatz, Kosten und Gewinn entstanden ist.

Vermutlich, dafür haben sie es ja aufgesetzt. Nur stellt sich mir jetzt ernsthaft die Frage, weshalb ein Selbständiger - also jemand, der einen Betrieb in eigener Verantwortung führt und ausgewiesenermaßen niemanden braucht, der ihm Handlungsanweisungen erteilt - so etwas unterschreibt?
 

selbstständig27

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AW: EGV - Selbstständigkeit - Verpflichtung: sinnvollen Verhältnis Umsatz/Ausg./Gewin

Ich hatte das damals unterschrieben, weil man mir Angst gemacht hatte, hinsichtlich: "dann erlasse ich das halt als VA".

Ich war damals recht schlecht informiert, sonst hätte ich das nicht unterschrieben. hatte mich zu der Unterschrift drängen lassen. :icon_rolleyes:


Diesmal werde ich es jedoch nicht unterschreiben, jetzt bin ich schlauer und sehe auch die Konsequenzen aus der damaligen Unterschrift.



Sollte es wirklich zu einem Verfahren kommen, hoffe ich, dass ich einen Richter habe, der erkennt, dass es unmöglich ist soetwas zu gewährleisten. Gerade die zwei letzten großen Posten den Bewilligungszeitraum waren nicht vermeidbar.
Außerdem steht hier die Frage im Raum was ein unternehmerisch sinnvolles Verhältnis darstellt. Anlaufverluste sind in der Gründungsphase normal und sind innerhalb der ersten 3x Geschäftsjahre anzuerkennen.

Naja, mal gucken was kommt.
 
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