DSGVO - ZAF will Aufnahme in Bewerberpool erzwingen - Drohung Meldung an SB

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Xsanni

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Hallo Zusammen,

mir ist folgendes passiert. Ich habe mich auf Grund eines VV bei einer ZAF auf ein konkretes Stellenangebot hin beworben.

Darauf hin habe ich eine Mail mit folgendem Wortlaut erhalten:

"Sehr geehrte Bewerber/in, vielen Dank für die Zusendung Ihrer Bewerbungsunterlagen, Ihr verbundenes Interesse an unserem Unternehmen und der ausgeschriebenen Position. Bitte haben Sie Verständnis dafür, daß das Auswahlverfahren aufgrund der hohen Anzahl der eingegangen Bewerbungen einige Zeit in Anspruch nehmen kann.

Um Ihr Bewerberprofil im beiderseitigem Interesse zügig und präzise bearbeiten zu können, benötigen wir zu jeder Bewerbung grundsätzlich folgende Angaben: a) Gehaltserwartungen und b) Ihren frühest möglichen Antrittstermin. Selbstverständlich möchten wir Ihr Kandidatenprofil auch bei anderen passenden Vakanzen in die Auswahl nehmen. Dafür halten wir Ihre persönlichen Bewerbungsunterlagen für weitere Stellenangebote in unserer Datenbank, konform mit dem neuen DSGVO. Weitere Details entnehmen Sie bitte unserer Webpage. Sollten Sie hiermit nicht einverstanden sein bitten wir um kurzen Widerruf."

Die Bewerbung habe ich ganz normal per Email geschickt. Wenn ich es richtig verstanden habe, muss ich aber doch ausdrücklich zustimmen, damit die ZAF mich in den Bewerberpool aufnehmen darf, oder? Dies ist meines Erachtens nach mit der Zusendung einer Bewerbung auf ein konkretes Stellenangebot nicht der Fall.

Daher habe ich wie folgt geantwortet:

"Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihre Eingangsbestätigung zu meiner Bewerbung.

Jedoch möchte ich ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich meines Erachtens zu keinem Zeitpunkt der Verwendung und Speicherung meiner Daten zugestimmt habe. Sollte dies unwissentlich dennoch passiert sein, widerrufe ich meine Zustimmung hiermit mit sofortiger Wirkung und bitte um entsprechende Bestätigung. Bitte teilen Sie für den Fall, dass ich tatsächlich unwissentlich zugestimmt habe mit, wann und wie dies geschehen ist.

Mit freundlichen Grüßen"

Heute habe ich - vom Geschäftsführer der ZAF! - folgende Email erhalten:

"mit Ihrem Mail vom 6.11.18 mit Ihren Bewerbungsunterlagen haben Sie uns Ihre Daten gesandt. Sie haben uns diese im Zuge der Bewerbung – Auftragssachbearbeiter – Vermittlungsvorschlag der Bundesagentur für Arbeit zugesandt.

Wenn wir Ihre Daten nicht verarbeiten können – und sollen, werden wir sie löschen. Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass wir dann gemäß der Löschung und Ihrer Anweisung interessierten Parteien und Unternehmen Ihre Bewerbungsunterlagen, Ihr Bewerberprofil nicht zur Verfügung stellen können. Dies werden wir dann Ihrem Betreuer bei der Agentur melden, damit ein anderer passender Lösungsansatz gefunden werden muss.

Bitte informieren Sie uns, wie wir weiter verfahren sollen."


Am liebsten hätte ich direkt gepfeffert zurück geschrieben. Insbesondere die Drohung sich an meinen SB zu wenden finde ich besonders unverschämt. Und überhaupt: ist das nicht an sich schon ein Verstoß gegen den Datenschutz?
Jetzt habe ich ein paar Mal tief durchgeatmet und wende mich lieber mal an das Forum. Vielleicht hat jemand schon ähnliche Erfahrungen gemacht? Hat jemand einen Tip, wie man hier am besten reagieren kann?

Über Eure Hilfe würde ich mich sehr freuen! Vielen Dank im Voraus für Eure Antworten und Mühe!
 

Merse

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Wenn du der ZAF schreibst, dass sie deine Daten nicht speichern oder verwenden dürfen, widerrufst du damit deine Bewerbung und wirst folglich natürlich vom JC sanktioniert.

Du hättest die Speicherung und Nutzung zu anderen Zwecken als für die konkret benannte Stelle untersagen müssen.
 

Onkel Tom

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Hallo Zusammen,

mir ist folgendes passiert. Ich habe mich auf Grund eines VV bei einer ZAF auf ein konkretes Stellenangebot hin beworben.
...
Dies werden wir dann Ihrem Betreuer bei der Agentur melden, damit ein anderer passender Lösungsansatz gefunden werden muss.

