EGV bei ALG 1 (1 Betrachter)

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CaBe

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Ich habe hier schon einiges zur EGV gelesen, doch immer nur im Zusammenhang mit ALG 2. Wie sieht das eigentlich bei ALG 1 aus, gibt es da überhaupt Unterschiede?

Ich bin zum ersten Mal in meinem Leben arbeitslos, habe vorher 29 Jahre durchgehend gearbeitet. Seit 01.10. erhalte ich nun ALG 1.

Arbeitssuchend habe ich mich natürlich viel früher gemeldet, Mitte Juni. Meine zuständige Sachbearbeiterin hat bisher kein Gespräch mit mir geführt. Dieses Formular zur Vorbereitung auf das Vermittlungsgespräch hatte ich aber komplett ausgefüllt und fristgerecht abgegeben.

Anfang August hatte ich eine Einladung zum Arbeitsamt - ich dachte, das wäre nun endlich dieses Vermittlungsgespräch - doch es war lediglich eine Infoveranstaltung für mehrere Arbeitssuchende. :icon_rolleyes:
Im Anschluss gab es für mich dann doch noch ein Einzelgespräch, allerdings bei einer anderen Sachbearbeiterin. Die versuchte auch meine vielen Fragen zu beantworten und als sie dann im Computer bei meiner Kundennummer sah, dass ich noch keine EGV hatte, setzte sie gleich eine auf - in der steht:
Leistungen der Agentur für Arbeit
Beratung zum Arbeitsmarkt.
Anonyme Veröffentlichung des Bewerberprofils in der Jobbörse.
Zusendung von geeigneten Stellenangeboten.
Wir finanzieren ein Bewerbungstraining Modul I+II.

Bemühungen vom Arbeitslosen
Einreichung von 8 Bewerbungen immer zum 15. des Monats, unaufgefordert alle 4 Wochen:
Führen einer Tabelle, aus der folgende Angaben zwingend hervorgehen:
Datum/Ansprechpartner/Art der Bewerbung/beworbene Stelle/Ergebnis.
Die Liste wird unaufgefordert in der Agentur für Arbeit eingereicht.
Ich werde das Bewerbungstraining absolvieren.
Ich werde mich in den mir bekannten Jobbörsen sowie in der Tagespresse.
Ich werde meine Netzwerke kontaktieren.
Das Bewerbungstraining wurden aufgrund meiner Initiative (ich schlug es vor) veranlasst.

Gut, 8 Bewerbungen scheinen jetzt erstmal nicht viel, aber eine gute passende Stelle zu finden ist auch nicht so einfach und ich möchte mich nicht auf irgendwas bewerben, nur damit eine Statistik befriedigt wird.
Ich fragte die Dame, was ist, wenn ich keine 8 Stellenangebote im Monat finde? Sie sagte, sie könne das nicht beurteilen, eigentlich wäre sie für mich gar nicht zuständig und kenne meinen Beruf auch nicht. Ich soll es halt versuchen, 8 Bewerbungen im Monat wären doch nicht viel.
Ich zögerte etwas - da ich aber keinen Ärger gleich am Anfang meiner Arbeitslosenzeit wollte und auf so eine EGV auch nicht vorbereitet war, unterschrieb ich dann diese.

Nun habe ich von meiner eigentlichen zuständigen Sachbearbeiterin eine Einladung zu einem Termin erhalten, in dem sie mit mir über die vereinbarten Aktivitäten der letzten EGV sprechen möchte.
Ich hatte diese Tabelle der Eigenbemühungen fristgerecht abgegeben. Allerdings enthält diese nur 7 Bewerbungen, wobei drei davon aufgrund von Vermittlungsvorschlägen seitens des Arbeitsamtes gemacht wurden, ich habe also diese Stellen nicht selbst gefunden/rausgesucht.

