EGV ALG II - Unvollständig

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BUDDI

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Hallo,

Ich habe vor einigen Monaten, nach etlichen misslungenen Bewerbungen, alles nötige in die Wege geleitet um einen Bildungsgutschein für eine dringend notwendige berufliche Erstausbildung, in Form einer Umschulung, zu beantragen.
Ich bin aus gesundheitlichen Gründen seit fast 10 Jahren im ALG2 Bezug, mittlerweile aber soweit fit das ich arbeiten will & dies auch aus ärztlicher Sicht empfohlen wird.
Den Antrag auf den Bildungsgutschein habe ich schriftlich eingereicht, mit ärztlichem Gutachten, Bildungsempfehlung, offenen Stellen, Absagen auf meine Bewerbungsversuche auf dem normalen Arbeitsmarkt usw.

Nun habe ich nach viel betteln und bitten und fast 8 Wochen Wartezeit endlich ein "angeblich beratenden" Termin gehabt.(inkl. Kontakt zum Teamleiter, Termin ohne anwesendem SB, aka ausgefallen & nach Hause geschickt..)

Sowohl der Teamleiter (telefonisch) als auch der SB teilten mir mit die Idee wäre super, Sie würden mein Bestreben unterstützen und auch als zielführend empfinden. So weit so gut ...

Im persöhnlichen Gespräch durfte ich mir dann anhören das der Ä.D. ja eh nich einschätzen könne ob ich belastbar genug wäre, Sie würden garantiert keine empfehlung aussprechen und erstmal müsse man andere Schritte einleiten.
Mein Ziel, schnell einen Berufsabschluss zu erwerben wurde quasi als "übermotoviert" & nicht realistisch abgetan.
Der Beginn einer Umschulung wäre ein fernes Ziel, und darauf müsste man jetzt erstmal hinarbeiten.

Da ich damit gerechnet habe dass mir gleich ne tolle Maßnahme aufgedonnert wird habe ich auf die Frage "wie wollen wir jetzt also weitermachen?" Mit ;"ich würde vorschlagen ein Praktikumsplatz zu suchen um meine (zugesagte) Belastbarkeit tatkräftig zu beweisen", beantwortet.
Lieber 2-4 Wochen Praktika statt 6 Monate Zeit absitzen bei einem Nutznießer der Hilfebedürftigen ALG II Empfänger (MT)

Der weitere Verlauf wurde mündlich nochmal von meinem SB wie folgt beschrieben;
1. Praktikum
2. Ä.D.
3. Berufspsychologischer Service
4. Mal weitersehen
5. Umschulung

Da ich bis hierhin schon 40 Minuten feinster Diskussion führen durfte, war ich genügend befriedigt und fand es nicht angebracht weitere 20 Minuten feinster Beratung in Anspruch zu nehmen und beließ es dabei.

Er wollte dann die EGV zusammen dichten und fragte was wir denn jetzt Aufnehmen sollten. (Lol?)
Ich schlug vor, "Suche eines Umschulungsnahen Praktikumsplatz".
Er erwiderte, "Nene Umschulung ist ja erstmal kein Thema" und trug nochmal seinen 5 Punkte Plan o.Ä. vor.
Er schrieb es dann ähnlich, ohne die angestrebte Umschulung zu erwähnen.

Ich hab die EGV unterschrieben (siehe Anhang) weil meiner Auffassung nichts wirklich verpflichtendes drin steht. Sie ist quasi Müll.


Nun zu meinen eigentlichen Fragen;
1. Einen Praktikumsplatz suche ich bereits, mache ich gerne. Wenn ich selbiges dann beim SB vortrage und bewilligen lasse, würde ich aber gerne auf neuverfassung der EGV bestehen. Klare Ziele & definierte Schritte.
Nich so ein wischiwaschi Müll wie jetzt in der EGV steht.
(Sind dir SB nicht verpflichtet die EGV vernünftig zu formulieren? Siehe https://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbii/15.html)
Ich erwarte, nach dem Praktikum doch wieder in eine Maßnahme gesteckt zu werden und vermute deswegen das ablehnende Verhalten vom SB gegenüber der wörtlichen Erwähnung von der Umschulung.

2. Mein SB weiß seit Jahren von gesundheitlichen Einschränkungen, er ist doch verpflichtet mich mit dem Wissen beim Ä.D. vorzustellen bevor er überhaupt eine EGV veranlassen darf? ( "Prüfung der Leistungsfähigkeit durch Ärztlichen Dienst") Ich war noch nie beim Ä.D. oder beim Berufspsychologischen Service

3. Da ich die Hoffnung nach dem Gespräch mit SB verloren habe das hier noch etwas geht, möchte ich paralell noch weitere Optionen ausschöpfen.
Ich habe einen Behindertenausweis beantragt und hoffe auf diesem Wege LTA oder ähnliches beantragen zu können um nicht auf die "kann-Leistung Bildungsgutschein" angewiesen bin sondern rechtliche Grundlagen habe.
Mindestens 30% laut diverser Ärzte wird es wohl werden.
- Dann bekomme ich einen anderen SB oder? Reha SB?


Vielen Dank schonmal für eure Antworten, gerne auch nur weiterführende Teilantworten. Habe so viele Fragen.... und fühle mich mehr als mangelhaft beraten im Jobcenter.
 

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Zerberus X

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10 Jahre sind ne lange Zeit was hast du in Richtung Ausbildung unternommen?

Der SB will jetzt natürlich wissen ob Du die Sache durchziehst und dafür geeignet bist,Psychisch sowie Physisch,ist halt eine Folge deines Vorlebens.
 
D

Dinobot

Gast
Er erwiderte, "Nene Umschulung ist ja erstmal kein Thema" und trug nochmal seinen 5 Punkte Plan o.Ä. vor.Er schrieb es dann ähnlich, ohne die angestrebte Umschulung zu erwähnen.Ich hab die EGV unterschrieben (siehe Anhang) weil meiner Auffassung nichts wirklich verpflichtendes drin steht. Sie ist quasi Müll.- Dann bekomme ich einen anderen SB oder? Reha SB? Habe so viele Fragen.... und fühle mich mehr als mangelhaft beraten im Jobcenter..

Müll EGV unterschreibt man nicht .Weshalb hast du Dir keine Bedenkzeit dazu erbeten? 14 Tage wären normal hierfür gewesen.

Nunmehr hast du wahrscheinlich eine neue EGV des Jahres unterschrieben, wie sie ähnlich schon mal in einem anderen JC der Fall gewesen ist. Stich wort: Belastungserprobung:

https://www.no-go.de/news/hartz-iv-eingliederungsvereinbarung-des-jahres

Was aber ich aber als schwerwiegender erachte: Eine Belastungserprobung ist Teil eines Arbeitstrainings -innerhalb einer Maßnahme bei einem Bildungsträger. Und das ganze wird den Fallmanagern bzw. Sb als Aktion gegenüber dem Elo bei psychischen Erkrankungen eingeleitet -wobei der Sb dabei Ermessen hat.

Ich kenne Deinen bisherigen Verlauf Deiner Erkrankungen nicht, jedoch hast du mit Deiner Unterschrift erst einmal zugestimmt, das eine Notwendigkeit dessen besteht und Du dich damit einverstanden erklärst. Siehe auch den Verlauf, den so etwas weiter nehmen kann :

https://www.sozialpsychiatrie-mv.de/PDF/6Uebersichtstabelle_231105.pdf

Dass hier eine Reha folgen könnte, das kann ich nicht erkennen, wegen der sonstigen Voraussetzungen , die ich hier nicht zu erkennen vermag:

https://www.talentplus.de/lexikon/Lex-Belastungserprobung/
 

BUDDI

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Ich hab die EGV unterschrieben... kann ich jetzt nix mehr dran ändern. In dem Moment schien es mir als das kleinere Übel & so nichts sagend. Theoretisch kann ich jetzt 6 Monate Eier schaukeln.

Ich würde sehr gerne, wenn ich einen Platz für das Praktikum gefunden habe, bei dem nötigen Termin zwecks Bewilligung, darauf bestehen die Gründe für das Praktikum festzuhalten.
Meiner Auffassung nach ist die EGV unzureichend, wenn Sie überhaupt erlaubt ist (in meiner Situation müsste der Ä.D. zwecks feststellung der Erwerbsfähigkeit vor einer EGV stehen.)

Meine Vorstellung, ich gehe zum SB und lege den Praktikumsbetrieb vor. Das Ziel der EGV ist somit erzielt, die Notwendigkeit einer neuen (offensichtlich) gegeben.
Entweder: SB kooperiert und wir halten in der neuen EGV fest, dass das Praktikum zur Belastungserprobung dient und bei Erfolgreicher Absolvierung vom Amt die Termine beim Ä.D. und Berufspsychologischen Service angeleitet werden um letzte (Vermittlungs?)hemmnise bezüglich einer Umschulung festzustellen oder auszuschließen.

Oder: Bei weigerung evtl. den Teamchef kontaktieren oder ins Gespräch holen lassen. Notfalls an die Ombudsstelle wenden oder Dienstaufsichstbeschwerde.

(Alles andere, im ersten Post, ist eher zweitrangig.)


Werde im laufe der kommenden Woche zur Erwerbslosenhilfe vor Ort gehen und mal sehen ob die eine Lösung wissen, evtl komme ich so ja sogar zu einem Beistand...
 
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Dinobot

Gast
Ich hab die EGV unterschrieben... kann ich jetzt nix mehr dran ändern. In dem Moment schien es mir als das kleinere Übel & so nichts sagend. Theoretisch kann ich jetzt 6 Monate Eier schaukeln. .

Vielleicht solltest du Dir mithin überlegen, ob das nachfolgende nicht lieber damit zu kombinieren wäre, sofern der Dir eine andere Maßnahme aufquatschen wollte, würde ich -an Deiner Stelle die nachfolgende Möglichkeit in Betracht ziehen -aber auch so :

https://www.stiftung-bildung-handwerk.de/bildungsangebot/berufliche-rehabilitation

Dort könntest Du vielleicht das gleich mit Denem Wunsch nach einer Umschulung verbinden. Geh doch mal selbst hin -zur Beratung . Vielleicht könnten die Dir ein passendes Angebot mitgeben, welches du bei Deinem Sb einreichen kannst. Denn die bieten mithin auch die Belastungserprobung an:

Ist aber nur eine spontane Idee von mir, damit Du ggf. schneller eine Umschulung gleich einbeziehen könntest.

Gib das dann aber nachweislich als Kopie mit Eingangsbestätigung ab.
 

0zymandias

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Wenn Du irgendetwas vom JC willst, musst Du es schriftlich und nachweisbar beantragen.
Und einen Kalender führen mit den Stichtagen für Erinnerungen und eventuelle Untätigkeitsklagen.

Das kann man gleich im Rahmen der EGV-Verhandlungen machen.
Oder man macht es unabhängig davon.

Ob es um Praktika geht, Umschulungen oder berufliche Erstausbildungen, Belastungsproben, Weinproben, ...

Man kann natürlich auch erst eine "Müll"-EGV abschließen und mit der dann herumspielen, aber das ist eher ein Hobby jenseits der eigentlichen Ziele.

BTW: Eine oder mehrere Belastungsproben wurden nicht vereinbart.
Ziel ist die Klärung. :biggrin:
Selbst ohne das Wort Klärung wäre das Hingekritzelte nicht bestimmt genug, um einfach so nachteilige Folgen zu haben, denn z. B. könnte die Probe nach 2037 ins Auge gefasst werden.
Und es steht unter "Ziele", nicht unter "Zur Integration in Arbeit".
 

BUDDI

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Vielleicht solltest du Dir mithin überlegen, ob das nachfolgende nicht lieber damit zu kombinieren wäre, sofern der Dir eine andere Maßnahme aufquatschen wollte, würde ich -an Deiner Stelle die nachfolgende Möglichkeit in Betracht ziehen -aber auch so :

https://www.stiftung-bildung-handwerk.de/bildungsangebot/berufliche-rehabilitation

Dort könntest Du vielleicht das gleich mit Denem Wunsch nach einer Umschulung verbinden. Geh doch mal selbst hin -zur Beratung . Vielleicht könnten die Dir ein passendes Angebot mitgeben, welches du bei Deinem Sb einreichen kannst. Denn die bieten mithin auch die Belastungserprobung an:

Ist aber nur eine spontane Idee von mir, damit Du ggf. schneller eine Umschulung gleich einbeziehen könntest.

Gib das dann aber nachweislich als Kopie mit Eingangsbestätigung ab.

Der Hinweis war super, danke. Eine gute alternative zum Praktikum + Maßnahme wäre absolviert bevor mir noch eine aufgedonnert wird. Sehr gute Strategie denke ich. Habe auf der Website leider nichts gefunden was bei mir Vor Ort statt findet, bin aber auf einen ähnlichen Anbieter gestoßen der explizit eine Arbeitserprobung durchführt. Denkst du in Kombination mit meinem Vorhaben kriege ich das so durchgesetzt?

Mir ist wichtig das ich von dem Jobcenter eine genaue & schriftliche Planung formuliert kriege. Ich habe keine Lust am Ende n SB wechsel zu kassieren und wieder bei 0 anzufangen.
So wie SB sich gewunden hat die Umschulung in der EGV zu erwähnen, ahne ich böses wenn ich nicht auf "nachbesserung" plediere.
 

BUDDI

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Man kann natürlich auch erst eine "Müll"-EGV abschließen und mit der dann herumspielen, aber das ist eher ein Hobby jenseits der eigentlichen Ziele.

BTW: Eine oder mehrere Belastungsproben wurden nicht vereinbart.
Ziel ist die Klärung. :biggrin:
Selbst ohne das Wort Klärung wäre das Hingekritzelte nicht bestimmt genug, um einfach so nachteilige Folgen zu haben, denn z. B. könnte die Probe nach 2037 ins Auge gefasst werden.
Und es steht unter "Ziele", nicht unter "Zur Integration in Arbeit".

Deswegen hab ich Unterschrieben, nicht weil ich Sie als Zielführend empfand, aber als Option keine Fronten zu verhärten und in Ruhe/zuhause neue Munition zu besorgen. Gibt hier so viele nette & hilfsbereite Beratung im Forum, da kann man im JC nur von träumen.
 

Schmerzgrenze

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AW: EGV ALGII - Unvollständig

Ich habe vor einigen Monaten, nach etlichen misslungenen Bewerbungen, alles nötige in die Wege geleitet
um einen Bildungsgutschein für eine dringend notwendige berufliche Erstausbildung, in Form einer Umschulung, zu beantragen.
Bei all dem planlosen Unsinn, der hier von beiden Seiten verzapft wird, frage ich mich;
Hast Du schriftlich nachweisbar und zielgerichtet beantragt, wie ► hier angekündigt oder blieb es bei mündlichem Geplänkel?
Dann nämlich müßte dieser Antrag schriftlich beschieden werden. Umschulung setzt übrigens eine abgeschlossene Berufsausbildung voraus.
I.d.R. werden seit der Agenda2010 Umschulungen nur bis max. 2 Jahre durch die AfA gefördert.
In Deinem Fall müßtest Du Dich also eher um eine Berufserstausausbildung bemühen.
§ 3 SGB II Leistungsgrundsätze meinte:
(2) Bei der Beantragung von Leistungen nach diesem Buch sollen unverzüglich
Leistungen zur Eingliederung in Arbeit nach dem Ersten Abschnitt des Dritten Kapitels erbracht werden.
Bei fehlendem Berufsabschluss sind insbesondere die Möglichkeiten zur Vermittlung in eine Ausbildung zu nutzen.
Daß Dir dahingehend niemand entgegenkommt ist aus der sinnfreien EGV entnehmbar.
So etwas gegenzuzeichnen zieht die behördlich verordnete Bremse noch fester an.
Unterschreibst Du auch Kreditverträge, um "Deine Ruhe" zu haben?

Beratungshilfe solltest Du für Deine Ziele nicht von der sparbefangenen Behörde erwarten.
Dafür würde ich mir schon ein genaues Konzept erstellen und tatsächlich interessierte, seriöse Bildungsträger ins Boot holen.
Dort wird auch auf gewisse Voraussetzungen geprüft und ggf. um die Sitzreihen zu füllen gewisse Unterstützung geleistet.
Ein Antrag auf Erstausbildung mit solch einem Joker in der Hand eröffnet gleich ganz andere Perspektiven.
Ich spreche aus eigener Erfahrung - seinerzeit eine dreijährige Drittausbildung angestrebt
und von Anfang an das Pferd ab Bildungsträger aufgezäumt. Mit Erfolg. :icon_wink:
 

BUDDI

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AW: EGV ALGII - Unvollständig

Bei all dem planlosen Unsinn, der hier von beiden Seiten verzapft wird, frage ich mich;
Hast Du schriftlich nachweisbar und zielgerichtet beantragt, wie ► hier angekündigt oder blieb es bei mündlichem Geplänkel?
Dann nämlich müßte dieser Antrag schriftlich beschieden werden. Umschulung setzt übrigens eine abgeschlossene Berufsausbildung voraus.
I.d.R. werden seit der Agenda2010 Umschulungen nur bis max. 2 Jahre durch die AfA gefördert.
In Deinem Fall müßtest Du Dich also eher um eine Berufserstausausbildung bemühen.
Daß Dir dahingehend niemand entgegenkommt ist aus der sinnfreien EGV entnehmbar.
So etwas gegenzuzeichnen zieht die behördlich verordnete Bremse noch fester an.
Unterschreibst Du auch Kreditverträge, um "Deine Ruhe" zu haben?

Beratungshilfe solltest Du für Deine Ziele nicht von der sparbefangenen Behörde erwarten.
Dafür würde ich mir schon ein genaues Konzept erstellen und tatsächlich interessierte, seriöse Bildungsträger ins Boot holen.
Dort wird auch auf gewisse Voraussetzungen geprüft und ggf. um die Sitzreihen zu füllen gewisse Unterstützung geleistet.
Ein Antrag auf Erstausbildung mit solch einem Joker in der Hand eröffnet gleich ganz andere Perspektiven.
Ich spreche aus eigener Erfahrung - seinerzeit eine dreijährige Drittausbildung angestrebt
und von Anfang an das Pferd ab Bildungsträger aufgezäumt. Mit Erfolg. :icon_wink:
Ich hätte vielleicht etwas mehr Infos dazu schreiben sollen.

Ich habe den Antrag schriftlich gestellt, einen Bildungsträger habe ich "im Boot". Ich habe 2 Tage Probeunterricht abgehalten, und einen 90%igen Eignungstest absolviert. Gab sogar ein Kompliment seitens des Bildungsträgers, Ergebnis war wohl deutlich über dem Durchschnitt.

Dem Antrag auf den Bildungsgutschein habe ich die "Bildungsempfehlung" vom Träger, ärztliche Gutachten von 2 Ärzten bzgl. der Eignung und zu erwartenden verbesserung der gesundheitlichen Situation usw. usf., offene Stellenangebote in dem Beruf, mehrere Beiträge zu der aktuellen und zukünftigen Prognose bzgl. "Fachkräftemangel" in dem Beruf (FI-Anwendungsentwickler) , Absagen auf meine Bewerbungen für einen regulären Ausbildungsplatz, Hinweise auf meine Umfassenden Grundkenntnisse in dem Bereich, beigelegt...

Sowohl Teamleiter als auch SB beteuerten wie gut Sie die Idee finden, das Jobcenter würde sowas begrüßen & fördern usw.
Nur im anschließendem Gespräch wurde darauf gepocht man könne meine Belastbarkeit nicht Einschätzen. Ich bin definitiv bereit vorher ein Praktika / Arbeitserprobung zu absolvieren, das ist nicht das Problem. Auch das es bei mir um eine Erstausbildung geht ist kein Problem, Umschulung steht zwar auf dem Papier, das Angebot passt aber auch zu meinem Profil. Wurde auch in einem vorherigem Beratungsgespräch beim BT besprochen.

Planlos bin ich nur soweit, dass ich nicht wirklich weiß/wusste wie ich an eine erste berufliche Ausbildung komme. Seitens des Jobcenters kommt 0 Unterstützung, alle weiterführenden Informationen muss ich mir selber suchen/z.b. hier im Forum erfragen.

Übrigens warte ich auch auf eine schriftliche Antwort zu meinem Antrag. Er liegt nachweisbar beim SB vor. Ich denke er geht jetzt aber davon aus den Antrag erstmal liegen zu lassen?!
Andererseits habe ich die Befürchtung wenn ich jetzt nochmal nachhake und eine Entscheidung "erzwinge" gibt es eine Ablehnung, es steht ja die nicht festgestellte Belastbarkeit im Raum.

Was bleibt mir anderes übrig, die Konfrontation meident, so freundlich wie möglich mit meinem SB zu kommunizieren. Das was ich einfordere ist eine Kann-Leistung. Mucke ich zuviel auf, Kann-ichsvergessen..... Nach euren berechtigten Einwänden fühle ich mich jetzt doppelt-dämlich die EGV unterschrieben zu haben :(


1. Ja Antrag war schriftlich, ist nachweisbar angekommen.
2. Die "Umschulung" richtet sich explizit auch an Menschen ohne Ausbildung, Dauer 2 Jahre. Mit IHK Abschlussprüfung.
3. Beratung erwarte ich beim JC schon lange nicht mehr. Danke an das Eloforum + Internetzugang,
4. Ich habe/hatte ein genaues Konzept. Ich habe Wochenlang recherchiert um bei allen möglichen Einwände effektiv gegen argumentieren zu können. Dann fiel dem SB die Belastbarkeit ein, und wurde sein Streckenpferd für das gesamte Gespräch.


Umschulung setzt übrigens eine abgeschlossene Berufsausbildung voraus.
I.d.R. werden seit der Agenda2010 Umschulungen nur bis max. 2 Jahre durch die AfA gefördert.
Teilnahmevoraussetzungen und Zielgruppe:

Für Arbeitsuchende, die sich für einen Beruf im Informatikbereich interessieren, ist diese Umschulung möglicherweise genau richtig. Eine vorherige Berufsausbildung ist nicht notwendig, allerdings sollten ein Schulabschluss sowie angemessene Deutschkenntnisse in Wort und Schrift nachgewiesen werden. In einem persönlichen Beratungsgespräch und einem anschließenden kleinen Test finden wir gemeinsam heraus, ob diese Umschulung für Sie erfolgversprechend ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
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Dinobot

Gast
bin aber auf einen ähnlichen Anbieter gestoßen der explizit eine Arbeitserprobung durchführt. Denkst du in Kombination mit meinem Vorhaben kriege ich das so durchgesetzt?

Eher, wenn Du selbst vorher vor Ort warst und ein fertig formuliertes Angebot bekommst. Dann muss Sb die Ablehnung auch schriftlich begründen -auf Deinen Einzelfall hin .

Mir ist wichtig das ich von dem Jobcenter eine genaue & schriftliche Planung formuliert kriege.

Meistens herscht bei den Jobcentern ansonsten nur so etwas wie Planwirtschaft, die Deinen Einzelfall eben nicht vorrangig berücksichtigen würde. Hat Sb ja bisher auch nicht verbindlich für Dich bewerkstelligt, sondern mutet Dir bislang nur nebulöse Unwägbarkeiten zu -ohne Zeitfenster. Ich kann bislang kein verbindliches Integrationskonzept in dieser EGV erkennen.

Auf jeden Fall würde ich die Planung -an Deiner Stelle -mit Hilfe Dritter selbst in Angriff nehmen wollen. Und dem Sb dann das fertige Konzept daraus liefern -bevor der Dcih mit einer Zuweiosung überrascht. Vielleicht mit der Argmentation, man könne ja nicht ewig auf den Erfolg Deiner Suche nach einem Praktikum vertrauen -deswegen würde man Dich jetzt zu eienr Maßnahme weisen, wo der Träger das dann schneller bewerkstelligt. Zum Beispiel.

Die Möglichkeiten der Befürwortung einer selbst gesuchten Aktion mit Umschulung kann Dir nur der Anbieter sagen, aus dessen Erfahrung und zusammen mit dessen Einschätzung anhand Deines Einzelfalls.

Ich habe auch noch einen Anbieter gefunden der damit wirbt, einen individuellen Hilfeplan mit dem Betroffenen erstellen zu wollen:

https://www.faw.de/standorte/bielefeld/geschaeftsfelder/berufliche-rehabilitation/

Den Wahrheitsgehalt dessen solltest du allerdings selbst überprüfen -sofern Interesse besteht. Es gibt immer Möglichkeiten. Für solch ein Bemühen hat meist kein Sb genug Zeit oder ein wirkliches Interesse.

Nachtrag:

Für Arbeitsuchende, die sich für einen Beruf im Informatikbereich interessieren, ist diese Umschulung möglicherweise genau richtig. Eine vorherige Berufsausbildung ist nicht notwendig,.

Es gäbe da auch ggf die Möglichkeit einer Ausbildung via FbW. Von solch einer Möglichkeit darf dich Sb nicht von vorneherein ausschließen. Zu den aktuellen rechtlichen Möglichkeiten nach 16 Abs. 1 SGB II i. V. m. §§ 81 ff. SGBIII -siehe Weisung der BA über:

https://inge-hannemann.de/wp-conten...che_Weisung-22052018_Ergänzung_§16-Anlage.pdf
 

Schmerzgrenze

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AW: EGV ALGII - Unvollständig

Was bleibt mir anderes übrig, die Konfrontation meident, so freundlich wie möglich mit meinem SB zu kommunizieren.
Diese Art der Kommunikation einstellen und Dein Recht auf Ausbildung ggf. einklagen.
Das was ich einfordere ist eine Kann-Leistung.
Falsch. Es ist eine Soll-Leistung, falls Du die rechtlichen Leistungsgrundsätze beachtet hast.

So, wie ich Deinem letzten Beitrag entnehme, hast Du doch bisher alles richtig gemacht.
Wenn Du jetzt dranbleibst, könntest Du Deine gesteckten Ziele erreichen.
Zuallererst verlegst Du die Kommunikation mit der Behörde hinsichtlich der Ausbildung ausschließlich auf den Schriftweg.
Auf die kommenden Termine mußt Du Dich zwingend besser vorbereiten.
Konzentriere Dich auf die Ausbildung und fertige Dir einen Stichordner, in welchem alle relevanten Fakten chronologisch aufgeführt sind.
Darin geordnet jeweils Kopien aller Nachweise der Bildungsträger
sowie Ein- und Ausgänge von Anträgen und Bescheiden an/von der Behörde.
Diesen Ordner ergänzt Du während der Termine mit einem offen geführten Gesprächsprotokoll.
Das Mitschreiben während des Gespräches verschafft Dir nicht nur Zeit zum Nachdenken,
sondern auch nach den Terminen genug Material zur Nachbearbeitung Deines Konzeptes.
Lasse Dich nicht auf unsinnige Gespräche ein, sondern stelle zu allen Äußerungen gezielte Fragen.
Dabei hilft Dir wiederum der mitgeführte Stichordner - Du jedenfalls bist dann sortiert.
Hinterfrage sofort alle Äußerungen der Gegenseite und fordere ggf. die Rechtsgrundlage ein.

Abzuarbeitender Lesestoff: ► Kommunikation mit Behörden und Sachbearbeitern
Nur im anschließendem Gespräch wurde darauf gepocht man könne meine Belastbarkeit nicht Einschätzen.
Für eine Einschätzung der Belastbarkeit ist nicht der SB-, sondern der ÄD zuständig.
Agentur für Arbeit meinte:
Der Ärztliche Dienst unterstützt die Fachkräfte der Agenturen für Arbeit und der Jobcenter dabei,
für Arbeitsuchende und Beschäftigte mit gesundheitlichen Einschränkungen passende Lösungen zu finden.
Dazu beurteilen die Ärztinnen und Ärzte individuell in jedem Einzelfall:
  • gesundheitliche Einschränkungen
  • die Leistungsfähigkeit oder Erwerbsfähigkeit
  • die Eignung für bestimmte Berufe
  • die Eignung speziell von Jugendlichen für bestimmte Berufe
(Quelle)
Fordere die Behörde schriftlich nachweisbar zur Untersuchung durch den ÄD auf und schon ist dieses Scheinargument vom Tisch.
Praktikum ist hier zu offensichtlich ein hingeworfenes Stöckchen, Dich widerrechtlich von der Ausbildung fernzuhalten.

Was die EGV betrifft, so würde ich diese ganz trocken wegen Inhaltslosigkeit kündigen.
Die zwei aufgeführten Sätze zur Integration und Unterstützung lassen weder
Umfang einer Leistung, noch eine entsprechende Gegenleistung erahnen.
Die Unterstützung bezeichnet einzig die sowieso rechtlich vorgeschriebene Beratungspflicht der Behörde.
Ein SG würde hier von sich aus die Nichtigkeit nach Abs. 2 Satz 4 § 58 SGB X feststellen,
da die Voraussetzungen für den Austauschvertrag nach Abs. 1 Satz 4 § 55 SGB X schlichtweg fehlen.
 

BUDDI

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AW: EGV ALGII - Unvollständig

Fordere die Behörde schriftlich nachweisbar zur Untersuchung durch den ÄD auf und schon ist dieses Scheinargument vom Tisch.
Praktikum ist hier zu offensichtlich ein hingeworfenes Stöckchen, Dich widerrechtlich von der Ausbildung fernzuhalten.
Daran habe ich auch schon gedacht, aber begleitet von der Befürchtung man würde trzd. weiterhin auf die Notwendigkeit einer Belastungserprobung pochen. (oder evtl. In Kooperation mit dem Ä.D.? SB telefonieren ja gerne, ihre Kompetenzen übersteigend, durch die Gegend)

Was die EGV betrifft, so würde ich diese ganz trocken wegen Inhaltslosigkeit kündigen.
Die zwei aufgeführten Sätze zur Integration und Unterstützung lassen weder
Umfang einer Leistung, noch eine entsprechende Gegenleistung erahnen.
Die Unterstützung bezeichnet einzig die sowieso rechtlich vorgeschriebene Beratungspflicht der Behörde.
Ein SG würde hier von sich aus die Nichtigkeit nach Abs. 2 Satz 4 § 58 SGB X feststellen,
da die Voraussetzungen für den Austauschvertrag nach Abs. 1 Satz 4 § 55 SGB X schlichtweg fehlen.

Danke! So einen Paragraphen habe ich gesucht. Kann/konnte mir eh schwer vorstellen das der SB hier seine Arbeit richtig gemacht hat. Hier würde ich mich vor dem nächsten Termin zur "Verhandlung" vorbereiten und schon mit einer quasi fertigen EGV, zu meinen Gunsten, antreten die der SB abschreiben kann. Stichwort erfolgsversprechendes Integrationskonzept oder so ähnlich.


Abgesehen davon, der nächst mögliche Eintritt zur Umschulung wäre Februar 2019 bzw August 2019. Bis dahin ist massig Zeit. User Dinobot hat hier einen ganz Interessanten Hinweis gegeben, worauf hin ich einen Bildungsträger vor Ort gefunden habe der eine 6 wöchige Belastungserprobung anbietet. (Termin für ein Informationsgespräch habe ich bereits angefragt.)
Das würde zeitlich locker dazwischen passen, ich hole mir n zweites&schriftliches Statement für die befürwortung, und hätte die Belastungserprobung vom Tisch. Sowohl für den SB als auch für den Ä.D. welche evtl. Akteneinsicht bekommt. Sollte es dann wider erwarten eine Absage zur Umschulung geben, hätte ich auf rechtlichem Wege noch mehr in der Hand.

Oder irre ich mich?


Danke für die Antwort!
 
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