EGV per Post bekommen (Bitte um Überprüfung) (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

ceprix

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Hallo,

Am Samstag erhielt ich meine neue EGV per Post.

Könnt ihr bitte mal über die EGV schauen, ich
würde gerne wissen was ihr über die EGV denkt.

Gruß,
ceprix
 

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Dinobot

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Am Samstag erhielt ich meine neue EGV per Post. ich würde gerne wissen was ihr über die EGV denkt.
Zunächst einmal: Eine EGV ist auszuhandeln und kann nicht über Deinen Kopf hinweg als willkürliches Fertigprodukt verordnet werden. Auch nicht die Zuordnung zu einer Maßnahme ohne vorherige Feststellung eines passgenauen Handlungsbedarfes und der Notwendigkeit dessen. Es heißt nicht umsonst, es soll gemeinsam eine Strategie erarbeitet werden, nicht über den Postweg einseitig aufgezwungen, was Du aber dann trotzdem dann als gemeinsam erarbeteite Strategie mit Deiner Unterschrift bestätigen sollst.

Ziemlich perfide, was der SB da für Dich zusammengebraut hat. einerseits steht da : Fehltage werden nachgeholt. Anderseits: Unentschuldigte Fehltage führen zur Kündigung UND zur Sanktion.

Die Nachholung dessen, die ist mir irgendwie aus den Leistungsbeschreibungen zu allen Standard Maßnahmen als Vorgabe geläufig. Aber die Kündigung? inkl Sanktion dann gleich noch mit?

Weder die Kündigung noch eine sofortige Sanktion wäre rechtskonform. Denn zu den Fehltagen steht nichts von Kündigung meist drin -höchstens von Abbruch -von Seiten des Jobcenters.

Und wenn Du hier gleich ergönzend der Sanktion deswegen zustimmen würdest -so würdest Du Dich damit um das Recht auf vorherige Anhörung bringen. Das will der SB offensichtlich damit erreichen. Scheint auch ganz wild darauf zu sein -weil dieser willkürliche Passus gelich zweimal in der EGV enthalten ist.

Maßnahmen können sehr unterschiedlich konzipiert sein. Und haben meist nur eine Eingliederungsvorgabe von bis zu 15 Prozent -gemssen an den gesamten Teilnehmern..

Wäre ja mal interessant zu wissen, wie die Maßanhme heißt, die er Dir da angeboten hat, wo er augenscheinlich gleich vermutete unentschuldigte Fehltage Deinerseits für schnelle Sanktionen zu seinem Vorteil so zu nutzen bzw. zu vollziehen einbringt.

Muss ja eine sehr " "unbeliebte" Standard Maßnahme sein. Wenn Du mehr erfahren willst, dann verrate uns doch den Namen der Maßnahme oder das Kürzel dazu. Dann kann man mehr dazu sagen.

Wie auch immer : Diese EGV ist einseitig und unverhältnismäißig konzipeirt -insbesondere auch die Reglementierung von Initiativbewerbungen Deinerseits , die angeblich voirheriger Zustimmung bedürfen -ob sie notwendig seien :icon_mad: UNFASSBAR:doh:

Zudem ist diese Verschärfung von unentschuldigten Fehltagen auch ein unkalkulierbares Risiko: Wenn Dozenten des Trägers Fehler machen sollten -und unentschukdigte Fehltage melden, dann hast Du automatisch eine Sanktion am Hals und kannst die nicht mehr abwenden .So kann dich der Träger -rein theoretisch . mit andauernden Fehlern, was Deine tatsachlichen unentschukdigten oder von denen behautptete Fehltage betrifft, dann vom Jobcenter in Grund und Boden sanktionieren lassen. Und Du hättest kein Anrecht auf Anhörung...

Soviel im Überblick dazu. Diesen postalischen Freibrief von endlos Sanktionen nach Gutdünken des Trägers in einer willkürlich Dir verordneten Maßnahme ohne ersichtliche Notwendigkeit solltest Du so nicht unterschreiben, weil Du sonst auch gegen die Maßnahme als solche nicht mehr rechtlich vorgehen könntest.

Das ist meine Meinung und meine Einschätzung dazu.

Zu der Maßnahme -wie gesagt -kann man erst was sage4n , wenn Du den Namen nennst. Dann kann man recherchieren, was es damit auf sich hat und welche Inhalte genau vorgegeben sind.
 

ceprix

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Danke für Eure Kommentare.

Wegen der Maßnahme...
Ich habe ein weiteres Bild hochgeladen.
 

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2wie Pech u Schwefel

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Eine EGV darf nicht mit der Post verschickt werden!
Siehe den Anhang.

