• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

EGV (Alg 2) mit Zuweisung 1,50 € Job

Rimini57

Elo-User/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
10 Okt 2017
Beiträge
69
Gefällt mir
27
#1
Hallo,
es geht in die nächste neue Runde.

Heute hatte ich bei meiner eifrigen SBin im Jobcenter einen Termin zur Besprechung meiner beruflichen Situation.
Die Einladung kam rechtzeitig, so dass ich mich einstimmen konnte.

Sie ließ mich 10 Minuten warten obwohl nichts los war. Nach der Begrüßung stellte sie zuerst Fragen zum letztem Thema. Siehe hier: https://www.elo-forum.org/eingliede...ierung-beruflichen-eingliederung-traeger.html

Ich sagte ihr dass ich darüber nicht mit ihr diskutieren möchte und das Thema für mich erledigt sei, ich wäre der Einladung gefolgt um die berufliche Situation mit ihr zu besprechen.
Deshalb ließ ich sie labern, war mir aber nicht sehr zugeneigt. Sie suchte an ihrem PC irgendeine Maßnahme die sie mir aufdrücken konnte. Wie ich befürchtete fand sie auch etwas.

Druckte dann die EGV aus, eine Zuweisung für eine AGH und diverse Stellenangebote.
Ich nahm das Papier und steckte es in meine Tasche. Sie fragte ob ich mir das nicht alles durchlesen will, ich verneinte und sagte ihr dass ich den Inhalt in Ruhe zu Hause durchlese und prüfen lassen werde.

Das ganze Prozedere ging ca. 60 Minuten. Unterschrieben habe ich nichts. Sie meinte ich könnte das locker in 20 Minuten durcharbeiten und ihr dann unterschrieben zurückgeben.
Ich entgegnete ihr dass ich noch einen anderen Termin hätte und 1 Stunde Gespräch reichen würde. Sie meinte dann ich könne doch nicht noch ein anderen Termin machen, wenn ich Termin beim JC hätte.
Doch das kann ich. Der JC-Termin war um 10.45 Uhr, der andere um 12.30 Uhr...also genügend Zeit.

Sie murmelte dann etwas von Verwaltungsakt. Weil wir soweit aber eigentlich fertig waren und ich die Papiere eingesteckt hatte, hab ich mich höflich verabschiedet.

Nun denke ich mal dass mir in den nächsten Tagen ein Verwaltungsakt zugeht.

Meine Unterlagen stelle ich gleich ein. Kann ich jetzt so vorgehen wie beim letztem Mal? (siehe Link)
Natürlich ohne das Datenschutzgedöns, das ist ja erfolgreich überstanden.

P.S. Bei der Zuweisung ist Blatt 3 leer, daher habe ich es nicht hochgeladen
 

Anhänge

Zuletzt bearbeitet:

Allimente

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
30 Sep 2013
Beiträge
1.054
Gefällt mir
1.092
#2
Also ich sehe schon mal, dass 5 Tage a 8 Stunden nicht 30 Stunden die Woche sind, sondern 40 Stunden. Alles Weitere überlasse ich gerne den Experten, kenne mich da nicht sonderlich gut mit aus.

Gruß Allimente
 

Rimini57

Elo-User/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
10 Okt 2017
Beiträge
69
Gefällt mir
27
#3
Das habe ich auch bereits bemerkt. Vielleicht wird ja lange Pause gemacht, wer weiß das schon.
 

Frank71

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
2 Jul 2010
Beiträge
2.138
Gefällt mir
1.107
#5
Eine AGH darf 6 Stunden pro Tag und 30 Stunden pro Woche nicht überschreiten.
 

Rimini57

Elo-User/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
10 Okt 2017
Beiträge
69
Gefällt mir
27
#6
Der erwartete VA ist bislang nicht eingetroffen.

