DSGVO - die Tricks der ZAFs zur Umgehung - Sammelthread

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BurnItDown

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Die DSGVO hätte eigentlich dem Geschäftsmodell der ZAFs in diesem Land gehörig zusetzen sollen, leider scheint es nicht der Fall zu sein da mit Tricks die ZAFs diese Umgehen, zum Beispiel indem ganz frech einfach vom Bewerbern ein Freigabe eingeholt wird, üblichwerweise mit Lügen und/ oder Drohungen. Es nutzen die Besten Gesetze nichts, wenn die Bürger diese freiwillig in die Tonne treten und sich ihre Rechte nehmen lassen.

Dieser Thread soll die Tricks der ZAFs zu sammeln, mit welchen diese die DSGVO umgehen um wie zuvor mit unseren Daten zu hantieren als ob es ihr gutes Recht wäre.
Ich bitte alle, denen schon einmal in irgendeiner Form die Freigabe zur Umgehung der DSGVO abverlangt worden ist, ihre Erfahrungen und/oder auch ihr anonymisiertes Material hier zu posten, damit andere ihre Lehren daraus ziehen können und die DSGVO endlich volle Anwendung findet.
 

qwertz123

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Bei Vorstellungsgesprächen kam schon des öfteren dass sie ohne den Personalfragebogen kein Vorstellungsgespräch führen können. Ich stand dann immer auf bedankte mich und ging und es kam nie was nach, da ich es natürlich nicht einsehe vor einem Gespräch wo sich erst herausstellt ob ich überhaupt für den Job geeignet bin oder nicht schon irgendwas auszufüllen, ergibt auch keinen Sinn.

Ich weiß nicht ob das jetzt genau zu diesem Thread dazu passt aber viele Zwangsbewerber lassen sich aus Angst vor Sanktionen deshalb bestimmt einschüchtern und füllen alles aus, also ist das ja indirekt auch eine Umgehung der DSGVO. Das man direkt zu hören bekommt "sie müssen dies und das preisgeben oder unterschreiben sonst melden wir es dem Arbeitsamt, kommt ja eher selten vor, so blöd sind die dann auch nicht.
 

noillusions

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Vielleicht läuft das erst an dass da Erfahrungen kommen. Ich habe diese Unterschreiberei-Absichten der ZAF mal mit der von EGV verglichen: Alles was man unterschreiben soll zur Prüfung einsacken und dann (am billigsten per Fax) irgendwann entsprechend kontern.
Weil: Man muß das erstmal checken was man da unterschreiben soll.
 
M

mafrsist

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Wenn ihr eine Bewerbung an eine ZAF schickt, landen die Daten sowieso beim Kunden. ZAF stützen sich auf Vertragsanbahnung als Rechtsgrundlage. Hier ist keine Einwilligung notwendig.
 

Holler2008

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Ich hatte nach einer Bewerbung samt Absage, von einer ZAF weiterhin Einladungen bekommen. Ich solle einen Termin vereinbaren, man finde bestimmt eine passende Stelle. Offensichtlich war ich gegen die DSGV und komplett ohne mein Zutun im Pool gelandet.

Erst ein Brief an den Landesdatenschutz brachte Abhilfe. Die war dann aber nachhaltig.

Das war jetzt kein raffinierter Trick der ZAF, einfach die DSGV ignorieren, passt hier aber, denke ich, rein.
 
M

mafrsist

Gast
Für die Aufnahme in den Pool ist eine Einwilligung notwendig. Ansonsten sind die Bewerbungsunterlagen i.d.R. nach 6 Monaten zu löschen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 54151

Gast
Wenn ihr eine Bewerbung an eine ZAF schickt, landen die Daten sowieso beim Kunden. ZAF stützen sich auf Vertragsanbahnung als Rechtsgrundlage. Hier ist keine Einwilligung notwendig.
Die Bewerbung richtet sich an die ZAF, die ZAF wäre bei einer Einstellung auch der AG, also darf auch nur die ZAF die Daten nutzen.
Die Weitergabe an den potentiellen Entleihbetrieb bedarf der Einwilligung.
Ohne Einwilligung dürfen die Bewerbungsunterlagen nicht an Dritte weitergegeben werden.