Nun bin ich schon etwas unsicher was mich bei diesem Termin erwartet und wie ich mich verhalten soll. Vielleicht reichen der Sachbearbeiterin die Anzahl der Bewerbungen nicht und sie will eine neue EGV festlegen.
Ich habe zwar mittlerweile gelesen, dass ich eine EGV nicht unterschreiben muss, allerdings sind die Folgen dann auch nicht so einfach zu bewältigen. :icon_kinn:

Außerdem möchte ich mit dem Amt auch keinen Krieg haben. Ich bekomme 1 Jahr ALG 1, für ALG 2 bin ich nicht berechtigt. Ich möchte in diesem Jahr versuchen einen vernünftigen Job mit einer guten Bezahlung zu bekommen. Ich denke das ist nicht zu viel verlangt, immerhin habe ich jahrzehntelang in die Arbeitslosenversicherung aufgrund meines guten Gehaltes kräftig einzahlen müssen. Und daher möchte ich in diesem Jahr auch keine Sperre des ALG 1 riskieren. Habe ich nach diesem Jahr noch keine neue Arbeitsstelle, dann muss ich halt Abstriche machen …

Wie sind Eure Meinungen dazu?
 

Seepferdchen 2010

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Hallo CaBe,

zunächst erstmal zum Verständnis der Unterschied:

es gibt schon einen grundsätzlichen Unterschied zwischen EGVs bei ALGI (SGB III) und bei ALG II (SGB II).

Bei ALG (SGB III) kann kein Verwaltungsakt erlassen werden, der eine EGV komplett ersetzt, sondern nur eine Festlegung der erforderlichen Eigenbemühungen per Verwaltungsakt.

Dagegen ist natürlich Widerspruch und ggf. Klage möglich, z.B. wenn die geforderten Eigenbemühungen überzogen oder nicht realistisch sind.

Laut Gesetz ist auch keine bestimmte Anzahl von Bewerbungsbemühungen vorgegeben und auch im ALGI kommt es darauf an wieviele Bewerbungen du finanziell tragen kannst bzw. von der AfA übernommen werden.(Antrag Vermittlungsbuget)

Wenn man von dir z.B. 10 Bewerbungen fordern würde, dann muss dir die AfA auch die entsprechende Kosten erstatten und in einer EGV festlegen.
§ 44 SGB III

den Antrag mußt du schriftlich stellen.

Ich werde meine Netzwerke kontaktieren.
Was konkret ist hiermit gemeint????????????

Wie lange ist deine EGV gültig, die du leider unterschrieben hast?????

Gruß:icon_pause:
 
S

silka

Gast
Hallo,
wer möchte schon Konfrontation??
Manchmal läuft es mit dem Vermittler bei der Agentur besser als beim Jobcenter und Alg2.
Aber auch dort gibts miese Typen.

Mein Rat wäre:
Zum Termin erscheinen, bis dahin noch Eigenbemühungen nachweisen.
Etwas schuldbewußt und unwissend tun, Besserung versprechen.
Damit muß man niemanden hintenrein kriechen und provoziert nicht gleich das Ausfahren der Krallen auf Vermittlerseite.
Schließlich bist du neu und kannst nicht alles wissen.

Das mit der Kostenerstattung für die Bewerbungen sehe ich beim ALG in SGB III anders als Seepferdchen.
Unter ALG wird man in aller Regel für solche Kosten als *leistungsfähig* eingestuft, man geht davon aus, daß du dich auf die kostengünstigste Art bewirbst und das selbst zahlst.

Wenn dir die Kosten für 8 pro Monat zu hoch sind, weil du sehr aufwändige Bewerbungen machst, dann kannst du versuchen, beim Termin einen Passus zur Kostenerstattung in die neue EGV reinzubringen.

Deine Einstellung zur Alo-Versicherung und deiner langjährigen Tätigkeit---das interessiert bei der AfA keinen mehr.
Dort gehts ebenso nur ums Vermitteln---also raus aus der Statistik.
Oder Verschieben in Maßnahmen---auch raus aus der Statistik und rein in Trainings.

Wenn du dich seit ewigen Zeiten nicht beworben hast, kannst du evtl. sogar was lernen bei diesem Training;-)

Zur Zumutbarkeit von Stellen:
Ich meine, dir als ALG-Empfänger ist zunächst nicht zuzumuten, eine Stelle mit weniger als 70% deines bisherigen Einkommens anzunehmen.
Ich weiß nur nicht, wo das steht.
Also: Alles ist dir nicht zuzumuten.
Und bewerben heißt noch längst nicht eingestellt zu werden.
84, 112, 165, 301---das sind Zahlen von Bewerbungen---ohne Erfolg.
Also nimm die 8 nicht so schwer;-)
 

