EEJ

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Martin Behrsing

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Grundsätzlich sind Einladungen erstmal einzuhalten, es sei denn man ist bettlägrig oder so schwer erkrankt, dass man nicht zur Einladnung gehen kann. Arbeitsunfähigkeit sagt ja nichts darüber aus, dass man nicht zu einem Vorstellungsgespräch gehen muss.
Wichtiger ist zu beachten, ob deine Einladung der von Heide angesprochenen Punkten entspricht und dagegen kann man dann was unternehmen.
 

silvermoon

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Das Problem ist ja nur, wenn ich da hin gehe, MUSS ich sofort diesen EEJ -Vertrag unterschreiben. Wie soll ich dann noch ´ne Chance haben, was zu unternehmen?

Wie ich das sehe, handelt es sich hierbei um Putzarbeiten, denn es steht da "Hauswirtschaftliche Arbeiten". Um eine zusätzlich geschaffene Stelle handelt es sich hier wohl kaum!
 
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Arco

Gast
silvermoon meinte:
Das Problem ist ja nur, wenn ich da hin gehe, MUSS ich sofort diesen EEJ -Vertrag unterschreiben. Wie soll ich dann noch ´ne Chance haben, was zu unternehmen?

Wie ich das sehe, handelt es sich hierbei um Putzarbeiten, denn es steht da "Hauswirtschaftliche Arbeiten". Um eine zusätzlich geschaffene Stelle handelt es sich hier wohl kaum!

Hi silvermoon,

wenn in deiner EGV auch als "Förderung" EEJ vorgesehen sind und du hast die so unterschrieben, bleibt dir wohl fast nichts anderes übrig als dort anzutanzen.

Und der Zusatz von deiner SB deutet darauf hin, das du der nicht ganz unbekannt bist. :pfeiff: :pfeiff:

Ist jetzt keine Wertung :!: :!: aber wenn man so deine alten Beiträge so liest, hälst du die vom Amt ja ganz schön in Trapp. :mrgreen:

Ob das wohl eine Retourkutsche ist um mal endlich Sanktionen zu verhängen :pfeiff: :pfeiff:

Da haben die dir ganz bestimmt die "beste" Stelle rausgesucht. Aber beweisen kannst denen ja leider nichts :kotz: :kotz:
 

silvermoon

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Also erstens habe ich keine Eingliederungsvereinbarung und zweitens waren meine Widersprüche bis jetzt immer berechtigt.
Ich weiß nicht, ob sich Jemand hier überhaupt vorstellen kann, welche Kosten wir nun durch den Zwangsumzug haben... :evil: Die Arge zahlt dafür keinen Cent, weil die neue Wohnung ebenfalls wieder über dem Kaltpreis für diese Region liegt. Eine andere Wohnung konnten wir nicht finden! :dampf:
Und das Schlimmste: nun wohne ich noch weiter entfernt von der Stadt, was bedeutet, dass die FK zum EEJ noch höher sind. :kotz:
 
A

Arco

Gast
silvermoon meinte:
Also erstens habe ich keine Eingliederungsvereinbarung und zweitens waren meine Widersprüche bis jetzt immer berechtigt.
Ich weiß nicht, ob sich Jemand hier überhaupt vorstellen kann, welche Kosten wir nun durch den Zwangsumzug haben... :evil: Die Arge zahlt dafür keinen Cent, weil die neue Wohnung ebenfalls wieder über dem Kaltpreis für diese Region liegt. Eine andere Wohnung konnten wir nicht finden! :dampf:
Und das Schlimmste: nun wohne ich noch weiter entfernt von der Stadt, was bedeutet, dass die FK zum EEJ noch höher sind. :kotz:

Du hast mich falsch verstanden :hmm:

ich habe geschrieben das es keine Wertung seien sollte.......

Aber wenn du keine EGV hast, dann können die dir auch keinen EEJ zuweisen :daumen: :daumen:

Also Widerspruch und ......., allerdings hat ein Widerspruch keine aufschiebende Wirkung und damit haben die dir einen reingewürgt !!
 

kohlhaas

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Martin Behrsing meinte:
Grundsaetzlich sind Einladungen erstmal einzuhalten, es sei denn man ist bettlïagrig oder so schwer erkrankt, dass man nicht zur Einladnung gehen kann. Arbeitsunf�higkeit sagt ja nichts dar�ber aus, dass man nicht zu einem Vorstellungsgespr�ch gehen muss.