Bitte informieren Sie uns, wie wir weiter verfahren sollen."
...

Ja, sone Töne bringen jede Galle zum Platzen..

Die Dialoge der Leihbuzze klingt nach "Anlocken mit nicht (mehr) existierenden Stellenangebot, um
ihr Bewerberpool zu füllen und wenn das nicht klappt nochmal nötigen/erpressen, das deren Leim
funktioniert..

Hmm.. das macht mich als Außenstehender auch wütend und würde entsprechende Zeilen
erstellen, die deutlich machen das mit dieser Vorgehensweise das notwendige Vertrauen
für ein Arbeitsverhältnis gestört ist und mich gezwungen sehe, sie nach dem Verursacherprinzip
zur Haftung heran zu ziehen, falls ihr Handeln Schäden für mich zur Folge haben.

Ist nun nicht ganz ausgepfeilt, dürfte die Leihbuzze m.E. darin einschüchtern, ob sie nun wirklich
mutwillig so petzen wollen, damit Dir das JC "endlich" dein Willen brechen soll..

Das ist ja echt Megadreist und ich würde mich sehr darauf freuen, wenn ich erfahren könnte, welche
Leihbuzze und Absenderperson sich sowas erlaubt.

Die gehören wirklich ins rote Buch und ich überlege schon, ob das nicht was für Anti-H4-Beziehungen ist,
um öffentlichkeitswirksam diesem "Sklavenhändler" an den Pranger zu stellen.

Vertraulichkeit = selbstverständlich.

Grummpf.. Klaro, Leiharbeit verbieten !

Edit: Nu bin ich so gallig anbei geworden, das ich fast folgendes vergessen hätte.

:welcome:
 

Annie

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Das hier ist aber nicht konform mit der DSGVO:

Dafür halten wir Ihre persönlichen Bewerbungsunterlagen für weitere Stellenangebote in unserer Datenbank, konform mit dem neuen DSGVO. Weitere Details entnehmen Sie bitte unserer Webpage. Sollten Sie hiermit nicht einverstanden sein bitten wir um kurzen Widerruf.

Es ist nämlich genau andersrum. Du musst explizit zustimmen ob deine Daten in einer Datenbank (Bewerberpool) gespeichert werden dürfen.

Diese Zustimmung würde ich bei denen mal anfordern und gleichzeitig beim Datenschutzbeauftragten nachfragen was er zu dieser Praxis meint.

Kannst ja auch schreiben:

Das nicht DSGVO konforme Speichern werde ich dann dem zuständigen Datenschutzbeauftragten melden, da ein anderer passender Lösungsansatz für Ihre Firma gefunden werden muss. :wink:
 

DoppelPleite

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Schön klein und grau folgendes unten aufs Anschreiben formatieren:
PS: Der Speicherung und Weitergabe meiner personenbezogenen Daten stimme ich, ausschließlich in Verbindung mit der ausgeschriebenen Stelle mit der oben genannten Referenznummer zu. Bei Nichtberücksichtigung für die angebotene Stelle, sind meine personenbezogenen Daten umgehend zu löschen und mir gegenüber entsprechend dem Bundesdatenschutzgesetz schriftlich zu bestätigen.
Mit einer Aufnahme in einen Bewerberpool, erkläre ich mich bei Nichtberücksichtigung für die angebotene Stelle ebenfalls nicht einverstanden.
 
G

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Gast
Du kannst auch sowas drunterschreiben unter deine Bewerbungen bei Zeitarbeitsfirmen:

Die Ihnen übersandten persönlichen Daten sind nur für den/die Arbeitgeber der ausgeschriebenen Stelle bestimmt. Bei einem Nichtzustandekommen eines Arbeitsvertrages für die o.g. Stelle erkläre ich mich mit einer Aufnahme in einen Bewerberpool nicht einverstanden und beantrage für diesen Fall eine Löschung meiner personenbezogenen Daten entsprechend den Bestimmungen der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) sowie des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG).

Übrigens auchnoch interessant für dich: Aus Datenschutzgründen dürfen Firmen bei denen man sich beworben hat weder den Inhalt von Bewerbungsgesprächen, noch den Inhalt von Schreiben (Briefen) an Dritte weitergeben. Dem Arbeitsamt/Jobcenter dürfen die Unternehmen nur mitteilen ob du dich dort beworben hast und welches Ergebnis das Vorstellungsgespräch hatte (Zusage/Absage). Der Inhalt von Briefen/Gesprächen unterliegt der Vertraulichkeit des Wortes/Briefgeheimnis und geht Behörden nichts an.
Solltest du sanktioniert werden weil die Zeitarbeitsfirma Gesprächsinhalte oder Briefinhalte weitergegeben hat, kannst du die dafür haftbar machen.
 