Hartzeola

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Das mit der Kostenerstattung für die Bewerbungen sehe ich beim ALG in SGB III anders als Seepferdchen.
Unter ALG wird man in aller Regel für solche Kosten als *leistungsfähig* eingestuft, man geht davon aus, daß du dich auf die kostengünstigste Art bewirbst und das selbst zahlst.
Förderung aus dem Vermittlungsbudget
gemäß § 44 SGB III


Geschäftsanweisung
(Stand: 20.01.2012)

Gültig ab: 01.04.2012
Gültig bis: 31.03.2017

44.15

(1) Die Förderung aus dem VB beschränkt sich auf die Übernahme entstandener Kosten (z.B. Pauschale für nachgewiesene Bewerbungen oder Kostennachweis durch Rechnungen). Die Gewährung eines „Vorschusses“ ist nicht zulässig.
https://www.arbeitsagentur.de/zentr...ng/A042-Vermittlung/Publikation/pdf/GA-VB.pdf
 

CaBe

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Bei ALG (SGB III) kann kein Verwaltungsakt erlassen werden, der eine EGV komplett ersetzt, sondern nur eine Festlegung der erforderlichen Eigenbemühungen per Verwaltungsakt.
Verstehe ich nicht: Kein Verwaltungsakt - Festlegung per Verwaltungsakt. :confused:

Was konkret ist hiermit gemeint????????????
Ich hatte der Dame mitgeteilt, dass ich neben Internet, Zeitungen etc. auch in meinem Bekannten-/Verwandtenkreis nachfrage wegen einer möglichen Stelle. Das hat sie dann gleich in die EGV mitaufgenommen und als "persönliche Netzwerke" bezeichnet.

Wie lange ist deine EGV gültig, die du leider unterschrieben hast?????
Das sehe ich jetzt erst. :icon_kinn:
Da steht: "30.09.2012 soweit zwischenzeitlich nichts anderes vereinbart wird".
Die Dame hat sich mehrmals verschrieben, die EGV wurde glaube ich 3 x gedruckt und trotzdem sind noch Rechtschreibfehler drin und 1 Satz ist auch unvollständig, habe ich oben extra so abgeschrieben.
Entweder meint die eigentlich 30.09.2013, also 1 Jahr solange auch ALG 1 gilt (wobei das damals noch nicht festgelegt war) oder aber wirklich nur bis Ende September diesen Jahres - die EGV ist v. 09.08.12. Dann wird mir der kommende Termine bei meiner eigentlichen Sachbearbeiterin für mich noch deutlicher, die will vermutlich eine neue EGV festlegen - allerdings schon recht spät, wir haben mittlerweile Mitte November.


Wegen der Bewerbungskosten hatte ich gefragt: Habe ich keinen Anspruch drauf, da ich ja keine Grundsicherung beziehe. Die erwarten von einem, dass das vom ALG 1 bezahlt wird. Hat silka recht.
Außerdem meinte die Dame, dass die meisten Bewerbungen online bzw. per Mail erfolgen und da entstehen dann keine Kosten. Hat sie recht. Ist für mich OK.
 

CaBe

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Hallo,
wer möchte schon Konfrontation??
Manchmal läuft es mit dem Vermittler bei der Agentur besser als beim Jobcenter und Alg2.
Aber auch dort gibts miese Typen.

Mein Rat wäre:
Zum Termin erscheinen, bis dahin noch Eigenbemühungen nachweisen.
Etwas schuldbewußt und unwissend tun, Besserung versprechen.
Damit muß man niemanden hintenrein kriechen und provoziert nicht gleich das Ausfahren der Krallen auf Vermittlerseite.
Schließlich bist du neu und kannst nicht alles wissen.
Ich will absolut keine Konfrontation. Mir aber auch nicht mehr alles bieten lassen - und an wirkliche Gerechtigkeit in diesem Land glaube ich schon lange nicht mehr. Ich will mich lediglich vorab ausreichend informieren.

Deine Einstellung zur Alo-Versicherung und deiner langjährigen Tätigkeit---das interessiert bei der AfA keinen mehr.
Das ist mir klar. Das war für Euch hier im Forum gedacht, quasi etwas Hintergrund zu meiner persönlichen Situation - jeder Fall ist ja anders.

