Egal wie, es ist immer falsch . . . (1 Betrachter)

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eisbaer

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Hallo Mitstreiter,
nachdem sich das vollmundig angekündigte Kombilohnding völlig zerschlagen hatte, weil die Arbeitgeber angeblich kein Interesse dafür zeigten, sitzen meine Frau und ich nun mit mittlerweile gleich 60 immernoch in Harzt4. Meine Frau kann mit Abstrichen ab 60 in Rente und läßt sich auch nicht davon abbringen - obwohl ich das als sinnlos empfinde, weil ich ja bis 63 noch immer in der Tretmühle sitze - und sie damit auch.

Ich habe nun auf Anraten meiner Fallmanagerin angefangen auf Honorarbasis (ca. 110 euro monatlich) in einem Jugendheim tätig zu werden. Ich war froh endlich mal wieder was Sinnvolles machen zu können. Den Betrag habe monatlich immer brav an die Leistungsabteilung gemeldet, den Zahlbeleg abgegeben. Mir wurde nur immer gesagt, dass ich 10 Euro zurück zu zahlen hätte, da käme eine Zahlungsaufforderung. Da kam bis dato aber nichts.

Nun war ich wieder dran, um meinen Fortführungsantrag für Hartz4 abgeben zu müssen und fiel böse auf die Schnauze. Geht nicht mehr, ich wäre ja in Arbeit !!! Ich musste unverrichteterdinge wieder abziehen und für den 30.März wurde ein Klärungstermin anberaumt. Ziemlich aufgebracht meinte ich dann dort, naja dann werde ich auf die Erbschaft meines Vaters warten müssen, damit ich dann die nächsten Jahre sparsam davon weiterleben kann, denn wenn sie mir nichts mehr zahlen, bin ich ja auch nicht mehr in Hartz4.

Und was bekam ich zur Antwort :confused:- aus Hartz4 kommen Sie dann erst wieder raus, wenn wir ihnen das erlauben und ihre Erbschaft, wenn diese über 50 Euro beträgt, müssen Sie hier angeben, die gehört sowieso erstmal der ARGE, da teilen wir ihnen monatlich das Geld zu.

Irgendwie bin ich jetzt am Überlegen, ob ich nun zum Psychiather muss, oder die Dame dort :eek:
Kann ich denn nicht einfach im Falle der Erbschaft mich bei der ARGE auf Nimmerwiedersehen abmelden, wenn der Betrag so ist, dass ich die drei Jahre selbst damit überdauere. Wieso nimmt die ARGE das Geld !? Wenn ich vor dem Renteneintritt abkratze oder meine Frau und ich sich unglücklicherweise vor meinem 63. totfahren würden - dann steckt sich die ARGE das Geld ins Gemeindesäckel . . .?

Am 30. gehe ich mit meiner Rechtsanwältin ja wieder hin, aber auch sie sagte mir schon, dass da die ARGE erbt und nicht ich. Vor allem befürchtet sie, dass die ARGE gleich von dem Betrag all das bisherig Gezahlte absetzen und einziehen würde - das kann doch nicht sein. Was wäre denn, wenn ich das Geld nehmen wollte, um mich damit selbstständig zu machen, oder auch um diesen blöden Staat dann ganz zu verlassen ? Bleibt mir das verwehrt ? Hat ein Hartz4-Empfänger kein Eigentum, treffen für den die einfachen Bürgerrechte nicht mehr zu.

Einmal Hartz4 immer Hartz4 - sie können sich bei uns nur abmelden, wenn wir Ihnen das gestatten ??? :icon_eek:
 

eisbaer

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Danke, das kenne ich, aber das beantwortet mir leider die Frage nicht, ob:

a. ) die ARGE auf mein Erbe zugreifen kann, selbst wenn ich mich auf der Grundlage des Erbes komplett aus Hartz4 abmelden könnte, d.h. ich zahle auch alle meine Versicherungen dann selbst, d.h. ich erwarte von denen dann keinen einzigen Cent mehr.

b.) selbst dann, wenn ich denen die Erklärung abgebe, bis zum Eintritt meiner Altersrente keinerlei Leistungen mehr beanspruchen zu wollen.

und
c.) was heißt, dass man aus Hartz4 nur rauskommt, wenn die ARGE das genehmigt ? Das erscheint mir der größte Schwachsinn zu sein, denn die erzählen doch immer, dass sie daran interessiert wären, dass die Leute wieder aus Hartz4 rauskämen . . .


das die ARGE auf das Erbe zugreift und die Hand drauflegt, wenn man weiter Leistungen beziehen will oder der Verdacht besteht, dass man das Erbe verjuchtelt und dann 6 Monate später wieder einen Antrag stellt, dass ist mir schon klar und das finde ich auch ok.