Der Schock hat sich gelegt, also lege ich mal langsam wieder los mit dem Antrag Übernahme der Fahrtkosten an das JC. Den Träger hab ich dann auch mal kontaktiert, natürlich schriftlich, wann er mich denn zum Kennlerndate einladen möchte. Telefon hab ich ja nicht mehr
 

RobbiRob

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
4 Jan 2017
Beiträge
1.884
Gefällt mir
1.173
#7
Eine AGH darf 6 Stunden pro Tag und 30 Stunden pro Woche nicht überschreiten.
Anwesenheitszeit ist nicht gleich Arbeitszeit.
(Dass da „Arbeitszeit“ steht ist mit Sicherheit falsch)

1h Mittagspause und zwei Pausen ist nicht ungewöhnlich.
Müsste man abklären.
 

gizmo

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
12 Dez 2011
Beiträge
3.636
Gefällt mir
1.051
#8
Anwesenheitszeit ist nicht gleich Arbeitszeit.
(Dass da „Arbeitszeit“ steht ist mit Sicherheit falsch)

1h Mittagspause und zwei Pausen ist nicht ungewöhnlich.
Müsste man abklären.
Hy, lese mal hier:

https://www.elo-forum.org/redirect-...Ultima_Ratio&usg=AOvVaw3iBZSJoWHIFGFS3XP4k-Ok

Eine AGH darf nur max, 6STD am Tage dauern, der Grund ist das man sich ja auch noch Bewerben muss für den ersten Arbeitsmarkt. Ebenso gehen alle anderen Eingliederungsmaßnahmen vor, da eine AGH das Ultima Ratio ist.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ultima_Ratio

Ebenso ist es das in einer AGH keine Arbeitsleistung verlangt werden kann, wenn man also anwesend ist reicht das allemal aus.
 

Rimini57

Elo-User/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
10 Okt 2017
Beiträge
69
Gefällt mir
27
#9
Das mit den 6 Stunden habe ich verstanden. Jetzt bleibt es erstmal das Kennenlerndate beim Träger abzuwarten. Kann natürlich dauern bis Post kommt wegen der blöden Feiertage grins
 

gizmo

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
12 Dez 2011
Beiträge
3.636
Gefällt mir
1.051
#10

Rimini57

Elo-User/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
10 Okt 2017
Beiträge
69
Gefällt mir
27
#17
Gestern habe ich vom Maßnahmeträger eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalten. Na da werde ich mal vorbeischauen. Mitbringen soll ich meinen Perso und einen Lebenslauf.

Meinen Perso hab ich eh dabei...die dürfen aber nur ansehen und nicht anfassen...mit dem Lebenslauf hab ich irgendwo gelesen, dass man den nicht vorlegen soll...da muss ich nochmal suchen.

Ich bereite daher schonmal wieder den Bogen für Maßnahmeträger Betr. Daten an Dritte vor.
 

Rimini57

Elo-User/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
10 Okt 2017
Beiträge
69
Gefällt mir
27
#20

Rimini57

Elo-User/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
10 Okt 2017
Beiträge
69
Gefällt mir
27
#21
Komme gerade vom Kennlerndate. Ich weiß, ich hätte nicht hingemusst, weil ich EGV nicht unterschrieben habe und kein VA vorliegt.

Auch die Übernahme der Fahrkosten ist noch nicht zugesagt.

Trotzdem bin ich hin um den Maßnahmeträger kennenzulernen.
Dabei habe ich folgende Methode angewendet:

...Bevor du überhaupt mit denen plauderst, legst dem Träger-Mitarbeiter DEINE Datenschutzerklärung vor. (Folge dem Link)
Sollte deren Kenntnisnahme verweigert werden, den darauf abgestimmten Zettel nachweisbar in deren Machtbereich kicken....

....Du greifst sämtliche - von dir zu zeichnenden - Unterlagen ab und verkündest selbstbewußt, daß du die prüfen lassen wirst.
Da dein Rechtsbeistand nicht auf Bereitschaft sitzt, hältst du 10-12 WERKtage für realistisch und ANGEMESSEN.
5)
Außer Vor- und Nachnamen erhält der Träger deine Postanschrift.
Sonst NICHTS!...