Das dein SB verpflichtet ist EGV abzuschließen kann dir egal sein.

In der Weisung steht 3.1 Abschluss einer EinV
(1) § 15 bestimmt, dass mit jeder erwerbsfähigen leistungsberech-tigten Person eine EinV abgeschlossen werden soll (nicht muss); d. h. dem zu-ständigen JC wird ein gebundenes Ermessen eingeräumt. Zu Leis-tungen an Mitglieder der BG siehe Kapitel 5.
(2) Im persönlichen Gespräch ist sich vor Abschluss der EinV über die individuelle Integrationsstrategie mit der erwerbsfähigen leis-tungsberechtigten Personen zu verständigen. Die postalische Über-sendung einer EinV als Vorschlag zur Unterschrift ist nicht zulässig.
(3) Vom Abschluss einer EinV kann abgesehen werden, wenn be-sondere Umstände im Einzelfall vorliegen.


Damit ist die EGV rechtswidrig. Die Gültigkeit bis auf weiteres ist ebenfalls nicht erlaubt bzw. sehr fragwürdig.

Dein SB entscheidet also ob deine Inititivbewerbungen sinvoll sind oder nicht. Dein SB möchte doch das du in Arbeit kommst oder nicht.

Maßnahme bei einen AG kannst streichen lassen. Bei mir ist das ohne Probleme gegangen. Dafür gibt es die bis zu 6 Monatige Probezeit du auch noch bezahlt wird.

Ortsabwesenheit: Ist per Gesetz geregelt und hat nichts in einer EGV zu suchen.

Hallo Dinobot
Ich sollte auch bei der Maßnahme mit machen,habe sie aber abwenden können.

[URL="https://https://www.elo-forum.org/weiterbildung-umschulung-sinnlose-massnahmen/187482-flyer-jobcenter-bekommen-zunkunftschmiede-goslar-hat-erfahrung-damit.html[/URL]
 

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ceprix

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@2wie Pech u Schwefel

Ich kann auf private Nachrichten noch nicht antworten. (Erst ab 12 Beiträgen) Kannst ja mir deine Skype, Steam, WhatsApp oder sonstiges mitteilen.
 
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Zeitkind

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Willkommen im Forum. :welcome:Rezeption
Könnt ihr bitte mal über die EGV schauen, ich
würde gerne wissen was ihr über die EGV denkt.
Folgende Auffälligkeiten:
4. Unterstützung durch das JC meinte:
Die Wahrnehmung des Vorstellungsgespräches ist durch schriftliche Bestätigung des AG zu belegen.
Eine Förderung ist ansonsten ausgeschlossen.
Und wenn der AG zu faul ist, Dir eine Bestätigung auszustellen?
Dann sollst Du auf den Bewerbungskosten also sitzen bleiben.
Bindung von Pflichten an Obliegenheiten Dritter schließt hier Recht auf Förderung aus, ist also nicht akzeptabel.
4. Unterstützung durch das JC meinte:
notwendige Übernachtungskosten können .... übernommen werden.
Können ist keine Zusicherung und sollte durch das Wort "werden" ersetzt werden.
4. Unterstützung durch das JC meinte:
Förderung einer Maßnahme ... durch Weitergewährung des ALG 2.
Glaube nicht, daß es zulässig ist, die Förderung an die Leistungsbewilligung zu binden.
Zudem fehlt in der EGV die gesetzliche vorgeschriebene Verpflichtung zum Verhalten bei AU.
§ 56 SGB II Anzeige- und Bescheinigungspflicht bei Arbeitsunfähigkeit meinte:
(1) Die Agentur für Arbeit soll erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts beantragt haben oder beziehen,
in der Eingliederungsvereinbarung oder in dem diese ersetzenden Verwaltungsakt nach § 15 Absatz 3 Satz 3 verpflichten,
1. eine eingetretene Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer unverzüglich anzuzeigen und
2. spätestens vor Ablauf des dritten Kalendertages nach Eintritt der Arbeitsunfähigkeit
eine ärztliche Bescheinigung über die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer vorzulegen.
Das Fehlen dieser Verpflichtung würde ich aber dem SB nicht auf die Nase binden. :icon_wink:
 

