EGV Probearbeit + Obergrenze Bewerbungskosten + Laufzeit EGV

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IchHabeEineFrage

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EGV Probearbeit + Bewerbungskosten + Laufzeit

Hallo ihr Lieben,

kann dieser Passus
1.“Wir fördern zur Arbeitserprobung/Verringerung oder Beseitigung von Vermittlungshemmnissen die Maßnahme zur Aktivierung bei einem potentiellen Arbeitgeber. (Probearbeit) Eine vorherige persönliche Vorsprache zur Genehmigung ist notwendig.“
nachteilig ausgelegt werden oder muss Probearbeit so oder so gemacht werden?

2. „Zuschuss zu den Bewerbungskosten bis zu einer Höhe von 100 €. Zuschuss zu den Bewerbungskosten: je schriftliche Bewerbung 4 Euro, außer Onlinebewerbungen.“

Mehr gibt es angeblich nicht, verlangt werden aber 5 Bewerbungen pro Monat. Die 100 € gelten ja sicher für‘s Jahr, aufgrund ungenauer Definition, könnte man dies bis Laufzeit Ende der EGV verstehen? Und in Widerspruch gegen angelehnte Bewerbungskosten gehen?


3. „Gültig bis 02.07.2018 soweit zwischenzeitlich nichts anderes vereinbart wird.“

Kann mir hier irgendwann vor Ablauf ohne Grund eine neue EGV aufgezwungen werden, wenn diese unterschrieben ist?

4. „Ich bewerbe mich regional sowie überregional und bundesweit.“

Muss ich mich tatsächlich bundesweit bewerben, auch wenn 5 Bewerbungen im Monat regional gemacht werden?


Ich danke euch im Voraus für eure Hilfe!
 

erwerbsuchend

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1.“Wir fördern zur Arbeitserprobung/Verringerung oder Beseitigung von Vermittlungshemmnissen die Maßnahme zur Aktivierung bei einem potentiellen Arbeitgeber. (Probearbeit) Eine vorherige persönliche Vorsprache zur Genehmigung ist notwendig.“

Probearbeit kann nur zwischen einem AG und dir vereinbart werden. Der AG hat diese aber auch entsprechend zu bezahlen. Du musst keiner Probearbeit zustimmen. Dies ist jedoch abhängig, wie das jeweilige Vorstellungsgespräch läuft. Dementsprechend würde ich meine Argumentation gegen eine Probearbeit aufbauen.

Aber unabhängig davon kann dich das JC jederzeit einer Maßnahme mit einem ähnlichem Inhalt zuweisen. Dies muss nicht vorher in einer EGV vereinbart sein.

2. „Zuschuss zu den Bewerbungskosten bis zu einer Höhe von 100 €. Zuschuss zu den Bewerbungskosten: je schriftliche Bewerbung 4 Euro, außer Onlinebewerbungen.“

Mehr gibt es angeblich nicht, verlangt werden aber 5 Bewerbungen pro Monat. Die 100 € gelten ja sicher für‘s Jahr, aufgrund ungenauer Definition, könnte man dies bis Laufzeit Ende der EGV verstehen? Und in Widerspruch gegen angelehnte Bewerbungskosten gehen?

Hier solltest du deinen SB auffordern, dir verbindlich schriftlich mitzuteilen, für welchen Zeitraum dieser Betrag ausgelegt ist.

3. „Gültig bis 02.07.2018 soweit zwischenzeitlich nichts anderes vereinbart wird.“

Kann mir hier irgendwann vor Ablauf ohne Grund eine neue EGV aufgezwungen werden, wenn diese unterschrieben ist?

Das JC kann mit dir zeitnah vor Ablauf dieser EGV in Verhandlung über den Abschluss einer Folge-EGV treten.

Eine vorherige Kündigung einer EGV muss von der jeweiligen Seite passend begründet werden.

4. „Ich bewerbe mich regional sowie überregional und bundesweit.“

Muss ich mich tatsächlich bundesweit bewerben, auch wenn 5 Bewerbungen im Monat regional gemacht werden?