Welchen wert hat dann eigentlich eine Arbeitsunfaehigkeitsbescheinigung (bei nicht vorhandener Bettlïaegrigkeit) bei den Bueroberufen (die Angestellten müssen nicht koerperlich schwer arbeiten) noch aus ? Doch immer noch, dass man eben nicht "faehig" ist, Arbeit zu verrichten. Hierzu gehoert - eben bei den Bueroberufen - auch eine Besprechung. Und ein Vorstellungsgespraech ist doch eine Besprechung, oder ?
 

Heide

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Ich glaube hier gehen ein paar Sachen ziemlich durcheinander.

1. Mir ist unklar, was für ein Schreiben dort übersandt wurde. Ist es eine Einladung zur Behörde ? Ist es eine Einladung zum Träger ? Ist es eine Einladung zum Träger, die sich auf §§ 59 SGB II iVm § 309 SGB III bezieht ?

Davon hängt die Rechtslage ab.

Einer Einladung zur ARGE kann man Folge leisten, auch wenn man krank ist.
Ist es eine Einladung zum Träger, dann liegen die Voraussetzungen der §§ 59 SGB II iVm § 309 SGB III nicht vor.
Wird aber auf diese §§ im Schreiben (Einladung zum Träger) ausdrücklich hingewiesen, so ist die Rechtslage unklar. Auch unklar, ob man ihr bei einfacher Krankheit Folgen muss, ja oder nein.

Wenn man arbeiten soll, oder eine Maßnahme antreten soll, darf dies bei Arbeitsunfähigkeit nicht verlangt werden.


Wird da eine Maßnahme 'vorgeschlagen' oder 'zugewiesen' ?

Wie konkret ist die Arbeit bezeichnet (hinreichend bestimmt und frei von Widersprüchen)?
 

silvermoon

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Heide meinte:
Ich glaube hier gehen ein paar Sachen ziemlich durcheinander.

1. Mir ist unklar, was für ein Schreiben dort übersandt wurde. Ist es eine Einladung zur Behörde ? Ist es eine Einladung zum Träger ? Ist es eine Einladung zum Träger, die sich auf §§ 59 SGB II iVm § 309 SGB III bezieht ?

Davon hängt die Rechtslage ab.

Einer Einladung zur ARGE kann man Folge leisten, auch wenn man krank ist.
Ist es eine Einladung zum Träger, dann liegen die Voraussetzungen der §§ 59 SGB II iVm § 309 SGB III nicht vor.
Wird aber auf diese §§ im Schreiben (Einladung zum Träger) ausdrücklich hingewiesen, so ist die Rechtslage unklar. Auch unklar, ob man ihr bei einfacher Krankheit Folgen muss, ja oder nein.

Wenn man arbeiten soll, oder eine Maßnahme antreten soll, darf dies bei Arbeitsunfähigkeit nicht verlangt werden.


Wird da eine Maßnahme 'vorgeschlagen' oder 'zugewiesen' ?

Wie konkret ist die Arbeit bezeichnet (hinreichend bestimmt und frei von Widersprüchen)?

Oki, dann will ich die Fragen mal beantworten. :mrgreen:

Es handelt sich um einen Stellenvorschlag eines EEJs, Stundenlohn 1,25 Euro für die Dauer von 6 Monaten:
Tätigkeit: Hilfskräfte
Anforderungen: für gemeinnützige Arbeiten im Hauswirtschaftsbereich als Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentsch. in Höhe von 1,25 Euro zusätzlich/Stunde für die Dauer von 6 Monaten.
Arbeitszeit: 30h/wchtl.

Ich soll mich da am Donnerstag vorstellen.

Mit §§ steht da nix bei. Lediglich der handschriftliche Vermerk (siehe oben) und der übliche Text, dass man sich persönlich dort zum genannten Termin vorstellen soll. Und auf der Rückseite eben die übliche Rechtsfolgenbelehrung.
 
A

Arco

Gast
Nochmal silvermoon,

wenn du keine EGV und damit auch kein Profiling hast, können die dir keinen EEJ aufdrücken. Egal welcher und wo.

Nur du hast jetzt das Problem das du selbstverständlich Widerspruch einlegen kannst, aber dort am Donnerstag antanzen mußt.

Es gab vor kurzen ein Gerichtsurteil das du noch nichteinmal für diese Sache Rechtsschutz vor einem SG bekommst wenn du dagegen eine Einstweilige Verfügung beantragst, oder so ähnlich.

