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eej + qualifikationssemniar

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darkblue

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#1
huhu zusammen. hatte heute einen termin beim arbeitsamt. jetzt meinte meine sb meinte heute von der arge würde ein "qualifikations- und trainingsseminar" bald für mich anstehen (dienstag, konnte die in ihrem computer einsehen). das ist alle zwei wochen für einen tag von 8 - 13 uhr mit einer laufzeit von 6 monaten.

meine frage jetzt: was genau soll das sein? habe ich auch meine sb gefragt, die meinte irgendwie nur, das dort geschaut wird wo ich defizite habe und die werden dann ausgeglichen.

hat jemand da erfahrung WAS genau das sein soll? IQ tests, ganz normal einen tag schule oder wie läuft das. hat das jemand schon mal gemacht bzw ist gerad selbst in so einem kurs?
 

achim2

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#2
Das einzige Defizit, dass Du hast, ist keinen Arbeitsplatz, sonst nichts!!!

In was für einer Welt leben wir, wo künstlich "Defizite an den Haaren herbeigebetet werden, damit so getan wird, als ob man sich um einen kümmert.

Ich habe mal irgendwo gelesen, gehört..., ich weiß nicht mehr genau wo und wann, aber dieser Satz hat sich bei mir richtig eingebrannt und stimmt!

DAS EINZIGE, WAS EINEM ARBEITSLOSEN FEHLT, IST EINE ARBEIT!!!

So einfach und doch so schwer.

Aber nach der Qualifizierungsmassnahme wir alles besser, dann weißt Du, das das Datum jetzt anders geschrieben wird und man nicht mehr "Sehr geehrter Herr Müller" sondern "Guten Tag, Herr Müller" schreibst, auch wenn Du trotzdem ne Absage bekommst, es hat was gebracht!

Dem Bildungsträger viiiieeeelllll Geld!!!

LG Achim
 

achim2

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#3
Ach so ja und nicht zu vergessen!

Für ein halbes Jahr bist Du aus der Arbeitslosenstatistik draußen und zählst nicht mehr als Arbeitsloser.

LG Achim
 
E

ExitUser

Gast
#4
Das kommt ganz auf den Träger der Maßnahme an und was da gemacht wird. Es ist schon äusserst fragwürdig, wenn die SB das nicht mal weiß, denn die kann also auch schlecht beurteilen, ob diese Maßnahme in deinem Fall überhaupt sinnvoll ist.
Oftmals sind das "Kurse" wo nur die Zeit totgeschlagen wird, Skat gespielt wird oder die Teilnehmer lernen in sog. PC- Kursen, wie man ein Windowsfenster aufklickt.
Bestenfalls wird noch ein Bewerbungstraining gemacht, wo einem dann erzählt wird, wie schlecht die eigene Bewerbungsmappe ist und es wird dann suggerriert, dass dies der Grund war, dass man bisher keinen Job bekommen hätte. Dabei gibt es kaum Jobs, wohin man diese überhaupt schicken kann. :mrgreen:
Das ist meistens reine Beschäftigungstherapie um Statistiken zu schönen und um den Trägern solcher "Kurse" Steuergelder in den Rachen zu werfen, die sich pro Teilnehmer daran noch eine goldene Nase verdienen, denn die Ämter bezahlen dafür , dass sie die Arbeitslosen aufnehmen.
 

gelibeh

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#5
das ist alle zwei wochen für einen tag von 8 - 13 uhr mit einer laufzeit von 6 monaten.
Wenn ich das so sehe, sind das ca. 12 Termine a 5h in einem halben Jahr. Ob das was bringt?
 

achim2

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#6
Lillybelle sagte :
Bestenfalls wird noch ein Bewerbungstraining gemacht, wo einem dann erzählt wird, wie schlecht die eigene Bewerbungsmappe ist und es wird dann suggerriert, dass dies der Grund war, dass man bisher keinen Job bekommen hätte. Dabei gibt es kaum Jobs
Ja, genau!!!

Ein Freund von mir macht gerade ein "Bewerbercoaching", Dauer 9 Monate, 1xTermin alle 4 Wochen, somit neun Monate aus der Statistik draußen!!!

So geht's! Von wegen 4.556 Mio Arbeitslosen im Oktober.
Und Stellen gibt's trotzdem keine, aber jetzt schreibt man halt noch "Initiativberwerbungen", die auch keiner liest.

