EGV - JC will Stelle suchen - ich will Teilzeitstelle behalten

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ExitUser

Gast
Hallo zusammen,

wie soll ich mich verhalten? Ich habe eine 50% Stelle und einen Minijob. Aufgrund meiner Krankheit, kann ich nicht 100% arbeiten. Ich habe das schon versucht und bin wieder krank geworden und bekam die Kündigung.
Ich möchte meine Stellen behalten und das JC schreibt in der EGV unter Unterstützung durch JC, dass Sie mir geeignete Stellen anbieten wollen.

Unter Bemühungen von mir steht, Veränderungen mitteilen und Stellen behalten.

Das ist schon immer wieder Stress für mich das zu lesen. Ich kann nunmal nicht 100% arbeiten und habe das immer wieder versucht und nach einem Jahr ca, die Stellen wieder verloren. Jetzt bin ich 1,5 Jahre bei der 50% Stelle und den Minijob habe ich seit August und das ist zu schaffen für mich. Muss ich das unterschreiben und was hat das für Folgen?

LG

sommersonne2
 

Helga40

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Warst du denn schon beim ÄD der BA wegen deiner Leistungsfähigkeit? Gibt es Gutachten, die bestätigen, wieviel Stunden/Woche du nur noch arbeiten kannst?
 
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Gast
Nein das nicht. Ich habe GdB 70%, falls das was zu sagen hat. Zu welchem Arzt muss ich gehen, der mir dass untersucht und feststellt, damit mir das JC meinen Frieden lässt.
 
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Don Vittorio

Gast
Nein das nicht. Ich habe GdB 70%, falls das was zu sagen hat. Zu welchem Arzt muss ich gehen, der mir dass untersucht und feststellt, damit mir das JC meinen Frieden lässt.

Der GdB sagt da nicht viel aus,es gibt Blinde oder Rollstuhlfahrer mit GdB 100,die trotzdem Vollzeit arbeiten gehen.
Dein SB muss aber eine Prüfung Deiner Erwerbsfähigkeit durch den Ärztlichen Dienst veranlassen.
 
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Gast
..was ist mit leidensgerechten Arbeitsplatz gemeint? Ich gehe 50% Putzen und der minijob ist Putzdienste bei mir im Haus, wo ich wohne. Das ist ok für mich.
 

Texter50

Super-Moderation
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Dein Arbeitsplatz muss Deinen gesundheitlichen Einschränkungen angepasst sein, denke ich mal.

Aber: gibt es für Dich wirklich sooo viele Stellen, dass Du Dir da jetzt große Sorgen machen musst?
Son SBchen das sabbelt schon mal ne Menge an dummen Dingen vor sich hin und was die so - und vor alledem mündlich verlangen - ist in der Realität nicht umsetzbar.
Denn dann gäbe es die selber nicht... :biggrin:
Worin ich auch keinen Nachteil sehe.
 

Helga40

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Nein das nicht. Ich habe GdB 70%, falls das was zu sagen hat. Zu welchem Arzt muss ich gehen, der mir dass untersucht und feststellt, damit mir das JC meinen Frieden lässt.

Das heißt, du hast gar keine Atteste und es ist nur dein persönlicher Eindruck, nicht Vollzeit arbeiten zu können? Das ist aber nicht gut, sowas sollte man sich immer schnellstmöglich attestieren lassen. Du hast es doch auch irgendwie hinbekommen, deine 70 GdB feststellen zu lassen?

Im Normalfall laufen doch bei deinem Hausarzt alle Fäden zusammen, soweit ihr mit Überweisungen gearbeitet habt. Also sollte dein Arzt deinen Leistungsumfang auch erstmal bestätigen können.

Damit solltest du dann zu deinem Vermittler, damit dieser einen Termin beim ÄD für dich macht.
 
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Gast
Ich war aufgrund meiner Erkrankung in einer Klinik. Dort hat mir mein Arzt den Ausweis "angeboten". Damit würde ich wohl beim JC besser dastehen, hieß es. Gezeigt habe ich ihn dort - gebracht hat es wohl nichts.
 

saurbier

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Hallo Sommersonne2,

also du hast einen SchwerB-Ausweis vom Versorgungsamt in welchem man dir eine eine SchwerB mit 70% attestiert hat.