Wenn du dich seit ewigen Zeiten nicht beworben hast, kannst du evtl. sogar was lernen bei diesem Training;-)
Ich war natürlich bei dem Training (Ende August). Gebracht hat es mir so gut wie nix. Es war fast schon katastrophal: Der PC der Trainerin funktionierte anfangs nicht richtig, dann gar nicht mehr. Sie gab sich zwar Mühe, aber ohne den eigenen PC mit ihren Dateien/Dokumenten war das nix. Sie selbst hat den Job auch nur befristet.
Meine letzten Bewerbungen hatte ich 1982/83 gemacht, als ich mich auf einen Ausbildungsplatz beworben hatte.

Zur Zumutbarkeit von Stellen:
Ich meine, dir als ALG-Empfänger ist zunächst nicht zuzumuten, eine Stelle mit weniger als 70% deines bisherigen Einkommens anzunehmen.
Ich weiß nur nicht, wo das steht.
Ja, steht bei §140 SGB III - kenne ich mittlerweile schon auswendig. :wink:
Im ersten Quartal sind es 80%, im zweiten 70% vom letzten Bruttoeinkommen; ab dem 7. Monat darf das neue Nettoeinkommen nicht weniger als ALG 1 betragen.
Problem ist nur, dass in den Stellenausschreibungen kein Gehalt genannt wird, das wird dann erst im Vorstellungsgespräch mitgeteilt. Also kann ich nicht von vornherein eine Stelle ablehnen, auch wenn ich mir sicher bin, dass diese gem. o. g. § eigentlich für mich nicht zumutbar wäre.
So war das auch bei den Vermittlungsvorschlägen vom Arbeitsamt: Ich habe mich darauf beworben, obwohl ich weiß, dass ich da niemals 80% von meinem letzten Bruttogehalt bekommen werde, vermutlich noch nicht mal 50%.
 

Seepferdchen 2010

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sondern nur eine Festlegung der erforderlichen Eigenbemühungen per Verwaltungsakt.
Das ist damit gemeint.

Außerdem meinte die Dame, dass die meisten Bewerbungen online bzw. per Mail erfolgen und da entstehen dann keine Kosten. Hat sie recht. Ist für mich OK.
Nein da mußt du etwas weitersehen, lies dich mal ein beim Vermittlungsbuget.

Ganz ist es nicht so, es gibt Stellenausschreibungen wo eine komplette Bewerbungsmappe gefordert ist.
 

CaBe

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Das ist damit gemeint.
Also ist der Unterschied "EGV" und "Festlegung", beides als Verwaltungsakt? Und eine Festlegung ist nicht so 'hart' wie eine EGV?

Nein da mußt du etwas weitersehen, lies dich mal ein beim Vermittlungsbuget.

Ganz ist es nicht so, es gibt Stellenausschreibungen wo eine komplette Bewerbungsmappe gefordert ist.
Ich musste als Vorbereitung auf dieses Vermittlungsgespräch (was bisher nicht stattfand) neben dem Formular auch meine Zeugnisse, Lebenslauf, Berufsabschluss etc. kopieren und mitschicken. Ich fragte dann nach Erstattung der Kopierkosten und da sagte sie mir, dass sowas für mich zumutbar sei genauso wie mögliche Bewerbungskosten, da ich mit meinem ALG 1 mehr als deutlich über der sog. Sicherungsgrenze liege.
Selbst bei einer Bewerbungsmappe entstehen ja keine hunderte von Euros. Und Firmen die heute noch so eine Bewerbungsmappe verlangen, na ja ...
Sollte AfA von mir die Bewerbung auf eine Stelle verlangen, wo eine richtige Bewerbungsmappe verlangt wird, dann kann ich wegen der Kosten nochmal nachfragen.
Ansonsten sollen lieber die die Kostenerstattung erhalten, die das auch wirklich brauchen. Für einen guten Job bin ich auch gern bereit etwas finanziell zu investieren.
 

CaBe

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Mein Termin rückt näher und ich möchte entsprechend vorbereitet sein.

Wenn die SB nun eine neue EGV erstellt und ich mit dieser nicht einverstanden bin, dann werde ich die diesmal nicht unterschreiben.
Dann bekomme ich eine Festlegung der erforderlichen Eigenbemühungen per Verwaltungsakt (so habe ich das hier verstanden). Was hat das für mich für Konsequenzen? Ist diese Festlegung dann für mich bindend?
 

CaBe

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Hatte am Freitag meinen Termin beim A-Amt - um 8 Uhr früh. :icon_mued:

Die SB war recht nett. Nach kurzem Dialog, war sie auch bereit, die von mir monatlich geforderten Bewerbungen von 8 auf 5 runterzusetzen.

