EGV .. "entgeltvariante" statt EEJ - was zu beachten ? (1 Betrachter)

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Braeburn1977

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Hallo zusammen,

habs zwar auch bei Tacheles eingestellt, erhoffe mir aber mehr als nur die Meinungen von da - darum auch hier nochmals :


gestern musste ich in die Arge, da meine liebenswürdige SB mir am Freitag partout kein Geld zahlen wollte -- Grund "der Mitwirkung nicht nachgekommen" ( Anmerkung : Unfug. Es ging um Nichterscheinen beim FM, Sanktionen stehen aus)

Also Termin für MO, "um die Mitwirkung nachzuholen" .. gesagt, getan. Geld wurde denn gestern auch per Kassenkarte ausgezahlt.

Überaschenderweise saß dort in der Leistungsabteilung nun aber nicht nur die SB, sondern auch der FM, der schon die EVG in Händen hielt..

Nach Klärung diverser Leistungsfragen und "das dauert ja mit der Kassenkarte, gehen Sie solange mal mit Herrn xxxx ... ) bin ich mit dem FM in ein leeres Zimmer. Das ich das nicht gemusst hätte, und so ein "Überfall" auch gar nicht statthaft sein kann, lasse ich mal einfach so im Raum stehen.. zugegebenerweise bin ich für den FM auch schwieriger zu erreichen gewesen als der Papst.. ( ob bewusst oder durch wichtige Gründe lasse ich den Leser entscheiden )

Nun - ich hab mich lange mit dem Menschen unterhalten und musste einigermassen erstaunt feststellen, dass es sich diesmal nicht um einen drohenden Diktator handelt, wie es der Letzte war, sondern ganz und gar "nett" und mehr als verständnisvoll.

Die EGV ist soweit ich das sehe der Downloadbare Standard der BA - enthält aber naturgemäss keine Nennung der Massnahme und unzulässigerweise 10 Bewerbungen/Monat sowie den Verweis auf die "genehmigungspflichtige Entfernung von der Wohung" -- spätestens das werde ich nicht unterschreiben bzw streichen, ich bin schon dank Hausbesuchen da sehr sehr empfindlich geworden und verweise auf das Gesetz.

Wir haben uns also konkret über das dem FM vorschwebende unterhalten.

Man zählt mich zu den schwer vermittelbaren, die mehr als ein Vermittlungshemniss haben und plant da gewisse Sonder-Fördermöglichkeiten - konkret hiess es, man könne entweder AGH mit MAE machen -- oder -- "Entgeltvariante", Arbeit in "echter Firma" ( weiss auch schon wo ggfs, und wäre auch ok - genau in meiner Interessenslage - ) also mit fester Entlohnung, wo quasi der Chef meinem Lohn eine lane Zeit subventioniert bekäme.

Dazu / bzw dazwischen "Bewerbungstraining" bei einem stadtbekannten Träger.

Das ganze klingt soweit also alles ganz gut, wobei ich EEJ schon jetzt innerlich ablehne, ich bezweifle auch dass es nur einen einzigen zulässigen EEJ hier gibt. Diese Entgeltvariante aber.. das juckt mich schon.

Frage(n) nun :

so blind unterschreiben ( mit Streichung & Korrektur ) oder Gegenvorschlag ausarbeiten ?

Kann ich verlangen, dass auch bei Entgeltvariante konkret der Beschäftigungsort / Arbeitgeber fest in die EGV geschrieben wird und zusätzlich der Umfang/die Art des "Bewerbungstrainings" mit rein kommt ?

Gibt es bei dieser Option "entgeltvariante" etwas hinsichtlich der Arbeitszeit zu beachten ( so wie EEJ,max 15h laut dem FM) ?

Muss/Kann/Sollte ein Profiling/ Einschätzung/Was auch immer / vorher stattfinden ?

Sollte ich um mich zusätzlich "abzusichern", auf eine Arbeitsfähigkeitsuntersuchung vorher bestehen, nicht dass man mir im Fall von Krankheit die evtl schon jetzt besteht - später "was draus drehen" könnte ?

Fragen über Fragen.. ich habe bis MI nächster Woche Zeit.

Wie gesagt, der FM "scheint in Ordnung" ( meine Einschätzung : Typ "fördern" über "fordern" ) - aber ich bin schon so oft von der Arge gebeutelt worden,dass ich extrem misstrauisch bin - und in EGVs können die Tücken ja im Detail liegen.

Danke schon jetzt für alles zweckdienliche.
 
E

ExitUser

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AW: EGV .. "entgeltvariante" statt Ein-Euro-Job - was zu beachten ?

so blind unterschreiben ( mit Streichung & Korrektur ) oder Gegenvorschlag ausarbeiten ?
Gegenvorschlag ist sinnvoll, wenn grobe Veränderungen gemacht werden müssen (d.h. so ziemlich alles neu gemacht werden muss).

Ich würde nichts hinnehmen, was ich nicht hinnehmen kann. Bei Kleinigkeiten würde ich nachgeben.


