EGV ALG2 erstmals mit "förmlicher Zustellung" erhalten (1 Betrachter)

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BürgB2012

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Hallo Zusammen!
Ich habe hier etwas Beunruhigendes, wozu ich gerne mal eure Meinung hören möchte.
Zu Mir:
59 Jahre alt, in meinem erlernten Beruf berufsunfähig. Chronisch krank. Langzeitarbeitslos. Seit ca. einem Jahr arbeite ich in der telefonischen Kundenberatung,
die meisten meiner Kollegen sind rund halb so alt oder jünger. Der Job ist anstrengend. Ich halte mich nur deshalb noch im Sattel, weil ich unbezahlte Mehrarbeit
leiste und mich in der Freizeit weiterbilde. Für mich ist das ein Vollzeit-Arbeitsplatz. Mehr kann und will ich nicht.
Vertraglich sind es 6 Stunden / Tag und 9,00 EUR/Std. plus Prämien
Ich mache dennoch den Job gerne, auch zu den Bedingungen. Mein Vertrag wurde kürzlich, wieder um ein Jahr verlängert.
Ich erhalte 15,11 EUR, ab Januar 20,11 EUR ALG2 pro Monat.
Dieser kleine Restanspruch sichert mir das verbilligte Monatsticket für die Bahn, GEZ-Befreiung,
Rezepte-Zuzahlungsbegrenzung, Betriebskosten-Nachzahlung(Übernahme) und das Wichtigste,
doppelter Festkostenzuschuss bei Zahnersatz(steht bei mir an).
Muss ich die Beißerchen selbst bezahlen, verschulde ich mich aufgrund meines geringen Einkommens bis an mein Lebensende.
Nun versucht man seitens des Jobcenters, mich aus dem Leistungsbezug zu bekommen.
1. Vorrangige Leistungen beantragen (Wohngeld = Antrag wurde umgehend Abgelehnt)
2. Ich soll mehr oder zusätzlich arbeiten
Das Ganze wurde in einer neuen Eingliederungvereinbarung festgelegt, die -und jetzt kommts-
mittels Zustellungsauftrag an mich erging. So eine Art Einschreiben. Noch niemals zuvor habe ich eine EGV anders, als durch die normale Post erhalten.
Oder eben persönlich bei meinem PAP.
Die letzte EGV ist von Juni 2017. Die neue EGV unterscheidet sich kaum davon.

Was steckt dahinter?
 

erwerbsuchend

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1. Vorrangige Leistungen beantragen (Wohngeld = Antrag wurde umgehend Abgelehnt)
Betrifft dies nur Wohngeld oder auch andere Leistungen? Den Ablehnungsbescheid für das Wohngeld hast du bereits dem JC nachweisbar zugeschickt?

2. Ich soll mehr oder zusätzlich arbeiten
Du schreibst, dass du offiziell eine 30-h-Woche hast und dabei auch noch unbezahlte Mehrarbeit leistest. Wieviele Stunden arbeitest du nun tatsächlich pro Tag oder pro Woche? Wieso ist die Mehrarbeit unbezahlt?

Grundsätzlich hat das JC in diesem Punkt nichts zu sagen, denn nur dein AG bestimmt, wieviele Stunden er dich einsetzt und, ob er dir einen Nebenjob gestattet.

Das Ganze wurde in einer neuen Eingliederungvereinbarung festgelegt, die -und jetzt kommts-
mittels Zustellungsauftrag an mich erging.
Dir wurde also die EGV ohne Verhandlung per Postzustellungsurkunde zugeschickt?

Kannst du die EGV in anonymisierter Form hier hochladen?
 

BürgB2012

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Vielen Dank für Deine Antwort.
Betrifft dies nur Wohngeld oder auch andere Leistungen? Den Ablehnungsbescheid für das Wohngeld hast du bereits dem JC nachweisbar zugeschickt?
Betrifft nur Wohngeld. Ich habe den Ablehnungsbescheid, wie auch alle anderen Dokumente, die das JC anforderte, per E-Mail gesendet. Man erhält bei meinem JC seit, ich glaube, dem 1.November 2017 keine schriftl. Abgabebestätigungen mehr. Es gibt stattdessen den Hinweis, alles per mail senden zu können. In der aktuellen EGV ist dagegen von möglichen Abgabebescheinigungen die Rede.
Du schreibst, dass du offiziell eine 30-h-Woche hast und dabei auch noch unbezahlte Mehrarbeit leistest. Wieviele Stunden arbeitest du nun tatsächlich pro Tag oder pro Woche? Wieso ist die Mehrarbeit unbezahlt?

Grundsätzlich hat das JC in diesem Punkt nichts zu sagen, denn nur dein AG bestimmt, wieviele Stunden er dich einsetzt und, ob er dir einen Nebenjob gestattet.
Ich arbeite in einem Callcenter. Dort wird jeder Handgriff, Anzahl Pausen, Anzahl Tel.Gespräche, anteilmäßige Verkaufszahlen dokumentiert. Am Ende des Monats erhält jeder Mitarbeiter seine eigenen und die Ergebnisse der anderen Kollegen. Von gelentlichen Ermahnungen per mail aufgrund zu geringer "Produktivität" mal abgesehen. Man kann also seinen "Rang" ablesen. Es wird mit Hilfe der Liste gnadenlos ausgesiebt. Ich bin der letzte Mitarbeiter von insgesamt 12, die vor rund einem Jahr bei der Firm angefangen haben.
Durch Mehrarbeit steigere ich meine Produktivität. In meiner Freizeit versuche ich die fehlende technische Fachkompetenz zu erarbeiten.
Ich arbeite ca. 7 Stunden täglich plus Weiterbildung.
Von Anfang an war eine 30 Stunden Woche als Maximum vereinbart.
Mein Arbeitgeber hätte nichts dagegen, wenn ich mehr arbeiten könnte. Konkret gefragt, habe ich jedoch noch nicht.Das ist das Problem.
Dir wurde also die EGV ohne Verhandlung per Postzustellungsurkunde zugeschickt?
Der Umschlag ist Gelb mit einer Registriernummer und Einwurfuhrzeitvermerk, sowie Unterschrift des Zustellers der PIN AG. Aufdruck: Förmliche.... (Rest ist durch Aufkleber "Zustellungsauftrag" verdeckt).
So und nun versuche ich die EGV mal hier einzustellen.