LG Achim
 

darkblue

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#7
hallo zusammen!

die andere eej kraft aus dem kiga war heute auch auf so einem seminar. kam anschließend mal zu mir, um zu erzählen was da so abläuft.

sie sagte, das der kursleiter eine liste abgerattert hat was denn so für bereiche angeschnitten werden. dieser kurs ist auch nur für leute gedacht die in einer eej maßnahme sind. sobald diese maßnahme beendet ist, ist auch der kurs für den jeweiligen teilnehmer beendet. ebenso meinte der kursleiter, das es pflicht ist an diesen seminaren teilzunehmen, ansonsten würde eine sofortige sperre eintreten. najoooo. zudem kommt noch (wie von dem kursleiter erwähnt), das diese seminare gar nicht in den eingliederungsvereinbarungen untergebracht wären. allerdings haben die sb´s dieser welt oder argen (oder wer auch immer diese nette idee von diesen seminaren hatte) eine lücke in den eingliederungsvereinbarungen entdeckt, die durch so einen kurs gefüllt werden können. zusätzlich zu den eej eben noch einer tätigkeit nachzugehen. (fragt mich jetzt nicht was genau gemeint ist, werde mich am di aber nochmal danach erkundigen, wenn ich selbst den termin habe). geld geht verloren, soweit ein träger sich nicht dazu bereiterklärt das man die stunden, die durch so einen kurs wegfallen nacharbeiten kann.

heute war z.b. kommunikationstraining angesagt. zwei personen bekamen nacheinander ein blatt in die hand und mussten ihren mitinsassen erklären, was die zu zeichnen hätten. allerdings nur anhand von handbewegungen und gesprochenem.

sie hat mir dann mal die zeichnung gezeigt. war auch wirklich ulkig. beschreib mal ein quadrat und wie dann das nächste quadrat, trapez etc angegliedert werden muss an den ursprung und die dazugehörigen verschiebungen.
 

achim2

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#8
darkblue sagte :
ebenso meinte der kursleiter, das es pflicht ist an diesen seminaren teilzunehmen, ansonsten würde eine sofortige sperre eintreten. najoooo.
Schöne neue "ZWANGS"Arbeitswelt!
 

listche

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#9
@darkblue

mich würde die angebliche Lücke in der Eingliederungsvereinbarung interessieren.
Wenn die was gefunden haben, dann müssen wir doch auch was dagegen finden.

Gruß Listche
 

darkblue

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#10
werd mich wie bereits erwähnt am di nochmal dazu erkundigen. bisher hab ich ja nur die info von der anderen eej aus dem kiga.

fällt gerade so nochjemanden eine frage dazu ein? bis mo kann ich die sammeln und die liste dann mal versuchen bei dem kursleiter nach infos zu abzufragen.
 
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#11
Ich habe zwar den "Eingliederungsvertrag" unterschrieben, einen ähnlichen "Kurs" (ich nenne es Verarschung auf Staatskosten) aber selbstverständlich NICHT angetreten. In den "Trainingsmassnahmen" verstecken sich psychologische Tests, die einem Langzeitarbeitslosen generalisiert "persönliche Hemmnisse" unterstellen, veraltete Bewerbungskenntnisse usw. Für so einen "Kurs" verlangt ein Bildungsträger bis zu 5000 Euro und darüber. Bei 100 "Kursteilnehmern" sind das bereits eine halbe Million Euro nutzloser Steuerverschwendung, bei 1000 Teilnehmern sind das schon sagenhafte 5.000.000 Euro... :party:

Wie sich jetzt heraus gestellt hat, kostet HartzIV mehr, als das alte Arbeitslosengeld. Der Arbeitslose hatte vor HartzIV zwar auch keine Arbeit, hatte jedoch mehr Geld in der Tasche, das er wieder sinnvoll in den Wirtschaftskreislauf einschleusen konnte. :idea:

Heute geht der Arbeitslose nur noch alle halbes Jahr zum Friseur, isst nicht mehr in Lokalen, sondern kauft sich einen Sack Kartoffeln. Kleidung sucht er sich bei Ebay oder auf Flohmärkten. Vieles lässt sich auch selbst reparieren, wozu noch einen Klempner oder Elektriker ins Haus holen? Not macht erfinderisch. :p
 

listche

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#12
Hallo Waldknoblauch,

mit welcher Begründung konntest Du denn die Teilnahme an dem Kurs ablehnen?