Onkel Tom

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Yupp und Danke :wink:

Ich habe vor lauter dickem Hals nicht erkannt, das hier der Sklavenhändler die Handhabeung zur DSVO
subtil zum Nachteil für den Bewerber verdreht hat.. Was Ganoven..

Nun haben wir ja erstmal die wichtigsten Ratschläge abgegeben und nun wäre ein Beitrag vom Betroffenen
sehr gut, wie er nun mit seinem Ärgernis umgehen möchte..

Ich sehe da eine Weiche, die zwichen "bestimmende Gangart" oder "Gangart mit (kräftiger) Duftmarke"
eingestellt werden möchte..

Ich halte mich hier nun mit meinem Pulver zurück bis Betroffener sich dazu äußert und damit weiter tüffteln
kann, wie es weiter gehen könnte, um nicht unter die Räder zu kommen.

:icon_pause:
 

AnonNemo

Super-Moderation
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Merse meinte:
Du hättest die Speicherung und Nutzung zu anderen Zwecken als für die konkret benannte Stelle untersagen müssen.
Was immer noch gemacht werden kann. Nicht umsonst schrieb die ZAF ...
Bitte informieren Sie uns, wie wir weiter verfahren sollen.

Zumal die ZAF sogar selbst zugibt, dass sie den Löschauftrag richtig verstanden hat, aber durch die falsche Anwendung Druck aufbaut:
Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass wir dann gemäß der Löschung und Ihrer Anweisung interessierten Parteien und Unternehmen Ihre Bewerbungsunterlagen, Ihr Bewerberprofil nicht zur Verfügung stellen können.
Für das (jetzt) fett markierte sind die Bewerberdaten, gemäß DSGVO, auch nicht vorgesehen. ~> Die werden ausschließlich für die Einstellung beim beworbenen Arbeitgeber benötigt ... und nicht bei dessen Kunden.

@DoppelPleite und @chris1975:
Die Datenschutzklausel WEGLASSEN!
Siehe meine Erklärung, gleich oberhalb!
~> Mit eurem Zusatz erlaubt ihr der ZAF eure Daten an weitere Firmen weiterzugeben.

Ist aus der Stellenanzeige zu erkennen, um welche Kundenfirmen es geht?
(Üblicherweise) NEIN!
D. h., die ZAF kann eure Daten munter verteilen, weil sie immer behaupten kann, dass es nicht um Firma xy in der Stellenanzeige ging, sondern um yz, zz usw.
 

Xsanni

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Hallo Zusammen!

Zunächst ganz herzlichen Dank für die zahlreichen und hilfreichen Antworten.

Ich möchte hier eigentlich nicht "klein beigeben" und habe mir daher jetzt folgenden Text überlegt, aber noch nicht verschickt:

"zunächst möchte ich richtigstellen, dass ich selbstverständlich die von mir eingereichte Bewerbung aufrechterhalten möchte. Die von mir mit meiner Bewerbung mitgeteilten Daten sind jedoch, wie im Bewerbungsprozess üblich und auch von mir bei Zusendung meiner Bewerbung vorausgesetzt, zur Verwendung nur im Rahmen meiner Bewerbung auf die von Ihnen ausgeschriebene Stelle als Auftragssachbeabeiter, Referenz... durch Sie zu verwenden, eine Weitergabe an Dritte beinhaltet dies nicht. Selbstverständlich können Sie Ihrem Kunden gerne die anonymisierten Daten mitteilen, damit dieser die Entscheidung treffen kann, ob meine Qualifikationen seinen Bedürfnissen entsprechen.

Ich widerspreche ansonsten jedoch einer Weitergabe an Dritte, sowie einer einem anderen Zweck als dieser konkreten Bewerbung hinausgehenden Speicherung meiner Daten. Um eine vertrauensvolle und für beide Seiten befriedigende Geschäftsbeziehung aufbauen zu können, gehe ich außerdem selbstverständlich davon aus, daß sämtlicher zwischen uns geführter Schriftverkehr und weitere Kommunikation ohnehin vertraulich zu behandeln ist. Insofern ist mir nicht klar, wie eine Information an meinen Sachbearbeiter hier dienlich sein könnte, da die Wahrung der mir zustehenden Rechte über die Handhabung meiner persönlichen Daten nicht in dessen Zuständigkeit fällt, sondern eine persönliche, rechtlich geschützte Entscheidung darstellt.

