Dunkle Wolken ziehen über der Weltwirtschaft auf

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zunami

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Am Wochenende gingen in Washington die jährlichen Treffen des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank zu Ende. Ein Ende der Wirtschafts- und Finanzkrise und ein Aufschwung der Weltwirtschaft ist nicht in Sicht.

Die Eurozone scheint vor der dritten Rezession seit Beginn der weltweiten Finanzkrise 2008 zu stehen, und es wird befürchtet, dass die Politik der großen Zentralbanken die Bedingungen für einen weiteren Zusammenbruch schafft.

Vor den Treffen von IWF und Weltbank wurden Daten veröffentlicht, die zeigen, dass in Deutschland eine Rezession beginnen könnte. Die Industrieproduktion sank seit Juli um vier Prozent. Das ist der größte Rückgang seit Januar 2009. Die Aufträge sanken laut einer Umfrage unter Einkaufsmanagern so schnell wie zuletzt 2009.

Die Produktion von Investitionsgütern ging im August um 8,8 Prozent zurück, die von Zwischenprodukten um 1,9 Prozent, Verbrauchsgüter sanken um 0,4 Prozent und das Baugewerbe verlor zwei Prozent. Nur die Energieproduktion stieg um 0,3 Prozent.

Der IWF korrigierte seine Vorhersage für das Wachstum in Deutschland im Jahr 2014 von 1,9 auf 1,4 Prozent, die Prognose für 2015 von 1,7 auf 1,5 Prozent. Selbst diese Prognosen sind wahrscheinlich noch zu optimistisch, da die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal dieses Jahres geschrumpft ist. Deutschland, das stark von Exporten abhängig ist, wird von der Stagnation in ganz Europa und der Rezession in Brasilien, einem weiteren wichtigen Markt, sowie der Verlangsamung des chinesischen Wachstums schwer getroffen.

Die weltweite Rezession, wachsende Unsicherheiten über den Kurs der Politik der Zentralbanken und zunehmende geopolitische Spannungen in der Ukraine und dem Nahen Osten schaffen zusammen unsichere Bedingungen auf den Finanzmärkten.

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https://www.wsws.org/de/articles/2014/10/15/econ-o15.html
 
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