Zeitkind

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Zunächst einmal: Eine EGV ist auszuhandeln und kann nicht über Deinen Kopf hinweg
als willkürliches Fertigprodukt verordnet werden.
Woran erkennst Du hier eine Verordnung?
Es ist ein Angebot und die Gelegenheit zu verhandeln wurde mit der Überlassung zur Prüfung bereits gewährt.
Es heißt nicht umsonst, es soll gemeinsam eine Strategie erarbeitet werden, nicht über den Postweg einseitig aufgezwungen,
was Du aber dann trotzdem dann als gemeinsam erarbeteite Strategie mit Deiner Unterschrift bestätigen sollst.
Er kann unterschreiben. Von einer Verpflichtung zur Unterschrift lese ich nichts.
Und nochmal; es wurde dem TE bis zum Zeitpunkt nichts aufgezwungen.
Einerseits steht da : Fehltage werden nachgeholt.
Anderseits: Unentschuldigte Fehltage führen zur Kündigung UND zur Sanktion.
Ich habe für Dich mal im Zitat das Wesentliche fett markiert. Erkennst Du den Unterschied?
Wozu führen i.d.R. unentschuldigte Fehltage bei einem AG?
Jetzt mußt Du nur noch den Zusammenhang zwischen der Folge wegen unentschuldigten Fehlens
und daraus resultierenden, in diesem Fall rechtskonformen, Sperren/Sanktionen verstehen.
Weder die Kündigung noch eine sofortige Sanktion wäre rechtskonform.
Denn zu den Fehltagen steht nichts von Kündigung meist drin -höchstens von Abbruch -von Seiten des Jobcenters.
Deine Begründung ist nicht nur schlecht formuliert, sondern klingt auch sehr abenteuerlich.
Anlaß zur Kündigung ist gleichzusetzen mit einem Abbruch bzw. Anlaß zum Abbruch.
In diesem Fall wäre eine Sanktion rechtskonform.
§ 31 SGB II Pflichtverletzungen meinte:
3. eine zumutbare Maßnahme zur Eingliederung in Arbeit nicht antreten,
abbrechen oder Anlass für den Abbruch gegeben haben.
Und wenn Du hier gleich ergönzend der Sanktion deswegen zustimmen würdest -
so würdest Du Dich damit um das Recht auf vorherige Anhörung bringen.
:doh: Was bitte hat eine EGV mit Anhörung zu tun?
Ich empfehle Dir dringend das Studium des ► Praxishandbuch für Verfahren nach dem SGG.
Zudem ist diese Verschärfung von unentschuldigten Fehltagen auch ein unkalkulierbares Risiko:
Wenn Dozenten des Trägers Fehler machen sollten .... Und Du hättest kein Anrecht auf Anhörung ...
:sorry: es reicht. Überlege bitte besser, bevor Du soviel Unsinn schreibst.
Und Vermutungen (was wäre wenn ...) helfen dem TE sicher nicht weiter.
Zurückhaltung zu Üben kann hilfreicher sein, als Halbwissen zu verbreiten. :icon_wink:
 
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Dinobot

Gast
Zurückhaltung zu Üben kann hilfreicher sein, als Halbwissen zu verbreiten. :icon_wink:
Pardon -das war und ist kein Halbwissen. Vielmehr resultiert es aus meinen jahrelangen Erfahrungen mit dem Jobcenter, viielen Arbeitsvermittlern und Eingliederungsvereinbarungen usw. Zudem 10 Jahren Erfahrungen und dem Lesen von EGVs hier im Forum inkl. dem Wissen der Folgen daraus für die jeweiligen User und dem tatsächlichen Wissen um Hunderte Maßnahmeinhalte und Weisungen der Jobcenter, Urteile bundesweit inkl. Lebenserfahrung und meiner Meinung -nicht zu vergessen die Rechtsgrundlagen, die aber so in den EGV meist von den sB auch unterscheidlich gehandhabt , interpretiert und beabsichtigt sind. dies zu filtern und den tatschächlichen Willen des Sb und dessen Willen und Absicht zu identifizieren -darum geht es doch -oder nicht?.

Das war und ist immer meine MEINUNG und sind auch bisherigen meine Erfahrungen ,was ich und auch andere User so hier eigentlich überweigend äüßern .Mit Halbwissen hat das überhaupt nichts zu tun. Und übrigens verstehst und interpretierst du leider im Einzelnen meine Ausführungen im falschen Kontext. Beispiel:

Es ist ein Angebot und die Gelegenheit zu verhandeln wurde mit der Überlassung zur Prüfung bereits gewährt. Er kann unterschreiben. Von einer Verpflichtung zur Unterschrift lese ich nichts.
Und nochmal; es wurde dem TE bis zum Zeitpunkt nichts aufgezwungen.
Von einer Verpflichtung zur Unterschrift an sich war be imir nie die Rede -eher vom Anschein einer damit vollendeten Zustimmung zu einer gemiensam erarbeitenten Strategie, der Text derEGV stammt aber bislang allein vom SB und ansonsten galt mein in Text gefasster Gedankengang dem Urteil , welches hier im nachfolgenden Link zu #2 zitiert wird, wo auch eine EGV per Post eintraf:
https://www.elo-forum.org/eingliede...st-erhalten-ohne-persoenliche-vorsprache.html