Auf Ihrer Webseite und in Ihrer Email wird nicht darauf hingewiesen, dass der Widerspruch gegen die Verarbeitung der Daten negative Konsequenzen für mich nach sich ziehen könnte und ich bin mir sicher, dass dies auch nicht in Ihrer Absicht steht.

Ich nehme mir jedoch die Freiheit, mich nochmal beim Datenschutzbeauftragten des Landes rückzuversichern, da ich selber über die Thematik nicht weitgreifend genug informiert zu sein scheine. So bin ich bisher davon ausgegangen, dass mit der Neuregelung des Datenschutzes eine ausdrückliche Zustimmung meinerseits zur Speicherung und Verwendung meiner Daten erfolgen muss, nicht jedoch ein nachträglicher Widerspruch. Ich bitte daher nochmal darum, mir mitzuteilen wann und in welcher Form ich diese Zustimmung erteilt habe.

Bis ich dies klären konnte, freue ich mich auf weitere Informationen zu der konkreten Stellenanzeige und werde mich mit einem Lösungsvorschlag gerne noch einmal an Sie wenden."

Da ich die Email von der ZAF gestern erhalten habe, sollte ich denke ich spätestens morgen reagieren.

Jetzt bin ich gespannt auf Eure Reaktionen :)

Liebe Grüße!
 

Onkel Tom

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Nun, da ja bereits Dialoge per E-Mail gelaufen sind, ist es wichtig, diese beim E-Mail-Provider zu archivieren
statt sie nach dem Download auf eigener HD zu löschen. Sollte ein Gericht an deren Echtheit zweifeln, kann die
Glaubwürdigkeit auf Echtheit seiner Inhalte durch Login ins Postfach bis hin zur Untersuchung des E-Mail-Headers
unterstrichen werden..

Paralel kann man gern zu Hause mal ein "Tracerout" zum ZAF-Webserver machen, um dessen IP zu
erfassen. Wenn Gegner meint, das nix angekommen sei, könnte man ihrn somit auf die Nase des
Pinoccio stupsen..

Ich würde den nächsten Brief per (leider teuer) per Einschreiben mit Rückschein senden, damit die
Leibude merkt "Oh, das ist dem Absender wichtig und meint es ERNST".

Zur Antwort folgender Vorschlag:

Absender, an Sklavenhändler blabla...

Betreff: Bewerbungsverfahren Ref...

Sehr geehrte(r)...

Zunächst möchte ich richtigstellen, dass ich selbstverständlich die von mir eingereichte Bewerbung
aufrechterhalten möchte.

Die darin mitgeteilten Daten sind jedoch nur dazu bestimmt, das Zustandekommen eines
Arbeitsverhältnisses auf das Stellenangebot vom [Datum Referenz] zu ermöglichen.

Ich habe mich bei ihnen als Mitarbeiter für genau dieses Stellenangebot beworben und hätte kein
Problem damit, das Sie meine Bewerberdaten zu ihrem Kunden, der dieses Stellenangebot ausgelöst hat zu übermitteln.

Stattdessen bieten Sie mir an, meine Bewerberdaten in ihrem Bewerberdatenpool auf zu nehmen a la Es könnte ja sein, das wir später noch eine Vakanz haben, auf die Sie mich einstellen könnten.

Als Arbeitsuchender bekomme ich schnell mit, ob Sie wieder ein Mitarbeiter suchen, auf die meine beruflichen Fähigkeiten passen könnten.
Von daher würde ich mich erneut bei Ihnen bewerben und bin nicht damit einverstanden, das meine Daten nun in einem Pool landen, zumal nicht genau geklärt ist, an wen sie noch weitergeleitet und für was genutzt werden.

Ich will darüber wissen, wer genau an meine Daten gelangt und wollen Sie mir nun bei jeden Versuch, mit mir
ein Arbeitsverhältnis zu generieren, mir vorab ihre Kundendaten mit teilen ?

Ich vermute, das ihnen die neuen Datenschutzvorschriften ein Dorn im Auge ist und deshalb zu dem Handeln kommen, mich mit einer sogenannten Negativmeldung zum Jobcenter kontrahieren, konkreter damit nötigen, um ihr Ziel zu erreichen.

Meinen sie nicht, das bei solcher Vorgehensweisen das für ein Arbeitsverhältnis notwendige Vertrauen gestört wird ?

Ich bin über Ihre E-Mail vom [Datum] entsetzt und sollten Sie von ihrer Androhung tatsächlich Gebrauch machen, sehe ich mich gezwungen, rechtliche Schritte gegen ihr Handeln ein zu leiten, dem die Heranziehung ihrer Haftung für Schäden nach dem Verursacherprinzip folgen kann.