Dann druckte sie eine neue EGV (gültig bis 31.03.13) aus und lag mir diese zur Unterschrift vor. Dazu sagte sie, dass die Gesetzgebung sie als AfA verpflichte eine EGV auszustellen und darin monatliche Bewerbungen als Eigenbemühungen festzulegen. Ich sagte, dass ich diese erstmal nicht unterschreiben möchte, sondern zu Hause darüber in Ruhe nachdenken will. Darauf erwiderte sie, dass ich die EGV nicht unterschreiben brauche, diese hat aber trotzdem ihre Gültigkeit. :icon_kinn:
Sie gab mir 2 Exemplare der EGV mit und meinte, wenn ich möchte kann ich ihr ein Exemplar später unterschrieben zurück geben, wenn nicht, wird sich an der Gültigkeit der EGV nix ändern. :icon_kinn:
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Was ist das denn für eine EGV.
Eingliederungsvereinbarung oder
Ersatz der Eingliederungsvereinbarung per Verwaltungsakt.
 

Siggae

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Dann druckte sie eine neue EGV (gültig bis 31.03.13) aus und lag mir diese zur Unterschrift vor. Dazu sagte sie, dass die Gesetzgebung sie als AfA verpflichte eine EGV auszustellen und darin monatliche Bewerbungen als Eigenbemühungen festzulegen. Ich sagte, dass ich diese erstmal nicht unterschreiben möchte, sondern zu Hause darüber in Ruhe nachdenken will. Darauf erwiderte sie, dass ich die EGV nicht unterschreiben brauche, diese hat aber trotzdem ihre Gültigkeit. :icon_kinn:
Sie gab mir 2 Exemplare der EGV mit und meinte, wenn ich möchte kann ich ihr ein Exemplar später unterschrieben zurück geben, wenn nicht, wird sich an der Gültigkeit der EGV nix ändern. :icon_kinn:
Durch die Eingliederungsvereinbarung kann die Eingliederungsstrategie der AA sowie des
Arbeitslosen nachprüfbar dokumentiert werden. Nach dem Willen des Gesetzes sollen die AA
und der Arbeitslose die Eingliederungsvereinbarung gemeinsam erarbeiten. Treten
Differenzen über die vorzusehenden Maßnahmen auf, kann der Arbeitslose eine Beratung
bzw eine Entscheidung des Vorgesetzten des Sachbearbeiters verlangen (BT-Drucks
14/6944 aaO). Hierbei kann er zu seiner Unterstützung auch einen Berater seines
Vertrauens hinzuziehen. Kann auch bei diesem Einigungsversuch kein Einvernehmen erzielt
werden und kommt deshalb eine Eingliederungsvereinbarung nicht zustande, bleibt es
dabei, dass die AA Vermittlungsvorschläge unterbreitet und über Maßnahmen der aktiven
Arbeitsförderung (s § 3 Abs 4) entscheidet.


Brand in: Brand, SGB III, 6. Auflage 2012, § 37 Rn. 5
 
E

ExitUser

Gast
@ CaBe = Ich bin zum ersten Mal in meinem Leben arbeitslos, habe vorher 29 Jahre durchgehend gearbeitet. Seit 01.10. erhalte ich nun ALG 1.
Somit ist deine Biografie einwandfrei . Was leider nichts mehr zählt . Weder für die AA noch für einen Arbeitgeber .

Der eine Arbeitgeber wird dir vorwerfen das es dir an Vielseitigkeit mangelt . Ein anderer wird dich ablehnen , weil die berechtigte Lohnforderung zu hoch ist .

Auf zwangweise Bewerbungen würde ich mit den regionalen Arbeitslosenzahlen + Offenen Stellen antworten .

Ich würde jede Arbeit ablehnen von der ich nicht Leben könnte . Zusätzlich H4 bedeutet hierbei nur , sich wie ein Hamster ewig im Rad zu drehen . Je schneller man sich bewegt ( Überstunden ) umso weniger muß die AA /JC zahlen .

Ohne das man auch nur einen € mehr hat ! :icon_dampf:
 
E

ExitUser

Gast
Das Problem ist nur, dass die Sanktionen bei ALG1 anders sind als bei ALG2.
Bei fehlverhalten wird das ALG1 für mehre Wochen gleich ganz gestrichen.
Da ist nichts mit 30% Kürzung.
 