Muss/Kann/Sollte ein Profiling/ Einschätzung/Was auch immer / vorher stattfinden ?

Wenn nie eins gemacht wurde, sollte es vor Abschluss einer EGV auf jeden fall gemacht werden. Ansonsten sollte es aktualisiert werden, wenn es nicht aktuell ist. Schließlich soll nur mit "jedem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen" eine EGV abgeschlossen werden (§ 15 SGB II). Ein korrektes Profiling erspart dir auch falsche Vermittlungsvorschläge.




Sollte ich um mich zusätzlich "abzusichern", auf eine Arbeitsfähigkeitsuntersuchung vorher bestehen, nicht dass man mir im Fall von Krankheit die evtl schon jetzt besteht - später "was draus drehen" könnte ?
Wo auch immer gesundheitliche Einschränkungen bestehen, sollten sie von der SB im Profiling erfasst sein. Sie kann dafür ein Attest verlangen oder dich zum Amtsarzt schicken. Bestehe bitte auf alle Einschränkungen im Profiling, dann ergibt sich der Rest von alleine.
 

Braeburn1977

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AW: EGV .. "entgeltvariante" statt Ein-Euro-Job - was zu beachten ?

"Wo auch immer gesundheitliche Einschränkungen bestehen, sollten sie von der SB im Profiling erfasst sein. Sie kann dafür ein Attest verlangen oder dich zum Amtsarzt schicken. Bestehe bitte auf alle Einschränkungen im Profiling, dann ergibt sich der Rest von alleine."

Also das Problem konkretisiert ist seelischer Natur, Angst/Depressionen/ evtl sogar schlimmeres .

Ich war öfters kurzzeitig in psychiatrischer Behandlung in 2 verschiedenen Praxen, bin aber noch nie richtig diagnostiziert worden - dementsprechend gibt es auch keine Atteste bzw selbst bei Entbindung der Schweigepflicht könnte meine Frau Dokor auch nicht mehr sagen, als das ich mal bei ihr war wegen Phobien und Depressionen.

Der Arge ist dieses Problem überhaupt nicht bekannt - ich wollte damit bisher auch nicht "hausieren" gehen, bzw. habe das ganze im Hinblick auf Arbeitsfähigkeit wohl auch falsch eingeschätzt und muss mich nun aber mal damit auseinandersetzen, ob ich es den FM lieber wissen lassen soll oder das ganze runterspielen/ verschweige.

Da ich ja intern in der Arge ganz bestimmt als "arbeitsscheu" gehandelt werde, habe ich aber auch Angst, dass ein solches Manöver komplett nach hinten losgehen kann.
So im Sinne von "ach, jetzt macht er auf Geisteskrank" ..

momentan helf ich mir eingermassen selber und nehme mehr oder minder regelmässig Psychopharmaka ein - "illegalerweise" also ohne Rezept, aber sie helfen halt - das Schlimme ist, das mir die höchswahrscheinliche Diagnostik mehr als nur unangenehm wäre - und davor habe ich auch Angst, denn mit dem Stempel landet man auch bei den Ärzten dann in einer Schublade, aus der man kaum rauskommt.

Es würde den Rahmen hier sprengen, wenn ich das weiter vertiefe - ich hoffe, der Ansatz hier reicht zum Nachvollziehen erstmal.

Versteht mich nicht falsch, ich habe nicht vor, den rest meines Lebens von 351 Euro zu "leben" und nichts zu arbeiten .. oft genug hab ich ja Phasen wo ich was ändern will, aber es gibt auch Phasen der absoluten Schwarzmalerei und des "Kopf-in-den-Sand-stecken"..

irritiert bin ich jetzt erstmal wegen des nun endlich mal menschlichen Arbeitsvermittlers :icon_wink:

*seufz*
 

Landino

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AW: EGV .. "entgeltvariante" statt Ein-Euro-Job - was zu beachten ?

"Wo auch immer gesundheitliche Einschränkungen bestehen, sollten sie von der SB im Profiling erfasst sein. Sie kann dafür ein Attest verlangen oder dich zum Amtsarzt schicken. Bestehe bitte auf alle Einschränkungen im Profiling, dann ergibt sich der Rest von alleine."

Also das Problem konkretisiert ist seelischer Natur, Angst/Depressionen/ evtl sogar schlimmeres .
Was meinst Du damit??????
Ich war öfters kurzzeitig in psychiatrischer Behandlung in 2 verschiedenen Praxen, bin aber noch nie richtig diagnostiziert worden - dementsprechend gibt es auch keine Atteste bzw selbst bei Entbindung der Schweigepflicht könnte meine Frau Dokor auch nicht mehr sagen, als das ich mal bei ihr war wegen Phobien und Depressionen.

Der Arge ist dieses Problem überhaupt nicht bekannt - ich wollte damit bisher auch nicht "hausieren" gehen, bzw. habe das ganze im Hinblick auf Arbeitsfähigkeit wohl auch falsch eingeschätzt und muss mich nun aber mal damit auseinandersetzen, ob ich es den FM lieber wissen lassen soll oder das ganze runterspielen/ verschweige.