....In den meisten Fällen ziehen die Träger jetzt ihre Fänge aus der sicher geglaubten Beute.
Derart genasweist sinnen sie auf Revanche.
Deshalb sollte tunlichst darauf geachtet werden, das schriftliche Eingeständnis des Trägers zu erlangen, daß ER es ist, der dich nicht im Haus haben will - und zwar allein wegen der nicht abgeleisteten Unterschrift/en, bzw, deiner für ihn hinderlichen Datenschutzerklärung.
I. d. R. wird das verweigert, will man dem sperrigen Subjekt wenigstens eine Sanktion vom Kumpel im JC - wegen "verhaltensbedingter Vereitelung" - reindrücken lassen.
Hier macht sich der Beistand nützlich, indem er zuhört, daß du bereit und willens bist, jederzeit teilzunehmen.
Der Träger möge das zur Kenntnis nehmen. Frage: Also wann soll ich wohin (Ganz auf die Doofe)
...
Wird dir unmißverständlich kund getan - du raus hier => Abflug.
Fehlt ein Beistand, lassen ganz hartgesottene die Polizei rufen, damit das Hausrecht des Trägers durchgesetzt wird - die dann mithören, wie bereitwillig du bist.
Dazu fehlte mir der Nerv.

Nach der Begrüßung legte ich erst einmal MEINE Datenschutzerklärung zum Unterschreiben vor. Die Dame war zwar etwas irritiert, unterschrieb aber und machte einen hübschen Stempel drauf.
Die Erklärung hab ich dann sofort verstaut.

Nun wurde mir ein Stapel diverser Bögen ausgehändigt, die ich mit meinen persönlichen Daten füllen sollte. Ich überflog alles und die freundliche Dame erklärte mir was da auszufüllen wäre.

Inhaltlich standen dort viele Paragraphen, deren Bedeutung ich nicht kannte. Nach ein paar Minuten sagte ich ihr, dass ich die Bögen mitnehmen und von meinem Rechtsbeistand überprüfen lassen werde. Gesagt, getan. Ich steckte sie ein.
Sie dann, nein die darf ich nicht mitgeben. Das war mir aber egal. Sie waren verstaut.

Darauf hin sollte ich das Büro verlassen, entgegnete dass ich dann für JC eine Bestätigung brauche dass ich gehen soll. Obwohl ich mehrmals beteuerte, dass ich doch so gern diesen 1,50 Euro Job machen möchte, blieb sie dabei.

Wenn ich nicht gehen würde, würde sie die Polizei rufen. Acherje ich zitterte schon wie Espenlaub
Ich entgegnete ihr dass dies doch nicht nötig sei. Ich bräuchte doch nur für meine ungläubige SB eine Bestätigung dass ich gehen soll und nicht mitmachen darf, obwohl ich doch gern möchte.

Sie ließ sich von ihren Wunsch leider nicht abbringen und rief doch tatsächlich die Polizei. Nach ca. 25 Minuten waren sie dann an Ort und Stelle. Ich hatte leider keinen Beistand, sonst hätte ich schon früher gehen können
Der Sachverhalt wurde geklärt. Leider musste ich die unausgefüllten Bögen wieder abgeben. Es wäre Diebstahl wenn ich einfach so Bögen mitnehmen würde. Nun denn, ich gab sie halt den Polizisten, bin ja kein Dieb.

Jetzt muss ich mir erstmal einen Beruhigungstee machen. Das hat ganz schön genervt.

Später möchte ich dann Maßnahmeträger und JC vom Kennlerndate berichten. Natürlich mit der Schneckenpost. Puh!
 

Gemcitabine

Elo-User/in
Mitglied seit
15 Aug 2017
Beiträge
278
Gefällt mir
255
#22
Bis zu dem Punkt, an dem die Polizei (tatsächlich) gerufen wurde, begeistertes Nicken und Schmunzeln von mir.
Das hast du hervorragend durchgezogen, dabei geht einem schon allein beim Lesen das Herz auf.

Zum Polizei-Effekt hab ich meine eigene Ansicht, die sich inzwischen eher noch verfestigt hat.

