egv-abgabetermin naht !?! (1 Betrachter)

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zipfel

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n`abend miteinander,

in wenigen tagen ist es soweit, "mein" egv-abgabetermin naht.

hab hier schon viel drueber gelesen. mir ist dennoch unklar, welches nun die ALLERBESTE vorgehensweise mit diesem egv-ding ist: soll ich es mir als verwaltungsakt zukommen lassen ODER soll ich meine eigene getippte version abgeben ???

hat jemand eine idee, ob es einen eindeutig zu bevorzugenden "besten" weg gibt ?

gruesse *zipfel*
 

Martin Behrsing

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Du k├Ânntest ja mal Deine EGV zur Verf├╝gung stellen. Wenn Du die abgibst und unterschrieben hast, kann dir nichts passieren (Sanktionen) au├čer dass du die eventuell dann als Verwaltungsakt bekommst. Aber dagegen kannst Du wiedersprechen und hier gilt dann die aufschiebende Wirkung des Widerspruches
kontakt@erwerbslosenforum.de
 

narssner

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besseren Stand durch aktives Handeln

Ihre eigene getippte Version abgeben und gleichzeitig eine Kopie in den Briefkasten der Arbeitsgemeinschaft werfen. Am besten mit Zeugen, der dazu auch schriftlich erkl├Ąrt.
Damit haben Sie sich nicht geweigert und haben Zeit, mit der Arbeitsamt ├╝ber die vom Arbeitsamt geforderte Vorlage zu verhandeln. Die werden nat├╝rlich toben.
Unterschreiben Sie nicht, gibt es Sperre oder Geldk├╝rzung. Und das, was Ihnen aufgedr├╝ckt werden soll, als Verwaltungsakte. Und da k├Ânnen Sie dann nicht verhandeln, da├č Sie zu Bewerbungen verbindlich Bewerbungskosten bekommen. Oder Mindestbedingungen f├╝r einen Ein-Euro-Job.
Bleibt das Arbeitsamt stur, streichen Sie aus der Ihnen dann vorgelegten Vereinbarung alle Punkte, die nicht in Ordnung sind. Und dann unterschreiben Sie.
einen freundlichen Gru├č
narssner
 
?

___________

Gast
aus fehlern lernt man:
auf jeden fall die h├Âhe der bewerbungskosten zur erstattung dokumentieren lassen und auch die gleiche anzahl der bewerbung in umgekehrter reihenfolge als stellenvermittlung der arge. dann kann man n├Ąmlich sp├Ąter beweisen, dass es kaum offene stellen gibt und bleibt auch nicht auf den kosten sitzen...
sadness
 
?

___________

Gast
mit umgekehrt meinte ich: wenn sie verlangen, dass du dich z.b. 10 x bewirbst, dann festlegen lassen, dass sie dir auch 10 stellen pro monat anbieten.das hab ich hier im forum bei meiner eVB empfohlen bekommen,die haben ziemlich doof geguckt. bislang kam noch nix, also haben die ihre pflichten auch nicht eingehalten. und bei den kosten bin ich auf die nase gefallen, z.b. bei 10 bewerbungen a`5 ÔéČ Erstattung pauschal x 12 monate sind das 600ÔéČ. maximaler bewerbungskostenerstattung sind aber nur 260ÔéČ. woher soll man dann die 340ÔéČnehmen? aus dem regelsatz? einen monat hungern? und bei den fahrtkosten haben sie sich auch quergestellt. wenn man das in der eVB drinstehen hat, gibts weniger probleme.
sadness
 

zipfel

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hallo martin,
was meinst du mit zur verf├╝gung stellen ? f├╝rs forum, per email ?

eigentlich wollt ich wissen, welche moeglichkeit am besten meine rechte wahrt und zwar auch zuk├╝nftig. eine optimierte egv version hab ich dank des forum-pdfs schon. mir geht es darum, ob es nicht besser ist, sowas GAR NICHT zu unterschreiben, auch nicht eine eigene version. DENN: kann ich auch widerspruch oder sonstiges einlegen, wenn ich einmal unterschrieben habe ???

kann ich denn auch einfach die schadenersatz-klausel streichen ? denn ich habe keine bildungsma├čnahme.

gruesse aus b-w *zipfel*
 

narssner

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1
zur Eingliederungsvereinbarung wieder einmal