Ich verzichte aber auch ggf. auf all jegliche Art weiterer Leistungen eidestattlich, wenn das sein muss.
 
E

ExitUser

Gast
Falls die Erbschaft so hoch wäre, das Du Dich und die Familienangehörigen ohne Hartz IV für eine längere Zeit durchbringen könntest (inkl. KV, RV usw.) dann kannst Du Dich abmelden, nur wenn Du weiterhin Hartz IV brauchts, rechnen die Dir das an.

Das "aus Hartz4 kommen Sie dann erst wieder raus, wenn wir ihnen das erlauben" ist Blödsinn, da würde ich mich mal beschweren.
 

ela1953

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Ich würde mir diese Erklärung von der SB schriftlich geben lassen.

Mal schauen, ob sie dann immer noch dieser Ansicht ist.
 
S

Sissi54

Gast
Es geht, eine Verzichtserklärung (§ 46 SGB I) auf ALG II zu unterschreiben, im laufenden Leistungsbezug.
Nur für den bewilligten Zeitraum verzichten, nicht für die Zukunft !
Irgendwann wird dann ein neuer Antrag gestellt, wenn erneut Bedürftigkeit vorliegt.
Dazu muss kein Grund angegeben werden und es muss auch nicht genehmigt werden ! :icon_eek:
Oder wenn der Geldsegen gerade in die Folgebeantragung fällt, dann einfach keinen mehr stellen !

Die Arge hat keinen Zugriff auf Vermögen.
ALG II ist keine Darlehensleistung !
 

Emma13

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Falls die Erbschaft so hoch wäre, das Du Dich und die Familienangehörigen ohne Hartz IV für eine längere Zeit durchbringen könntest (inkl. KV, RV usw.) dann kannst Du Dich abmelden, nur wenn Du weiterhin Hartz IV brauchts, rechnen die Dir das an.

Das "aus Hartz4 kommen Sie dann erst wieder raus, wenn wir ihnen das erlauben" ist Blödsinn, da würde ich mich mal beschweren.
Sehe ich auch so - lass es dir schriftlich geben - darauf bin ich gespannt :icon_knutsch:

Grüße - Emma
 

eisbaer

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am 30.03 wird diese Frage meine Anwältin sicher auch so stellen. Ich denke mal, wenn der Erbfall eintritt, (obwohl ich hoffe, dass die Erblasserin doch noch eine Zeit lang macht) reicht das Geld, um damit sparsam hinzukommen. Wichtig ist nur eines- weg von der ARGe. Interesant ist es aber schon, was Macht selbst aus dem kleinsten Licht macht . . .
Ich kenne einige von früher noch aus der Lehrlingsausbildung, die waren gar nichts, manche waren zu doof einen Brief zu schreiben - aber heute sind sie die,"die das Sagen haben". Es gibt solche und solche in der ARGE, aber einige von denen sind wirklich nur . . . Naja.
 

galadriel

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Es geht, eine Verzichtserklärung (§ 46 SGB I) auf ALG II zu unterschreiben, im laufenden Leistungsbezug.
Nur für den bewilligten Zeitraum verzichten, nicht für die Zukunft !
Irgendwann wird dann ein neuer Antrag gestellt, wenn erneut Bedürftigkeit vorliegt.
Dazu muss kein Grund angegeben werden und es muss auch nicht genehmigt werden ! :icon_eek:
Oder wenn der Geldsegen gerade in die Folgebeantragung fällt, dann einfach keinen mehr stellen !

Die Arge hat keinen Zugriff auf Vermögen.
ALG II ist keine Darlehensleistung !
Richtig.
Ich hab mich mit einem Dreizeiler abgemeldet und die "Verzichtserklärung" ununterschrieben zurückgeschickt und nie wieder was davon gehört.
 
S

Sissi54

Gast
Normalerweise müsste eine Veränderungsmitteilung reichen, wegen Veränderung der Einkommensensverhältnisse.
Höhe und Grund geht die Arge nichts an.
Schluss mit Bedürftigkeit und fertig !

Bei evtl. späterer, erneuter Beantragung wird dann das Einkommen zu Vermögen, in Höhe des zulässigen Freibetrages. :icon_klatsch:
 
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