Deshalb auch gleich eine Frage zu diesem Teil:
Die Beamten haben korrekt und natürlich schriftlich aufgenommen, dass du sehr sehr gerne teilnehmen würdest, aber nicht darfst, allein weil du die Unterlagen zur Prüfung mitnehmen wolltest bzw nicht sofort unterschreiben, ja?
(Bin mir gerade nicht sicher, ob schon diese beiden Punkte eine unterschiedliche Spät(er)folge auslösen könnten..... mitnehmen wollen, prüfen wollen, nicht unterschreiben wollen, nicht sofort unterschreiben wollen, sind ganz unterschiedliche Dinge, die auch unterschiedlich aufgefasst und interpretiert werden könnten im Nachhinein, wenn kein exakter "Tathergang" dokumentiert wurde).

Die Polizei sollte die Faktenlage glasklar und unmissverständlich aufgenommen haben, sonst nutzt dir das gar nichts.
Im Nachhinein können die einfach sagen, weigerte sich nach Aufforderung das Haus zu verlassen -> Hausfriedensbruch -> wir wurden gerufen und tätig.

Dann wäre es in der Tat schlauer, einen eigenen Beistand zu organisieren, auch wenn das erstmal schwieriger sein sollte, oder aber mit anderen Mitteln zu arbeiten, die dann mehr Beweiskraft haben als Polizeibeamte, die nicht genau das aufschreiben, was Sache ist und im Zweifelsfall als Zeugen (für dich!) fungieren können.

Allein, dass die vor Ort waren, ist noch kein Belege dafür, dass du nicht insgesamt unwillig und mitwirkungsverweigernd gehandelt hast... eher im Gegenteil. Das wäre für mich sogar ein Indiz für deine Gesamt-Bockigkeit, wenn der arme MT sogar zu solch einem Mittel greifen muss.

Ich finde diese Lösung einfach nicht optimal und werde sie im Falle des Falles auch selbst keinesfalls anwenden. Es sei denn, ich werde bedroht oder jemand wird handgreiflich - dann rufe ich die Bullerei.
 

Rimini57

Elo-User/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
10 Okt 2017
Beiträge
69
Gefällt mir
27
#23
Zum Polizei-Effekt hab ich meine eigene Ansicht, die sich inzwischen eher noch verfestigt hat.

Deshalb auch gleich eine Frage zu diesem Teil:
Die Beamten haben korrekt und natürlich schriftlich aufgenommen, dass du sehr sehr gerne teilnehmen würdest, aber nicht darfst, allein weil du die Unterlagen zur Prüfung mitnehmen wolltest bzw nicht sofort unterschreiben, ja?
So ganz wohl war mir bei der Sache auch nicht und wirkt noch nach.

Ja die Beamten haben meine Aussage aufgenommen, dass ich sehr gern teinehmen möchte, aber nicht darf und ich die Unterlagen zur Prüfung mitnehmen wollte.
 

Gemcitabine

Elo-User/in
Mitglied seit
15 Aug 2017
Beiträge
278
Gefällt mir
255
#24
So ganz wohl war mir bei der Sache auch nicht und wirkt noch nach.

Ja die Beamten haben meine Aussage aufgenommen, dass ich sehr gern teinehmen möchte, aber nicht darf und ich die Unterlagen zur Prüfung mitnehmen wollte.
Dann ist doch erstmal alles gut gelaufen!
(ich trau mich fast nicht, es zu fragen -- aber du hast die Aussage unterschrieben und zuvor nochmal durchgelesen? :wink: :icon_mrgreen:
genau solch ein Patzer ist mir nämlich mal passiert in einer völlig anderen Sache... zuerst kleinlich an alles gedacht und kurz vor knapp vor lauter Aufregung dann doch noch einen Kardinalsfehler reingehauen... blieb zum Glück ohne Folgen, war nicht das Jobcenter).
 