Und die handschriftliche Bemerkung deiner SB sagt doch ALLES.

Die will dich in die Enge treiben ...............

Die wartet doch jetzt nur darauf das du Widerspruch einlegst und nicht zu dem Termin erscheint. Und damit du keinen anderen Weg einschlägst, hat sie dich schon mal im Vorfeld "gewarnt" einen Krankenschein abzugeben :kotz: :kotz:
 

silvermoon

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@ Arco:
Ja, so sehe ich das auch. Was bleibt mir nun noch? Denn wenn ich Donnerstag dort antanze muss ich 100pro direkt ´nen EEJ beim Träger unterzeichnen!
 
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Arco

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silvermoon meinte:
@ Arco:
Ja, so sehe ich das auch. Was bleibt mir nun noch? Denn wenn ich Donnerstag dort antanze muss ich 100pro direkt ´nen EEJ beim Träger unterzeichnen!

ja das ist die Zwickmühle in der du jetzt steckst...

Da nützt meiner Meinung noch nichtmal der Weg zu einem Anwalt, also das du nicht da hin mußt meine ich.

Und das Problem ist ja auch noch, wenn ich da richtig liege, das du ja evtl. den EEJ garnicht antreten brauchst und damit ja auch nicht unterschreiben..... aber die sogenannte "Einladung" und das nicht hingehen, ist ja schon ein Grund für eine Sanktion.....

Aber hier weiß ich nicht mehr viel weiter.

Die Fachleute im Forum haben ja noch Zeit dir was mitzuteilen.

Trotzdem einen schönen Sonntag..............

(ach ja, wie alt bist du ?)
 

silvermoon

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Es wäre ja alles kein Problem gewesen, wenn wir in der Stadt eine angemessene Wohnung gefunden hätten. Dann würde sich ein EEJ ja wirklich noch "lohnen". Dann hätte man seine 150 Euro mehr im Monat. Aber in meinem Fall ist das Alles doch sch...: Ich ziehe nun noch weiter weg von der Stadt, so dass ich allein an Busfahrtkosten schon 80 Euro im Monat hab. Da ist über die Hälfte des Geldes schon weg. :cry: Und ich frage mich auch, wie ich mir die FK für den ersten Monat beschaffen soll? Denn das Geld bekommt man ja erst zum Ende des gearbeiteten Monats. Ich habe jetzt schon nichts mehr auf dem Konto durch den Umzug.

Das hat sich meine SB nun sehr schön ausgedacht. Sie weiß doch genau, dass ich zum 1.5.2006 umziehen muss und sowieso jetzt schon im Stress bin, weil wir nicht genug Leute haben, die uns helfen. Das Umzugsfahrzeug kostet auch eine Menge. :cry: Es ist einfach nur niederschmetternd, dass man als Mensch nicht mehr geachtet wird. :cry:
 

Paul

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:idea: nur mal so als hinweis,...googeln hilft immer, gib doch einfach mal ein -krankschreibung+rechte pflichten-, SEITEN AUS DEUTSCHLAND,
das ist wichtig.

gute besserung
 
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Arco

Gast
also Silvermoon,

es scheint immer mehr rauszukommen das deine SB hier einen großen Hinterhalt gelegt hat.

Ich würde jetzt die ganzen Unterlagen, die nicht vorhandene EGV und die hier erwähnten Argumente zusammensammeln und am Montag zu dem Vorgesetzten oder Geschäftsführer zu gehen und die Sache im Vorfeld klären lassen. Je höher desto besser.

Aber bitte dann auch einen kompetenten Zeugen mitnehmen !!!!

Ich sehe da fast keinen anderen Weg ..................
 

silvermoon

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Wir haben ja vor ca. 3,5 Wochen schon je 2 lange Briefe an den Geschäftsführer der Arge und den Geschäftsführer der Agentur für Arbeit geschickt. Bis heute leider ohne Reaktion! :dampf:

Da sieht man mal wie egal man denen ist!
 

Heide

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Hier erst mal zu den Kosten für den Umzug. Soweit sie sich nicht vermeiden lassen, muss die Behörde die zahlen, wenn der Umzug von der Behörde veranlasst wurde oder aus anderen Gründen notwendig ist (§ 22 III 2 SGB II). Siehe hierzu LSozG Hamburg, B.v. 29.03.2006, Az: L 5 B 111/06 ER AS

Unterschrift unter der Vereinbarung mit dem Maßnahmeträger ?

