EGV nimmt "Rücksicht" auf Erkrankung? Bitte prüfen!

Freidom

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Hallo,

im JC Termin wurde eine EGV zusammen aufgesetzt, welche wohl meine Erkrankung berücksichtigt. (JC will Attest beim nächsten Termin)
Die EGV habe ich mitgenommen und nicht unterschrieben. Der SB hat sie bereits ausgedruckt und unterschrieben, um wohl einer Modifikation zuvor zu kommen.
Ich bekomme noch immer keine Leistungen bzw. habe noch keinen Bescheid erhalten, ob ich Leistungsberechtigt bin und mein Fall ist zeitlich fast identisch mit diesem Termin zur Eingliederungsvereinbarung Sohn 18 Jahre alt, was muss beachtet werden?
Ich komme aber zur Zeit kaum mehr klar und auch der letzte Termin hat mich nervlich so runtergezogen, dass es mir seit dem Termin ziemlich schlecht geht.
Auch bin ich nicht in der Lage, die Vereinbarungen aus dem Termin zu erfüllen. (1 Anschreiben für eine Bewerbung, ausgedruckter Lebenslauf, ausgedruckte Bewerbungsunterlagen)
Zum Glück bin ich morgen beim Arzt.
Aber nächste Woche habe ich wieder einen Termin. Rechtssicher komme ich mir nur teilweise vor.
Mein Ziel ist es, erst wieder gesund zu werden, um dann wieder arbeiten zu können.

Ich weiß nicht mehr weiter.
Bitte um Prüfung meiner EGV.

Vielen Dank für Hilfe und Ratschläge!
 

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Ottokar

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Vielleicht ergänzend den Vorgesetzten des SB informieren und empfehlen diesen zu einer Schulung zum Thema Umgang mit Krankheiten zu senden. Da offensichtlich
keine Ahnung das diese nicht in eine EGV gehören.
 

Freidom

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@Kerstin_K Danke. Das Attest wird wohl verlangt, weil ich mehrfach im Gespräch erwähnte, dass ich gesundheitliche Probleme habe, wodurch ich derzeit nicht in der Lage bin zu arbeiten oder für den Bewerbungsakt. Die wollten dann nur wissen, ob ich in Behandlung bin. Das mit dem AD hat SB als nächsten Schritt erwähnt.
SB wollte auch wissen bei welchem Arzt ich bin. Habe ich dann nicht direkt gesagt, worauf SB meinte, kriegt er durch das Attest eh raus.
Also sag ich beim nächsten Termin dem SB, dass er mich zum AD schicken soll, der dann eh mit meinem Arzt korrespondiert?

@Ottokar Danke. Der Teamleiter war beim Gespräch mit dabei und hat sich Notizen gemacht. Angeblich um die Arbeit des SB zu prüfen.
 

Kerstin_K

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Der SB erfährt nicht, bei welchem Arzt du in Behandlung bist, höchstens über eine AUB.

Medizinische Unterlagen gehen nur direkt an den ärztlichen Dienst. Der SB erfährt dann nur, was bei dir geht und was nicht, aber keine Diagnosen.
 

Freidom

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Vielen vielen Dank!

@Ottokar steht das irgendwo, dass gesundheitliche Probleme nicht in die EVG gehören?
Weil SB schon mehrfach nicht korrekte Sachen geäußert hat, wie z.B., dass Fahrt-/Reisekosten nur vorher erstattet werden können. Wenn sich diese Dinge mehren, könnte ich argumentieren, was SB sonst noch alles nicht weiß und mich daher schlecht oder falsch berät bei zukünftigen Ablehnungen/Vorschlägen.

Irgendwie haben die auch mein Profil bei der JOBBörse anonym öffentlich geschaltet oder so ähnlich. Das habe ich leider nicht genau verstanden.
Und der Vorschlag für ein Bewerbungstraining kam auf, weshalb ich ein Anschreiben für den nächsten Termin vorbereiten soll, wozu ich nervlich nicht in der Lage bin.