Rimini57

Elo-User/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
10 Okt 2017
Beiträge
69
Gefällt mir
27
#25
aber du hast die Aussage unterschrieben und zuvor nochmal durchgelesen?
Unterschrieben habe ich es nicht. Der Beamte hat sich die Aussagen in sein Notizheft geschrieben, welches ich einsehen konnte
 
Mitglied seit
13 Mai 2018
Beiträge
57
Gefällt mir
0
#26
Mal unabhängig von dieser Polizeiaktion habe ich eine Frage:
Wurde schon mal eine gesetzlich vorgeschriebene Potenzialanalyse nach dem Sozialgesetzbuch II § 15 mit Dir von einem SB beim Jobcenter durchgeführt bzw. machte SB vom Jobcenter einen Versuch eine einvernehmliche EGV mit Dir auszuhandeln? Diese ist nämlich zwingen gesetzlich vorgeschrieben um eine EGV mit Dir abschließen zu können. Es geht nämlich nicht, daß ein Leistungsempfänger einfach mal eben so in eine AGH abgeschoben wird. Wenn noch keine Potenzialanalyse mit Dir durchgeführt wurde, solltes Du bei persönlichen Gesprächsterminen mal kritisch nachfragen, warum nicht, obwohl sie gesetzlich vorgeschrieben ist.
 

Rimini57

Elo-User/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
10 Okt 2017
Beiträge
69
Gefällt mir
27
#27
Bislang gab es nichts neues. Gestern bekam ich eine neue Einladung um meine berufliche Situation mit einem neuem SB zu besprechen. In dem Schreiben steht auch, dass er eine neue EGV BEIDSEITIG mit mir abschliessen möchte.
Mal sehen ob ich auch gefragt werde ob ich das möchte
Diesmal werde ich mir einen schreibfreudigen Beistand mitnehmen. :wink:
 

Rimini57

Elo-User/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
10 Okt 2017
Beiträge
69
Gefällt mir
27
#30
Das gestrige Gespräch verlief, wahrscheinlich wegen mitgenommenen Beistand, ruhig und sachlich ab.
Das Thema EGV mit Zuweisung 1,50 Euro Job ist vom Tisch. Die Kuh ist wieder vom Eis. :cheer2:

Habe allerdings eine neue EGV mitbekommen. Diesmal soll ich mich nur einmal die Woche bewerben. Weil das dann auch ein neues Thema ist, werde ich dafür einen neuen Thread eröffnen und die EGV hochladen.

Danke nochmal für alle Ratschläge. :popcorn:
 

Pixelschieberin

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
2 Jul 2011
Beiträge
4.765
Gefällt mir
10.788
#32
Bin erst heute auf diesen Faden aufmerksam geworden.
Hab Dank für den ausführlcihen Bericht, der mir u. A. aufzeigt, daß unseriöse Bauenrfänger-Methoden nicht nur mir begegnen.
[...] Nach der Begrüßung legte ich erst einmal MEINE Datenschutzerklärung zum Unterschreiben vor. [...] Die Erklärung hab ich dann sofort verstaut. [...]
Nur zum besseren Verständnis (für mich):
Die haben ein Duplikat deiner Erklärung er-/behalten?
Falls nicht - bei der nachfolgenden Story würde mich auch nicht wundern, wenn sich über ein fehlendes Duplikat nicht gewundert werden würde. Die kennen es womöglich nicht anders.
[...] Nun wurde mir ein Stapel diverser Bögen ausgehändigt, die ich mit meinen persönlichen Daten füllen sollte. [...]
Die wurden - ohne daß du irgendeine Form von Gewalt angewandt hast - in deine persönliche Obhut gelegt? :wink:
So daß du davon ausgehen konntest, daß du sowieso ein Duplikat davon bekommen MUSST - und diese Ausfertigung so lang deine sei, bis es eine abschließende Einigung über den Vertrag - gegenseitige Willenserklärung - erzielt wurde?
Erspar mir die Antwort - die Fragen dienen nur der Hervorhebung des Sachverhalts.