Die Bewerbungsvorgabe gilt als erfüllt, wenn du die 5 Bewerbungen jeden Monat in deiner Region erreichst.

Für eine genauere Einschätzung wäre es hilfreich, wenn du die EGV in anonymisierter Form hier hochladen könntest.
 

IchHabeEineFrage

Elo-User*in
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1. Die EGV enthält zwar den Passus, das ich mich bundesweit bewerben muss, aber bei der Kostendeckung sind nur die Bewerbungskosten und Fahrtkosten allgemein für Bewerbungen und Vorstellungsgespräche geregelt.

Muss die Kostendeckung für bundesweite Bewerbungen in der EGV festgehalten werden oder habe ich dennoch ein Anrecht darauf? (Umzug etc.)

2. „Die entsprechenden Anträge erhalten Sie auf telefonische Anfrage durch das Servicecenter oder persönlich am Empfang des Jobcenters.“

Schriftlich an den SB oder über das Jobbörsenprofil ist somit die Beantragung von Fahrtkosten nicht möglich?

3. Zudem der Satz: „Bitte beachten Sie weiterhin, dass Leistungen aus dem Vermittlungsbudget, sofern sie in dieser Eingliederungsvereinbarung nicht festgehalten wurden, vor deren Erstattung beantragt werden müssen.“

Oder sind hier weitere Leistungen wie für bundesweite Bewerbungen inbegriffen?

4. Muss ich mich überhaupt bundesweit auf Vermittlungsvorschlägen bewerben?

Ich danke euch im Voraus für eure Mithilfe!
 

ladydi12

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Hallo IchHabeEineFrage,

hier mal meine Einschätzung der Lage.:icon_cool:

1. Die EGV enthält zwar den Passus, das ich mich bundesweit bewerben muss, aber bei der Kostendeckung sind nur die Bewerbungskosten und Fahrtkosten allgemein für Bewerbungen und Vorstellungsgespräche geregelt.

Muss die Kostendeckung für bundesweite Bewerbungen in der EGV festgehalten werden oder habe ich dennoch ein Anrecht darauf? (Umzug etc.)

Ich würde sagen, ja das muß.:icon_cool:


2. „Die entsprechenden Anträge erhalten Sie auf telefonische Anfrage durch das Servicecenter oder persönlich am Empfang des Jobcenters.“

Schriftlich an den SB oder über das Jobbörsenprofil ist somit die Beantragung von Fahrtkosten nicht möglich?

Sowas geht auch formlos schriftlich. Muster für Fahrtkostenanträge findest du in unserem Vorlagenforum.:icon_cool:


3. Zudem der Satz: „Bitte beachten Sie weiterhin, dass Leistungen aus dem Vermittlungsbudget, sofern sie in dieser Eingliederungsvereinbarung nicht festgehalten wurden, vor deren Erstattung beantragt werden müssen.“

Oder sind hier weitere Leistungen wie für bundesweite Bewerbungen inbegriffen?

Genau das müßte vom SB weiter präzisiert werden, weil die Formulierung zu ungenau.:icon_cool:


4. Muss ich mich überhaupt bundesweit auf Vermittlungsvorschlägen bewerben?

Das weiß ich allerdings nicht.:glaskugel:

meint ladydi12
 

Doppeloma

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IchHabeEineFrage,

Kann mich nur anschließen, dass es gut wäre die EGV mal komplett zu sehen (ohne persönliche Daten natürlich).

1. Die EGV enthält zwar den Passus, das ich mich bundesweit bewerben muss, aber bei der Kostendeckung sind nur die Bewerbungskosten und Fahrtkosten allgemein für Bewerbungen und Vorstellungsgespräche geregelt.

Wenn es keine besonderen familiären Umstände (Partner/ Kinder / betreuungsbedürftige Eltern) gibt muss man sich (eigentlich) immer bundesweit bewerben, sofern es im näheren Umfeld zu wenige Möglichkeiten gibt.