Was steht in der Vereinbarung ? Man hat immer Zeit sich das zu überlegen und vor allem prüfen zu lassen ! "Ich unterschreiben nie etwas, ohne es vorher überschlafen zu haben"

Ich gehe mal davon aus, dass die da wieder jede Menge Zeugs drin haben, der darin nichts zu suchen hat.

Im Übrigen enthält der Zuweisungsbescheid auch eine Reihe von Hinweisen auf die mit der Zuweisung verbundenen Pflichten des Klägers zu maßnahmegerechtem Verhalten und ihre Grenzen. Insbesondere wird darauf hingewiesen, dass der Dritte verpflichtet ist, nur zumutbare Arbeitsangebote zu unterbreiten und der Kläger im Umkehrschluss auch nur gehalten ist, solche Angebote zu befolgen. Dieser Fall hat aber auch gezeigt, dass es hinsichtlich der Bestimmung der Pflichten in dem Zuweisungsbescheid von Vorteil wäre – ohne dass sich dies aber aus dem Bestimmtheitsgebot des § 33 Abs. 1 SGB X ableiten ließe – wenn der Arbeitssuchende darauf hingewiesen würde, dass er nicht verpflichtet ist, Verträge mit dem beauftragten Vermittlungsunternehmen zu schließen. Sollte diese Passage in dem Zuweisungsbescheid nicht enthalten sein, wäre die Behörde verpflichtet, die von dem Dritten dem Arbeitssuchenden unterbreiteten Verträge daraufhin zu überprüfen, ob durch sie zusätzliche Pflichten begründet werden, die nicht durch die Zuweisung gedeckt sind, wie etwa die Pflicht, dem Dritten bei der Nachweisführung der Vermittlungstätigkeit gegenüber der beauftragenden Behörde aktiv zu unterstützen. Andernfalls wäre die Zuweisung an den Dritten, der seine Vermittlungstätigkeit für den Arbeitsuchenden mit dem Abschluss eines solchen Vertrages verbindet, ermessensfehlerhaft. Eine sorgfältige Auswahl der zu beauftragenden Vermittlungsunternehmen ist eine der zentralen Kriterien bei der Ermessensentscheidung im Rahmen des § 37 Abs. 1 SGB III; es dürfen nur solche externen Vermittler eingeschaltet werden, die die Gewähr dafür bieten, dass auch die Rechte des Arbeitsuchenden gewahrt werden (Mutschler in: Wissing u.a. , SGB III, 2. Aufl. 2004, § 37 Rn 26).
SG Hamburg, U.v. 07.12.2005, Az S 52 AS 1233/05
 

silvermoon

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Heide meinte:
Hier erst mal zu den Kosten für den Umzug. Soweit sie sich nicht vermeiden lassen, muss die Behörde die zahlen, wenn der Umzug von der Behörde veranlasst wurde oder aus anderen Gründen notwendig ist (§ 22 III 2 SGB II). Siehe hierzu LSozG Hamburg, B.v. 29.03.2006, Az: L 5 B 111/06 ER AS

Unterschrift unter der Vereinbarung mit dem Maßnahmeträger ?

Was steht in der Vereinbarung ? Man hat immer Zeit sich das zu überlegen und vor allem prüfen zu lassen ! "Ich unterschreiben nie etwas, ohne es vorher überschlafen zu haben"

Ich gehe mal davon aus, dass die da wieder jede Menge Zeugs drin haben, der darin nichts zu suchen hat.