Zwei Dinge stossen mir sofort darin auf:
- Ich soll meinem Arbeitgeber um Mehrarbeit bitten.
- Das Original der Krankmeldung wollen die im Krankheitsfall haben. (will mein Arbeitgeber auch, zwei Originale gibts nicht)

Das Einfügen der EGV.pdf hat irgendwie nicht geklappt. Ich speicher den Beitrag erstmal und gehe nochmal in den Hilfebereich, um zu lesen wie das geht.
So, nun scheint es geklappt zu haben.
Wünsche erstmal Frohe Feiertage..........
 

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Zeitkind

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Das Ganze wurde in einer neuen Eingliederungvereinbarung festgelegt, die -und jetzt kommts-
mittels Zustellungsauftrag an mich erging. So eine Art Einschreiben.
Letztlich ist das seitens des JC der Nachweis, daß Dir ein EGV - Entwurf zur Verhandlung vorgelegt wurde.
Es liegt nun an Dir, auf das nachgewiesene Angebot durch Verhandlungsbereitschaft einzugehen.
Und zwar ebenso schriftlich nachweisbar durch einen Gegenvorschlag.
Markiere also alle Punkte in dieser EGV, welch Dir nicht passen und ersetze- oder streiche mit jeweiliger Begründung.
Mein Arbeitgeber hätte nichts dagegen, wenn ich mehr arbeiten könnte.
Daß das JC diesen Umstand ausnutzen will, ist unverkennbar und damit bist Du durch beide ausspielbar.
Je nachdem, wie intensiv der Kontakt zwischen JC und AG bereits besteht.
Dem AG selbst sollte das Ansinnen des LT auf keinen Fall offeriert werden.
Hier ist unbedingt Zurückhaltung geboten, denn außerhalb des SGB
darf der LT keinen Einfluß auf bestehende privatrechtliche Verträge ausüben.
 

BürgB2012

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Darf ich meine Änderungswünsche per E-Mail schicken oder muß ich zwingend mittels Einschreiben mit Rückschein antworten.
Abgabebescheinigungen persönlich übergebener Schriftstücke gibt es bei meinem JC nicht mehr.
 
E

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Keine Mails.

Einschreiben scheidet aus Kostengründen sicherlich aus.

Empfehlenswert wäre Fax mit qualifiziertem Sendebericht.

Oder Einwurf in den JC-Hausbriefkasten durch einen Boten (einen Freund), der den Einwurf auf einer Kopie des Schreibens handschriftlich bestätigt: "Das Original dieses Schreibens habe ich in einen Briefumschlag eingelegt und am xx.xx.xx um xx Uhr in den Hausbriefkasten des JC XXX eingeworfen. Datum. Unterschrift"
 

Pixelschieberin

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[...] oder muß ich zwingend mittels Einschreiben mit Rückschein antworten.[...]
Einschreiben sind auch nicht gerichtsfest.
Der Empfänger kann dreist behaupten, nichts oder etwas anderes sei im Umschlag gewesen.
Deshalb müssen stets Vorkehrungen getroffen werden, daß jemand bezeugen kann, daß...

Da ich keine Dritten mit meinen Schreiben ans JC behelligen will, hatte ich mir die Methode "doppelt gemoppelt" ausgedacht.
Klick hier
[...] Abgabebescheinigungen persönlich übergebener Schriftstücke gibt es bei meinem JC nicht mehr.
Falls es sich um eins der Berliner JC handeln sollte:
Die sind - auf Druck der Öffentlichkeit - zurück gerudert.
Siehe hier

Abgesehen davon war in dem Faden zu lesen, daß fristwahrende Schreiben angenommen und der Empfang bestätigt werden muß.
Du hast doch eine Frist genannt bekommen - also...
Wenn nicht, setzte ich eine Frist, für die ich mir Stellungnahmen, Abhilfe fehlerhafter/rechtswidriger Bescheide - you name it - vorgemerkt habe,

Ist es ein anderes, JC, solltest du dich dagegen verwahren, indem du dich beim KRM beschwerst.
Allein damit das nicht Schule macht.
Stets Roß und Reiter benennen und NACHWEISBAR absetzen.

Den vom Steuerzahler fürstlich alimentierten Arbeitsverweigerern soll bei schikanösem Verhalten soviel Mehrarbeit auf die Füße fallen, daß ihnen Eingangsbestätigungen zu erteilen wie ein Klacks vorkommen muß.
Vor Ort verhielte ich mich wie bei der Reklamation von Wasserfleisch.
Zieh besser die anderen "Kunden" mit in dein Boot.
Ruhig und bestimmt - nicht abweisen lassen weil das ein unerhörter und unverständlicher Vorgang ist - und - alle miterleben lassen, was hier gerade abgeht.
 

Pixelschieberin

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Darf ich mal fragen ob Du persönlich schon einmal erlebt hast das ein Einschreiben nicht gerichtsfest war?[...]
Nein.
Wie auch - wenn ich den Weg über Einschreiben nicht wähle?
[...]Das wird zwar immer behauptet, aber bisher konnte ich keinen ausfindig machen der das wirklich so erlebt hat. [...]
Ist der Umstand als empirischer Wert anzusehen?


Mir reich(t)en Berichte aus Sendungen wie "Ratgeber Recht", um mir für alle Zeit zu merken, wie es Mitbürgern erging, die sich zum Bleistift eines unerwünschten Zeitungsabos mittels Einschreiben mit Rückschein entledigen wollten.
Die Leute kenne ich zwar nicht persönlich, schenke dem hinzugezogenen RA, der zusammen mit dem Moderator die Sachlage erläuterte - durchaus Glauben.
Mein Dozent in Wirtschaft & Recht bekräftigte den Sachverhalt ebenso.
Bei so wenig Aufwand diskutier ich nicht lange rum.
Da ich keine Lust hätte, DAS Rad neu zu erfinden, bleibe ich vorsichtig-vorausschauend und vermeide, was mir möglich ist.
Lieber im Vorfeld als hinterher - Feuer löschend.

Wie auch immer - jedem steht es frei, es darauf ankommen zu lassen, daß ihm das Glück stets hold sein möge.
 

Doppeloma

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Hallo BürgB2012,

Du schreibst oben von einer bestehenden EGV (die hattest du unterschrieben ???), wie lange ist die denn gültig ... auch "bis auf Weiteres" ???

Dann musst du ja keine Neue unterschreiben nur weil dein SB das gerne möchte, waren diese aktuellen Forderungen darin auch schon enthalten ???

Eine "Fortschreibung" könnte ja NUR wirksam werden wenn du bereit bist, die neue EGV zu unterschreiben und warum solltest du das tun wenn sie dir nur Nachteile und unzumutbare Forderungen bringt ???

