EGV bekommen für 1 Jahr per Post bekommen ohne vorherige Absprache. (1 Betrachter)

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Dirk1972NRW

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Hallo,

ich habe heute morgen folgende EGV per Post zugestellt bekommen. Siehe auch unten im Anhang.

Ich leide seit 18 Jahren unter einer generalisierten Angst- und Panikstörung. Aufgrund dieser war es mir nicht möglich, meine ursprünglich erlernten Beruf nachzugehen. Seit 2007 bin ich im Rehaprozess des hiesigen Jobjenters, aufgrund der wiederkehrenden Erkrankung musste ich allerdings 2 mal die Umschulung zum Kaufmann im Gesundheitswesen abbrechen.

Vor 3 Wochen hatte ich dann einen Termin bei meiner Reha-Bearbeiterin, die allerdings vom Arbeitsamt selber kommt, also insofern mit der Arge nichts zu tun hat, sondern hier nur einmal wöchentliche Termine wahrnimmt. Diese möchte mich immer nur in die hinlänglich bekannten Berufsförderungswerke, bzw. ins Berufstrainigszentrum schicken. Sowohl mein behandelnder Hausarzt, als auch mein Neurologe raten von solchen Maßnahmen strickt ab, vor allem, weil es mir nicht möglich ist, vor vielen Menschen zu sprechen, was aber dort immer wieder verlangt wird. Obendrein hatte ich dort mal vor 3 Jahren 2 Tage zur Probe teilgenommen und dabei festgestellt, dass dies meiner Gesundheit alles andere als zuträglich ist.

Obendrein ist es für mich finanziell sehr schwierig, die Pendelkosten überhaupt zu tragen und aufgrund der Erkrankung ist es für mich sehr wichtig, dass ich mein gewohntes Umfeld um mich habe, was eine Internatsunterbringung nicht möglich macht.

Obendrein beabsichtige ich, im kommenden Jahr umzuziehen um mit meiner Partnerin zusammen zu ziehen. Dies hatte ich der Rehebearbeiterin auch mitgeteil, worauf sie sagte, dass ich das alles erstmal klären solle, sie mich im März wieder kontaktieren würde und dies auch meiner Arge-Sachbearbeiterin mitteilen würde.

Obendrein gibt es hier in meiner Nähe und auch nicht am Umzugsort auch nur eine Ausbildungsstätte, die auf solche Erkrankungen spezialisiert ist. Es würde als immer wieder auf die BFWs hinauslaufen.

Handelt es sich bei diesem Schreiben um einen Verwaltungsakt und wie kann ich mich dagegen wehren?

Gruß

Dirk
 

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Das ist einfach eine EGV. Wenn du die nicht unterschreiben möchtest, dann brauchst du das nicht. Dann wartest du eben auf den VA, falls dazu einer kommt.

Die darin erwähnten Kontakte zur Reha nimmst du wahr? Wenn ja, was hält dich davon ab sie zu unterschreiben?
 

Dirk1972NRW

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Natürlich nehme ich alle Termine wahr, es geht auch nicht darum, etwas zu sabotieren. Nur, damit setze ich mich allen Schikane-Sanktionen aus, im Endeffekt haben die mich damit komplett in der Hand und können mich quasi ins BFW oder BTZ zwingen. Und ich bin nicht bereit, Maßnahmen mitzumachen, die meiner Gesundheit abträglich sind.
 
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ExitUser

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@ Dirk1972NRW , ersichtlich wird aus deiner Darstellung nicht ob du wirklich gesunden willst ? :icon_neutral:

Zum einen
Obendrein ist es für mich finanziell sehr schwierig, die Pendelkosten überhaupt zu tragen und aufgrund der Erkrankung ist es für mich sehr wichtig, dass ich mein gewohntes Umfeld um mich habe, was eine Internatsunterbringung nicht möglich macht.
Zum anderen
Obendrein beabsichtige ich, im kommenden Jahr umzuziehen um mit meiner Partnerin zusammen zu ziehen.
Wie das zusammenpasst will sich mir nicht erklären ? :cool:
 

Dirk1972NRW

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Also ich empfinde es schon als etwas befremdlich, wenn Du mir in Abrede, zumindest aber in Frage stellen willst, ob ich an meiner Gesundung interessiert bin.

Desweiteren weiß ich auch nicht, was an meinen Aussagen widersprüchlich, bzw. schwer verständlich ist. Aber ok, nochmal zum mitschreiben...

1. Es ist für mich schwierig bis unmöglich, die Pendelkosten zu tragen. Vom zeitlichen und damit stressigen Aufwand ganz zu schweigen. Solltest Du auch nur ansatzweise firm im Bereich dieser Erkrankungen sein, wüsstest Du, dass sich diese Dinge doch ein wenig beißen.

2. Gewohntes Umfeld kann auch gleichbedeutend mit der Partnerin sein. Ich meinte damit mit Sicherheit nicht die die Garnitur meiner Toilette, um es mal ein wenig überspitzt zu formulieren.

