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Durch Zielvereinbarung zu Zeitarbeitarbeit gezwungen?

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Pete7

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pixelfool

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#2
Nun, prinzipiell musst Du jede Arbeitstelle akzeptieren, die nicht illegal oder sittenwidrig ist - also auch Zeitarbeitsfirmen.

Wie das ganze abläuft, hängt auch von Deinem Sachbearbeiter ab. Ich habe mich z.B. nie bei Zeitarbeitsfirmen beworben, dafür aber ausreichend "normale" Bewerbungen nachgewiesen. Gibt aber eben auch Sachbearbeiter, die auf den Nachweis von Bewerbungen speziell bei Zeitarbeitsfirmen bestehen.
Auch telefonische Bewerbungen zählen - Datum und Firma notieren und als Eigenbemühung in Deine Liste aufnehmen.
 

Martin Behrsing

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#3
Zeitarbeit gilt seit 2001 schon nicht mehr als unzumutbar.

BSG, Urteil vom 08.11.2001 - B 11 AL 31/01 R
Entscheidungsstichwort (Thema)
Arbeitslosengeldanspruch - Sperrzeit - wichtiger Grund - Vermittlung in Leiharbeitsverhältnis - zumutbare Beschäftigung - Einzelfallprüfung - Höhe des Arbeitsentgelts
Leitsatz
Eine Sperrzeit kann auch eintreten, wenn der Arbeitslose ein angebotenes Leiharbeitsverhältnis nicht angenommen oder nicht angetreten hat.

Stand: 25. Februar 2002

- - - - - - - - - - -

§ 121 SGB III Zumutbare Beschäftigungen
(1) Einem Arbeitslosen sind alle seiner Arbeitsfähigkeit entsprechenden Beschäftigungen zumutbar, soweit allgemeine oder personenbezogene Gründe der Zumutbarkeit einer Beschäftigung nicht entgegenstehen.

(2) Aus allgemeinen Gründen ist eine Beschäftigung einem Arbeitslosen insbesondere nicht zumutbar, wenn die Beschäftigung gegen gesetzliche, tarifliche oder in Betriebsvereinbarungen festgelegte Bestimmungen über Arbeitsbedingungen oder gegen Bestimmungen des Arbeitsschutzes verstößt.

(3) Aus personenbezogenen Gründen ist eine Beschäftigung einem Arbeitslosen insbesondere nicht zumutbar, wenn das daraus erzielbare Arbeitsentgelt erheblich niedriger ist als das der Bemessung des Arbeitslosengeldes zugrundeliegende Arbeitsentgelt. In den ersten drei Monaten der Arbeitslosigkeit ist eine Minderung um mehr als 20 Prozent und in den folgenden drei Monaten um mehr als 30 Prozent dieses Arbeitsentgelts nicht zumutbar. Vom siebten Monat der Arbeitslosigkeit an ist dem Arbeitslosen eine Beschäftigung nur dann nicht zumutbar, wenn das daraus erzielbare Nettoeinkommen unter Berücksichtigung der mit der Beschäftigung zusammenhängenden Aufwendungen niedriger ist als das Arbeitslosengeld.

(4) Aus personenbezogenen Gründen ist einem Arbeitslosen eine Beschäftigung auch nicht zumutbar, wenn die täglichen Pendelzeiten zwischen seiner Wohnung und der Arbeitsstätte im Vergleich zur Arbeitszeit unverhältnismäßig lang sind. Als unverhältnismäßig lang sind im Regelfall Pendelzeiten von insgesamt mehr als zweieinhalb Stunden bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden und Pendelzeiten von mehr als zwei Stunden bei einer Arbeitszeit von sechs Stunden und weniger anzusehen. Sind in einer Region unter vergleichbaren Arbeitnehmern längere Pendelzeiten üblich, bilden diese den Maßstab.

Ein Umzug zur Aufnahme einer Beschäftigung außerhalb des zumutbaren Pendelbereichs ist einem Arbeitslosen zumutbar, wenn nicht zu erwarten ist, dass der Arbeitslose innerhalb der ersten drei Monate der Arbeitslosigkeit eine Beschäftigung innerhalb des zumutbaren Pendelbereichs aufnehmen wird. Vom vierten Monat der Arbeitslosigkeit an ist einem Arbeitslosen ein Umzug zur Aufnahme einer Beschäftigung außerhalb des zumutbaren Pendelbereichs in der Regel zumutbar. Die Sätze 4 und 5 sind nicht anzuwenden, wenn dem Umzug ein wichtiger Grund entgegensteht. Ein wichtiger Grund kann sich insbesondere aus familiären Bindungen ergeben.

(5) Eine Beschäftigung ist nicht schon deshalb unzumutbar, weil sie befristet ist, vorübergehend eine getrennte Haushaltsführung erfordert oder nicht zum Kreis der Beschäftigungen gehört, für die der Arbeitnehmer ausgebildet ist oder die er bisher ausgeübt hat.
 

medea

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#4
Durch Zielvereinbarung zur Zeitarbeit gezwungen

Pete7 !!!

