Durch Arbeitgeber krank und erwerbsgemindert geworden - Klage auf Schadensersatz möglich?

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

Linuxfan

Priv. Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
21 November 2014
Beiträge
778
Bewertungen
351
Hallo zusammen,

vor einigen Jahren nahm ich eine Stelle in Frankfurt am Main an und entwickelte durch mehrere Umstände eine Psychose, die mit Medikamenten behandelt wird. Ebenso bin ich erwerbsgemindert und beziehe eine sehr kleine Rente.

Durch diese Krankheit gab es einen ziemlichen Verdienstausfall und ich wollte fragen, ob man Arbeitgebern nicht vom Gesetz aus eine gewisse Fürsorgepflicht unterstellt.

Ich überlege, gegen den Arbeitgeber eine Schadensersatzforderung zu stellen und wollte fragen ob jemand von euch damit Erfahrung hat.
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Natürlich hat ein Arbeitgeber eine Fürsorgepflicht.

Einfaches Beispiel: Gestellung eines Gerüst.

Ist es bei solch vermeintlich einfach gelagerten Fällen durchaus möglich, den AG einen Schadenersatz aufzulegen, wird es in dem von Dir angedeuteten Feld schon sehr schwierig.

Du wirst Deine Vorwürfe beweisen müssen und viel Geld oder eine Rechtsschutzversicherung, die eine Deckungszusage für den Fall erteilt.

Halte ich für nahezu aussichtslos und vor allem vor dem Hintergrund Deines Krankheitsbild für wenig zielführend.

Magst Du ein wenig mehr erzählen, damit man das besser einschätzen kann?
 

Linuxfan

Priv. Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
21 November 2014
Beiträge
778
Bewertungen
351
Magst Du ein wenig mehr erzählen, damit man das besser einschätzen kann?
Ich war von dem Arbeitgeber abhängig, da er mir auch die Unterkunft vermietet hat. Gearbeitet habe ich in einem Kellerraum direkt neben einem Gasheizungsofen, den ich nicht verlassen sollte.

Behördengänge wie Kontoummeldung, Anmelden am Wohnort wurden nicht gerne gesehen. Laut Aussagen des Arbeitgebers war die Firma überschuldet. Meine Alltagstätigkeiten deckten sich oft auch nicht was im Arbeitsvertrag bzw. in der Stellenanzeige stand.

Mehr möchte ich erstmal nicht dazu schreiben…
 

22ohhappy

Elo-User*in
Mitglied seit
24 August 2017
Beiträge
135
Bewertungen
39
Wie der Vorgänger/in schon sagte, wie willst
du das gerichtsfest beweisen?
Hast du Fotos/Viedeos/Briefe?
So wie ich es mitbekommen hatte, ist gerade der Nachweis
bei psychischen Erkrankungen vor Gericht sehr schwierig.
Falls die Aussage des AG stimmt, er überschuldet ist,
wird er nicht zahlen.
Du hast aber den Stress eines Gerichtsverfahrens.
Letzter Punkt wie willst du einen Schadensersatz
Prozess finanzieren.
Am hilfreichsten ist wohl das Gespräch mit einem
versierten Anwalt, der Kenntnis vom Detail hat.
Es gibt vielleicht ähnliche Fälle hier im Forum,
aber bekanntlich liegt der Teufel im Detail.
[>Posted via Mobile Device<]
 

Couchhartzer

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
30 August 2007
Beiträge
5.550
Bewertungen
9.769
Mehr möchte ich erstmal nicht dazu schreiben…
Tja, dann wirst du hier wohl mit in Inhalt und Aussagekraft sehr sparsamen (wenn überhaupt) Antworten klarkommen müssen, die dir letztendlich nicht wirklich voran helfen können, da man die Umstände nicht genau genug kennt um korrekte und ggf. auch vollständig zweckmäßige Ratschläge und Antworten geben zu können.
 

Nena

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
10 Oktober 2015
Beiträge
2.792
Bewertungen
4.450
entwickelte durch mehrere Umstände eine Psychose
Allein dadurch wird es nahezu unmöglich zu beweisen, dass die AG schuldig daran ist. Und (was ich als RA der Gegenseite fragen würde): Selbst wenn: Warum hast Du nicht selbst rechtzeitig reagiert und das geändert (spätestens durch eine Kündigung)?

Selbst bei körperlichen "Schäden" ist es oft schwer, zu beweisen, dass sie genau durch diesen Arbeitsplatz ausgelöst wurden.
Und noch mehr: Lag es an Dir/Deiner Verfassung, dass es so weit gekommen ist? Konnte die AG das ahnen? Entwickelten alle Angestellten auf dieser Position eine Psychose?

(Nein! Ich meine es nicht böse. Aber ich sehe da - sofern Du nicht belastbare objektive Belege hast - keine Chance.)
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten