EGV ALG II erhalten. Mit dem Inhalt nicht einverstanden. Wie sieht jetzt die richtige Vorgehensweise aus?

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frage2

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Hallo zusammen,

ich habe von meinem SB nach einem 1 stündigen Gespräch eine EGV bekommen, die ich erst mal mit bitte um eine 14 tägige Bedenkzeit, ohne Unterschrift eingesteckt habe.
Nachdem ich sie mir in aller Ruhe zuhause durchgelesen habe, sehe ich einige Punkte die ich so nicht unterschreiben würde.

Ich habe ein Problem damit, das mich der SB unbedingt in 16i unterbringen, und mich deshalb als so was wie "Arbeitsmarktfern" abstempeln will.
Das sehe ich ganz anders, hieß es doch noch in der vorangegangenen EGV wörtlich: "Diese Potentialanalyse hat gezeigt, dass Name dem arbeitsmarktnahen Personenkreis zugeordnet werden kann."
Ja, ich bin zwar schon mehr als 10 Jahre arbeitslos, aber ich weis noch wie man aufsteht und einen geregelten Tagesablauf hinbekommt.

Ist ein Aktualisierter Lebenslauf unbedingt notwendig? Der SB hat von mir einen Lebenslauf von 2017 und der hat sich bis dato auch nicht geändert.
Gleichzeitig soll ich an einer AGH teilnehmen, die laut SB wohl zur Vorbereitung auf 16i nötig ist.

Welches Vorgehen wäre jetzt das Richtige?
Änderungsvorschläge einreichen oder VA abwarten und dann widersprechen?
Denn in 16i fühle ich mich vollkommen fehl am Platze.

Ganz alleine dagegen vorzugehen traue ich mir nicht so richtig zu, deshalb wäre ich für jedwede Anregung oder Hilfe dankbar.

Anbei habe ich die EGV zur Ansicht beigefügt, ich würde mich freuen, wenn ihr euch das mal anschauen könntet und mir eure Meinung dazu sagt.

Gehört das Thema überhaupt hierhin oder eher nach WIEDERPRÜCHE / KLAGEN? :unsure:
Habe ich noch Infos vergessen?
 

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Ramteid

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Hallo Frage,
schön das du dich wehrst!
16i soll ja angeblich freiwillig sein, aber hier sieht man "wie" freiwillig alles eingetütet werden soll...
Schreibe doch einen Gegenvorschlag, wie von dir angedacht. Beziehe dich auf die letzte EGV mit dem "arbeitsmarktnahen" Inhalt, und sorge für die sichere Zustellung beim Mob Center.
Dann abwarten ob das JC einen VA erlässt. Gegen diesen kann man sich dann recht gut wehren.
Das Post dürfte am richtigen Platz sein : )
 

MichaelBelek

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Hi, eine erfolgreiche Gegenwehr, in Deinem Sinne, per Widerspruch oder gar Klageweg sehe ich als nicht aussichtsreich an. Mithin geht es in der EGV nicht um den 16i! Die EGV ist überraschenderweise vom JC nachvollziebar begründet. Zugleich wird diese Art von AGH bei 10-jähriger Dauer Arbeitslosigkeit von dem SG, aus meiner Sicht, als zumutbar befunden werden. Zugleich wird eine Arbeitslosigkeitsdauer von 10 Jahren auch vom SG als arbeitsmarktfern bestätigt werden. Häufig verordnen SB auch AGH bei (evtl.) psychischen Problemen oder anderen körperlichen Funktionseinschränkungen " (!?). VG
 

gila

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So demotivierend es auf den ersten Blick klingt, was MichaelBelek geschrieben hat, muss ich ihm jedoch auch aus meiner ganzen Erfahrung zustimmen.
Die Frage ist für mich nebenbei auch: wenn es in der EGV doch heißt, das Ganze wurde mit dir besprochen und eine Potenzialanalyse wurde gemacht etc, wieso hast du denn nicht während dieses angeblich so intensiven Gespräches deine Bedenken oder deine Abneigungen eingebracht?

Die Argumentation von MichaelBelek ist nicht von der Hand zu weisen und wird auch sicherlich einem Richter schlüssig sein...

Das einzige was mir jetzt einfällt, was unter Umständen angreifbar wäre, sind diese Maßnahmeinhalte.

Wenn du dich für IT, Büro etc. interessierst, dann sind wahrscheinlich Handlangertätigkeiten, um Weihnachtsmärkte oder sonstigen Kram zu organisieren, nicht unbedingt eine hinreichende Förderung, denn AGH sollen einen ja schließlich am Ende in Arbeit bringen.

Das sehe ich hier z.b. überhaupt nicht.
Man hätte dir auch konkrete Weiterbildungen anbieten können Bildungsgutschein etc.

Oder eine konkrete Umschulung, damit du nach 10 Jahren Arbeitslosigkeit wieder ein wettbewerbsfähiges standing erhältst. Alles andere ist für mich Gaga..

Allerdings stelle ich mir auch hierbei die Frage warum du dies in diesem angeblich so intensiven Gespräch nicht konkret gefordert und angesprochen hast?



Nebenbei: ich habe gerade gelesen, dass die altersmäßige Kategorisierung von Arbeitssuchenden jetzt nicht mehr bei ü50 liegt, sondern auf ü48 geschraubt wurde. Irgendwann heißt es dann Ü30? Der Hammer...
 

Ramteid

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TE hat sich lange mit dem SB auseinander gesetzt und NICHT unterschrieben!
Und will es auch garnicht.
Leider habe auch ich die Erfahrung machen müssen, das Diskussionen sich so gut wie nie in den EGV-Entwürfen niederschlagen.
 

frage2

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Hallo,

vielen dank schon mal für eure Antworten.
Ich werde erst morgen dazu kommen darauf einzugehen.
Erstmal muss ich die ganzen Kottletts und Grillwürstchen von heute verdauen. 🍗
 

frage2

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Schreibe doch einen Gegenvorschlag, wie von dir angedacht.
Gegenvorschlag gut, allein wie sag ichs meinem Kinde, sprich SB?
Wie sieht so ein Schreiben aus, was soll da rein?
Für einen Gegenvorschlag brauchts ja auch etwas zum vorschlagen. Dazu muss ich mir noch mehr Wissen aneignen.

Hi, eine erfolgreiche Gegenwehr, in Deinem Sinne, per Widerspruch oder gar Klageweg sehe ich als nicht aussichtsreich an
So demotivierend es auf den ersten Blick klingt, was MichaelBelek geschrieben hat, muss ich ihm jedoch auch aus meiner ganzen Erfahrung zustimmen.
Das einzige was mir jetzt einfällt, was unter Umständen angreifbar wäre, sind diese Maßnahmeinhalte.
Eine Klage, die auf zu wackeligen Beinen steht, würde ich auch eher vermeiden wollen.

Zugleich wird diese Art von AGH bei 10-jähriger Dauer Arbeitslosigkeit von dem SG, aus meiner Sicht, als zumutbar befunden werden. Zugleich wird eine Arbeitslosigkeitsdauer von 10 Jahren auch vom SG als arbeitsmarktfern bestätigt werden. Häufig verordnen SB auch AGH bei (evtl.) psychischen Problemen oder anderen körperlichen Funktionseinschränkungen " (!?).
Anfang 2017 habe ich an einer Maßname zur beruflichen Reintegration teilgenommen, die unter Anderem auch die Beschäftigungsfähigeit ermitteln sollte.
Die genauen Ergebnisse kenne ich zwar nicht, aber anhand der Aussagen der Dozenten und meines damaligen SB, bin ich immer noch fit und geeignet für den 1. Arbeitsmarkt.

Die Frage ist für mich nebenbei auch: wenn es in der EGV doch heißt, das Ganze wurde mit dir besprochen und eine Potenzialanalyse wurde gemacht etc, wieso hast du denn nicht während dieses angeblich so intensiven Gespräches deine Bedenken oder deine Abneigungen eingebracht?
Allerdings stelle ich mir auch hierbei die Frage warum du dies in diesem angeblich so intensiven Gespräch nicht konkret gefordert und angesprochen hast?
Das liegt an meiner Persönlichkeit. Konflikte vermeide ich nach Möglichkeit und bin eher der ruhige bis sehr ruhige Typ. Viel reden und diskutieren liegt mir nicht und bei dem sehr frühen Termin war ich auch noch nicht so richtig auf Bertriebstemperatur.
Intensiv eher im Sinne von Zeitintensiv. SB hat ein bischen gefragt, viel getippt und gesucht.

Man hätte dir auch konkrete Weiterbildungen anbieten können Bildungsgutschein etc.
Oder eine konkrete Umschulung, damit du nach 10 Jahren Arbeitslosigkeit wieder ein wettbewerbsfähiges standing erhältst.
Eine Weiterbildung habe ich vorgeschlagen, die Antwort war dann so in etwa "Das ich dadurch keine beruflichen Erfahrungen erlange."
Wie oft werden Weiterbildungen bewilligt? 2010 habe ich eine Qualifizierung Fachkraft Lagerwesen mit Staplerschein gemacht.

TE hat sich lange mit dem SB auseinander gesetzt und NICHT unterschrieben!
Und will es auch garnicht.
Ja, meine Unterschrift möchte ich nur noch sehr sparsam einsetzen.


Ich skizziere für mich mal einige, so denn gangbare Möglichkeiten, die mir so einfallen.

Einen Gegen/Änderungsvorschlag schreiben, der entweder angenommen wird oder nicht.

-Wenn ja, gut.
-Wenn nicht, VA abwarten, Widerspruch, Klage. Nicht erste Priorität, steht eher auf dünnen Füßen.

oder

-VA abwarten und dann "Verhalten bei Maßnahmenträgern" berücksichtigen.
Dazu fällt mir noch ein, der MT der AGH ist eine Geschäftsstelle der Stadt.
Verhält es sich da vieleicht anders als bei einem privaten MT!?
 

abc123

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Das beste wäre hier die Änderungswünsche zur EGV nachweislich schriftlich einzureichen. Dies macht später bei einem Widerspruch gegen einen eventuellen EGV-VA auch einen besseren Eindruck verhandelt zu haben.
Hier wie bereits oben schon erwähnt, vielleicht ein paar Inhalte aus der EGV mit arbeitsmarktnahem Inhalt einbauen.
Ich kann in der EGV auch keine Regelung zur Erstattung von Bewerbungskosten sowie Fahrtkosten zu Vorstellungsgesprächen entdecken?
Mit 16 i. kann ich Dir leider nicht weiterhelfen, aber sicherlich findet sich hier noch jemand, der hierzu Ideen hat. Du solltest dich aber eventuell schon etwas zum Verhalten bei Maßnahmeträgern einlesen- auch hier bitte nichts vor Ort unterschreiben, sondern alles zur Prüfung mit nach Hause nehmen, denn nur so kannst du dagegen vorgehen!
Vielleicht wäre es auch sinnvoll, nochmals nachweislich schriftlich eine Weiterbildung zu beantragen und deinen Wunsch zu dieser Weiterbildung auch bei den Änderungswünschen mit einzubauen. So zeigst Du auch Initiative...
 
Zuletzt bearbeitet:

Ramteid

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Für einen Gegenvorschlag brauchts ja auch etwas zum vorschlagen.
In erster Linie geht es darum aufzuzeigen was du entfernt haben möchtest, da es nicht zielführend für die Arbeitsplatzsuche ist. Dieses kopierst du 1 zu 1 aus dem EGV Vorschlag.
In zweiter Linie kannst du gerne Gegenvorschläge machen, wie z.B. feste Bewerbungskostenzusagen, oder was du sonst für Sinnvoll hälst um wieder in Arbeit zu kommen.
 

MichaelBelek

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Eine Klage, die auf zu wackeligen Beinen steht, würde ich auch eher vermeiden wollen.

Anfang 2017 habe ich an einer Maßname zur beruflichen Reintegration teilgenommen, die unter Anderem auch die Beschäftigungsfähigeit ermitteln sollte.
Die genauen Ergebnisse kenne ich zwar nicht, aber anhand der Aussagen der Dozenten und meines damaligen SB, bin ich immer noch fit und geeignet für den 1. Arbeitsmarkt.

Bitte nicht falsch verstehen, ich meine nicht, dass "arbeitsmarktferne" Langzeitarbeitslose (incl. meine Person) keine Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt haben, ganz im Gegenteil. Die Segmentierung ist das Werk von Unternehmensberatungsgesellschaften, die den Kundenkreis des Jobcenters in "Schubladen", zur effektiven Bearbeitung in Matrix zuordnet. Mithin ist das Ziel, oder besser die Aufgabe des Jobcenters, Langzeitarbeitslose, überwiegend in den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln. Natürlich, wissen wir um die Realitäten! LG
 
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