:sorry: es reicht. Überlege bitte besser, bevor Du soviel Unsinn schreibst.
Da bin ich auch anderer Auffassung als Du , was das meist unberechenbare Verhalten von Trägern anbelangt. Habe ich hier auch immer wieder neu lesen müssen. Dürfte Dir auch als solches hier im Forum geläufig sein. Aber eben noch nicht jedem Elo, der hier neu Rat sucht . Und mal ehrlich, meist kann man gar nicht genug vorsichtig sein, was Sachlagen dazu in einer EGV betreffen könnte.

Im Grunde sind wir doch alle auf unsere jeweils persönliche Sichtweise, Wissen und eignen Erfahrungen beschränkt und die Sb im Jobcenter meist auch, denn die Gesetze und Verordnungen, sowie die Weisungen der Jobcenter ändern sich andauernd -wer will oder kann noch Schritt halten oder für sich oder andere hier beanspruchen ?
 

Zeitkind

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dies zu filtern und den tatschächlichen Willen des Sb und dessen Willen und Absicht zu identifizieren -darum geht es doch -oder nicht?.
Nein, darum geht es nicht. Es geht um konkrete Hilfestellung zur Sachlage. Willen und Absichten der SB sind dafür zweitrangig.
Erste Geige spielen noch immer die gegenwärtige Rechtslage und deren Schwachpunkte.
Und übrigens verstehst und interpretierst du leider im Einzelnen meine Ausführungen im falschen Kontext.
Ich interpretiere nicht, sondern zerlege präzise Deine Falschaussagen bezogen auf die zitierten Ausführungen.
Für eine Interpretation bleibt mir garkein Spielraum, da ich Dir nur die Fakten aufzeige. :icon_wink:
Dazu hast Du Dich seltsamerweise garnicht geäußert.
Da bin ich auch anderer Auffassung als Du, was das meist unberechenbare Verhalten von Trägern anbelangt.
Wo bitte habe ich in meinem Beitrag etwas vom Verhalten der Träger geschrieben?
Ich habe den Eindruck, daß Du Dein eigenes Verständnis auf Interpretationen, Spekulationen und Pauschalisierung einschränkst.
So fällt es natürlich schwer, die eigentlichen Bäume im Wald zu erkennen.

Auch diese Diskussion hilft dem TE nicht weiter. (Dafür gibt es die Option PN)
Konzentrieren wir uns also bitte auf sein Thema:
EGV per Post bekommen (Bitte um Überprüfung)
 

ceprix

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Hallo,

Habe eben gerade ein Brief von der Maßnahme erhalten.

Was soll ich jetzt am besten tun, könnt ihr mir bitte helfen?
 

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Zeitkind

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Was soll ich jetzt am besten tun, könnt ihr mir bitte helfen?
Ich nehme an, Du hast nicht das Gefühl, daß Dir diese Maßnahme wirklich weiterhilft.
Zumal Du angesichts dieser schlampigen Zuweisung überhaupt nicht wissen kannst, was Dich dort erwartet.
Inhalt der Maßnahme: Werkakademie für Bestandskunden :icon_hihi:
Es fehlt der Zuweisung aber nicht alleine an der vorgeschriebenen Bestimmtheit,
sondern sie weist auch andere Widrigkeiten auf.
Keine Zusicherung für die Übernahme der Maßnahme- und Fahrtkosten.
Du sollst zudem Arbeitsangebote durch einen Dritten annehmen
und diesem Dritten entgegen dem Gesetz bei AU auch noch die AUB überbringen.
Weil Du dem Steuerzahler gewiß die immensen Maßnahmekosten ersparen willst,
streust Du dem Fördergeldgetriebe zwischen armseligem DGB (sic!)
und Erfüllungsgehilfen JC ordentlich Sand zwischen die Zahnräder;

Der steinige Lehrpfad:
  • Fahrtkosten zur Wahrnahme des Ersttermines beim JC beantragen.
  • Widerspruch gegen die Maßnahme an das JC richten.
    Der Widerpruch hat keine aW, deswegen mußt Du zumindest den Ersttermin wahrnehmen.
  • Am Ersttermin also teilnehmen, beim MT aber nichts unterschreiben,
    sondern alle zum Signieren vorgelegten Dokumente zur Prüfung mitnehmen.
  • Dabei stets Teilnahmewillen suggerieren und interessiert erscheinen.
  • Schließt Dich der MT wegen Nichtunterschrift aus, versuche Dir das schriftlich bestätigen zu lassen.
  • Nach Ausschluß wird dem JC die traurige Nachricht überbracht und sich gleichzeitig darüber beschwert,
    daß Dich der MT nicht an der Maßnahme teilnehmen läßt und Du damit die Zuweisung nicht erfüllen kannst.
Das Verhalten gegenüber Maßnahmenträgern (MT)

