Durch welche Gegenmaßnahmen kann ich bei ALGI-Bezug und selbständiger Nebentätigkeit Kürzungen vermeiden

Erwerbslos123

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Hatte an anderer Stelle schon berichtet, dass ich leider nicht unter den privilegierten Freibetrag falle.
Meine Einnahmen sind mtl. fix. Dazu habe ich fixe Ausgaben. Mein Überschuss danach beträgt 722 Euro.
30% Kosten auf die Einnahmen pauschal ansetzen bringt nichts. Meine tatsächlichen Ausgaben sind höher.

Wenn ich richtig informiert bin, werden von meinem mtl. Gewinn 10% Steuern abgezogen.
Also beträgt der maximale Bruttoüberschuss, ohne dass das Arbeitslosengeld gekürzt wird, 183 Euro.
Lt. Formular vom Arbeitsamt wird das Ganze monatlich betrachtet.

Jetzt stellt sich die Frage, welche Gegenmaßnahmen ich ergreifen kann, damit ich so wenig wie möglich abgezogen bekomme.
Als erstes natürlich Kosten machen. Um punktgenau den Freibetrag zu erreichen, müsste ich also mtl. 722 € ./. 183 € Freibetrag = 539 € Kosten produzieren.

Jetzt zu meinen Fragen:

- Was passiert, wenn ich mir z.B. im Januar ein Handy für 700 Euro kaufe. Dann wird mir im Januar nichts vom ALG abgezogen. Aber kann ich dann die den Freibetrag im Januar übersteigenden Kosten i.H. von € 161 € (700 € ./. 539 €) auf den Monat Februar übertragen?

- Falls Nein: Was passiert, wenn ich ein Handy im Internet bestelle, am 31.01. 539 € überweise und am 01.02. dann den Rest? Wird dann der Betrag i.H. von 161 € für den Monat Februar anerkannt?

- Wenn ich richtig informiert bin, dann habe ich den Freibetrag ja auch dann in voller Höhe, wenn ich nur wenige Tage arbeitslos bin. Bei einem Monat mit 30 Tagen wären die 722 € also 24 € am Tag. 24 € x 7 Tage = 168 € brutto.
Ich habe keine große Hoffnung, dass ich in meinem Hauptjob noch mal etwas finde und komme zum Glück auch so über die Runden. Und habe ja 4 Jahre Zeit, das Arbeitslosengeld abzurufen. Kann ich mich im Extremfall diese 7 Tage arbeitslos melden, mich danach wieder abmelden und wie oft kann ich das Spiel machen? Wobei ich es dann in der Praxis eher wie folgt machen würde:
Monat Januar und Februar arbeitslos melden und mtl. Kosten i.H. von 539 € produzieren. Dann per 08.03. abmelden.
Per 23.04. wieder arbeitslos melden, Monat Mai wieder 539 € Kosten produzieren und per 08.06. wieder abmelden.

- Ggf. mache ich aus den 7 Tagen auch 8 Tage und kaufe für ein paar Euro Briefmarken im entsprechenden Monat, um eine Punktlandung zu produzieren.
Ist das das zu auffällig oder obliegt das meiner unternehmerischen Entscheidung?

Vielen Dank im Voraus.
 

FriedrichShulze

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Kompliziert.
Wie wäre es wenn Du Dich genau dann abmeldest wenn Du Deinen Umsatz machst? Und nur "arbeitslos " bist wenn Du nichts arbeitest?
Wäre es dann egal wieviel Gewinn Du machst?
 

Erwerbslos123

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Das ginge theoretisch. Aber ich bin Hausverwalter und bekomme die Einnahmen monatlich fix.
Und es zählt ja der Zeitpunkt, an dem die Einnahmen erarbeitet wurden. Also kann ich auch keine Rechnung nachträglich stellen und die Einnahmen verschieben.
 

Erwerbslos123

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Das kann man pauschal nicht sagen. Wenn Arbeit anfällt, arbeite ich. Wenn nicht, dann nicht.
Das ist unterschiedlich. Kann mal so gut wie gar nichts sein in einer Woche und dann mal 14 St.
Hatte mir auch schon überlegt, zu argumentieren, dass die Hauptarbeit im Monat X anfällt, weil ich da die Abrechnungen erstelle und Eigentümerversammlungen abhalte, das Honorar entsprechend zuzuordnen und mich zu der Zeit dann abzumelden. Allerdings möchte ich dieses Fass nicht unbedingt aufmachen. Im Zweifel argumentiert das Amt dann im Nachhinein irgendwie dagegen und der Schuss geht nach hinten los.

Könnte höchstens versuchen, dass mit denen im Vorfeld abzuklären, wie wir das machen. Ist aber ein Kreuz, die festzunageln. Da bekommt man dann ein Schreiben mit "Grundsätzlich ist es so und so" und dann läuft man Gefahr, dass aus "Grundsätzlich" plötzlich das Gegenteil wird.
 

Djang

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Also ich habe auch ein Nebengewerbe angemeldet in dem ich unter 15h/Woche arbeite. Ich bekommeja auch noch die 3 Monate ALG1 Verlängerung. Ich habe bislang noch gar keine Rechnungen gestellt und plane mich im Dez. für 1 Monat aus der Arbeitslosigkeit abzumelden und meine ganzen 2020 Rechnungen dann zu stellen. Im Januar bin ich wieder für 3 Monate arbeitslos und dann läuft mein Anspruch aus.
 

Erwerbslos123

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Dein Plan in Ehren. Aber es wird dann angerechnet, wann es erwirtschaftet wurde. Wenn die das also merken sollten ......

Habe zwischendurch mit der (sehr netten) Dame von der Leistungsabteilung telefoniert. Die gleichen in vierteljährlichen Abschnitten ab.
Wegen näherem muss ich noch mal anrufen. Muss mir dann wohl oder Dinge kaufen, die ich nicht oder nicht in der Preisklasse gekauft hätte.
Erstelle mir eine Liste und arbeite dann nach Priorität ab.

Rückwirkend gesehen hätte ich gleich mit der Dame telefonieren sollen.
Habe mich zwischenzeitlich damit arrangiert, das ich Geld ausgeben muss und freue mich inzwischen schon über ein paar Schmuckstücke.
Neues Handy, Schreibtisch Massiv, Chesessel usw.
Bin mal gespannt, wie das in der Praxis läuft.
 
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