3. Ging es in meiner Anfrage nicht um die moralische Absegnung meiner Einstellung, sondern schlicht und ergreifend um die Rechtmäßigkeit dieses Schreibens, bzw. welche Möglichkeiten mir gegeben sind, dagegen anzugehen. Alle andere Fragen lassen sich bestimmt auch bei Moralapostel.de klären.

Entschuldige meinen vielleicht etwas offensiven Ton, aber es ist schon merkwürdig, wie sehr man bei klaren Fragen erstmal hinterfragt wird. Wie es um das Thema EGV generell steht, ist wohl so ziemlich jedem bekannt, daher sollte sich der Ton in diesem Forum allgemein wieder etwas mäßigen. Und ja, natürlich habe ich Interesse zu gesunden, allerdings ist dies doch eher sehr unwahrscheinlich, auch wenn es inzwischen genug Scharlatane gibt, die behaupten, dass dieses ja kein Problem wäre. Und glaub mir, ich habe so ziemlich alles bisher versucht, damit sich dieser Zustand ändern. In diesem Sinne...etwas mehr Sachlichkeit und Bezug zum eigentlichen Thema wären in Zukunft erstrebens- und wünschenswert.
 

gelibeh

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Das Schreiben ist kein Verwaltungsakt. Reagiere erst einmal gar nicht darauf. Falls da noch ein Ersatz der EGV als Verwaltungsakt kommt, melde Dich hier nochmal. Gesundheitliche Sachen haben in einer EGV nämlich nichts zu suchen, das könnte man dann angreifen.
 

Dirk1972NRW

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Du meinst, dass ich auch nicht drauf aufmerksam machen soll und das Schreiben quasi ignoriere? Nun, die Arge hier ist für ihre Sanktionsfreudigkeit und ihrem Hang zur Schikane durchaus bekannt.

Ich empfand es schon als merkwürdig, dass da überhaupt was kam. Ich hatte Anfang des Monats ein Gespräch mit meiner Rehabearbeiterin und diese sagte mir, dass sie erstmal abwarten will, wann ich umziehen würde und dass wir so etwas Zeit gewinnen würde. Sie deutete allerdings auch an, dass meine Sachbearbeiterin schon am Rad drehe. Womöglich müssen da mal ein paar Schreiben vom Schreibtisch verschwinden. Lustig ist auch die Aussage in der EGV "wie besprochen". Merkwürdig, das muss dann im Traum passiert sein. Hier hat man gefühlt alle paar Monate einen neuen Sachbearbeiter, die Dame ist mir jedenfalls noch nie begegnet, geschweige denn, dass wir jemals ein Wort miteinander gewechselt haben.
 

gelibeh

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Das Schreiben da oben ist ein Vertrag. Nur wenn Du den unterschreibst, musst Du Dich dran halten. Abwarten ob noch was kommt. Dann meldest Du Dich.
 

sicky

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möchte auch noch mal was zum gewohnten umfeld und zu der geplanten maßnahme sagen.

ich habe bis juni diesen jahres eine umschulung in einem berufsförderungswerk gemacht. 80 km von mir entfernt, internatsunterbringung kam auch für mich nicht in frage, da auch ich in meinem gewohnten umfeld bleiben wollte.

ich bin vier wochen in dem internat gewesen und es war die hölle. internatsunterbringung in einem BFW bedeutet, abends lärm ertragen zu müssen. privatsphäre ist im prinzip auch nicht gegeben, da jeden tag entweder eine putzfrau rein kommt oder die dame, die die handtücher wechselt, oder, oder, oder...

sich wie zuhause fühlen? unmöglich. also dann doch das andere übel, die pendelei in kauf genommen.

zwar bekam man relativ viel fahrtgeld (höchstgrenze 427 euro und ein paar cent) und hat im prinzip etwas übergehabt (in etwa 300 euro onatlich benzinkosten), jedoch: wir haben eine höhere versicherungsprämie gehabt, der wertverlust des autos durch die vielen kilometer, ständig reparaturen, da dann natürlich die verschleissteile hinüber gingen.

am ende haben wir, wenn man es hoch rechnet, drauf bezahlt.

dazu heisst es, in den zimmern wäre internet, was jedoch nciht der fall war. nur einige zimmer hatten einen internetanschluss, und von dort aus kann man natürlich auch nicht alles frei nutzen. nur das, was dem admin beliebt. natürlich werden (verständlicherweise) auch logs angefertigt.

das BFW ist das gleiche BFW, in dem Dirk1972NRW hinkommen würde (kennen uns seit vielen jahren persönlich, daher weiss ich das).

die ARGE in seinem wohnort (auch ich war dort mal "kunde") ist in der tat dafür bekannt, dass sie sehr gerne sanktioniert. ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich damals dort einen monat ohne sanktion hatte.

unterlagen verschwinden dort in feiner regelmäßigkeit, man bekommt termine, die zum teil am gleichen tag waren, mitarbeiter dort erzählen einem dies, machen dann aber das. zahlungen stimmten nicht und dergleichen mehr.

damals hatte ich noch nicht die kraft und den mut, mich zu wehren. das ist heute anders.

ich kann jedoch seine bedenken gegenüber seiner EGV, gerade mit dieser ARGE, durchaus verstehen.

lg
 
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