Darf ich meine Änderungswünsche per E-Mail schicken oder muß ich zwingend mittels Einschreiben mit Rückschein antworten.
Was willst du denn ändern an diesem Unsinn, was dein AG (intern) gerne hätte ist die eine Sache und geht doch das JC gar nichts an, dazu musst du doch dort gar keine Angaben machen.

Wo bleiben denn die "passenden" VV, ich denke die haben auch einen gesetzlichen Vermittlungsauftrag, WARUM sollst NUR du dich um mehr Einkommen kümmern müssen ?

Statt sich zu freuen, dass du selbst was gefunden hast und nur noch minimal Leistungen in Anspruch nimmst, sollst du dich beim AG "zum Affen machen" und um noch mehr Ausbeutung bitten ... dafür fallen mir keine ernsthaften Gegenvorschläge ein ... :icon_evil:

Bewerben sollst du dich auch noch regelmäßig, wann du das so alles noch neben der Arbeit tun sollst scheint egal zu sein, eine feste Anzahl Bewerbungen gibt es aber nicht (sofern ich nichts übersehen habe), die sollst du aber jeden Monat "nachweisen". :icon_kinn:

Bewerbungskosten werden aber auch nur nach "Lust und Laune" erstattet, ein Rechtsanspruch besteht (angeblich) nicht, da irrt der Verfasser allerdings, denn im SGB II gibt es durchaus einen "Rechtsanspruch" auf Erstattung von Bewerbungskosten ...

Und dir die z.B. konkret zuzusichern, dafür soll eine EGV (angeblich) gut sein.

Abgabebescheinigungen persönlich übergebener Schriftstücke gibt es bei meinem JC nicht mehr.
Mails sind aber auch NICHT rechtssicher, dann hätte das JC ja auch die sinnlosen Kosten für diese Zustellung sparen können, warum hat sie das denn nicht per Mail geschickt ???

Schau mal nach der letzten EGV und ob die auch "unbegrenzt" gültig ist ... dann gibt es gar keinen Grund sich über diese "Verschwendung von Steuergeld" aufzuregen und über Änderungsvorschläge nachzudenken. :icon_evil:

Den gibt es im Prinzip sowieso nicht, dein SB kann schließlich einen VA daraus machen, wenn du auf die EGV-Zusendung nicht reagierst, da hilft auch keine PZU ...

Der hätte allerdings keinen Wert (weil unzulässig) wenn die letzte EGV immer noch gültig ist ... :icon_hihi:
Kann man dem SB dann mitteilen und Widerspruch einlegen, muss man aber nicht ... :icon_hihi:

Nur nebenbei gibt es seit Beginn 2017 eine Dienst-Anweisung für die JC-SB, dass die Versendung von EGV auf dem Postwege NICHT mehr zulässig ist ... also hebe den Umschlag gut auf und notiere dir darauf was da drin gewesen ist.

War noch ein Anschreiben dabei mit einem Termin zur Rücksendung mit Unterschrift ???

Das wäre dann die "Krönung" und dann solltest du dich zurück lehnen und in Ruhe Weihnachten feiern ...

Versende deine Unterlagen immer möglichst per FAX (mit Sendebericht) oder per "Übergabe-Einschreiben" ( Sendungsverfolgung über die Einlieferungs-ID) das ist preiswerter als Rückschein und hat den gleichen Effekt.

Zugang beim Empfänger kannst du hier prüfen und ausdrucken, wann der SB das dann auf seinem Tisch hat ist nicht mehr deine Angelegenheit.

Deutsche Post | Brief | Sendungsstatus

Bisher hat noch KEIN Richter der Angabe geglaubt, dass ein Einschreiben nicht das enthalten habe was der Betroffene Absender behauptet hat, in der Regel schickt man ja Keiner Behörde eine "Einladung zum Kaffeeklatsch" per Einschreiben.

Schließlich kann man nicht überall wichtige Unterlagen persönlich hinbringen, um sich das bestätigen zu lassen was man dort abgegeben hat.

Ob die "Weigerung" der JC zulässig ist keine Eingänge mehr bestätigen zu wollen, wird wohl auch erneut zu klären sein, meiner bescheidenen Kenntnis nach sind ALLE Behörden generell dazu verpflichtet die Einreichung von Unterlagen zu bestätigen, wenn man das verlangt.

Zudem kann man sich den Inhalt eines Briefes von einem Zeugen (beim Eintüten in den Umschlag) bestätigen lassen, ist allemal bisher noch rechtssicherer als Mailversand.
Denn eine Mail abschicken beweist GAR NICHTS dazu, ob der Empfänger die auch bekommen und gelesen / beachtet hat.

Auch bei Ämtern sind schon Mails verschwunden oder versehentlich "als Spam" gelöscht worden.

MfG Doppeloma
 
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BürgB2012

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Vielen Dank für die vielen Antworten. Leider habe ich mich wohl selbst reingelegt, indem ich die alte EGV aus Juni 2017 voreilig,
(weil krank vor Nervosität) während eines Termins beim neuen PAP, unterschrieben habe.
Mal sehen, wie ich jetzt aus der Nummer wieder herauskomme.

Die alte EGV war auch "bis auf weiteres" gültig. Der Text der neuen EGV ist, bis auf den Passus "2. Gültigkeit", identisch.

Der alte Text lautete:

2. Gültigkeit
Diese Eingliederungsvereinbarung ist gültig, solange alle Anspruchvoraussetzungen für den Bezug von ALG2 vorliegen.

Entfällt Ihre Hilfebedürftigkeit, sind beide Parteien nicht mehr an den Inhalt gebunden. Eine gesonderte Kündigung ist in dem Fall nicht erforderlich.
Soweit eine Anpassung durch Fortschreibung erforderlich ist, ersetzt die neue Eingliederungsvereinbarung diese Eingliederungsvereinbarung.


Der neue Text lautet:
2. Gültigkeit
Diese Eingliederungsvereinbarung ist gültig, solange alle Anspruchvoraussetzungen für den Bezug von ALG2 vorliegen oder
eine Betreuung durch das JC vereinbart wurde, die über das Ende der Hilfebedürftigkeit hinaus geht (vgl. Vereinbarung im Abschnitt "Wegfall der Hilfebedürftigkeit").
Wurde keine Gültigkeit über das Ende der Hilfebedürftigkeit hinaus vereinbart, sind beide Parteien nicht mehr an den Inhalt gebunden.
Eine gesonderte Kündigung ist in dem Fall nicht erforderlich.
Soweit eine Anpassung durch Fortschreibung erforderlich ist, ersetzt die neue Eingliederungsvereinbarung diese Eingliederungsvereinbarung.