Im Übrigen enthält der Zuweisungsbescheid auch eine Reihe von Hinweisen auf die mit der Zuweisung verbundenen Pflichten des Klägers zu maßnahmegerechtem Verhalten und ihre Grenzen. Insbesondere wird darauf hingewiesen, dass der Dritte verpflichtet ist, nur zumutbare Arbeitsangebote zu unterbreiten und der Kläger im Umkehrschluss auch nur gehalten ist, solche Angebote zu befolgen. Dieser Fall hat aber auch gezeigt, dass es hinsichtlich der Bestimmung der Pflichten in dem Zuweisungsbescheid von Vorteil wäre – ohne dass sich dies aber aus dem Bestimmtheitsgebot des § 33 Abs. 1 SGB X ableiten ließe – wenn der Arbeitssuchende darauf hingewiesen würde, dass er nicht verpflichtet ist, Verträge mit dem beauftragten Vermittlungsunternehmen zu schließen. Sollte diese Passage in dem Zuweisungsbescheid nicht enthalten sein, wäre die Behörde verpflichtet, die von dem Dritten dem Arbeitssuchenden unterbreiteten Verträge daraufhin zu überprüfen, ob durch sie zusätzliche Pflichten begründet werden, die nicht durch die Zuweisung gedeckt sind, wie etwa die Pflicht, dem Dritten bei der Nachweisführung der Vermittlungstätigkeit gegenüber der beauftragenden Behörde aktiv zu unterstützen. Andernfalls wäre die Zuweisung an den Dritten, der seine Vermittlungstätigkeit für den Arbeitsuchenden mit dem Abschluss eines solchen Vertrages verbindet, ermessensfehlerhaft. Eine sorgfältige Auswahl der zu beauftragenden Vermittlungsunternehmen ist eine der zentralen Kriterien bei der Ermessensentscheidung im Rahmen des § 37 Abs. 1 SGB III; es dürfen nur solche externen Vermittler eingeschaltet werden, die die Gewähr dafür bieten, dass auch die Rechte des Arbeitsuchenden gewahrt werden (Mutschler in: Wissing u.a. , SGB III, 2. Aufl. 2004, § 37 Rn 26).
SG Hamburg, U.v. 07.12.2005, Az S 52 AS 1233/05

Die Arge hier behauptet, dass die Umzugskosten nur dann von ihnen gezahlt werden, wenn die neue Whg. den angemessenen Kosten der KALTmiete (hier 258 Euro für 2 Pers.) entspricht. Da unsere neue Whg. aber 300 Euro kalt kostet, zahlen die nix! Unsere alte Whg. kostete 450 Euro kalt.
 

Heide

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Ihr werden den Nachweis, dass es nichts billigeres gibt (gab) kaum erbringen können. Aber Versuch mach kluch !!! Wenn ihr das Gericht davon überzeugt, dass es nichts billigeres für euch gab, dann müssen sie zahlen.

(Zweimaliges umziehen müssen sie nicht finanzieren. Es sei denn, sie haben euch dazu gezwungen. (hier: Tatfrage, soll heißen, wurdet ihr dazu gezwungen ?????? ))
 
A

Arco

Gast
@ heide

was hilft jetzt dein Zitat dem Fall von Sivermoon ??

Oder habe ich da was nicht richtig begriffen.

Es geht doch hier eigentlich einzig darum daß die "Einweisung" warscheinlich sowieso nicht rechtens ist da keine EGV vorliegt.

Hier geht es darum wie sie um den Termin rumkommt ohne erst eine Sanktion zu bekommen.

Ich weiß ja immer noch nicht wie alt Silvermoon ist, aber wenn sie unter 25 wäre, dann geht sie dann ruckzuck auf 0 !!!! Ansonsten minus 30 %.

Und das ist wohl von der Arge gewollt. Das zeigt schon das auch der GF der Arge wohl hinter der SB steht.

Hallo silvermoon, du bist so mit den Nerven fertig da sollte man wirklich zum Arzt gehen und sich bettlägrig schreiben lassen.

Aber was ist dann mit dem Umzug ???? Und das wollen die, du legst eine Krankschreibung vor und die prüfen dann nach ob und wie ihr umzieht.....

Es ist zum :kotz: :kotz: :kotz:
 

silvermoon

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Hallo Arco,

durch die ganze Sache mit der Arge komme ich ja eh nie zur Ruhe.
Ich leide nachweislich unter Angst-Panikattacken sogar mit gelegentlichen Ohnmachten, aber das interessiert Keinen. Da wäre es mir echt lieber gewesen, sie hätten mich zum Amtsarzt verdonnert. Da könnte ich wenigstens beweisen, wie schlecht es mir geht. :cry:

Ich sitze in der Zwickmühle, auch was meine Krankheit betrifft. Eigentlich müsste ich lt. des Psychologen dringend in eine Tagesklinik. Aber das habe ich aufgrunddessen immer verschoben, weil wir eben so unter Stress standen, weil wir keine passende Wohnung gefunden hatten. Außerdem hätte ich die Busfahrten in die Tagesklinik auch selbst tragen müssen und dazu habe ich eben keine finanzielle Möglichkeit. :cry: Die Krankenkasse zahlt die Fahrten nicht...
Und nun haben wir endlich ein Wohnungsunternehmen gefunden, welches uns eine Whg. gibt und jetzt bekommen wir schon wieder Stress von der Arge gemacht. Wir hatten die beiden Chefs höflichst gebeten, dass sie uns doch mal in Ruhe umziehen lassen sollten. Hatten auch das Problem geschildert, keine angemessene Wohnung zu finden. Aber wie gesagt, es hat KEINEN der Beiden interessiert! :kotz: Im Gegenteil: jetzt hab ich den nächsten EEJ an der Backe!
 

