EEJ-Job zusätzlich zu Minijob? DRINGEND ! Danke (1 Betrachter)

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ExitUser

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Hallo an alle,
Am 24.05.06 war ich bei meiner Beraterin bei der ARGE (Hartz4) um mich nach Stellen umzusehen, bzw. EEJ. Ich habe an diesem Tag eine EGV unterschrieben die 1 Jahr lang gilt. Ich habe mich gleichzeitig um einen Mini-Job in einem Büro bemüht. Diesen Minijob habe ich am 19.06.06 angetreten und arbeite Montags und Freitags je 6 Stunden.
Ein Schreiben von der Aufbaugilde Heilbronn mich vorzustellen wegen eines EEJ habe ich dann per Fax abgesagt, weil ich zu diesem Zeitpunkt bereits diesen Minijob (440 Euro) hatte.
Heute wurd eich von meiner Beraterin angerufen, die mir mitgeteilt hat, ich müsste diesen EEJ zusätzlich annehmen!
Meine Beaterin ist ab Montag den 24.07. im Urlaub und ich soll Ihr das durchfaxen, wo es steht, dass ein Minijob einem EEJ den Vortritt zu geben ist. Oder ob es sein kann, dass ich zusätzlich zu meinem Minijob noch einen EEJ machen muss?
Bitte dringend um Rat! Wenn geht mit §.

Danke
Angelika
 

gelibeh

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Wenn das zeitlich geht, kannst Du natürlich den EEJ zusätzlich machen, aber den Minijob aufzugeben würde zum Beispiel dem hier entgegensprechen
SGB II § 2 Grundsatz des Forderns
(1) Erwerbsfähige Hilfebedürftige und die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen müssen alle Möglichkeiten zur Beendigung oder Verringerung ihrer Hilfebedürftigkeit ausschöpfen. Der erwerbsfähige Hilfebedürftige muss aktiv an allen Maßnahmen zu seiner Eingliederung in Arbeit mitwirken, insbesondere eine Eingliederungsvereinbarung abschließen. Wenn eine Erwerbstätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt in absehbarer Zeit nicht möglich ist, hat der erwerbsfähige Hilfebedürftige eine ihm angebotene zumutbare Arbeitsgelegenheit zu übernehmen.

(2) Erwerbsfähige Hilfebedürftige und die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen haben in eigener Verantwortung alle Möglichkeiten zu nutzen, ihren Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln und Kräften zu bestreiten. Erwerbsfähige Hilfebedürftige müssen ihre Arbeitskraft zur Beschaffung des Lebensunterhalts für sich und die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen einsetzen.
Durch den Minijob verringerst Du Deine Bedürftigkeit. Der ist leider unter 15Stunden die Woche und so fällst Du nicht aus der Statistik. Das dürfte wohl der Grund sein, warum Du den EEJ machen sollst.
 
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ExitUser

Gast
Minijob ./. EEJ

erst mal herzlichen Dank gelibeh, für die schnelle Anwort.

Da es bei meinem 400 Euro Job auch sein kann, dass ich auch zusätzlich auf Bedarf arbeiten muss (je nach Arbeitsaufkommen), weiss ich also nie, ob ich mehr wie 12 Stunden in der Woche zusammenbringe. Bei diesem Job kann ich mit der S-Bahn fahren.

Mit dem EEJ müsste ich mein Auto benutzen (bei den Spritpreisen!!), weil dieser Job genau in der entgegengesetzten Richtung liegt.

Ich werde also mal sehen, was ich tun kann.

Ganz liebe Grüsse
Angelika
 

Grobi

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schwabengeli meinte:
Ich habe an diesem Tag eine EGV unterschrieben die 1 Jahr lang gilt.
Im Vergleich hierzu:
SGB 2 §15 meinte:
Die Eingliederungsvereinbarung soll für 6 Monate geschlossen werden.
Kommt mir allgemein so vor, als währe da ein SB mit "unvollständiger Schulung" am werkeln. VIELLEICHT kann man ja daraus schon eine Argumentation ableiten, die dazu führt, das Du einen EEJ in derart bescheidener Lage in Anbetracht des Minijobs nicht annehmen musst?

Desweiteren kann es hilfreich sein, den Minijob als "Fuss in der Türe zum 1. Arbeitsmarkt" zu bezeichnen. Je nachdem, um was es sich handelt kann man ja die Argumentation benutzen, das in absehbarer Zukunft ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis daraus wachsen kann. Und wenn der EEJ eine solche Perspektive nicht aufzeigt hast Du gute Karten, wie ich finde - Ich würde es so versuchen, wenn ich in dieser Situation währe.

Gruss, Grobi.
 

Martin Behrsing

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Eine EGV kann auch für einen längeren Zeitraum geschlossen werden. Die 6 Monate sind eine Soll-Vorschrift.
 

Grobi

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Aso. Na, dann hab ich ja echt Glück bei meinem SB gehabt - hier war es kein problem, dieses gesetzliche Minimum durchzudrücken.

sorry für offtopic.
 
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ExitUser

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Neuigkeiten !!!

@grobi, so wie Du das geschrieben hast, dass ich mit dem Minijob einen Fuss in die Türe hab zu einem Teil- oder Vollzeitjob, so habe ich dass auch der Sachbearbeiterin bei der ARGE geschildert.