Da ich ja intern in der Arge ganz bestimmt als "arbeitsscheu" gehandelt werde, habe ich aber auch Angst, dass ein solches Manöver komplett nach hinten losgehen kann.
So im Sinne von "ach, jetzt macht er auf Geisteskrank" ..
Das sagt Dir deine Depression,ist aber nicht so....

momentan helf ich mir eingermassen selber und nehme mehr oder minder regelmässig Psychopharmaka ein - "illegalerweise" also ohne Rezept, aber sie helfen halt - das Schlimme ist, das mir die höchswahrscheinliche Diagnostik mehr als nur unangenehm wäre - und davor habe ich auch Angst, denn mit dem Stempel landet man auch bei den Ärzten dann in einer Schublade, aus der man kaum rauskommt.
Warum tust Du DIR das das an???Niemand bestempelt Dich und steckt Dich in ne Schublade.....Außer Du selbst....Klar,gekauftes Glück macht auch zu Frieden....aber fühlst Du dich gut dabei....????
Such Dir Einen Therapeuten,geh in eine Tagesklinik,geh in eine Selbsthilfegruppe....nutze Momente ohne Depri dazu,Dir selbst zu helfen,steh zu Deiner Erkrankung....Das macht alles einfacher....auch mit der ARGE...
Es würde den Rahmen hier sprengen, wenn ich das weiter vertiefe - ich hoffe, der Ansatz hier reicht zum Nachvollziehen erstmal.

Versteht mich nicht falsch, ich habe nicht vor, den rest meines Lebens von 351 Euro zu "leben" und nichts zu arbeiten .. oft genug hab ich ja Phasen wo ich was ändern will, aber es gibt auch Phasen der absoluten Schwarzmalerei und des "Kopf-in-den-Sand-stecken"..
Dann handel danach....denn mit gekauften Benzos geht das automatisch mit dem Kopf in den Sand,der kommt dann aber von oben mit nem Minibagger....

irritiert bin ich jetzt erstmal wegen des nun endlich mal menschlichen Arbeitsvermittlers :icon_wink:

*seufz*
Spreche aus eigener Ehrfahrung,mehreren Klinikaufenthalten nach ST-Versuchen und unmengen an verordneten Anti-Depressiva und Psychopharmaka...
Aber das was hilft-steckt in einem Selbst,findet man nur schlecht in der Depri.....
Such Dir Hilfe und ärgere Dich nicht mit der ARGE....

Wünsch Dir alles Gute...
Lg Dino
 
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AW: EGV .. "entgeltvariante" statt Ein-Euro-Job - was zu beachten ?

Ich rate dir trotzdem, der SB zu berichten, dass du psychische Probleme hast. Wahrscheinlich kommst du deswegen nämlich für bestimmte Tätigkeiten nicht in Frage. Das sollte sie wissen, denn du bekommst sonst bei der Vermittlung Probleme. Kannst du dir das nicht von einem Hausarzt attestieren lassen?
 

Braeburn1977

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AW: EGV .. "entgeltvariante" statt Ein-Euro-Job - was zu beachten ?

Ich rate dir trotzdem, der SB zu berichten, dass du psychische Probleme hast. Wahrscheinlich kommst du deswegen nämlich für bestimmte Tätigkeiten nicht in Frage. Das sollte sie wissen, denn du bekommst sonst bei der Vermittlung Probleme. Kannst du dir das nicht von einem Hausarzt attestieren lassen?
schlecht..

naja.. immerhin isses jetzt mal "raus", wenn auch nur hier, anonym im Forum.

ich schlepp das schon jahrelang mit mir rum, nur wer mich privat so richtig kennt, käme auf die Idee.. ;)

das ist ja das tückische an solchen Störungen - die meiste Zeit fällt es nach aussen hin nicht auf.

Also danke erstmal für die Ratschläge bezügl. der Gesundheitsklamotte, bleiben aber noch die Fragen zur EGV an sich - unabhängig ob und wie ich dann "fähig" wäre.

:icon_kratz:
 

Braeburn1977

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AW: EGV .. "entgeltvariante" statt Ein-Euro-Job - was zu beachten ?

Spreche aus eigener Ehrfahrung,mehreren Klinikaufenthalten nach ST-Versuchen und unmengen an verordneten Anti-Depressiva und Psychopharmaka...
Aber das was hilft-steckt in einem Selbst,findet man nur schlecht in der Depri.....
Such Dir Hilfe und ärgere Dich nicht mit der ARGE....

Wünsch Dir alles Gute...
Lg Dino
weiss ich alles, keine Sorge
unabhängig davon nehm ich nur, was mir auch früher mal verordnet war.Zudem bin ich auch kein medizinischer Laie - weiss also halbwegs, was ich da einwerfe :icon_wink:
Trotzdem danke für's aufmuntern
 
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