Ich hatte nach einer Bewerbung samt Absage, von einer ZAF weiterhin Einladungen bekommen. Ich solle einen Termin vereinbaren, man finde bestimmt eine passende Stelle. Offensichtlich war ich gegen die DSGV und komplett ohne mein Zutun im Pool gelandet.

Erst ein Brief an den Landesdatenschutz brachte Abhilfe. Die war dann aber nachhaltig.
Das sollten viel mehr Leute so machen.
 

qwertz123

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Sie dürfen die Daten an genau diese Firma mit der Referenznummer weitergeben auf die man sich beworben hat, für alles andere müssen sie vorher fragen.
 

Schmerzgrenze

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Erst ein Brief an den Landesdatenschutz brachte Abhilfe. Die war dann aber nachhaltig.
Deine Aussage klingt vielversprechend, nur fehlt mir hier die Begründung des LDB.
Wenn Du deren Argumente hier veröffentlichst, könnte das Betroffenen ggf. weiterhelfen.
Also nun rück schon raus damit. :icon_wink:
 

Holler2008

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Deine Aussage klingt vielversprechend, nur fehlt mir hier die Begründung des LDB.
Wenn Du deren Argumente hier veröffentlichst, könnte das Betroffenen ggf. weiterhelfen.
Also nun rück schon raus damit. :icon_wink:
Der hat nicht mehr geantwortet, gab nur eine Eingangsbestätigung und die Werbung hat zeitgleich aufgehört.

edit:
Also ich haus mal raus, es war Bayern. Die vergessen entweder viel oder brauche extrem viel länger, als andere Bundesländer mit denen ich zu tun hatte.
 
Zuletzt bearbeitet:
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Gelöschtes Mitglied 54151

Gast
Sie dürfen die Daten an genau diese Firma mit der Referenznummer weitergeben auf die man sich beworben hat, für alles andere müssen sie vorher fragen.
Nein, dürfen sie nicht.
Warum soll ein Entleiher, der ja gerade nicht selbst einstellen will - sonst hätte er nicht die ZAF kontaktiert - Einblick in sämtliche Bewerbungsunterlagen bekommen?

Vor allem, wenn die Datenweitergabe nicht mal zwischen zwei verbundenen Unternehmen zulässig ist?

3. Im Recruiting-Alltag ist es notwendig, dass Bewerberdaten zwischen verschiedenen Fachabteilungen hin- und hergereicht werden. Ist das künftig noch zulässig?

Bewerberdaten dürfen zwischen Abteilungen innerhalb derselben Firma ausgetauscht werden, wenn die Weitergabe zum Zweck passt für den die Daten erhoben wurden (z.B. Weitergabe der Bewerberdaten, um den Arbeitsvertrag zu schließen). Im Idealfall informiert man darüber auch die Bewerber. Wichtig ist jedoch zu wissen, dass die „Weitergabe“ von Daten an eine Schwester-, Tochter- oder Mutterfirma eine Übermittlung darstellt, die eine ordentliche Rechtsgrundlage braucht.

Im Datenschutz gibt es kein Konzernprivileg, so dass es nötig ist auch zwischen Firmen ordentliche Vereinbarungen und Maßnahmen zum Datenschutz zu vereinbaren bzw. zu treffen. Wenn der Bewerber in den Datenschutzbestimmungen zustimmt, dass diese auch bei Schwester- und Tochter- oder Mutterunternehmen gelten (siehe z. B. Musterdatenschutzbedingung in PERSY), dann ist das Weitergeben von Bewerberdaten erlaubt.
 
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