Das sollte aber vorher schon in Gesprächen (zur Verhandlung der EGV) besprochen werden warum das nötig ist.
Hängt ja auch von deinen speziellen beruflichen Kenntnissen und Erfahrungen ab und auch vom aktuellen Wohort und der dortigen Arbeitsmarktlage.

Muss die Kostendeckung für bundesweite Bewerbungen in der EGV festgehalten werden oder habe ich dennoch ein Anrecht darauf? (Umzug etc.)

Letztlich hast du IMMER Anspruch auf die nötige finanzielle Unterstützung wenn sich tatsächlich mal eine Arbeits-Aufnahme weiter entfernt ergeben würde.

2. „Die entsprechenden Anträge erhalten Sie auf telefonische Anfrage durch das Servicecenter oder persönlich am Empfang des Jobcenters.“

Du kannst dir erforderliche Anträge dort besorgen, wo das für dich am einfachsten ist, auch formlose Anträge sind zu bearbeiten, das soll dich nur verunsichern und davon abhalten überhaupt was zu beantragen. :icon_neutral:

Schriftlich an den SB oder über das Jobbörsenprofil ist somit die Beantragung von Fahrtkosten nicht möglich?

Vom Jobbörsen-Profil habe ich keine Ahnung, du kannst JEDEN Antrag schriftlich stellen, die meisten Formulare findest du im Internet aber achte immer darauf, dass du auch einen Nachweis hast für die Abgabe, z.B. immer eine Kopie abstempeln lassen, was du wann abgegeben hast.

Oder auch per "Übergabe-Einschreiben" schicken wenn es um sehr wichtige Unterlagen geht, da sollte man nicht am falschen Ende sparen. :icon_evil:

Den Zugang beim JC kannst du dann mit der Sendungs-Nummer selbst überprüfen und ausdrucken.

Deutsche Post | Brief | Sendungsstatus

3. Zudem der Satz: „Bitte beachten Sie weiterhin, dass Leistungen aus dem Vermittlungsbudget, sofern sie in dieser Eingliederungsvereinbarung nicht festgehalten wurden, vor deren Erstattung beantragt werden müssen.“

Das ist ja nicht so besonders neu, was dir in einer EGV nicht konkret und sicher zugesagt wird (und das ist ja meist nicht viel), das kannst (und solltest) du IMMER beantragen, denn solche Kosten sind im SGB II-Regelsatz nicht enthalten.

2. „Zuschuss zu den Bewerbungskosten bis zu einer Höhe von 100 €. Zuschuss zu den Bewerbungskosten: je schriftliche Bewerbung 4 Euro, außer Onlinebewerbungen.“

Schon die Bezeichnung als "Zuschuss" ist falsch, das JC hat die kompletten Bewerbungskosten zu übernehmen und nicht nur einen "Zuschuss" anzubieten ... :icon_evil:

Für welchen Zeitraum der Betrag von 100 € reichen soll, hat konkret in der EGV zu stehen ... es ist nicht deine Aufgabe das zu erraten. :icon_evil:

Mehr gibt es angeblich nicht, verlangt werden aber 5 Bewerbungen pro Monat.

Ist doch ganz einfach, wenn die 100 € verbraucht sind gibt es KEINE Bewerbungen mehr wenn weitere Kosten dann abgelehnt wurden.
Bei 4 € pro schriftlicher Bewerbung sind das genau 25 und dabei bitte auch eventuelle VV mit einrechnen, diese Bewerbungen sind auch nicht kostenfrei zu haben.

Wenn das wirklich 1 Jahr reichen soll, gibt es genau 2 - höchstens mal 3 schriftliche Bewerbungen monatlich ...

Die 100 € gelten ja sicher für‘s Jahr, aufgrund ungenauer Definition, könnte man dies bis Laufzeit Ende der EGV verstehen?

Unklarheiten in der Definition gehen zu Lasten deiner SB, sie ist verpflichtet die Forderungen an dich klar und unmissverständlich zu formulieren, sonst kannst du einfach nur danach gehen, wie viele Bewerbungen man (rein rechnerisch) für 100 € schreiben kann bei Kosten von 4 €. :idea:

Und in Widerspruch gegen angelehnte Bewerbungskosten gehen?