G

gast_

Gast
Ich zögerte etwas - da ich aber keinen Ärger gleich am Anfang meiner Arbeitslosenzeit wollte und auf so eine EGV auch nicht vorbereitet war, unterschrieb ich dann diese.
Unterschreib in Zukunft nicht mehr!

Nach Unterschrift mußt dich sonst dran halten - oder es gibt kein Geld mehr.

Rihtiges Verhalten: Man steckt die EGV ein und sagt, man nimmt sie zum Prüfen lassen mit und schickt sie dann zu.
 

CaBe

Elo-User*in
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Durch die Eingliederungsvereinbarung kann die Eingliederungsstrategie der AA sowie des
Arbeitslosen nachprüfbar dokumentiert werden. Nach dem Willen des Gesetzes sollen die AA
und der Arbeitslose die Eingliederungsvereinbarung gemeinsam erarbeiten. Treten
Differenzen über die vorzusehenden Maßnahmen auf, kann der Arbeitslose eine Beratung
bzw eine Entscheidung des Vorgesetzten des Sachbearbeiters verlangen (BT-Drucks
14/6944 aaO). Hierbei kann er zu seiner Unterstützung auch einen Berater seines
Vertrauens hinzuziehen. Kann auch bei diesem Einigungsversuch kein Einvernehmen erzielt
werden und kommt deshalb eine Eingliederungsvereinbarung nicht zustande, bleibt es
dabei, dass die AA Vermittlungsvorschläge unterbreitet und über Maßnahmen der aktiven
Arbeitsförderung (s § 3 Abs 4) entscheidet.


Brand in: Brand, SGB III, 6. Auflage 2012, § 37 Rn. 5
Danke für die Info.
Diese gesetliche Regelung ist aber auch mal wieder bezeichnend: Kommt es zu keiner Einigung und damit auch zu keiner EGV, muss trotzdem der Willen der Arbeitsagentur getan werden. :icon_klatsch:

Meine jetzige EGV ist quasi eine Vereinbarung: Die SB fragte mich, ob die bisherigen mtl. 8 Bewerbungen zu viel wären (Mangels entsprechender Stellen) und ob ich mit mtl. 5 Bewerbungen einverstanden wäre. Das ist für mich absolut OK. Auch sonst steht nix schlimmes in der EGV.
 

CaBe

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Somit ist deine Biografie einwandfrei . Was leider nichts mehr zählt . Weder für die AA noch für einen Arbeitgeber .
Das ist mir schon klar. Das war auch mehr hier fürs Forum quasi als Einstieg zu meiner Person gedacht.
 

CaBe

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Das Problem ist nur, dass die Sanktionen bei ALG1 anders sind als bei ALG2.
Bei fehlverhalten wird das ALG1 für mehre Wochen gleich ganz gestrichen.
Da ist nichts mit 30% Kürzung.
Richtig, bis zu 12 Wochen Sperre sind möglich. Bei ganz schweren Vergehren wohl auch die komplette Sperre des ALG 1. Reichen die eigenen Ersparnisse nicht mehr zum Leben muss halt ALG 2 / Hartz 4 beantragt werden.
 

CaBe

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Unterschreib in Zukunft nicht mehr!

Nach Unterschrift mußt dich sonst dran halten - oder es gibt kein Geld mehr.

Rihtiges Verhalten: Man steckt die EGV ein und sagt, man nimmt sie zum Prüfen lassen mit und schickt sie dann zu.
Die jetzige EGV habe ich auch nicht mehr unterschrieben, nur mitgenommen. Die SB meinte, ich brauche sie auch nicht unterschreiben, sie ist trotzdem gültig und für mich bindend. Und das hat mich verwundert, denn es ist eine EGV und keine Festlegung der erforderlichen Eigenbemühungen per Verwaltungsakt. Jedenfalls steht auf dem Papier oben Eingliederungsvereinbarung in fett drauf. :icon_kinn:

Da ich mit der EGV sehr gut leben kann, bin ich nun am überlegen, ob ich sie doch noch nachträglich unterschreibe und der SB schicke. Oder ob ich diese nicht mehr unterschreibe und es einfach so belasse. Bin mir unsicher, ob dann noch was passiert. Will die SB auch nicht reizen, da ich mit dieser EGV kein Problem habe. :icon_kinn:
 
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