@Kerstin_K was sagst Du zu diesem Ablauf beim nächsten Termin:
1. Sagen, dass EVG nicht notwendig, solange noch keine Leistungen, deshalb auch nicht unterschrieben
2. Anstelle von Attest, sollen sie mich zum AD schicken
4. Unterlagen wie Lebenslauf, den ich mitbringen soll, haben die in ihrem System, welcher beim letzten Termin gemeinsam aktualisiert wurde
5. Das geforderte Anschreiben anzufertigen, war ich leider gesundheitlich nicht in der Lage

Frage: Wenn ein Termin eine zu große Stressbelastung darstellt, was kann man da machen?
 

Ottokar

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@Freidom
Medizinische Dinge bespricht man nicht mit dem kompetenten SB und gehören nicht in eine EGV.
Wäre ein Grund zu widersprechen und nicht zu unterschreiben.
Bestehen Zweifel an Deiner Einsatzfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen gibt es dafür nur den Ärztlichen Dienst.
Wohin Dich der SB überweist.
Solange Deine Einsatzfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen nicht klar ist gibt es es keinen Grund für eine EGV,
da diese nur mit Delinquenten abgeschlossen werden soll deren Einsatzfähigkeit vorhanden oder geklärt ist.

P.S.
Immer wenn ich nicht arbeitsfähig war, war ich auch AU. Und habe alle anderen sachfremden neugierigen Anfragen von wem auch immer geblockt.
 
Zuletzt bearbeitet:

Kerstin_K

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Weil SB schon mehrfach nicht korrekte Sachen geäußert hat, wie z.B., dass Fahrt-/Reisekosten nur vorher erstattet werden können.
Hast Du das richtig verstanden?

Richtig ist: Es muss vorher beantragt werden. Die Erstattung gibt es meistens erst hinterher, weil man erst dann nachweise vorlegn kann, zum Baispiel, dass man den termin auch wahrgnommen hat oder die Originalfahrkarten.
 

hansklein

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m JC Termin wurde eine EGV zusammen aufgesetzt, welche wohl meine Erkrankung berücksichtigt. (JC will Attest beim nächsten Termin)
Hi, entweder bin ich blind oder es steht nichts in der EGV, was - irgendeiner - Berücksichtigung einer evtl. vorhandenen Erkrankung entspricht. Das ist eine Standard-EGV. Wenn du meinst, du bist derzeit nicht oder nur im begrenzten Umfang/mit Einschränkungen Arbeitsfähig, hat der SB das zu prüfen, bevor Bewerbunsszenarien angesagt sind.

Eine EGV kann erst abgeschlossen werden, wenn klar ist, welche Einschränkungen zu berücksichtigen sind. Dazu muss der SB dich zum aerztlichen Dienst schicken.

Was der SB mündlich erzählte, ist uninteressant. Das zählt nix. Denke, der Arzt schreibt dich eh krank, wenn du beim Arzt bist. Wenn dich der SB zum ärtzlichen Dienst schicken sollte, musst du deine Unterlagen nicht bei ihm abgeben. Da gibs im Forum schon viele Threads zu, z.b. hier.
 

Freidom

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Danke für die tollen Antworten und Unterstützung!

Hast Du das richtig verstanden?

Richtig ist: Es muss vorher beantragt werden. Die Erstattung gibt es meistens erst hinterher, weil man erst dann nachweise vorlegn kann, zum Baispiel, dass man den termin auch wahrgnommen hat oder die Originalfahrkarten.
Dann habe ich das wohl nicht exakt verstanden. Aber nachträglich Beantragen geht auch, weil ich war ja nachweislich beim Termin und habe das dem Amt quasi nur ausgelegt?