Brauchst du mehr Geld und die erste Erstattung wird abgelehnt ist Widerspruch Pflicht, mit dem deutlichen Hinweis darauf, dass der Regelsatz keine Bewerbungskosten enthält und für deinen Lebensunterhalt gebraucht wird.

Du bist also NICHT verpflichtet daraus Bewerbungen zu bezahlen auch nicht auf VV, egal wo du dich damit bewerben sollst.

3. „Gültig bis 02.07.2018 soweit zwischenzeitlich nichts anderes vereinbart wird.“
Kann mir hier irgendwann vor Ablauf ohne Grund eine neue EGV aufgezwungen werden, wenn diese unterschrieben ist?

Zu "Vereinbarungen" gehören immer mindestens 2 die was (anderes) vereinbaren wollen, wenn du nicht unterschreibst (vor Ablauf dieser EGV) dann kann dir auch nichts Anderes "aufgezwungen" werden.

Du kannst eine neue EGV mit dem Hinweis auf die (noch) Gültige ablehnen, wenn du selbst keinen Grund für Veränderungen erkennen kannst.

Oder sind hier weitere Leistungen wie für bundesweite Bewerbungen inbegriffen?
4. Muss ich mich überhaupt bundesweit auf Vermittlungsvorschlägen bewerben?

Mach dich doch nicht so verrückt wegen der bundesweiten Bewerbungen oder bekommst du laufend VV (mit RFB), um dich irgendwo weit weg zu bewerben.

Die AG nehmen auch lieber Bewerber aus dem näheren Wohnumfeld und spätestens wenn du zum Vorstellungsgespräch sollst wird das JC erst mal die Reise- und vielleicht sogar Übernachtungskosten übernehmen müssen.

Bis dein Antrag definitiv (schriftlich) bewilligt wurde muss der AG dann eben warten, du brauchst auch keine größeren Beträge vorzuschießen, ohne zu wissen ob und wann du das Geld mal vom JC zurück bekommen wirst. :icon_evil:

Die SB reden immer viel dazu "wenn der Tag lang ist", spätestens wenn dann Geld beantragt wird, von den "Kunden" finden die das gar nicht mehr so toll, dann kannst du dort eben NICHT hin.

MfG Doppeloma
 

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Elo-User*in
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Hallo ihr Lieben,

es handelt sich hierbei um eine EGV der Agentur für Arbeit, ohne RFB, da nach Auslaufen des 6 Monatigen Vertrages wie üblich ALG1 beantragt werden muss, ob ggf. Anspruch besteht. Durch den Antrag ALG1 bin ich nun der Agentur für Arbeit zugeteilt und hatte dort auch schon einen Termin bei einer Vermittlerin.
Die EGV hat keinerlei Pflichten oder Nachteile, bis auf die oben genannten Punkte zur Kostendeckung und 5 Bewerbungen pro Monat.. Keine RFB enthalten.

1.nach Beendigung eines Arbeitsverhältnisses muss ja immer erst einmal Arbeitslosengeld 1 beantragt werden, auch wenn abzusehen ist, das hierfür kein Anspruch besteht.
Wenn sofort eine EGV mit der Agentur für Arbeit abgeschlossen werden muss, wie ist das dann bei Ablehnung ALG1 und den Bewerbungskosten die bis dahin angefallen sind? Die Agentur für Arbeit ist dann ja trotz EGV sicher nicht mehr dazu verpflichtet?

2. wenn ALG1 bewilligt wird, jedoch aufgestockt werden muss, wer ist dann mit der EGV zuständig bzw. wer muss Bewerbungskosten und weiteres zahlen?

3. wenn ein ALG1 Anspruch endet und danach ALG2 bezogen wird, muss dann eine neue EGV wegen der Kostenzusage Vermittlungsbudget erstellt werden?
In der EGV ist festgehalten, das die oben gemachte Zusage für die Kostenerstattung bei Beantragung ALG2 erlischt?

Ich danke euch im Voraus für eure Mithilfe!
 
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