EGV Arbeitsmedizinisches Gutachten, was kann ich tun ? (1 Betrachter)

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alex09

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Zunächst mal Hallo allerseits,

ich bin froh eine solche Anlaufstelle im WWW gefunden zu haben und hoffe das mir jmd einen Rat geben kann. Ich bin seit ca. 2 1/2 Jahren im ALG 2 Bezug.

Ich war dieses Jahr von Mai - Juli aufgrund von Depressionen vom HA krankgeschrieben worden.
In dieser Zeit hätte eine Integrationsmaßnahme (wäre meine 2. gewesen - die erste habe ich letztes Jahr "abgesessen") stattgefunden.

Ich bin nun wieder fit und habe mich beim Jobcenter zurückgemeldet. Gestern hatte ich einen Termin "berufliche Situation" und es wurde eine neue EGV erstellt.
Diese soll die bisherige EGV (eigentlich noch gültig bis zum 18.10.2012) ersetzen / ergänzen.

Unter anderem enthält die neue EGV folgenden Passus:

"Mit Herrn T. wurde die wurde die Einschaltung des ärztlichen Dienstes der Agentur für Arbeit
zur Feststellung der Leistungsfähigkeit vereinbart. Eine Einladung zur Erstellung eines
arbeitsmedizinischen Gutachtens wird, bei Erfordernis, durch den ärztlichen Dienst erstellt.
Eine Wahrnehmung des Termins ist verpflichtend."


Ich bin mit der Erstellung eines solchen Gutachtens nicht einverstanden. Ich war 3 Monate lang krank, nun bin ich wieder gesund und stehe dem Arbeitsmarkt zur Verfügung
Kurzum, ich befürchte das mir durch dieses Gutachten Nachteile (welcher Art auch immer ?) entstehen könnten.

Leider habe ich mich dazu drängen lassen das Formular zur Entbindung der ärztlichen Schweigepflicht zu
unterschreiben. Mir wurde gesagt (trotz meinen Einwendungen) ich muß das jetzt, hier und heute unterschreiben, eine Kopie davon habe ich nicht erhalten.
Ich hatte jedoch einige Streichungen im Formular vorgenommen (z.b. Dauer der Gültigkeit 4 Jahre oder so) und setzte "unter Vorbehalt hinzu".

Die neue EGV habe ich noch nicht unterschrieben.
Ich habe bisher zu allem ja gesagt, aber nun reicht es mir.
Was ich nicht brauchen kann sind Sanktionen und weiterer Ärger. Kann ich um dieses Gutachten überhaupt herumkommen,
ich bin doch gar nicht mehr krankgeschrieben ?

Ich habe die EGV hier einmal angehängt, vllt. kann mal jmd drüberschauen ? Wie soll ich am besten vorgehen, wie wehre ich mich ?

Ich weiß ich werde das ganze dann per VA erhalten und möchte Widerspruch einlegen. Ich werde dann weitere Hilfe bzgl.
des Einspruches brauchen ... :icon_daumen: Dank Euch im Voraus ...

PS:

Unter anderem hatte ich auch einen Antrag auf eine Weiterbildungsmaßnahme gestellt.
Es hieß die Weiterbildungsmaßnahme sei zu teuer und ich solle nach einem günstigeren Angebot suchen. Wieviel günstiger das sein muß, sagte man mir jedoch nicht.

Bevor man sowieso darüber reden könne, sei das arbeitsmedizinische Gutachten Grundvoraussetzung,
schliesslich könne man ja keine Weiterbildung genehmigen und ich werd dann wieder krank, bzw.bin nicht in der Lage diese "psychisch" zu leisten (!!)
So auf die Art, machste das nicht, kannst Deinen Kurs eh vergessen.
(Wobei ich glaube dass das alles eh nur ein Vorwand ist mich irgendwie zur Zustimmung dieses Gutachtens zu drängen)

 

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Hallo und willkommen,

ich mach es kurz :biggrin:

Niemand muss eine EGV unterschreiben und schon gar nicht mit dem Inhalt.
Und noch mal erst recht nicht wenn noch eine gültige vorliegt.

Bekommst du einen VA stellst du den hier ein, wenn du magst, persönliche Daten schwärzen.

Eine Schweigepflichtentbindung hättest du Nicht unterschreiben müssen. Das ist immer Freiwillig und vor allem hat diese Entbindung und auch ein Gesundheitsfragebogen oder Diagnosen Nichts in SB Hände zu suchen.

Ich weiß nicht genau ob man hier etwas machen kann, dass die Schweigepflichtentbindung zurück genommen wird. Das weiß sicher ein anderer User.

Einer Einladung zum ÄD oder PD musst du folgen, ansonsten dürfen die dich sanktionieren.

Leider habe ich mich dazu drängen lassen das Formular zur Entbindung der ärztlichen Schweigepflicht zu
unterschreiben. Mir wurde gesagt (trotz meinen Einwendungen) ich muß das jetzt, hier und heute unterschreiben, eine Kopie davon habe ich nicht erhalten.
Hier hat der SB klar rechtswidrig gehandelt und ist auch seiner Auskunft und Beratungspflicht nicht nachgekommen.

Ich habe die EGV hier einmal angehängt, vllt. kann mal jmd drüberschauen ? Wie soll ich am besten vorgehen, wie wehre ich mich ?
Nicht unterschreiben und auf den VA warten.
Das Nicht unterschreiben darf Nicht sanktioniert werden.
Ich weiß ich werde das ganze dann per VA erhalten und möchte Widerspruch einlegen. Ich werde dann weitere Hilfe bzgl.
des Einspruches brauchen ... :icon_daumen: Dank Euch im Voraus ...
Denke schon, dass du diese Hilfe dann bekommst.