Dann sind Papiere nebst damit einhergehendem Auftrag ANgenommen und verbleiben so lange in meinem Besitz (nein - nicht Eigentum) bis ich der Aufforderung - sie auszufüllen - entsprochen habe (oder auch nicht).
Sollte das plötzlich strittig sein, soll der MT das bitte vor Gericht klären lassen.
Immerhin ist mir ein Angebot unterbreitet worden.
Das hat - bis zu einem gewissen Zeitpunkt - Bestand.
Las ich so - in Vertragsrecht.

Daß unterbreitete Vertragsangebote - mit vielen vielen Paragraphen darin, von denen ich noch nie gelesen habe - tatsächlich auswendig zu lernen sind, halte ich für mehr als dubios.
Meiner Meinung nach - und nur DIE äußere ich - wäre das voll unseriös.
Auch wäre von mir aus vor Gericht zu klären, was den Eigentumsstand an mir FREIWILLIG ausgehändigten Verträgen angeht, DIE ICH EINGEHEN SOLL!

Aus der Situation, daß der Vertrag das Haus keinesfalls zwecks Prüfung verlassen soll, spricht nicht nur schlechtes Gewissen und das Wissen um geplante Bauernfängerei.
Es brüllt mich geradezu an, daß hier was gehörig faul ist.
[...] Sie dann, nein die darf ich nicht mitgeben. [...]
Das du von dir zu zeichnende Unterlagen nicht mitnehmen/behalten darfst, hätte sie besser zuvor vertraglich mit dir vereinbaren sollen. :biggrin:
Die Vertragsprüfung mit Vorsatz zu vereiteln, ist m. W. nicht wirklich vorhersehbar/landläufig üblich/akzeptabel/im Kundeninteresse.
[...] Das war mir aber egal. [...]
Wärs mir aus o. G, Grund auch gewesen.
[...] Ich entgegnete ihr dass dies doch nicht nötig sei. Ich bräuchte doch nur für meine ungläubige SB eine Bestätigung dass ich gehen soll und nicht mitmachen darf, [...]
DAS Argument!
Lol - großartig!
Ich hätt mich bepfeifen können. TY for that!
[...] Leider musste ich die unausgefüllten Bögen wieder abgeben. Es wäre Diebstahl wenn ich einfach so Bögen mitnehmen würde. [...]
Falsch.
Deshalb diskutiere sowas besser nicht mit Hauptschülern, die in Berufen, in denen es auf komplexere theoretische Zusammenhänge ankommt, keinen Fuß zur Erde gebracht haben.

Die dürfen gerne eine Meinung haben.
Selbst wenn es ihnen nicht passen sollte: Gerichtet wird jedoch woanders.
Manchmal brauchts dafür eine kleine Erinnerung.
[...] Nun denn, ich gab sie halt den Polizisten, bin ja kein Dieb. [...]
Du hast denen aufgetragen, daß sie die Papiere in der Asservatenkammer zu deponieren haben?

Das sind nämlich wichtige Beweisstücke, die du in eigener Sache durchaus selbst in Besitz und in temporäre Verwahrung nehmen darfst.
Du versicherst, das Papier - NACH gerichtlicher Klärung des Sachverhalts, für den du genau DIESE Beweismittel benötigst - dem MT zurück zu geben.
DAS machen Diebe nämlich nicht.
Die eignen sich Eigentum anderer mit dem Vorsatz an, was-auch-immer behalten zu wollen.


Andernfalls würdest du - ohne erkennbaren Grund - in eklatante Beweisnot gebracht.
SO wie die Polizisten aus reiner Bequemlichkeit argumentiert haben, hat der Gesetzgeber das Ding mit der Beweisbeschaffung und -sicherung nicht vorgesehen.
Wie beim Kartenspiel auch - nach Interessenabwägung sticht vermutlich das Recht auf Beweismittelsicherung die vermeintlichen Rechte des MT an seinem schnöden Papier.
Wir reden hier nicht über ein bislang unveröffentlichtes Harry-Potter-Manuskript sondern es geht um freiwillig überlassene Papiere.