Was ist daran derart wichtig, dass man die "Aktualisierung" per förmlicher Zustellung schickt????

Der Betreff des Begleitschreibens der neuen EGV lautet:

Zusendung der aktualisierten Eingliederungsvereinbarung

Ich soll sie vollständig durchlesen und ein Exemplar bei Einverständnis unterzeichnen.

Nachdem ich das unterzeichnet habe, habe ich Frist bis Anfang Januar, ein unterschriebenes Exemplar abzugeben.

Ein Faxgerät besitze ich nicht.

Möglicherweise kann meine Fritzbox Faxen machen. Das prüfe ich noch.

Wie es den Anschein hat, gibt es doch wieder Abgabebescheinigungen beim JC. Auch das prüfe ich vor Ort.

Gibt es eigentlich die Möglichkeit, meine Arbeitsfähigkeit (Dauer der tägl. Arbeitszeit) ärztl. prüfen und festschreiben zu lassen?
Im Rahmen meiner Feststellung der Berufsunfähigkeit hatte damals 2008 die Arbeitsagentur mich psychologisch untersucht und
einen externen med. Gutachter beauftragt, die Arbeitsfähigkeit festzustellen. Also, welche Tätigkeiten ich nicht machen kann etc.
Das Gutachten habe ich noch als Kopie. Jedoch keine weiteren Unterlagen mehr.
Erst seit der Tätigkeitsaufnahme bin ich wohl von der Behinderten-Abteilung des JC zu den Normalos weiter gereicht worden.

Kann mein Hausarzt irgendwie helfen?
 

Doppeloma

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Hallo BürgB2012,

Leider habe ich mich wohl selbst reingelegt, indem ich die alte EGV aus Juni 2017 voreilig,
(weil krank vor Nervosität) während eines Termins beim neuen PAP, unterschrieben habe.
Mal sehen, wie ich jetzt aus der Nummer wieder herauskomme.
Darüber brauchst du dich doch JETZT gar nicht mehr ärgern, was bitte ist denn bisher "passiert" aus dieser (immer noch gültigen) EGV ???

Die alte EGV war auch "bis auf weiteres" gültig. Der Text der neuen EGV ist, bis auf den Passus "2. Gültigkeit", identisch.
Dann gibt es ja erst recht KEINEN einzigen (in deiner Person liegenden) Grund eine "Fortschreibung" machen zu wollen, es hat sich doch NICHTS geändert also kann auch die bisherige EGV weiterhin GÜLTIG bleiben ... verstehst du das nicht ???

Warum willst du da jetzt "raus kommen können" und willst den (fast) genau gleichen Inhalt aber nicht wieder unterschreiben und dazu erst rumdiskutieren mit deinem SB ???

Aktuell hast du eine gültige EGV und es soll sich ja gar nichts ändern (Inhaltlich) dann brauchst du auch KEINE "Fortschreibung" akzeptieren, schon gar nicht auf dem Postwege. :icon_evil:

Die "Fortschreibung" soll ja erst erfolgen wenn man in einem Gespräch festgestellt haben will, dass man andere Wege beschreiten muss dich in Arbeit zu bringen, DU bist doch bereits in Arbeit (und warst es auch schon bei Unterschrift auf die letzte EGV).

Diese Textunterschiede (in 2. Gültigkeit) haben doch überhaupt KEINE Bedeutung für den sonstigen Inhalt, das ist doch nur das übliche "Gelaber", dass JEDE EGV nicht mehr gilt wenn man keine Leistungen mehr beziehen muss vom Amt.

Da steht nun ein überflüssiger Satz mehr drin als vorher aber der ist auch kein Grund das mit "besonderer Post" zu schicken, das ersetzt NICHT das notwendige Beratungs-Gespräch zur gemeinsamen Erstellung einer EGV, wie es gesetzlich (in § 15 SGB II) vorgeschrieben ist.

Soweit eine Anpassung durch Fortschreibung erforderlich ist, ersetzt die neue Eingliederungsvereinbarung diese Eingliederungsvereinbarung.
Es ist ja ganz offensichtlich KEINE "Anpassung durch Fortschreibung" erforderlich, dann steht ja nicht (ansonsten) genau das gleiche drin, wie in der letzten EGV. :icon_evil:

NUR mit deiner Unterschrift KANN die bisherige EGV also "fortgeschrieben" werden, ansonsten bleibt sie weiter gültig wie bisher, es hat sich doch NICHTS geändert also muss auch KEIN neuer Vertrag abgeschlossen werden. :icon_evil:

Was ist daran derart wichtig, dass man die "Aktualisierung" per förmlicher Zustellung schickt????
Keine Ahnung, wahrscheinlich hat dein JC noch zu viel Geld, um das überflüssig bei der Post auszugeben, dafür möchte man bei dir ja gerne sparen können, obwohl du kaum noch Leistungen beziehst.

Der Betreff des Begleitschreibens der neuen EGV lautet:
Zusendung der aktualisierten Eingliederungsvereinbarung
Zusammen mit dem Umschlag sehr gut aufbewahren, schon die "Zusendung ist GAR NICHT zulässig, weil das mit dir zu besprechen wäre wenn an der (noch laufenden) EGV was zu ändern (aktualisieren) ist nach Meinung deines SB, das kannst du ja schlecht mit dem Postboten klären müssen. :idea:

Ich soll sie vollständig durchlesen und ein Exemplar bei Einverständnis unterzeichnen.

Nachdem ich das unterzeichnet habe, habe ich Frist bis Anfang Januar, ein unterschriebenes Exemplar abzugeben.
Durchgelesen hast du ja nun schon und festgestellt, dass sich am (FÜR DICH) relevanten Inhalt NICHTS geändert hat, wegen welcher "Aktualisierungen" sollst du also das Gleiche erneut unterschreiben WOLLEN :confused:

Die geänderten / ergänzten Textbausteine zur (allgemeinen) Gültigkeit müssen dich NICHT interessieren.

Das hat ja mit relevanten Änderungen in deinen persönlichen / beruflichen Verhältnissen und deiner Eingliederung in Arbeit überhaupt NICHTS zu tun.

Du machst dir Gedanken um Dinge in dieser EGV, die dir völlig EGAL sein können, das sind eher "Verwaltungs-Hinweise", die mal so und mal so "aus den Textbausteinen zusammen gefummelt" werden.