Diesen hast du bei SB des Jobcenters vorgelegt, ohne das der darauf eingegangen ist?

Das darf der liebe Mann eigentlich gar nicht.

Ein SchwerB-Ausweis ist letztendlich ein Indiz dafür, dass du nicht mehr einfach so zur Vermittlung zur Verfügung stehst.

Bei einem solchen Personenkreis bedarf es vor Abschluss einer EinV, dass der ärztliche Dienst eingeschaltet wird um eventuelle gesundheitliche Einschränkungen für den allgemeinen Arbeitsmarkt festzustellen.

Es stimmt zwar, dass es viele Menschen gibt, die trotz 100%iger SchwerB auch voll - also 8 Std./tägl. - arbeiten können, aber dennoch immer noch nicht jede Arbeit. Bei der Arbeit gibt es unzählige Möglichkeiten von Einschränkungen die eben passgenau auf die SchwerB abzustellen ist und dazu bedaurf es eines Arbeitsmediziners um dies festzustellen was noch geht und in welchem Umfang.

Ich z.B. hatte anfang nur 30%, aber da gab es unzähligen Ausschlüsse bei einer Arbeitsstelle für die ich eben nicht mehr in Frage kam.

Heute sieht es noch schlimmer aus, gleichwohl könnte ich im Büro dennoch halbtags arbeiten, nur leider hab ich solch einen Beruf nie gelernt und in meinem Alter gibt es dazu auch keine Umschulung mehr. Also müsste ich mich mit meinen Gesundheitseinschränkungen dem allgeimeinen Arbeitsmarkt zur verfügung stellen und da will keiner jemanden der eh nur noch halbtags arbeiten kann.

Ich würde an deiner Stelle darauf pochen, dass du die 70%ige SchwerB hast, mit welcher du zwar deiner jetzigen Tätigkeit einigermaßen nachgehen kannst, mehr aber auch nicht. Sollte der SB deswegen Ärger machen, dann kannst du ihn ja mal auf die rechtliche Lage bei SchwerB hinweisen, schau mal hier:

Schwerbehindertenrecht (Deutschland) ? Wikipedia

Hier wäre dann besonders erwähnenswert das Intergrationsamt, sofern der SB echt Ärger macht bzw. machen will.

Ich würde mich aber auch mal mit dem behandelnden Arzt in Verbindung setzen und besprechen, welche Arbeiten für dich überhaupt noch in Frage kommen, vielleicht kann er das ja attestieren.

Übrigens abschließend, unterschreibe auf keinen Fall die EinV. Wenn das dem SB nicht passen sollte, dann kann er ja einen VA darüber erlassen und gegen den (nur gegen den) könntest du dann ggf. in Widerspruch gehen. Bedenke immer, eine von dir unterschriebene EinV ist ein beiderseitiger Vertrag an den du gebunden bist, bis er ausgelaufen ist.

Bevor sowas passiert solltest du die EinV vielleicht hier anonymisiert einstellen - wie vielleicht alle Schreiben des SB - denn dann könnten wir drüber schauen und ggf. sagen ob das so korrekt ist.


Gruss saurbier
 

Muzel

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Wenn man einen GdB von 70 hat, hat man einen Anspruch auf einen Nachteilausgleich und auch einen Anspruch, dass die Schwerrbehindertenvertretung beim Bewerbungsgespräch anwesend ist. Die Schwerbehindertenvertretung sollte sich für einen leistungsgerechten Arbeitsplatz einsetzen. Eine ehemalige Mitarbeiterin von mir hatte einen Langrollstuhl und der musste für sie in einen Fahrstuhl eingebaut werden.
 

Doppeloma

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Hallo sommersonne2,

Ich möchte meine Stellen behalten und das JC schreibt in der EGV unter Unterstützung durch JC, dass Sie mir geeignete Stellen anbieten wollen.

wie lange bist du denn schon beim JC (aufstockend), weißt du noch nicht, dass dieser "Labersatz" generell in allen EGV drin steht ... wie viele Stellenangebote für Vollzeit (wo du letztlich, theoretisch) besser verdienen könntest (und kein Geld mehr vom Amt dazu brauchst) hat es denn in der Vergangenheit schon gegeben, von deiner SB ...