Die ganze damit einhergehende Berichte-Verfassen-Arbeit könnte unmotivierte Polizisten umschwenken lassen.
[...] Später möchte ich dann Maßnahmeträger und JC vom Kennlerndate berichten. [...]
Für diesen Fall kommt der Hinweis zu spät - aber für Mitleser, die sich auf vergleichbare Situationen vorbereiten und mit Schlagfertigkeit wappnen wollen:

Erteile SB unmißverständlich den Auftrag, daß er dir sämtliche zu zeichnenden Unterlagen beibringen möge.
Du hast alles dir Mögliche getan, um in deren Besitz zu kommen.
Allerdings hättest du größtes Verständnis, sollte SB die Zusammenarbeit mit derartigen Geschäftspartnern verwerfen. An Stellen wie diesen vermisse ich IMMER das Scheinheiligenschein-Emoticon.
Seriosität - insbesondere in Vertragsangelegenheiten - sähe in deinem Sozialgefüge auch völlig anders aus.
(Jaaaa - ich weiß, das "auch" ist in dem Zusammenhang ein ganz fieser Manipulationstrick.)

Einen vergleichbaren Vorgang würde ich fortan für sämtliche Maßnahme-Zuweisungen verwerten.
In meinem Sinn.
JEDES Mal soll der SB ZUVOR in Erfahrung bringen, OB es wieder Verträge zu unterzeichnen gilt, ohne deren Zeichnung sein Dienstleister nicht tätig zu werden gedenke. An Stellen wie diesen vermisse ich IMMER das Scheinheiligenschein-Emoticon.
Bei dem Ansinnen verwiese ich höflich auf die Korrespondenz vom dd.mm.yyyy bis zum dd.mm.yyyy, die sich in der ordentlich geführten Akte sicher leicht auffinden ließe.

Da ICH aus Erfahrungen zu lernen gewillt bin, möge er mir bitte vorab ALLE Papiere beibringen, deren Unterzeichnung sein Dienstleister für notwendig erachte.
Ziel sei es, sämtliche Unterlagen extern - von einer Person MEINES Vertrauens - prüfen zu lassen.
An dubiosen Geschäftsgebaren - wie in der Korrespondenz geschildert - hege ich kein erneutes Interesse.

Da mir DAS stets bei der bloßen Erwähnung des Stichworts "Maßnahme" raus rutscht - mit wissend lächelndem Hinweis auf meine Akte und wie aufgehoben ich mich stets bei den Leuten vom SG fühlte - blieb ich - toi, toi, toi - bislang von derartigen Ansinnen verschont.
 

Rimini57

Elo-User/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
10 Okt 2017
Beiträge
69
Gefällt mir
27
#33
Hab Dank für den ausführlcihen Bericht, der mir u. A. aufzeigt, daß unseriöse Bauenrfänger-Methoden nicht nur mir begegnen.Nur zum besseren Verständnis (für mich):
Die haben ein Duplikat deiner Erklärung er-/behalten?
Sorry hab erst heute deinen Beitrag gesehen.

Nein ein Duplikat meiner Erklärung hat niemand er- und behalten.
Ich gehe davon aus, dass die Geschichte vom Tisch ist. Habe soweit nichts mehr davon gehört, bis auf eine Aufforderung die ich heute erhielt, meine beantragten entstandenen Fahrkosten mit Originalfahrkarten einzureichen.
Ich denke mal das spar ich mir.

Deine Tipps werde ich für das nächste Mal, wenns denn ein nächstes Mal gibt, beherzigen. Im Grunde hast du ja recht. Die Papiere sind mir zum Ausfüllen überlassen worden, also kann es kein Diebstahl sein, da ich sie ja ausgefüllt zurückgeben wollte. Natürlich erst dann wenn mein Linksberater sie geprüft hat.

Jetzt hab ich ja ne neue Baustelle https://www.elo-forum.org/eingliede...e-egv-alg2-verunsichert-mich.html#post2299321
Mal sehen wie es dort weiter geht. Ich warte da jeden Tag auf neue Post. :biggrin:
 
Oben Unten