Und wenn du NICHT unterschreibst bleibt die aktuelle EGV weiter gültig (bis auf Weiteres :icon_hihi: ) und du brauchst auch keinen Termin einhalten, um beim JC was "abzuliefern" ...

Ein Faxgerät besitze ich nicht.
Das brauchst du auch gar nicht unbedingt, inzwischen kann man (auch ohne Faxgerät) sogar schon über den "Telefonriesen" Faxe schicken, es gibt (auch kostenlose) Internet-Faxdienste UND über die "FritzBox" kann man inzwischen tatsächlich auch Faxe senden.

Möglicherweise kann meine Fritzbox Faxen machen. Das prüfe ich noch.
Schau mal nach welche Box du hast (ich habe auch Eine und nicht mal das neueste Modell) und ob die neueste Software schon drauf ist, sonst eben das Update durchführen ...

Wir haben noch ein altes Faxgerät, das da angeschlossen ist, das ist sehr praktisch, manche Kombi-Drucker können das inzwischen auch und sind gar nicht so teuer.

Aktuell würde ICH gar nichts machen, du bist auch bei nachweislicher Zustellung NICHT verpflichtet Verträge zu unterschreiben, die du nicht unterschreiben WILLST, dazu musst du auch KEINE schriftlichen Erklärungen abgeben ... :icon_evil:

Persönlich finde ich den Inhalt ziemlich frech, wenn du schon 30 Wochenstunden am Arbeiten bist und fast NIX mehr vom JC dazu bekommst.

Wovor bitte hast du denn solche Angst, dass dir 25 € im Monat fehlen könnten ... weil sie meint dich "bestrafen" zu müssen ???
Weil du eine neue EGV nicht unterschreibst darf sie dich gar nicht sanktionieren und für die Forderungen in der EGV deinen Arbeitsplatz / deinen AG betreffend (auch in der noch gültigen) gibt es gar keine Rechtsgrundlagen.

Also KANN man dir auch NICHTS tun wenn du es NICHT machst, wie will SB das denn kontrollieren können, ist ja bisher offenbar auch nicht gelungen.

Wie es den Anschein hat, gibt es doch wieder Abgabebescheinigungen beim JC. Auch das prüfe ich vor Ort.
Was willst du denn dort aktuell "abgeben" dafür gibt es doch gar keinen Anlass, soll sie warten auf deine unterschriebene EGV, die meldet sich schon wieder mit weiterer Post wenn ihr das zu lange dauert ...

Dann meldest du dich wieder hier damit.

Gibt es eigentlich die Möglichkeit, meine Arbeitsfähigkeit (Dauer der tägl. Arbeitszeit) ärztl. prüfen und festschreiben zu lassen?
Ja gibt es, wirksam für ALLE Behörden wäre aber NUR ein Gutachten / Reha-Bericht der DRV ...

Was versprichst du dir davon, du arbeitest doch und ich weiß was CallCenter bedeutet, das darfst du mir glauben.
Mich hat es komplett KRANK gemacht und das bei deutlich besserer Bezahlung und in der Kunden-Betreuung wo ich nur "angerufen" wurde und NIX verkaufen musste.

Im Rahmen meiner Feststellung der Berufsunfähigkeit hatte damals 2008 die Arbeitsagentur mich psychologisch untersucht und
einen externen med. Gutachter beauftragt, die Arbeitsfähigkeit festzustellen. Also, welche Tätigkeiten ich nicht machen kann etc.
Das ist die Erwerbsfähigkeit und NICHT die Arbeits-Fähigkeit, die stellt der behandelnde Arzt fest wenn man krank ist und nicht arbeiten kann schreibt er eine Bescheinigung (AU) wegen Arbeits-Unfähigkeit aus.

Das haben solche "Amtsärzte" gar nicht zu beurteilen, die sollen nur deine Leistungsfähigkeit für bestimmte Tätigkeiten feststellen und das (ohne Diagnosen zu nennen) dem Arbeitsvermittler mitteilen.
Damit der weiß was du arbeiten könntest wenn du nicht AU geschrieben bist ...

Das Gutachten habe ich noch als Kopie. Jedoch keine weiteren Unterlagen mehr.
Erst seit der Tätigkeitsaufnahme bin ich wohl von der Behinderten-Abteilung des JC zu den Normalos weiter gereicht worden.
Dieses "Gutachten" (von 2008) nützt dir GAR NICHTS mehr (da warst du fast 10 Jahre jünger und vermutlich auch insgesamt noch gesünder als heute, oder ???), auch "Berufs-Unfähigkeit" (wofür konkret wurde das denn festgestellt ???) stellt in der Regel rechtsverbindlich NUR die DRV fest.

Kann mein Hausarzt irgendwie helfen?
Wobei bitte soll der dir denn jetzt helfen können, gegen diese "bescheuerte" EGV, nur weil dein JC-SB meint mit einer besonderen Zusendung irgendwas "beweisen" und bewirken zu können, wie wichtig das ist ???

Na-Ja, bei dir hat es ja immerhin funktioniert dein Gedankenkarussell in Gang zu setzen, dein Hausarzt kann dir helfen wenn du krank bist und dir einen Krankenschein ausstellen (und das Original geht an den AG, das JC wird mit einer Kopie zufrieden sein MÜSSEN).

Für das JC wäre erneut der med. Dienst zu beauftragen (nicht den Pschologischen, was solltest du denn dort?), ich weiß nur nicht was der dann feststellen soll, wo du 30 Wochenstunden arbeiten gehst ... die Gesetze (dass man sich trotzdem IMMER weiter bemühen MUSS aus dem Bezug komplett raus zu kommen) können wohl BEIDE nicht ändern ...

Warum warst du in der Reha-Abteilung, hast du einen GdB oder einen Schwerbehinderten-Ausweis ?
Weiter oben nennst du die Gründe warum dir der weitere Bezug von ALGII so wichtig ist (trotz des winzigen Betrages), die Rundfunk-Gebühr, die Betriebskosten-Abrechnungen und die Zuzahlungen bei der KK ...

Das wäre MIR meine Freiheit und Unabhängigkeit von der Gängelei des JC aber wert, anderen mit wenig Geld fällt es auch nicht leicht das selber zu bezahlen aber die Nerverei des JC und der SB ist das doch nicht wert.