Erst dann wärst du überhaupt verpflichtet dich dort zu bewerben und das bedeutet ja noch lange nicht, dass man dich dann auch einstellen möchte ... das ist doch nur ein "Standardsatz", den die in jede EGV für JEDEN reinschreiben ... nur ernsthafte Angebote bekommt fast Niemand deswegen ...

Die versprechen dir also was sie sowieso nicht halten können und werden ... :icon_motz:

Unter Bemühungen von mir steht, Veränderungen mitteilen und Stellen behalten.

Das steht schon im Gesetz, deine Stellen "behalten" kannst du nur wenn dein AG das auch so sieht, das hast nicht du alleine zu entscheiden, also unterschreibe solchen Unsinn einfach nicht ... Veränderungen (welche bitte genau ???) musst du (wenn sie für die Leistung ALGII wichtig sein könnten !!!) ohnehin immer mitteilen.

Die will eine "Alibi-EGV" mit dir machen, damit sie ein Lob von ihrem Chef bekommt, wie fleißig sie gewesen ist ... die hat keine "geeigneten" Stellen-Angebote für dich, kein AG reist sich ernsthaft darum jemanden mit Schwerbehinderten-Ausweis fest einzustellen, weil er den nach der Probezeit nicht mehr einfach wieder los werden kann ... :icon_neutral:

Du weißt offenbar sehr wenig von den entsprechenden "Schutzwirkungen" eines GdB 70 in einem festen unbefristeten Arbeitsverhältnis, denn das gilt auch für deine Teilzeitstelle (wenn sie denn versicherungspflichtig und nicht per Arbeits-Vertrag befristet ist), da darf man dich gar nicht einfach entlassen ohne Zustimmung des Integrationsamtes.

Von dir wird doch gar nicht verlangt, dass du dich Vollzeit "bewerben sollst", das Amt muss dir doch "irgendwas anbieten können" in einem "Vertrag" den man mit dir abschließen will ... also bietet man dir an was es sowieso nicht geben wird, sozusagen "Weihnachten ohne Geschenke" ...

Unterschreiben brauchst du das überhaupt nicht und aufregen darüber ist auch überflüssig, wenn sie dann einen VA schickt legst du den beiseite und fertig ... da würde ich auch nicht um einen Besuch beim Amtsarzt "betteln" ...

Mach weiter deine Jobs die du hast und fertig, die müssten ja auch erst mal "gekündigt" werden ehe du Vollzeit was anderes machen könntest ... ich glaube da fällt eher "Schnee in der Sahara", ehe es da einen Grund für geben wird, dass du freiwillig aufgeben müsstest was du aktuell hast ...

Lohnt sich ja alles erst, wenn du dann kein Geld vom Amt mehr brauchst, dann freu dich mal auf die "Vermittlungsbemühungen" deiner SB und mach dir nicht so viele unnötige Sorgen ... du sollst doch GAR NICHTS machen, was du nicht ohnehin machen musst, auch ohne EGV ... :icon_psst:

Die EGV mal zu sehen wäre zwar ganz nett, ist aber eigentlich überflüssig bei dem Inhalt, ich würde diese Dame nur "angrinsen" und ihr raten sich rechtzeitig bei mir zu melden wenn sie meinen "Traumjob" fertig gebacken hat, weil ich ja schon fleißig am Arbeiten bin ... :icon_hihi:

Zu den gesundheitlichen Problemen ist zwar alles richtig geschrieben worden, aber man braucht auch nicht unbedingt "schlafende Hunde zu wecken", wenn du mit der aktuellen Arbeitsweise gut zurecht kommst, ist das eigentlich im Moment nicht notwendig ...

MfG Doppeloma
 

Muzel

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§ 81 SGB 9
(4) Die schwerbehinderten Menschen haben gegenüber ihren Arbeitgebern Anspruch auf

1.

2.

3.

4behinderungsgerechte Gestaltung der Arbeitsplätze, des Arbeitsumfeldes, der Arbeitsorganisation und der Arbeitszeit, unter besonderer Berücksichtigung der Unfallgefahr,


Also hat man als Schwerbehinderter einen Anspruch auf einen Teilzeitarbeitsplatz.
 
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