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EEJ in Wuppertal

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Borgi

Elo-User/in

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#1
Für einen satten Stundenlohn von 1,50 Euro + Regelleistung (345,--€) + Miete + Übernahme der Sozialversicherung kann man in Wuppertal einen EEJ antreten. Dabei handelt es sich meist um Projekte. Hartz IV Empfänger werden 6 bis 12 Monate in verschiedenen Bereichen eingesetzt. Dafür erhalten sie dann monatlich ca. 180 Euro – bei einer 30 Stundenwoche – zusätzlich zu den üblichen Leistungen.
Für alle Leistungen (Gesamtleistung) wird ein umgerechneter Stundenlohn von 6,80 Euro angegeben, was zurzeit auch auf dem Arbeitsmarkt üblich ist/sein soll. (mal eben über Nettolohn.de ausgerechnet Netto = 880,-- € = ca. 1200,- € Brutto = ca. 9,-- Euro/h bei 30 Stundenwoche, wenn auch tatsächlich 30 Stunden/Woche gearbeitet werden). Bei genauerer Betrachtung eigentlich gar nicht sooooo schlecht. Zusatzkosten durch Aufnahme eines EEJ sind 51,80 Euro für die Monatsfahrkarte und der Mehrbedarf an Essen.


Folgende Arbeitsangebote bietet die Arge Wuppertal an:

• Qualifizierung im Metallbereich für Hartzer bis Alter 30 Jahre.

• Holzenergiehof: Aufsammeln von Geäst, Bäume sägen, Holz trennen und sortieren, Pellets herstellen.

• Aufgaben, die mal das Garten und Forstamt gemacht hat, als es diese Institution noch gab. Verschönerungsarbeiten und Umgestaltung von Grünflächen. Wald aufforsten. Kranke Bäume entfernen. Kettensägeschein möglich.

• Pflege und Betreuung älterer oder auch jüngeren Menschen. Einsatzgebiete können Kindertagesstätten und Altenheime sein. Pflege am Menschen als auch Betreuung, oder Dinge die heute in den Altenheimen nicht mehr geleistet werden können aufgrund von Personalmangel. Dabei handelt es sich um vorlesen von Geschichten, alte Menschen zum Arzt bringen, Einkäufe erledigen oder den Haushalt führen.

• Lernfabrik „Vorwärts in Arbeit“ Münzstrasse 51-53 Malerarbeiten. Teilnehmer werden angelernt und müssen dann ein Gebäudekomplex renovieren. Malerarbeiten wie abreißen von Tapeten, tapezieren, neu streichen und ähnliches. Innen und außen, und dafür wird Unterstützung gesucht.

• Lernfabrik „Vorwärts in Arbeit“ Bauschlosser Münzstrasse 51-53. Vorbereitende Maßnahmen zur Reparatur der Fenster, Geländer, Stützen, Treppen Stahlkonstruktion und ähnliches durchzuführen.

• Naturschutzprojekt Gesa – Gesa lässt schon seit X-Jahren Arbeitslose für sich günstig schuften – Fällt alles an, was im Naturbereich sein kann. Das kann sein: Teich anlegen, Bäume beschneiden, aufforsten oder Verschönerung von Grünanlagen. Alles was im Naturschutzbereich anfällt. Je nach Jahreszeit kann es Laubbeseitigung sein und pflanzen von Grünzeug. Da werden noch mehrere Mitarbeiter gesucht.

• Haustechnik und Gartenarbeit. Hier werden Teilnehmer zu Hausmeistern gemacht. Das kann in Kirchengemeinden, Altenheime und Kindertagesstätten sein. Das gibt es auch bei einer Mietfirma die Leute zur Unterstützung sucht und verschiedene Tätigkeiten die im Haushalt anfallen wie Glühbirne wechseln. Gartenarbeit in sofern, dass im Winter Schnee geräumt wird, oder im Sommer der garten entsprechend nett gemacht wird.

• Jüdischer Friedhof. Es wird ein neuer Friedhof angelegt, und dafür werden dann EEJ benötigt.

• Hauswirtschaft: Kochen für Altenheime und Kindertagesstätten.


Alle Tätigkeiten verlangen keine Vorerfahrung. Es handelt sich bei allen Tätigkeiten um Anlerntätigkeiten. Jeder Teilnehmer wird vom Anleiter in die Lage versetzt die Arbeiten durchzuführen. Wenn man sich auf den ersten Arbeitsmarkt bewirbt und diese Tätigkeit angibt, hat man bessere Chancen.

Jeder Teilnehmer der Gruppenveranstaltung muss sich für einer dieser Arbeiten entscheiden. Es geht nicht darum, ob man später in diesen Bereichen Vollzeit arbeitet, sondern dass man überhaupt arbeitet.
 
E

ExitUser

Gast
#2
Na super

ich lese daraus nur aunutzung von sozial schwachen Menschen.

Viele dieser tätigkeiten sind sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse wofür Menschen gelernt haben.

Und bei eins geht mir der Hut hoch:

Jeder Teilnehmer der Gruppenveranstaltung muss sich für einer dieser Arbeiten entscheiden. Es geht nicht darum, ob man später in diesen Bereichen Vollzeit arbeitet, sondern dass man überhaupt arbeitet.

Zwangsarbeit ist das.

Und im Grundgesetz steht was von freier Berufswahl *tz*

Ich denke das Grundgesetz war zuerst da, das brauch ich niemanden zu erklären.

Und das Sozialgesetz kam später. Aufgebaut auf dem Grundgesetz. Aber die Hartz Gesetze entsprechen in sagen wir mal 80 % der Fälle nicht dem Grundgesetz.

Was die Arbeitsagentur und die dazugehörigen Argen sich da leisten ist ein harter Brocken.

Ach wenn jemand aus Wuppertal oder Umgebung kommt und Probleme mit sowas hat sollte mal sich an Tacheles wenden

http://www.tacheles-sozialhilfe.de/
 

Prak

Elo-User/in

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#4
Qualifizierung

Da ist was von Qualifizierung und "Zusätzlichkeit" zu lesen.
Die Praxis sieht etwas anders aus. Wieviel Qualifikation benötigt man denn, um Tapeten abzureißen? Die wollen einfach nur die kostenlose Arbeitskraft.

In der Pflege müssen die EEJ nicht nur vorlesen, spazierengehen usw.. Die Maler/Handwerker renovieren Gebäude. Das soll dann zusätzlich sein?

Die Arbeitslosen nehmen sich ihre eigenen Jobs weg, begnügen sich mit einem Almosen und sind weiterhin arbeitslos.

Ein geplantes Projekt fehlte noch in der Liste:
http://www.wz-newsline.de/?redid=161780

Noch so ein tolles Qualifikationsprogramm aus Wuppertal.


Gruß Prak
 
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