Gar nicht unterschreiben hei├čt, Leistungsk├╝rzung und dann alles einzeln per Verwaltungsakt. Schadenersatzklauseln selbstverst├Ąndlich vor Unterschrift streichen. Und an den Rand schreiben gestrichen und Ihr Namenszeichen hinzusetzen.
Eine Eingliederungsvereinbarung ist selbst kein Verwaltungsakt, sondern nach Sozialgesetzbuch r├Âmisch zehn, irgendwas zwischen 50 und 60, ein ├Âffentlich-rechtlicher Vertrag.
Und das bedeutet vor allem, zust├Ąndig f├╝r Klagen gegen eine Eingliederungsvereinbarung ist das Amtsgericht. Mit Anwaltszwang und hohen Gerichtskosten.
Der Weg w├Ąre folgender, Ihr Anwalt w├╝rde den Vertrgspartner auffordern, bestimmte Punkt oder die gesamte Vereinbarung als au├čer Kraft geset5zt zu erkll├Ąren. Frist meinetwegen vierzehn Tage.
Tut der Vertragspartner das nicht, und er wird nichts dergleichen tun, m├╝├čte Klage vorm Amtsgericht erhoben werden.
Ein Antrag auf Proze├čkostenhilfe w├╝rde wahrscheinlich mit der Begr├╝ndung abgelehnt werden, warum hamm se dann unterschrieben. Und der Richter w├╝rde das irgendwann auch sagen.
Ein Grund nach dem Zivilrecht w├Ąre die Sittenwidrigkeit eines Punktes.
DA ich hier eine Minderheitsmeinung vertrete, m├Âchte ich das einmal etwas ausf├╝hrlicher schildern.
Die Mehrheitsmeinung ist selbstverst├Ąndlich nach wie vor, die Eingliederungsvereinbarung kann mit Widerspruch und Klage vor dem Sozialgericht angegriffen werden.
Naja, handeln ist jetzt angesagt.
einen freundlichen Gru├č
narssner
 

Martin Behrsing

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zipfel meinte:
hallo martin,
was meinst du mit zur verf├╝gung stellen ? f├╝rs forum, per email ?

eigentlich wollt ich wissen, welche moeglichkeit am besten meine rechte wahrt und zwar auch zuk├╝nftig. eine optimierte egv version hab ich dank des forum-pdfs schon. mir geht es darum, ob es nicht besser ist, sowas GAR NICHT zu unterschreiben, auch nicht eine eigene version. DENN: kann ich auch widerspruch oder sonstiges einlegen, wenn ich einmal unterschrieben habe ???

kann ich denn auch einfach die schadenersatz-klausel streichen ? denn ich habe keine bildungsma├čnahme.

gruesse aus b-w *zipfel*
Hast eine E-Mail
 
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Gast
Re: zur Eingliederungsvereinbarung wieder einmal

narssner meinte:
Gar nicht unterschreiben hei├čt, Leistungsk├╝rzung und dann alles einzeln per Verwaltungsakt. Schadenersatzklauseln selbstverst├Ąndlich vor Unterschrift streichen. Und an den Rand schreiben gestrichen und Ihr Namenszeichen hinzusetzen.
Eine Eingliederungsvereinbarung ist selbst kein Verwaltungsakt, sondern nach Sozialgesetzbuch r├Âmisch zehn, irgendwas zwischen 50 und 60, ein ├Âffentlich-rechtlicher Vertrag.
Und das bedeutet vor allem, zust├Ąndig f├╝r Klagen gegen eine Eingliederungsvereinbarung ist das Amtsgericht. Mit Anwaltszwang und hohen Gerichtskosten.
Der Weg w├Ąre folgender, Ihr Anwalt w├╝rde den Vertrgspartner auffordern, bestimmte Punkt oder die gesamte Vereinbarung als au├čer Kraft geset5zt zu erkll├Ąren. Frist meinetwegen vierzehn Tage.
Tut der Vertragspartner das nicht, und er wird nichts dergleichen tun, m├╝├čte Klage vorm Amtsgericht erhoben werden.
Ein Antrag auf Proze├čkostenhilfe w├╝rde wahrscheinlich mit der Begr├╝ndung abgelehnt werden, warum hamm se dann unterschrieben. Und der Richter w├╝rde das irgendwann auch sagen.
Ein Grund nach dem Zivilrecht w├Ąre die Sittenwidrigkeit eines Punktes.
DA ich hier eine Minderheitsmeinung vertrete, m├Âchte ich das einmal etwas ausf├╝hrlicher schildern.
Die Mehrheitsmeinung ist selbstverst├Ąndlich nach wie vor, die Eingliederungsvereinbarung kann mit Widerspruch und Klage vor dem Sozialgericht angegriffen werden.
Naja, handeln ist jetzt angesagt.
einen freundlichen Gru├č
narssner

hallo narssner,
interessante auslegung. wie ist die sachlage, wenn man diese unter vorbehalt unterschreibt. das wurde bei mir akzeptiert und bedeutet doch, man k├Ânnte sie anfechten? oder?
 
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