EGV per Verwaltungsakt lohnt sich Widerspruch (1 Betrachter)

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fritz14

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Hi liebes Forum,

habe mich diesmal entschieden meine EGV nicht zu unterschreiben. Nun ist der Verwaltungsakt da. Wäre Euch sehr dankbar wenn Ihr mal einen Blick drauf werfen könntet und mir sagen welche Punkte nicht in Ordnung sind.

Bin mir noch unsicher ob ich Widerspruch einlegen soll.

Meiner Meinung nach sind 10 Bewerbungen im Monat einfach zuviel. Schreiben von Arbeitgebern als Nachweiss liegt doch nicht an mir. Die wenigsten Arbeitgeber geben mir auf meine Bewerbungen Rückmeldungen. Soviel ich weiß hat ja auch die Sache mit der Ortsabwesenheit nix in der EGV zu suchen, wobei er mir generell keine Ortsabwesenheit zugesteht (bin in der Joboffensive).

Danke im voraus für Eure Antworten
 

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Wutbuerger

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Hi liebes Forum,

habe mich diesmal entschieden meine EGV nicht zu unterschreiben. Nun ist der Verwaltungsakt da. Wäre Euch sehr dankbar wenn Ihr mal einen Blick drauf werfen könntet und mir sagen welche Punkte nicht in Ordnung sind.

Bin mir noch unsicher ob ich Widerspruch einlegen soll.

Meiner Meinung nach sind 10 Bewerbungen im Monat einfach zuviel. Schreiben von Arbeitgebern als Nachweiss liegt doch nicht an mir. Die wenigsten Arbeitgeber geben mir auf meine Bewerbungen Rückmeldungen. Soviel ich weiß hat ja auch die Sache mit der Ortsabwesenheit nix in der EGV zu suchen, wobei er mir generell keine Ortsabwesenheit zugesteht (bin in der Joboffensive).

Danke im voraus für Eure Antworten
Habe fast die gleiche EGV hier liegen , hab sie vor ner Woche ununterschrieben mitgenommen .
Was mich schon stört sind die nicht angegebenen Beträge der Bewerbungskostenerstattung "soweit sie diese vorher beantragt haben " Soll ich dann eh ich eine Bewerbung abschicke vorher mein Sbchen anrufen ob er das Porto zahlt ?? Meiner Meinug nach müßten da feste Beträge stehn wie zb 5 Euro je schriftl. Bewerbung .Ob die Zahl der Bewerbungen nun 4 , 8 oder 10 ist ..hab noch keine Vorstellung obs da ein Maximum gibt .Wenn ich da rechne 10 pro Monat aber max 260 euro im Jahr - kommste im Schnitt auf 2 euro . Aber 10 emails sind ja auch schnell verschickt .Damit wäre dein Part ja erfüllt , ob jemand antwortet bzw was danach passiert liegt ja nicht nur bei dir . Sicher kann man bei interessanten Jobs mal nachfragen nach vllt 1 oder 2 Wochen .
Wenn du deine Bewerbungen so streust wie mancher SB seine VV biste schnell fertig .
 

Hartzeola

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Was mich schon stört sind die nicht angegebenen Beträge der Bewerbungskostenerstattung "soweit sie diese vorher beantragt haben " Soll ich dann eh ich eine Bewerbung abschicke vorher mein Sbchen anrufen ob er das Porto zahlt ?? Meiner Meinug nach müßten da feste Beträge stehn wie zb 5 Euro je schriftl. Bewerbung
Du stellst Antrag auf Übernahme von Bewerbungskosten. Sobald diesem entsprochen wird kann man ab diesem Datum Bewerbungskosten nach Stückzahl erstatten lassen und nicht bei jeder Bewerbung nachfragen.

5 € pro Bewerbung standen in der AO UBW, die theoretisch ausgelaufen ist.

Derzeit gilt GA-VB

44.15
(1) Die Förderung aus dem VB beschränkt sich auf die Übernahme entstandener Kosten (z.B. Pauschale für nachgewiesene Bewerbungen oder Kostennachweis durch Rechnungen). Die Gewährung eines „Vorschusses“ ist nicht zulässig.
https://www.arbeitsagentur.de/zentr...ng/A042-Vermittlung/Publikation/pdf/GA-VB.pdf

Entweder müssen die tatsächlichen Kosten übernehmen oder eine solche Pauschale gewähren, die die Kosten mindestens theoretisch deckt. Bei Fahrtkosten bezahlen sie nicht etwa einen halben Weg.
 
E

ExitUser

Gast
@ fritz14 , zehn Bewerbungen im Monat ist so unrealistisch wie jeden Monat auf dem Mond zu landen !

Hierzu würde ich die regionalen Arbeitslosenzahlen und offene Stellen im Widerspruch benennen .

Auch stellt sich hier die Frage wo man denn suchen soll . Wenn hier der Verweis auf Zeitungen kommt stellt sich die Frage wer diese denn bezahlt ?

Diese Kosten sind weder bei H4 aufgeführt noch in den Bewerbungskosten .

Du solltest auf den VA warten . Genügend Gründe für den Widerspruch sind hier genannt worden !
 