Denke, der Arzt schreibt dich eh krank, wenn du beim Arzt bist. Wenn dich der SB zum ärtzlichen Dienst schicken sollte, musst du deine Unterlagen nicht bei ihm abgeben. Da gibs im Forum schon viele Threads zu, z.b. hier.
Danke!
Ich bin schon länger beim Arzt und der Krankheitsverlauf ist auch schon länger. Allerdings habe ich bisher nie eine AU gebraucht. Der bisherige Verlauf macht eine längere Krankheit aber deutlich und nachvollziehbar.
Soll ich mich vom Arzt mit AU krank schreiben lassen, sodass der Termin nicht zustande kommt und ich dann nur schriftlich auf die EGV und Forderungen im Termin reagiere?
 

gila

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Erstaunlich, dass der Teamleiter dabei war und nicht eingeschritten ist, denn es gibt hier den eindeutigen Paragraphen § 15 SGB II Eingliederungsvereinbarung

nachdem eine Eingliederungsvereinbarung mit einem erwerbsfähigen Leistungsberechtigten abgeschlossen werden soll.

Soll, nicht muss.

Momentan weiß keiner alte S... ob du das eine oder das andere überhaupt bist. Demzufolge weißt du auch noch gar nicht ob du ein "Vertragspartner" für diesen beidseitigen öffentlich-rechtlichen Vertrag bist!

Das Attest wird wohl verlangt, weil ich mehrfach im Gespräch erwähnte, dass ich gesundheitliche Probleme habe, wodurch ich derzeit nicht in der Lage bin zu arbeiten oder für den Bewerbungsakt
Spätestens hier hat der Sachbearbeiter auf das Thema Leistungsfähigkeit oder auch Erwerbsfähigkeit zu kommen. Dann sollte sich eine Erwerbsunfähigkeit ergeben, sprich du sogar unter 3 Stunden nur tätig sein können, wärest du nicht mal ein Fall fürs Jobcenter sondern fürs Sozialamt Punkt nur mal rein hypothetisch

Das mit dem AD hat SB als nächsten Schritt erwähnt.
Auch hier darf der Lehrling dazu lernen, das wäre der erste Schritt gewesen hier nach zu bohren, bevor man eine Eingliederungsvereinbarung jemanden unter die Nase hält der eventuell gar nicht eingegliedert werden kann.

Soll ich mich vom Arzt mit AU krank schreiben lassen, sodass der Termin nicht zustande kommt und ich dann nur schriftlich auf die EGV und Forderungen im Termin reagiere?
Das wäre sinnvoll um deine momentane Arbeitsunfähigkeit mal zu dokumentieren und zu untermauern.
 

hansklein

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Was du "sollst", kann nich dir nicht sagen. Ich pers. würde mich in dem Fall, wo auch schon ein längerer Krankheitsverlauf vorliegt, auf jeden Fall krankschreiben lassen. Damit ist auch "richtig" und nachweisbar dokumentiert, das man - derzeit - nicht arbeitsfähig ist. Ehrlich gesagt, ich würde pers. einen Elo auch nicht ernstnehmen, der mir sagt, er ist krank und wird scheinbar noch nicht einmal krank geschrieben.

Was du an Krankheit hast, möchte ich nicht wissen. Was ich dir empfehlen würde, ist, wenn die Krankheit(en) auf Dauer mit Beeinträchtigungen sind, würde ich schaun, das ich einen Behinderten Status erhalte, Link Antragstipps. Gut für das JC, wenn Einschränkungen unübersehbar sind. Und keine Angst - findest du später einen guten AG, musst du dem nichts von einer evtl. Behinderung mitteilen, sofern es dich nicht an der Arbeitsausführung hindert.
 

Kerstin_K

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Ehrlich gesagt, ich würde pers. einen Elo auch nicht ernstnehmen, der mir sagt, er ist krank und wird scheinbar noch nicht einmal krank geschrieben.
Sorry, aber man kann schon gesundheitliche Beeinträchtigungen ahben, die sich auf die Arbeit auswirken, ohne dass man deswegen krankgeschrieben sein muss. Ich habe einen GdB 100 und bin fast nie krankgeschrieben, wegen meiner von Geburt an bestehenden behinderung sowieso nicht. Man muss halt nur den passenden Arbetsplatz finden, dann kann man mit Behinderung genauso viel leisten wie ohne.
 

hansklein

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Stimmt Kerstin, dafür hast du aber, wie ich auch, einen GdB - damit kannst du sowie ich die Einschränkungen hieb- und Stichfest nachweisen. Ich hätte hinzufügen sollen, falls nicht schon eine anerkannte Schwerbehinderung vorliegt. Dann muss erst recht geschaut werden, was derjenige kann und was nicht.
 