Ja mein lieber, pixelfool hat recht. Kommt viel auf den SB an. Aber Zeitarbeit ist zumutbar. Ich selbst sehe eine Zeitabeitsfirma als zivilisierte Form der Sklaverei an, aber das interessiert die auf dem A.-Amt nicht. Hauptsache Du bist aus der Statitik und zählst als vermittelt.
Bei einem 400€ job: Wenn Du in so einen vermittelt werden kannst, musst Du auch den annehmen. Auch wenn Du davon das meiste an das A.- Amt abdrücken musst. Die sehen das als Eistiegsmöglichkeit in den 1. Arbeitsmarkt an u. schliesslich so wurde mir das gesagt, kann man ja mehrere sogenannte Mini jobs machen, denn das ist auch eine möglichkeit aus der Arbeitslosigkeit wieder heraus zu kommen.

:stern: bey medea[/b]
 

Arania

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#5
Bei mehreren Minijobs fallen aber Steuern an, das ist kaum zu machen, da brauchst Du schon 5-6 um über die Runden zu kommen
 

medea

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#6
Durch Zielvereinbarung zu Zeitarbeit gezwungen

HeY Arania !!
So gesehen hast Du schon recht, aber wenn Du z. B 2 Mini jobs hast bis 400€ dann kann die ARGE schon wieder Gelder einsparen u. darum geht es doch den meisten SB. oder ?
bey medea :stern:
 
E

ExitUser

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#7
Danke @Martin Behrsing :)

Der Beitrag kommt wie gerufen.

@all

Ich bin gerade voll stinkig und dass kenne ich gar nicht von mir. Ich bin jetzt fast 4 Monate das erste Mal im Leben arbeitslos und musste mich heute bei H.. Leihfirma vorstellen. Sie haben den AMP-Tarif.
Das bedeutet, ich hätte Netto bei Normalschicht 790 Euro und mit 3-Schicht auch nur 820 Euro ! Meine Fahrkosten betragen 72,30 Euro.
Mein Arbeitslosengeld 1 beträgt 862 Euro.

Da ich hier schon viel mitbekommen habe, bin ich natürlich nicht ohne Infos von Tarif und Entgeltgruppen und deren Entlohnung dort aufgetaucht. Im Gespräch bekam ich dann zu hören, dass sie es dem Arbeitsamt mitteilt, dass ich nicht für diesen Lohn arbeiten gehen wollte und ich dann eine Sperre bekomme. In meinen Unterlagen habe ich auch gleich noch unter Interessen "Recht" angegeben. Hoffe, dass schreckt schon mal ab. Ich sagte dann zu ihr, dass ich wüßte, dass ich keine Sperre bekomme, da es unzumutbar ist.
Daraufhin sie zu mir, dass sie da nichts dafür kann. Ich aber auch nicht, verdammt noch mal.
Ich weiss jetzt nur nicht, wie es weitergeht.

Muss ich jetzt warten, bis sie sich meldet ?
Hätte ich mir lieber einen Stempel geben lassen sollen, denn ich kann nicht beweissen, dass ich dort war ?
Oder mache ich mir jetzt zu viele Gedanken um Nichts ?

Eine Aussage von ihr fand ich seltsam. Sie behauptete doch allen Ernstes.
Wenn ich bei ihr anfinge, bekäme ich den fehlenden Restbetrag bis 862 Euro vom Arbeitsamt. Dass kann ich mir kaum vorstellen. :kratz:
 
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#8
Hallo Andine,
soviel ich weiß kannst du Zeitarbeit ablehnen wenn du weniger bekommst als dein ALG1.
Wie es bei ALG2 ausssieht weiß ich leider nicht.

Bianca
 
E

ExitUser

Gast
#9
@Bianca.Aachen

Ja, ich bekomme ALG1. Weiter oben ist auch ein Gesetz dazu. Ich brauche zur Zeit unter 980 Euro Netto nicht arbeiten gehen.
Hätte ich jetzt ALG2 müßte ich es, obwohl es in der gleichen Höhe wäre wie das Netto der ZA in Normalschicht.
 
E

ExitUser

Gast
#10
Auf jeden Fall habe ich festgestellt, dass eine Frau, die sich auch bewarb überhaupt nicht informiert war.
Ich kann nur jedem raten, sich vor einer persönlichen Vorstellung unbedingt über die Firma zu informieren.

Wissen ist Macht ! Unwissen ist Ohnmacht !

Ich werde mein Recht wahrnehmen. Egal wie pampig dann mein Gegenüber ist. Jedenfalls schaute sie nicht schlecht, als ich hier meinen kleinen Zettel vorlas. :p

So, jetzt habe ich mir meinen :pause: verdient.
Ich werde mich jedenfalls nicht einfach so ausbeuten lassen.
 
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