Na ja war jetzt doch nicht so kurz :biggrin:

Und hier noch eine Gute Nacht Lektüre :biggrin:

https://www.elo-forum.org/eingliederungsvereinbarung/76689-eingliederungsvereinbarung-egv-man-darueber-wissen-sollte-update.html
 

Anna B.

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hallo,

die sind doch völlig bekloppt...merke dir eins...lass dich nie wieder zu irgendetwas drängen..

das "Sonderangebot" ärztl.Begutachtung gibt es morgen auch noch und übermorgen und nächste Woche usw...
nichts ist so eilig, dass es jetzt sofort unterschrieben werden muss..

an deiner Stelle würde ich die Schweigepflichtentbindungen widerrufen...schriftlich nachweislich ans JC..

und hier steht drin, was die JC alles fordern dürfen und was nicht...
sehr umfangreich..aber auch sehr lehrreich..

https://www.lda.brandenburg.de/sixcms/media.php/4055/Ratgeber_2012.pdf

alles Gute
 

alex09

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Vielen Dank für die hilfreichen Tipps und die Lektüre(n).
Ich habe nun ein Einschreiben ans Jobcenter verfasst und mein Einverständnis zur Schweigepflichtentbindung "nachträglich" zurückgenommen.
Ebenso habe ich meinem Arzt den Sachverhalt erklärt - er wird keine Auskünfte erteilen.

Mal sehen wie es weitergeht ... Ich werde dann hier den VA posten und hoffe jmd. kann mich mit etwas Munition versorgen.

Vielleicht bringt es ja auch etwas das die alte EGV - zum Zeitpunkt der Erstellung der neuen - eigentlich noch gültig war.

Und wenn ich es nur schaffe das Ganze um einige Wochen aufzuschieben und einen Mehraufwand zu verursachen, so ist schon was gewonnen ...
 
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Gast
Ebenso habe ich meinem Arzt den Sachverhalt erklärt - er wird keine Auskünfte erteilen.
:icon_daumen:

Mal sehen wie es weitergeht ... Ich werde dann hier den VA posten und hoffe jmd. kann mich mit etwas Munition versorgen.
Wenn genug Mist im VA geschrieben steht, dann mit Sicherheit :icon_twisted:

Vielleicht bringt es ja auch etwas das die alte EGV - zum Zeitpunkt der Erstellung der neuen - eigentlich noch gültig war.
Falls ein VA weit vor dem Ablauf der EGV eintrifft, dann bringt das normal sehr viel :biggrin: bei zwei oder drei Tagen vorher, eher weniger.
 
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Gast
Ganz vergessen, hab da noch was für dich...

Der Kundin/dem Kunden muss bewusst sein, dass das Ausfüllen des Gesundheitsfragebogens und der Schweigepflichtentbindungen sowie das Überlassen medizinischer Unterlagen auf freiwilliger Basis erfolgt und dass ihre/seine Angaben und Unterlagen ausschließlich vom ÄD eingesehen und ausgewertet werden. Ein sorgfältig ausgefüllter Gesundheitsfragebogen soll dazu beitragen, unnötige Doppeluntersuchungen bzw. Doppelbegutachtungen zu vermeiden und das Begutachtungsverfahren zu beschleunigen.

In der Eingangszone bzw. durch das Service Center wird der Gesundheitsfragebogen nur an Kundinnen/Kunden ausgehändigt, die gesundheitlich bedingte Einschränkungen ihrer Leistungsfähigkeit geltend machen oder bei denen die begründete Annahme besteht, dass ihre
Leistungsfähigkeit durch Krankheit oder Behinderung eingeschränkt sein könnte. Die Mitwirkung der Kundin/des Kunden in Bezug auf das Ausfüllen des Gesundheitsfragebogens und der Schweigepflichtentbindungen ist freiwillig.

-Die von der Kundin/vom Kunden ausgefüllten Schweigepflichtentbindungen und der Gesundheitsfragebogen, ggf. auch medizinische Befunde, liegen im verschlossenen Umschlag vor und werden dem ÄD zugesandt.

-Die von der Kundin/vom Kunden ausgefüllten Schweigepflichtentbindungen und der Gesundheitsfragebogen, ggf. auch medizinische Befunde, werden vom Kunden an der Kundentheke des ÄD abgegeben.

-Die Kundin/der Kunde lehnt es ausdrücklich ab, Schweigepflichtentbindung und Gesundheitsfragebogen auszufüllen oder medizinische Befunde vorzulegen.
Unter anderem hatte ich auch einen Antrag auf eine Weiterbildungsmaßnahme gestellt.
Hast du einen schriftlichen Antrag gestellt.

Immer alles schriftlich machen, dann sind die gezwungen schriftlich zu begründen warum sie eine Weiterbildung ablehnen.

Vielleicht könnte man dann was gegen eine Absage unternehmen.
Das weiß ich aber nicht, da müsste dann mal ein anderer User etwas zu sagen, wenn es wäre.
 

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gelibeh

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Bei Weiterbildungen ist das aber oft üblich, dass die Eignung vorher medizinisch/psychologisch abgeklärt wird. Aber ich hätte auch so meine Zweifel.
 
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