Ja es ist traurige Tatsache, dass manch Arbeitsloser hier mehr weiss, wie die Sachbearbeiter im Arbeitsamt (ARGE). Sie hat mir noch am telefon gesagt, sie hat nicht die Zeit um im Internet zu recherchieren, was nun gilt oder nicht. Das zeigt mir doch, dass viele ALG II-Empfänger diesen sog. Sachbearbeitern hilfslos ausgeliefert sind.
Hätte ich keinen PC und Internet, ich wüsste auch nicht, wo ich die Info herholen sollte.
Aber gut, es hat sich heute etwas Neues aufgetan: Ich bekam von einer Firma ein Teilzeit-Job-Angebot mit 5 Stunden am Tag, einmal morgens, einmal mittags. Wäre nicht schlecht, aber nun hab ich ein Problem, wenn die Firma (Minijob) mir nicht gestattet anstatt 2 mal die Woche, drei mal zu arbeiten, dann kann ich den Teilzeitjob in den Wind schreiben. Ich habe schon mal eine Anfrage an meine 400-Firma per mail geschickt.
Drückt mir die Daumen, dass es geht, denn dann bin ich aus der hartz-4-Geschichte raus.

Bis denne aus dem Schwabenland,

Angelika
 

Ronald

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Ein Euro Job / Mini

Die versuchen das auch mit Personen die über 15 Stunden arbeiten. Also sprich, ein Minijob kann auch eine wöchendliche Arbeitszeit von 20 Std haben.

Berufe Dich zunächst einmal auf die Durchführungshinweise der ARGE zu "Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigungen - Zusatzjobs".

Hierzu: Die Möglichkeiten zu Eigenbemühungen bei der Suche nach Ausbildung oder Arbeit darf die Anzahl der zu leistenden Wochendstunden nicht beeinträchtigen.

Früher oder später wird es hierzu auch ein Grundsatzurteil geben.

Ronald
 
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ExitUser

Gast
hört, hört !!!!!

bevor ich mich hier noch weiter aufrege, schreibe ich erst mal meinen Frust von der Seele.

Also........

ihr wisst ja, dass ich im Büro einer Zeitarbeitsfirma Montags und Freitags arbeite. Von 10 bis 17 Uhr, 1 Stunde Pause.
Die Frau mit der ich zusammenarbeite ist ein echtes Aas. Lässt mich spüren, dass ich ja "nur" hartz4-Empfängerin bin etc.

Da ich ja unbedingt aus hartz4 raus will, bin ich gewillt alles zu tun, was möglich ist um diese Situation zu beenden.

Gestern bekam ich einen Anruf von der Frau V. von T.-Zeitarbeit ob ich nicht einen Job haben möchte in Ludwigshafen bei BASF. Nur...., der Knackpunkt ist, Ludwigshafen ist 160 km von mir weg. Also geht nicht.
1 Stunde später kam wieder ein Anruf von Frau V., ob ich Teilzeit arbeiten könnte in HN (5 km), allerdings mit 5 Stunden am Tag.
Aha, dachte ich mir, das wäre es doch. Vielleicht kann ich die Stunden auf 3 mal wöchentlich bei PS verlagern. Also fluxs mail geschrieben. Die Antwort von der Kollegin bei PS war: "nein geht nicht, wir brauchen sie an den Tagen, wo am meisten was los ist". Naja, an den Tagen bin ich auch meist schon 2 Stunden früher nach Hause gegangen. Soviel dazu.
Dann heute wieder mit Frau V. gesprochen, dass es mit dem Teilzeitjob in HN nicht klappen klappen kann, weil die bei PS auf die Tage beharren, also Montags und Freitags!

Wir kamen dann auch weiter ins Gespräch und ich sagte auch, ich bin soweit, dass ich auch gewerblich (Schichten etc.) arbeiten gehen würde, nur um aus hartz4 rauszukommen. Sie meinte daraufhin, dass wäre kein Problem.

Also gehe ich nun morgen zu PS und werde mit denen verhandeln, denn ich bin seit 19.06. dort und habe bis heute keinen Vertrag mit denen! D.h. meine Kündigungsfrist ist immer 4 Wochen, entweder zum 15. oder 30. eines Monats.
Soweit so gut, nun kommt noch folgendes hinzu:

Nachdem ich im Internet u.a. auch hier recherchiert habe, ob Minijob dem EEJ voranzustellen ist, habe ich alles schön zusammen geschrieben und meiner Sachbearbeiterin bei der ARGE gefaxt.

Zusätzlich habe ich Martina vom Arbeitsamt eingeschaltet (ich kenne sie noch zu meinen Geschäftszeiten her). Die hat sich dann auch mit der Hartz4 Tante in Verbindung gesetzt. Martina hat mich gerade angerufen!
Sie sagte, sie hätte mit der Sachbearbeiterin von der ARGE geredet und es sei also so, dass man bis zum Ende des Jahres abwartet, ob PS den Minijob tatsächlich zu einem Teilzeitjob machen würde oder nicht. Dann würde man mich zusätzlich noch in einen EEJ stecken, denn sie hätten Anweisung von "oben" so zu verfahren. Es wären mir also noch zus. 20 Stunden in der Woche zuzumuten. (jaja man tut alles, damit man aus der Statistik rausfällt).
Ich habe zu Martina gesagt, so lange warte ich nicht, vorher gehe ich ans "Band."

Denn in gewerblichen Bereich habe ich immerhin mehr Chancen. Wer will den heutzutage noch eine Sekretärin mit sehr guten Englisch- und PC-Kenntnissen? Und dazu noch in meinem Alter???
Bin mal gespannt auf Eure Meinung!
 
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