Heide

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Hier handelt es sich einfach um eine als 'Vorschlag' benannte Zuweisung zur Arbeitsgelegenheit. Nicht um einen Termin zum Erscheinen bei der Behörde.

Es stellt sich also allenfalls die Frage´, ob der, auch wenn er/sie nicht arbeitsfähig ist, einen vorstellungstermin wahrnehmen kann. Ich würde mal sagen, nein. Aber selbst wenn man das annimmt, muss da nicht alles unterzeichnet werden.

Ob man für die Zuweisung in einen Ein-Euro-Job eine Eingliederungsvereinbarung braucht, halte ich für zumindest fraglich. Ein in den Akten befindliches Eingliederungskonzept könnte ebenfalls ausreichend sein. Diese Frage wird von den Gerichten bisher immer wieder ausdrücklich offen gelassen.

Auch die Frage ob ich vorher ein Profiling brauche, ist noch nicht abschließend geklärt. Es ist zumindest fraglich.

Ob die angebotene Stelle allerdings tatsächlich im öffentlichen Interesse liegt und zusätzlich ist, sind auch voraussetzungen, die erfüllt sein müssten. Außerdem muss die Tätigkeit hinreichend bestimmt benannt sein und die Arbeitszeit und zeitliche Verteilung muss drinstehen.

Allein an diesen Kriterien werden viele Zuweisungen scheitern. Dann brauche ich auch nicht zum Vorstellungstermin. Denn der Vorstellungstermin ist kein Termin gemäß §§ 59 SGB Ii iVm § 309 SGB III.

Allerdings stehe ich in dem Problem, dass mir ja nur ein 'Vorschlag' unterbreitet wurde und ich den, so das LSozG Hamburg, annehmen muss, wenn er rechtmäßig ist und sonst später sanktioniert werde. Dann kann ich die Sanktion nicht mehr abändern. Widerspruch und Anfechtungsklage gegen die 'Zuweisung' sind nach diesem Urteil nicht möglich. Ich kreige also keine Sicherheit.

Also, was machen. Andere Möglichkeiten finden, die eindeutiger sind, oder dem Maßnahmeträger den Appetit auf mich verderben. Ich zeige mich also informiert und wie jeder aufrecht denkende Deutsche, der im Gemeinschaftskundeunterricht aufgepasst hat, und die Verbraucherzentrale betet uns das ja auch immer wieder vor, unterschreibe ich nichts ungeprüft.

Es stellt sich wirklich die Frage, was er/sie da unterzeichnen soll. Wirklich nur die Teilnahmne an der Maßnahme oder was noch. Ich gehe davon aus, dass da noch mehr zu unterzeichnen sein wird. Ich habe aber von vielen Fälllen gehört, in denen die Maßnahmträger nach solch einem höflichen und bestimmten Gespräch einfach zu dem Ergebnis gekommen sind, dass sie dem Betroffenen leider keine Stelle anbieten konnten.
.....
......
:pfeiff:

Wenn da mehr zu unterzeichnen ist als die bloße Teilnahme, was dann ?

Was könnte drinstehen ?
Datenübermittlung erlauben?
Erlaubnis Arbeitgeber zu kontakten nach 6 Monaten, 10 Monaten ?

Wenn nicht ausdrücklich drinsteht, dass die Unterschirft freiwillig erteilt wird, dann wären diese Punkte jedenfalls nicht ok!

Was da sonst noch drinsteht, weiß ich natürlich nicht. Aber er/sie wird es dann ja wissen.
 
A

Arco

Gast
@ heide


silvermoon hat geschrieben:

"......Es handelt sich um einen Stellenvorschlag eines EEJs, Stundenlohn 1,25 Euro für die Dauer von 6 Monaten:
Tätigkeit: Hilfskräfte
Anforderungen: für gemeinnützige Arbeiten im Hauswirtschaftsbereich als Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentsch. in Höhe von 1,25 Euro zusätzlich/Stunde für die Dauer von 6 Monaten.
Arbeitszeit: 30h/wchtl. .... "
 
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