Sogar deinen Urlaub will man dir nach OAW vorschreiben, du bist IN ARBEIT und da entscheidet dein AG wann du Urlaub nehmen kannst und NICHT das JC, die haben das zu akzeptieren, wenn du dich dann in den Urlaub abmeldest ...

Da würde ich ja eher noch überlegen, ob ich nicht doch noch ein paar Stunden (BEZAHLT) dran hänge und dann wieder mit meinem verdienten Geld machen kann was ICH will, ohne dem JC darüber ständig Rechenschaft ablegen zu müssen. :icon_neutral:

Schaffst du das auf längere Sicht nicht, dann gehst du eben zum Arzt und lässt dich AU schreiben, dauert es länger beantragst du eben eine med. Reha, dort wird man ganz aktuell feststellen welche Tätigkeiten dir noch "zumutbar" sind und für welche tägliche Arbeitszeit ...

Um diese EGV und die ZPU deswegen würd ich mir überhaupt keine Gedanken mehr machen, das war so sinnlos wie viele andere Aktionen der JC sonst auch öfter mal ...
Deine Unterschrift ist und bleibt freiwillig, EGAL ob die (unzulässige) Zusendung nun nachweisbar ist, du hättest doch gar keinen Grund den Zugang einer EGV abzustreiten.

Im Grunde hat sich dein SB damit ein "Ei" gelegt, denn DU kannst jetzt beweisen, dass dir diese EGV ohne Beratungsbespräch und Abstimmung der Inhalte mit dir einfach per Post zugeschickt wurde ... das verstößt gegen § 15 SGB II :bigsmile:

MfG Doppeloma
 

hansklein

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Gibt es eigentlich die Möglichkeit, meine Arbeitsfähigkeit (Dauer der tägl. Arbeitszeit) ärztl. prüfen und festschreiben zu lassen?
Im Rahmen meiner Feststellung der Berufsunfähigkeit hatte damals 2008 die Arbeitsagentur mich psychologisch untersucht und
einen externen med. Gutachter beauftragt, die Arbeitsfähigkeit festzustellen. Also, welche Tätigkeiten ich nicht machen kann etc.
Das Gutachten habe ich noch als Kopie. Jedoch keine weiteren Unterlagen mehr.
Erst seit der Tätigkeitsaufnahme bin ich wohl von der Behinderten-Abteilung des JC zu den Normalos weiter gereicht worden.

Kann mein Hausarzt irgendwie helfen?
Du könntest auf der Schiene zu reiten versuchen, das du nicht mehr als 6 Stunden tgl. bei deiner Arbeitsstelle schaffen würdest (Fragt sich, ob man jemand zwingen kann, mehr Stunden zu leisten). Allerdings wäre es mehr als hilfreich, das ärztlich bestätigt zu bekommen.

Dann müsste theoretisch, im Zweifel, eine Untersuchung beim medizinischen Dienst erfolgen, um diese Behauptung zu untermauern oder zu widerlegen.

Eine andere Frage wäre, kann das JC jemand zwingen, mehr zu arbeiten, weil der AG zu wenig zahlt, um ohne JC mit 30 Std.Arbeit genügend Einkommen zu generieren, ist im Niedriglohnsektor ja nicht möglich.
 

Pixelschieberin

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Du könntest auf der Schiene zu reiten versuchen, das du nicht mehr als 6 Stunden tgl. bei deiner Arbeitsstelle schaffen würdest (Fragt sich, ob man jemand zwingen kann, mehr Stunden zu leisten). Allerdings wäre es mehr als hilfreich, das ärztlich bestätigt zu bekommen. [...]
Schalt mal den Modus "Vorauseilender Gehorsam" nen Gang runter - in der Interaktion mit übergriffigen SBs besser ganz ab.
Wer sich lang und breit über ungelegte Eier ausläßt, offeriert jede Menge Ansatzpunkte in die der gut gelaunte SB seine Hebel anzusetzen suchen wird.

Lernt im Umgang mit SBs:
Einfach mal die Klappe halten und sich nicht ständig erklären wollen
Wenn der SB ein Gutachten will, soll er es - zu seinen Lasten - in Auftrag geben.

Wenn der SB was vom AG wissen will, verweise ihn auf seinen Status als "Dritten".
D. H. SB geht nur soviel an, wie zur Leistungserbringung notwendig ist.
Als da wären: Lohn=Zufluß und abzuleistende Arbeitszeit.
Vertragsinhalte gehören NICHT dazu.
Die sind nämlich VERTRAULICH!
 

BürgB2012

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Da würde ich ja eher noch überlegen, ob ich nicht doch noch ein paar Stunden (BEZAHLT) dran hänge
und dann wieder mit meinem verdienten Geld machen kann was ICH will, ohne dem JC darüber ständig Rechenschaft ablegen zu müssen.
Selbstverständlich habe ich das bereits überlegt und durchgerechnet.
Meine tatsächliche bezahlte monatl. Arbeitszeit, bei vertragl. vereinbarten 30 Wochenstunden:

- Nov. 143 h
- Okt. 150 h
- Sept. 135 h
- Aug. 153 h

Plus freiwillige, unbezahlte Überstunden bzw. Weiterbildung in der Freizeit.
Ohne die derzeit anstehende Zahnsanierung, alte Brücke muß raus, würde ich es mir tatsächlich überlegen
so lange zu arbeiten, damit ich kein ALG2 mehr erhalten.
Mich bis ans Lebensende zu verschulden kommt nicht in Frage.
Ich bin erst wenige Jahre aufgrund Privatinsolvenz schuldenfrei. Wieder Schulden zu machen kommt nicht in Frage.
Das brauchst du auch gar nicht unbedingt, inzwischen kann man (auch ohne Faxgerät) sogar schon über den "Telefonriesen" Faxe schicken,
es gibt (auch kostenlose) Internet-Faxdienste UND über die "FritzBox" kann man inzwischen tatsächlich auch Faxe senden.
Richtig, meine Fritzbox kann Faxen machen. Maximal zwei Seiten, ohne Anhänge. Nirgendwo finde ich etwas zum Thema Sendebericht. Testen kann ich das, mangels Empfänger mit einem Faxgerät, leider nicht.
Zudem gibts eine Software für die Fritzbox (für Win7, ich habe Win10) mit der man vom PC faxen kann, auch mit jpg. bzw. PNG-Inhalten.