BiancaBerlin

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Soviel ich weiß hat ja auch die Sache mit der Ortsabwesenheit nix in der EGV zu suchen, wobei er mir generell keine Ortsabwesenheit zugesteht (bin in der Joboffensive).
Ich bin ebenfalls in der Joboffensive, und soweit ich weiß, gibt ihnen dieser Sachverhalt kein Recht, Ortsabwesenheiten generell abzusprechen. Sollte eine OA demnächst mal spruchreif werden und mir diese wegen der BJO nicht genehmigt werden, würde ich damit zu meiner Anwältin gehen. :icon_evil:
 

Paolo_Pinkel

Super-Moderation
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Widerspruch gegen den VA an das JC könnte so aussehen
Vorname Name
Straße Nr.
PLZ Ort






JC XXXXXXX
Straße Nr.
PLZ Ort












Widerspruch




Sehr geehrte Damen und Herren,


gegen Ihren Bescheid vom XX.XX.2012 lege ich hiermit fristgerecht


W I D E R S P R U C H


ein.




Begründung


Ihr Bescheid enthält rechtswidrige Inhalte.
Gleichzeitig mit Widerspruch an das JC stellst du den Antrag auf aW bei SG. Bedenke alles jeweils 2-fach einzureichen, d.h.:

- 2 x Antrag aw

- 2 x Widerspruch gegen
VA
- 2 x
EGV als VA

Der Antrag auf aW könnte so aussehen
Vorname Name
Straße Nr.
PLZ Ort






Sozialgericht XXXXXXX
Straße Nr.
PLZ Ort












Antrag auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung gem. § 86b Abs. 1 Nr. 2 SGG i.V.m. § 39 Abs. 1 SGB II




Vorname Name, Straße Nr., PLZ Ort,
- Antragsteller (Ast) -


gegen das,


Jobcenter XXX, Straße Nr., PLZ Ort, GZ.: (BG Nummer)
- Antragsgegnerin (Ag) -




Anträge



  1. [FONT=Arial, sans-serif]Die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung des Widerspruchs vom XX.XX.2012 gegen den Bescheid der Ag vom XX.XX.2012 wegen rechtswidriger Inhalte anzuordnen.
    [/FONT]
  2. [FONT=Arial, sans-serif]Die Kosten des Verfahrens sowie sämtliche außergerichtlichen Kosten der Ag gem. § 193 SGG aufzuerlegen.
    [/FONT]




Begründung

Die Ag erließ mit Schreiben vom XX.XX.2012 den in Rede stehenden Eingliederungsbescheid (VA). Die Ag hat es unterlassen, vor Abschluss einer Eingliederungsvereinbarung (EGV) bzw. Erlass des ersetzenden VA, eine Potentialanaylse durchzuführen, was dem eigentlichen Zweck einer EGV bzw. des ersetzenden VA und seiner damit als Voraussetzung stehenden individuellen Eingliederungsstrategie widerspricht ( vgl. SG Leipzig vom 19.2.2007 – S 19 AS 392/06; SG Hamburg vom 8.5.2007 – S 12 AS 820/07 ER).

Des weiteren hat die Ag keine konkreten Aus- bzw. Zusagen in dem VA getroffen, was die individuellen Leistungen zur Eingliederung in Arbeit betrifft z.B. bei der Erstattung von Bewerbungskosten, die im Zusammenhang mit den von der Ag im VA auferlegten Bemühungen jedoch gefordert werden. Eigenbemühungen können nur verlangt werden, wenn der Leistungsträger die Kostenerstattung verbindlich konkretisiert hat. (vgl. BSG vom 12.9.2011 – B 11 AL 17/10 R, LSG NRW vom 5.12.2011 – L 19 AS 1870/11; LSG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 27.06.2012,- L 19 AS 923/12 B; LSG Niedersachsen-Bremen Beschluss vom 04.04.2012 - L 15 AS 77/12 B ER).

[FONT=Liberation Serif, serif]Die Ag hat bei der Festsetzung der zu leistenden Eingenbemühungen die individuelle Umstände des Ast nicht berücksichtigt. [/FONT][FONT=Liberation Serif, serif]Dabei sind insbesondere die individuellen Kenntnissen und Fähigkeiten des Hilfesuchenden, seine Vor- und Ausbildung, seine bisherigen beruflichen Erfahrung, seinen persönlichen und familiären Verhältnisse, der Grad der Flexibilität sowie die Lage auf dem örtlichen und regionalen Arbeitsmarkt zu berücksichtigen. [/FONT][FONT=Liberation Serif, serif]Hiermit unvermeidbar wäre eine schematische Festlegung einer Mindestzahl monatlich vorzulegender Bewerbungen ([/FONT][FONT=Liberation Serif, serif]SG Berlin 12.5.2006 - S 37 AS 11713/05; s.a. Spellbrink in Eicher/Spellbrink SGB II § 15 Rn 22, Berlit in LPK-SGB II, 4. Aufl., § 15, Rz 26[/FONT][FONT=Liberation Serif, serif]).[/FONT]

Mit freundlichen grüßen




Anlagen
X
Diese Vorschläge sind nicht abschließend d.h., dass man durchaus noch andere Dinge mit aufnehmen kann. Die genannten erschienen mir wichtig.
 
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