Mit verbleibenden Grüßen..

:sorry: Dein Entwurf konnte ich nach und nach immer weniger folgen, da er von der Logik her schwer
nachvollziebar scheint (Faden der verknotet ist).

Deswegen hab ich neu entworfen und ich finde, das wir für ZAFs nicht noch Hausaufgaben machen
müssen oder das sie Zeilen verdienen, an denen man Untertanentum vermuten könnte. :wink:

In Deinem Fall sind ja harte Bandagen angesagt..

Von daher schadet es nicht, so gerüstet zu antworten. Leihbuden gehen sowiso durch ihre Praxis
davon aus, das sie es nur mit "Untertanen" zu tun haben und rechnen nicht mit so bissigen Zeilen von
Bewerbern..

Mein Vorschlag klingt etwas nach russisch Roulette, setze darauf, das die Leihbude a la"Ausnahmen
bestätigen die Regel" das Bewerbungsverfahren mit Verzicht auf Negativmeldung beenden (Absagen).

Es ist jedoch dein Risiko.. Und der letzte Absatz ist der Faustschlag zurück.. :biggrin:

Edit: Entwurf könnte Rechtsschreibfehler haben. Bitte checken.
 
Zuletzt bearbeitet:
M

mafrsist

Gast
Da du nicht eingewilligt hast, musst du nix widerrufen.

Die Rechtsgrundlage für die Verarbeitung deiner Daten durch die ZAF ist Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b DSGVO. Vertragsanbahnung.

Zweck ist die Verarbeitung für Auswahl passender Bewerber.

Möchte die ZAF nun noch für andere Zwecke verarbeiten, muss sie deine Einwilligung einholen, die du nicht erteilt hast.

Im Übrigen ist fraglich, ob die ZAF schon ihre Informationspflichten nach Art. 12ff. DSGVO erfüllt hat.

Schick mir per PM mal den Link zu deren Homepage
 

AnonNemo

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Xsanni meinte:
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Gegenfrage:
Bekommst du vom Sanitärfachbetrieb die Bewerbungsunterlagen von noch nicht eingestellten Personen vorgelegt, wenn du dort wegen einer Badrenovierung angefragt hast?

Nicht? Nicht einmal von deren Mitarbeitern?
Musst du dich etwa darauf verlassen, dass die vorbeigeschickte Person bei der Sanitärfirma angestellt ist und auch noch sein Handwerk versteht?

Potz Blitz aber auch, dass sich die ZAF herausnehmen will, sich - auf deine Kosten (als Bewerberin) - den Mitarbeiterpool zu sparen.

Bei dem üblichen Prozedere sehe ich nur Vorteile für die ZAF und deren Kunden ... aber keinen für den Bewerber.
Warum willst du einer ZAF - ein Parasit, den du zusätzlich durchfüttern musst - einen geldwerten Vorteil einräumen?
Du wirst - sicherlich - kein Entgegenkommen - jedweder Art - erleben. Im Gegenteil, du wirst bei jeder Gelegenheit zusätzlich über den Tisch gezogen.

Wenn du unbedingt eine Antwort schreiben willst, solltest du da ...
Xsanni meinte:
da die Wahrung der mir zustehenden Rechte über die Handhabung meiner persönlichen Daten nicht in dessen Zuständigkeit fällt, sondern eine persönliche, rechtlich geschützte Entscheidung darstellt.
... deutlicher werden, dass die Zuständigkeit ausschließlich in deinen Händen liegt. Weder die ZAF noch ein SB haben da ein Mitspracherecht, schon gleich gar keine Entscheidungsbefugnis.

Ich bin - gerade wenn es um ZAFen oder Ausbeuterfirmen geht - der Meinung, dass keine Antwort die beste Antwort ist.
Das beinhaltet auch, dass ich die ZAF nicht über den Datenschützer vorwarne, sondern den Datenschützer einbeziehe und erst im Schadensfall (Sperre/Sanktion) diese Karte ausspiele.

~> Die ZAF-Antwort stinkt gewaltig nach Manipulationsversuch.

Macht euch klar, dass bei ZAFen nur skrupellose und kommunikationsstarke Leute überleben.
Diese nutzen eure Unsicherheit und eure gute Erziehung gnadenlos aus.

Auch wenn es abgedroschen klingt; In einem ZAF-VG sitzt euch der Teufel höchstpersönlich gegenüber ... leider auch bei immer mehr normalen Firmen ~> die schauen sich inzwischen das Erfolgsmodell (des Lohndrückens) ab und wenden es auch an.
 
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