Wenn der SB was vom AG wissen will, verweise ihn auf seinen Status als "Dritten".
D. H. SB geht nur soviel an, wie zur Leistungserbringung notwendig ist.
Als da wären: Lohn=Zufluß und abzuleistende Arbeitszeit.
Vertragsinhalte gehören NICHT dazu.
Die sind nämlich VERTRAULICH!
Das JC hat den Arbeitsvertrag zu Beginn der Tätigkeit eingefordert und erhalten.
Das selbe gilt für die Vertragsverlängerung um ein weiteres Jahr.

So, ich werde bezügl. der EGV erstmal garnichts tun und abwarten.
 

Pixelschieberin

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[...] Das JC hat den Arbeitsvertrag zu Beginn der Tätigkeit eingefordert und erhalten. [...]
Die fordern allerhand.
Schweigepflichtsentbindungen, Datenschutzerklärungen, you name it.

Wer alles Mögliche - ohne SELBST die Rechtsgrundlage dafür vom SB eingefordert zu haben - preis gibt:
Tscha...
 

Doppeloma

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Hallo BürgB2012,

Plus freiwillige, unbezahlte Überstunden bzw. Weiterbildung in der Freizeit.
Hier komme ich immer noch nicht ganz mit (bitte nicht falsch verstehen, ICH möchte es einfach kapieren können), warum man "freiwillig" unbezahlte Überstunden macht ???

Wenn diese Weiterbildung für deinen Job erforderlich ist, hat die auch während der (bezahlten) Arbeitszeit stattzufinden.
Du hast doch finanziell nicht mal was davon und Freizeit-Ausgleich bekommst du offenbar auch nicht ... kein Wunder dass dich dein AG "so gerne hat" und behalten möchte.

Habe dir ja oben geschrieben, dass ich auch zuletzt (einige Jahre) im CallCenter gearbeitet habe, da gab es KEINE "unbezahlten" Überstunden. :icon_evil:

Entweder Geld oder Freizeit ODER Feierabend wenn Feierabend ist ... warum tust du dir so was an, ohne wenigstens einen echten finanziellen Vorteil davon zu haben ???

Ohne die derzeit anstehende Zahnsanierung, alte Brücke muß raus, würde ich es mir tatsächlich überlegen
so lange zu arbeiten, damit ich kein ALG2 mehr erhalten.
Ich bitte dich, das ist doch kein Argument, wenn du zu wenig Einkommen hast bekommst du die Härtefall-Regelung auch OHNE Bezug von Sozial-Leistungen bewilligt.

Die KK übernimmt in JEDEM Falle NUR Kassenleistungen wenn du dir private "Extras" nicht leisten kannst, dann hilft dir auch keine Härtefall-Regelung dabei. :icon_evil:

Meinem Männe ist gerade zu Weihnachten auch noch ein "Zahnmalheur" passiert, er braucht nun auch dringend (und völlig ungeplant) mindestens eine Reparatur / Anpassung seiner einen Brücke.

Wir sind beide nur wenig älter als du und seit einigen Jahren bekommen wir nun (hart erkämpfte) EM-Renten, die auch nicht gerade "üppig" sind (am Rande der Sozial-Leistungen aber für "Alles" schon wenige € "zu reich"), ich weiß also durchaus was du meinst.

Mich bis ans Lebensende zu verschulden kommt nicht in Frage.
Dein Zahnarzt MUSS das eben bei der Kosten-Planung mit bedenken, dass du dich NICHT verschulden kannst und willst für dein "schönes Lächeln", man braucht nicht immer (wirklich) alles NEU ... :icon_evil:

Und medizinisch notwendige (neue) Ersatz-Teile / Reparaturen von Zahnersatz müssen auch von der Kasse übernommen werden, welche "Unsummen" erwartest du denn da ... hast du ein gut geführtes ZA-Bonusheft, reduziert sich das auch ohne JC schon ???

Bitte betrachte das als reine Information, wie du auch OHNE ALGII-Bezug deine Zähne machen lassen KANNST ... OHNE dich "bis ans Lebensende zu verschulden" ... :icon_evil:

Ich bin erst wenige Jahre aufgrund Privatinsolvenz schuldenfrei. Wieder Schulden zu machen kommt nicht in Frage.
Lieber lässt du dich von AG und JC komplett "kaputt spielen", ohne noch "auf einen grünen Zweig zu kommen dabei" ... dann nützen dir schöne Zähne und "Schuldenfreiheit" auch nicht mehr viel. :icon_evil:

Sogar mit PI kann ich auch "dienen", trotzdem kann man (bei echter Notwendigkeit) ohne schlechtes Gewissen eine kleine Ratenzahlung machen (wird sogar bei Bedarf angeboten direkt über die "A*po-Bank"), wenn die eigene Zuzahlung eben nicht ganz vermeidbar sein sollte.

Das dauert doch nicht "bis ans Lebensende" wenn es um absolut notwendige zahnärztliche Maßnahmen geht, da kann ich dir echt nicht folgen.

Du hast oben geschrieben, dass dir Wohngeld abgelehnt wurde, das kann ich mir bei einem Leistungsbetrag von rund 25 € aus dem SGB II nur schwer vorstellen, auch zu Krankengeld oder ALGI kann man übrigens Wohngeld bekommen.

Als kleiner Hinweis dazu auch noch, werden solche Lohnersatz-Leistungen NUR mit dem arbeitsvertraglichen Durchschnittslohn berechnet, du tust dir also auch dafür selber KEINEN Gefallen mit unbezahlten Überstunden.

Das nützt NUR deinem AG was ...

Das JC hat den Arbeitsvertrag zu Beginn der Tätigkeit eingefordert und erhalten.
Das selbe gilt für die Vertragsverlängerung um ein weiteres Jahr.
Hast du auch mal nach den Rechtsgrundlagen gefragt, der Arbeitsvertrag geht NUR dich und deinen AG was an, dem JC hat zu genügen, dass du arbeitest und welches Einkommen daraus auf deinem Konto ankommt.

Schade. dass du die Frage nach GdB und "Reha-Abteilung" nicht beantwortet hast, ich finde es immer sehr traurig wenn Menschen in meinem Alter (oder nur wenig jünger) sich von den Ämtern (und den AG) so unter Druck setzen und (bis auf die Knochen) ausnutzen lassen.

Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich dir nur raten langsam mal AN DICH zu denken, es wird dir KEINER mal danken, dass du dich für den Job so "aufgeopfert" hast und kein Arzt kann dir bescheinigen, dass du nicht (weiter) so "dumm" sein sollst unbezahlte Überstunden zu machen ...