erwerbsuchend

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Ich würde auch den Punkt zu der OAW in der EGV in Frage stellen. Wenn man bis zu 21 Tage im Jahr oaw sein kann, wieso wird dann explizit erwähnt, dass man keinen rechtlichen Anspruch darauf hat? Ist dieser SB der Meinung, dass eine OAW nur ein Goodwill des JC ist? Mir ist natürlich klar, dass eine OAW rechtzeitig vorher beantragt und letztlich auch genehmigt werden muss, bevor man oaw ist.
 

Kerstin_K

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Stimmt Kerstin, dafür hast du aber, wie ich auch, einen GdB - damit kannst du sowie ich die Einschränkungen hieb- und Stichfest nachweisen. Ich hätte hinzufügen sollen, falls nicht schon eine anerkannte Schwerbehinderung vorliegt. Dann muss erst recht geschaut werden, was derjenige kann und was nicht.
Es gibt aber auch Situationen, woe es nicht für einen GdB reicht und man trotzdem nicht au ist.
 

gila

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hansklein

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Es gibt aber auch Situationen, woe es nicht für einen GdB reicht und man trotzdem nicht au ist.
Dann muss das schon sehr gut begründet sein und mit Attesten untermauert, wenn man weder AU ist, noch behindert in irgendeiner Form und keine körperliche/psychischen Einschränkungen hat, und sagt ich kann diverse Tätigkeiten nicht ausführen oder bestimmte Dinge nicht tun, das kann man dann mit Facharzt Gutachten gegenüber dem ärztlichen Dienst untermauern. Bei ernsthafteren Problemen bekommt man zumindest den GdB 30, auch wenn dieser rechtlich nix ausmacht, ist das immerhin ein Nachweis, das man was hat.
 

Kerstin_K

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Ich gebe dir mal ein Beispiel:

Ich hatte eine Arbeitskollegin, die hatte eine Form der Epilepsie, wo die Anfälle durch flackerndes Licht ausgelöst werden. Sie durfte lange nicht Fernsehen schauen, auch Bildschirmarbeit war tabu, aber einen GdB hatte die deshalb nicht, denn sonst konnte sie alles machen, ausser in die Disko gehen und bei flackernden, weil defekten Leuchtstoffröhren musste sie auch aufpassen.

Dann kam der Wechsel von Röhrenmonitoren auf die Flachbildschirme. Und da bekam die von den Ärzten grünes Licht, die waren okay und lösten bei ihr keine Anfälle aus. Natürlich kan man so etwas dem äD gegenüber belegen, aber den SB geht es eben nichts an. Der mus dann einfach erstmal glauben, dass eben Bildschirmarbeit nicht geht. Da würde ich auch kein Attest vorlegen. entweder er glaubt es, oder er schickt zum äD.

Anderes Beispiel:

Bei einer Tante von mir wurde kürzlich Osteoporose festgestellt. Sie hatte einen Wirbelbruch, das haben die Ärzte wieder hinbekommen, da merkt sie nichts mehr davon. Sie muss aber jetzt auf einige Dinge achten: Sie soll nicht mehr schwer heben. Ausserdem ist alles tabu, was mit Ruckartigen Bewegungen uns somit mit besonderen Belastungen für Knochen und Gelenke verbunden ist, tabu. Zum Beispiel Tennis spielen. Radfahren beispielsweise ist okay, aber nicht auf unebenen Wegen oder gar Kopfsteinpflaster. meine Tante ist schon in Rente, so dass sie das nicht mehr betrifft. Ausserdem hatte sie einen Bürojob, auch da hätten sich keine Einschränkungen ergeben und ich bezweifele mal, dass sie einen GdB bekommen würde, so lange es nicht zu Brüchen mit Folgeschäden kommt. Wäre sie aber beim JC, müsste bei der Vermittlung eineiges beachtet werden. Irgenein Helferjob mit körperlicher Arbeit ginge da gar nicht.
 
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