EGV mit Umschulung-Bildungsgutschein verweigert

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rhodry

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Hallo ,

ich bin alleinerziehender Vater und meine vorher ausgeübten Berufe sind mit einer gewissen Flexibilität verbunden(Asien,Afrika) die ich nicht mehr ausüben kann. Ich habe folgendes Problem:

bei der Erstberatung mit meiner SB habe ich eine EGV unterschrieben,in der eine Umschulung zum Erzieher anerkannt wird.Folgender Wortlaut:

Aufgrund festgestellter beruflicher Defizite hinsichtlich einer Arbeitsmarktintegration wird die Teilnahme an einer Umschulung im Bereich Erzieher als notwendig anerkannt,um Ihre Konkurrenz-Marktfähigkeit auf dem regulären Arbeitsmarkt zu verbessern/erhalten/herzustellen.Sichten Sie die Angebote örtlicher Bildungsträger.Nach vorheriger Beratung und Zustimmung erhalten Sie dann einen Bildungsgutschein.

War heute bei meiner SB um den Bildungsgutschein abzuholen,damit ich mich bei einem Bildungsträger anmelden kann.Dieser wird mir nun verweigert mit dem Verweis auf §81.Da ich in meinem letzten gelernten Beruf noch keine 4 Jahre gearbeitet hätte,müsste man erstmal versuchen mich in diesem zu vermitteln.

Außerdem würde Ihr der letzte Satz ,in der oben genannten Passage,den Job retten,weil ich nur nach Ihrer Zustimmung den Bildungsgutschein erhalten und Sie mir diesen nun verweigert.

Ich habe nur noch erwidert das ich den Ablehnungsbescheid schriftlich habe möchte.Habe ich denn nun Anspruch,laut meiner EGV,darauf oder nicht?


Besten dank
 
N

Nuckel

Gast
wird die Teilnahme an einer Umschulung im Bereich Erzieher als notwendig anerkannt,

Sichten Sie die Angebote örtlicher Bildungsträger.Nach vorheriger Beratung und Zustimmung erhalten Sie dann einen Bildungsgutschein.

Ich habe nur noch erwidert das ich den Ablehnungsbescheid schriftlich habe möchte.Habe ich denn nun Anspruch,laut meiner EGV,darauf oder nicht?


Besten dank

Eine Anerkennung als Notwendigkeit ist keine Zusicherung zu einem Bildungsgutschein.

Die Beratung hat keine Zustimmung zu einem Bildungsgutschein ergeben und somit wird keiner ausgestellt.

Geschickt formuliert von SB in der EGV. :icon_cool:
Von Dir nicht richtig gelesen oder vorgeschlagen zur EGV.

Für einen evtl. schriftlichen Ablehnungsbescheid muss auch schriftlich ein Bildungsgutschein beantragt werden.
In dieser EGV wird kein Bildungsgutschein zugesichert. Darauf brauchst Du Dich nicht mehr berufen.

Wenn halt eine EGV nichts bringt, sollte man Sie auch nicht unterschreiben.
Die drehen das alles so geschickt, dass ihnen selbst keine Pflichtverletzungen angehängt werden können.
 

rhodry

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Danke für die Antwort.Hatte den Bildungsgutschein schriftlich beantragt,deswegen mein Verlangen nach den schriftlich Ablehnungsbescheid.

Und was bringt mir die Anerkennung der Notwendigkeit nun?Bestimmt nichts oder?
 

Seepferdchen 2010

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Schau dir mal hier die Seite 15 an.

https://www.arbeitsagentur.de/zentr...ung-Eingliederung-Arbeitsmarkt-FbW-Anlage.pdf

Hatte den Bildungsgutschein schriftlich beantragt,deswegen mein Verlangen nach den schriftlich Ablehnungsbescheid.

Richtig, da muß was schriftliches kommen.

Sichten Sie die Angebote örtlicher Bildungsträger.Nach vorheriger Beratung und Zustimmung erhalten Sie dann einen Bildungsgutschein.

Der Satz "sichten Sie die Angebote örtlicher Bildungsträger", ist eigentlich eindeutig,
sollte ja keine Bschäftigungstherapie sein!?

Hast du einen Kostenvoranschlag vom Bildungsträger vorgelegt?

:icon_pause:
 

rhodry

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Die Maßnahme wird das erste Jahr durch den Bildungsgutschein gefördert und die restlichen 2 Jahre ist man schon im Ausbildungsverhältnis mit einem Träger und bekommt notwendige Kosten(Lebensunterhalt,Kita-Kosten etc.)gefördert durch die EU.Also kein Alg 2 mehr ab dem 2.Ausbildungsjahr.
 

rhodry

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Könnte auch die EGV scannen und reinstellen.Mir läuft nur die Zeit davon,weil die Schule im September beginnt und bis 02.08. die Bewerbungen abgegeben werden sollen.Schade drum:icon_cry:
 

Seepferdchen 2010

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Deine EGV ist eindeutig im Punkt Bildungsgutschein/Weiterbildlung.

Hier steht eindeutig das du min. 3 Angebote einholen sollst.