Für die DRV (also rentenrechtlich gesehen = 6 und mehr Stunden täglich) arbeitest du ohnehin bereits Vollzeit bei (offiziellen) 30 Wochenstunden (und inoffiziell sind es noch mehr, nur leider ohne jeden finanziellen Vorteil für dich), da wird dir Niemand offiziell bescheinigen (können), dass du dazu gar nicht in der Lage sein sollst.

Bitte nicht böse sein, aber wenn ich so was lese, dann weiß ich wieder "wie gut" es mir doch inzwischen geht und bin lieber finanziell gesehen relativ ARM aber von allen Ämtern unabhängig, die mir auch noch Vorschriften machen könnten wie ich zu leben habe. :idea:

Ist dir bekannt wann du in Rente gehen kannst und wie hoch die dann etwa sein wird ???
Dafür zählt übrigens auch nur was dein AG aus deinem offiziellen Einkommen als Beiträge in die Rentenkasse einzahlt, strampelst dich also (vermutlich) schon (teilweise unbezahlt) für ein "Restleben" in der Grundsicherung des SGB XII ab ... :sorry:

Diese EGV wäre da für mich auch überhaupt KEIN nenneswertes Problem ... :icon_evil:

MfG Doppeloma
 

BürgB2012

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Schade. dass du die Frage nach GdB und "Reha-Abteilung" nicht beantwortet hast, ich finde es immer sehr traurig wenn Menschen in meinem Alter (oder nur wenig jünger) sich von den Ämtern (und den AG) so unter Druck setzen und (bis auf die Knochen) ausnutzen lassen.
Diese Fragen kann ich aufgrund geschredderter Unterlagen nicht korrekt beantworten und will es teilweise auch nicht.
Nur so viel:
Aufgrund meiner nichtstoffgebundenen Abhängigkeitserkrankung (stationär therapiert, mehr als 10 Jahre abstinent)
und weiterer körperlicher Krankheiten, kam ich mit der Reha-Abteilung der Arbeitsagentur in Kontakt.
Ohne genau zu wissen, welche Möglichkeiten ich dort habe.
Und vorallem, ohne persönliche Perspektive, keine Familie, Freunde oder Bekannte.

Ich habe noch ein Stichwort behalten "Teilhabe" im Rahmen dieser ich eine PC-Kurs erhielt.
Das reichte natürlich nicht, um einen Arbeitsplatz zu finden.
1-EURO-Job reihte sich an 1-EURO Job.
Auch im JC wurde ich wohl in einer Behinderten-Abteilung betreut, ohne es zu wissen. Erst als ein Wechsel in die Arbeit erfolgte,
teilte man mir den Wechsel in eine andere Abteilung mit. Wieder nichts genaues, was das ist, für Folgen hat usw.

Hier komme ich immer noch nicht ganz mit (bitte nicht falsch verstehen, ICH möchte es einfach kapieren können), warum man "freiwillig" unbezahlte Überstunden macht ???
Ich habe oben schon einmal die Art der Mitarbeiter-Selektierung des AG beschrieben. Monatlich erhalten wir Leistungsdaten,
die ich durch unbezahlte Überstunden verbessere.
D.h. es fliegen dadurch andere Mitarbeiter vor mir raus, denn ich will die Arbeit behalten.
Durch die, wenn auch mies, bezahlte Arbeit kann ich mir erstmals ein wenig "Luxus" erlauben. Das schafft ein wenig Perspektive.
Dass die Schulung der Mitarbeiter AG-Sache ist, weiss ich selbst. Dennoch überlässt es der AG weitgehend uns, das Wissen anzueignen.
Ja, es gibt auch bezahlte Schulungen, die jedoch nicht ausreichend sind.
Ich bitte dich, das ist doch kein Argument, wenn du zu wenig Einkommen hast bekommst du die Härtefall-Regelung auch OHNE Bezug von Sozial-Leistungen bewilligt.
Meine Info war: ALG2-Bezieher erhalten doppelten Festzuschuss, ohne Prüfung des Bonusheftes(meines ist lückenhaft). Die anderen nur den einfachen Satz
und Prüfung der wirtschaftlichen Situation. Das war mir zu unsicher.
Sogar mit PI kann ich auch "dienen", trotzdem kann man (bei echter Notwendigkeit) ohne schlechtes Gewissen eine kleine Ratenzahlung machen (wird sogar bei Bedarf angeboten direkt über die "A*po-Bank"), wenn die eigene Zuzahlung eben nicht ganz vermeidbar sein sollte.
Ich habe kein schlechtes Gewissen, sondern fühle mich unwohl mit Schulden.
Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich dir nur raten langsam mal AN DICH zu denken, es wird dir KEINER mal danken, dass du dich für den Job so "aufgeopfert" hast und kein Arzt kann dir bescheinigen, dass du nicht (weiter) so "dumm" sein sollst unbezahlte Überstunden zu machen ...
Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich in 10 Monaten nicht, dann unbefristet, übernommen werde.
Ist dir bekannt wann du in Rente gehen kannst und wie hoch die dann etwa sein wird ???
Vermutlich doch mit 67 Jahren? meine Rente liegt weit unter der Grundsicherung.

Du hast oben geschrieben, dass dir Wohngeld abgelehnt wurde, das kann ich mir bei einem Leistungsbetrag von rund 25 € aus dem SGB II nur schwer vorstellen,
Ich habe den schriftlichen Ablehnungsbescheid. Vermutlich liegt es an meiner (noch) geringen Miete. Ich bin der Letzte (seit 16 Jahren) mit Altmietvertrag im Haus.
Die kommenden Mieter zahlen weit mehr, seit eine britische Heuschrecke unser Haus gekauft hat.
 

BürgB2012

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So, ich möchte hier einmal rückmelden, wie die Geschichte ausgegangen ist.

Mir wurde erneut mit förmlicher Zustellung eine Eingliederungsvereinbarung zugestellt, die der ersten absolut identisch war.
Als die Frist verstrichen war, erhielt ich eine weitere EGV, nun als VA. Dieser EGV waren jedoch die rechtlich angreifbaren Textpassagen entnommen bzw. verändert worden.
Ich legte ausführlich Widerspruch ein. Hauptsächlich zum Thema, dass ich gerne persönlich miteinbezogen worden wäre.

Dem Widerspruch wurde stattgegeben und die VA-EGV aufgehoben.

Beim folgenden Gesprächstermin wurden durch meine PAP weitere Punkte "entschärft", sodass ich u.a. nun auch keine Bewerbungen mehr schreiben muß. Mit dem Rest kann ich leben.

Voller Erfolg, also.
 
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