Der direkte Weg:
  • Widerspruch gegen die Maßnahme an das JC richten.
  • Gleichzeitig Antrag beim SG auf Anordnung der aW und Rücknahme der Zuweisung.
  • Maßnahmetermin nicht wahrnehmen, denn angesichts der ungeklärten Kostenübernahme
    läufst Du Gefahr, Deine Hilfebedürftigkeit zu erhöhen.
  • Sollte noch vor Anordnung des Gerichtes sanktioniert werden, wird dem widersprochen
    und dafür ebenso Anordnung aW sowie Rücknahme beim SG beantragt.
  • Jeglicher Schriftwechsel ist nachweisbar zu gestalten.
Der Verfahrensweg und die Anwendung von Rechtsmitteln
Klage vor dem Sozialgericht

Die Erfolgsaussichten sind m.M. in diesem Fall recht hoch,
da die Zuweisung offensichtlich gegen geltendes Recht verstößt.
Zudem enthält sie (für derlei "Angebote" nicht gewöhnlich) eine RBB.
Egal für welchen Weg Du Dich entscheidest, wirst Du von uns unterstützt.
Du solltest Dich aber auch selbst aktiv beteiligen und die Erfahrungen anderer User
im entsprechenden Unterforum studieren.

Für die Form von Widersprüchen und Anträgen stehen Dir ausreichend Muster zur Verfügung.
Anträge, Klagen, Widersprüche und weitere Vorlagen sortiert...
Überlege Dir die entsprechenden Begründungen und passe die Vorlagen an Deinen Sachverhalt an.
Die vorgefertigten Schreiben kannst Du hier zum Korrekturlesen hochladen.
Realdaten am besten erst nach dem Korrekturlesen einfügen.

Übrigens würde ich den direkten Weg wählen, da Du andererseits Gefahr läufst,
daß Dich der MT auch ohne Unterschriften teilnehmen läßt.
In diesem Fall wäre auch der Widerspruch unwirksam,
da dieser keine aW entfaltet und sich das JC mit der Bearbeitung drei Monate Zeit lassen kann.
Die EGV hast Du hoffentlich nicht unterschrieben und einen Gegenvorschlag erarbeitet?
Eingliederungsvereinbarung (EGV) vs. Verwaltungsakt (VA)
 

Sonne11

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Warum darf ein Angebot komplett unbestimmt und unbegründet sein? Weil es kein Bescheid ist? Warum erfährt man daraus keine Einzelheiten über Inhalt und Ablauf der Maßnahme. Das Ziel? Weil ich dort gar nicht hin muss?

Warum braucht es eine Vorladung für den ersten Maßnahmetag? Vorladungen mit §59 & §309 zu Terminen sind keine Maßnahmeantritte. Das hat ein Gericht bereits bestätigt. Kommt die Vorladung vielleicht, weil ich dort sonst gar nicht hin müsste? Die Rechtsfolgenbelehrung der Einladung (Vorladung) ist für einen Maßnahmeantritt ungeeignet. Du musst diese auch niemanden aushändigen, da sonst jemand die KD oder BG -Nummer erfahren könnte. Im schlimmsten Fall der MT und damit mit dem JC über Dich vereinfacht kommunizieren.

Auch wenn Du vielleicht dort nicht erscheinst:

Im Angebot steht, dass dem MT ein "selektiver Zugriff" gewährt wird. Das sollte man dem JC und dem MT untersagen. Personenbezogene Daten sollen geschützt werden und es besteht das informationelle Selbstbestimmungsrecht. Und deshalb erlaubt man dem MT & JC nur den Austausch der "für die Anmeldung und Durchführung der Maßnahme vom Gesetzbeger verlangen Mindestangaben" Alle anderen Angaben sollen mit Begründung beim Teilnehmer erfragt werden.

Sonst bekommt MT alles was er braucht und schreibt Dir vielleicht sogar Briefe oder ruft Dich an.
 
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2wie Pech u Schwefel

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Aus eigener Erfahrung weiß ich über die Maßnahme bescheid hier die Flyer dazu.

Die Maßnahme wurde schon mal 1:1 durchgeführt, nur die Träger haben gewechselt.
 

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