Weiterhin soll durch die Weiterbildung Vermittlungshemmnisse abgebaut werden.

Hier würde ich den Teamleiter ansprechen bzw. um ein Gespräch bitten.

:icon_pause:
 

rhodry

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Die Weisung,so hat sie mir gesagt,hätte Sie von Ihrer Vorgesetzten bekommen.
Gibt bei uns nur 2 Bildungsträger und der jetzt vorgeschlagene ist der letzte in erreichbare Nähe.Beide anderen wurden von mir eingereicht,waren aber nicht zu einer Umschulungsmaßnahme zertifiziert.Danke für deine antworten und Durchhaltevermögen bei meinen fragen:wink:
 

Seepferdchen 2010

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Die Weisung,so hat sie mir gesagt,hätte Sie von Ihrer Vorgesetzten bekommen.

Das entbindet nicht von der Pflicht auf einen schriftlichen Antrag zu reagieren.

Hier wurde ein Vertrag geschlossen, das JC hat eine Pflicht übernommen, dich in deinem
beruflichen Weiterkommen zu unterstützen.

Warte mal, hier gibt es einige user die sich mit der EGV gut auskennen, ich schreibe mal einen user an.

Also etwas Geduld.
 

Paolo_Pinkel

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Vertrag ist Vertrag. § 81? Welches Buch? Neuste Playboy-Ausgabe, Y's-Heft, SGB I - X ? Das JC hat sich dazu verbindlich - da schriftlich - bereit erklärt. SIe hat diesen Vertrag auch nicht gekündigt. Kommt sie dem also nicht nach, dann kann und sollte man sich die zugesagte Leistung erstreiten. Aufgrund der Dringlichkeit (Weiterbildung beginnt in naher Zukunft, deshalb das Abwarten der Haupsache unzumutbar) wäre m.M.n. sogar ein EA-Verfahren gerechtfertigt. Ich würde das mit einer Leistungsklage/Feststellungsklage verbinden, um eben feststellen zu lassen, ob das JC sich hier aus der Affäre ziehen kann. Mal wieder ein klassisches Beispiel dafür, wie sich die Leistungsträger großzügige Hintertüren einräumen, wenn es um die eigenen Pflichten geht. Man stelle sich vor ein HE würde so verfahren, wenn eine Maßnahme in einer EGV "vereinbart" wäre und er sie einfach nicht antritt:icon_party:

Zum Thema Voraussetzung für den Erhalt eines BGS
==> Bildungsgutschein - www.arbeitsagentur.de
Und lasse dich nicht davon einschüchtern, dass es eine sog. KANN-Leistung ist, die der herrische SB-Trottel nach seinem Gusto und Hormonhaushalt verteilt. Leistungen kann man sich einklagen!
 

rhodry

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Danke für Dein Mut machen.Habe jetzt einen Fachanwalt für Sozialrecht eingeschaltet und hab Donnerstag den Termin.
 

rhodry

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seit deiner Antwort,den Überlegungen was denn ohne Umschulung für Aussichten vorhanden sind und den Gedanken über die daraus entstehende Zukunft meines Sohnes
 

rhodry

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kenn privat einen Anwalt für Verkehrsrecht der mir die Handynummer des FA gab,Thema wurde auch nicht näher angeschnitten,ging nur um den Termin
 

Banquo

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Habe ich denn nun Anspruch,laut meiner EGV,darauf oder nicht?

Bekommst du ALG 2 oder gehört die Frage eher in den ALG 1-Bereich?

§ 81 SGB III liest sich so:

§ 81 [1] Grundsatz

(1) 1Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können bei beruflicher Weiterbildung durch Übernahme der Weiterbildungskosten gefördert werden, wenn

1.
die Weiterbildung notwendig ist, um sie bei Arbeitslosigkeit beruflich einzugliedern, eine ihnen drohende Arbeitslosigkeit abzuwenden oder weil bei ihnen wegen fehlenden Berufsabschlusses die Notwendigkeit der Weiterbildung anerkannt ist,

2.
die Agentur für Arbeit sie vor Beginn der Teilnahme beraten hat und

3.
die Maßnahme und der Träger der Maßnahme für die Förderung zugelassen sind.

2Als Weiterbildung gilt die Zeit vom ersten Tag bis zum letzten Tag der Maßnahme mit Unterrichtsveranstaltungen, es sei denn, die Maßnahme ist vorzeitig beendet worden.

(2) 1Anerkannt wird die Notwendigkeit der Weiterbildung bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern wegen fehlenden Berufsabschlusses, wenn sie

1.
über einen Berufsabschluss verfügen, jedoch auf Grund einer mehr als vier Jahre ausgeübten Beschäftigung in an- oder ungelernter Tätigkeit eine dem Berufsabschluss entsprechende Beschäftigung voraussichtlich nicht mehr ausüben können, oder


Das ist der einzige Bezug zu einer 4-Jahresfrist, den ich in § 81 SGB III gefunden habe und es macht nicht den Eindruck, als ob das auf deinen Fall zutrifft, oder?
 
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