Gruß Listche
 
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#13
mit welcher Begründung konntest Du denn die Teilnahme an dem Kurs ablehnen?
Die Strafkonsequenzen bezüglich meines "aufmüpfigen" Verhaltens sind noch nicht ganz geklärt. Da ich bewusst die 1-Euro-"Jobs" ablehne, wurden mir vorher schon 30% vom Regelsatz gekürzt. Das ist eben so im SGB geregelt und von mir in Kauf genommen... Für die Ablehnung des "Kurses" erwarte ich wieder eine nochmalige Kürzung oder die komplette Sperre für drei Monate. Ende Oktober ist mein Bezug von ALGII ausgelaufen. Ein Folgeantrag wurde mir auf Druck von meiner Seite erst am 16. November zugeschickt. Nun ist das in der Bearbeitung.

Meine Begründung zur Ablehnung des Kurses: 1. Es wurde mir angedroht, einen Teil der Kosten des "Kurses" zurückerstatten zu müssen, wenn ich den Kurs abbreche. Im Zivilleben würde ich so einen knebelnden Vertrag niemals unterschreiben. 2. Halte ich diese Kurse für Steuerverschwendung, da sie keinen qualifizierenden Charakter aufweisen. usw.

Was einige bereits wissen, aber nicht laut sagen: Wir Arbeitslose sollen in diesen standardisierten, sinnlosen "Erziehungs"-Kursen "aufbewahrt" werden. Im Fachjargon werden sie demnach auch "verstetigte Trainingsmassnahmen" genannt. d.h. sie können immer wieder wiederholt werden.
 

achim2

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#14
Waldknoblauch sagte :
Was einige bereits wissen, aber nicht laut sagen: Wir Arbeitslose sollen in diesen standardisierten, sinnlosen "Erziehungs"-Kursen "aufbewahrt" werden. Im Fachjargon werden sie demnach auch "verstetigte Trainingsmassnahmen" genannt. d.h. sie können immer wieder wiederholt werden.
Die Sinnlosigkeit solcher Massnahmen sind, denke ich, den meisten bekannt, selbst dem Arbeitslosenamt. Nur so konsequent wie Du sind die wenigsten.

LG Achim
 

darkblue

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#15
listche sagte :
@darkblue

mich würde die angebliche Lücke in der Eingliederungsvereinbarung interessieren.
Wenn die was gefunden haben, dann müssen wir doch auch was dagegen finden.

Gruß Listche
ich hab ihn jetzt nochmal danach gefragt, zu mir meinte er allerdings nur: "da steht was in der eingliederungsvereinbarung mit qualifizierung, müssen sie mal genau durchlesen". bin gerad erst wiedergekommen, und auch gleich wieder weg. müsste da auch erst nachschauen, auf weiter fragen meinte er nur "das was da genau steht könnte ich ihnen jetzt nicht sagen, müssen sie einmal nachlesen". auf weitere fragen hat der sich ablenken lassen mit neuen fragen, welche wiederum auch nicht oder nur zum teil beantwortet wurden.

und die blödmänner von der gez haben meinen befreiungsantrag abgelehnt *heul*
 
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ExitUser

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#16
Der solte mal ins Gesetz schauen. Da steht nämlich, dass solche Kurse und Massnahmen sinnvoll und wirtschaftlich sein sein und nur dann durchgefphrt werden brauchen, wenn sie notwendig sind, um den Betreffenden in einen ersten Arbeitsmarkt zu bringen.
 

achim2

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#17
Lillybelle sagte :
Der solte mal ins Gesetz schauen. Da steht nämlich, dass solche Kurse und Massnahmen sinnvoll und wirtschaftlich sein sein und nur dann durchgefphrt werden brauchen, wenn sie notwendig sind, um den Betreffenden in einen ersten Arbeitsmarkt zu bringen.
Wozu dann Bewerbungstrainingsmassnahmen, wenn man sich schon bewerben kann.
Berwerbungen schreiben ist eine meiner leichtesten Übungen im Leben.
Wie gesagt, dass Einzige, was in meiner Branche fehlt, sind genügend Stellen.

LG Achim
 
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