DRV gibt meinen Antrag auf Psychosomatischer Reha eine Absage, wie kann ich einen Widerspruch deswegen einlegen?

Nachtfalter

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
29 Juni 2014
Beiträge
57
Bewertungen
28
Hallo alles zusammen,

ich hab bei der DRV einen Antrag für eine Reha in einer Psychosomatischen Klinik gestellt und nun kam vor einer Woche die Absage von der DRV.

Ihrem Antrag auf Leistungen zur medizinischen Rehabilitation können wir nicht entsprechen.
Begründung:
Leistungen zur medizinischen Rehabilitation können erbracht werden, wenn die persönliche und versicherungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind.
Nach § 10 des sechsten Buchs Sozialgesetzbuch sind die persönlichen Voraussetzungen erfüllt, wenn
1. die Erwerbsfähigkeit wegen Krankheit oder Körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung erheblich gefährdet oder gemindert ist
und
2. voraussichtlich
a. bei erheblicher Gefährdung der Erwerbsfähigkeit einer Minderung der Erwerbsfähigkeit durch Leistung zur medizinischen Rehabilitation oder Teilhabe am Arbeitsleben abgewendet werden kann,
oder
b. bei geminderter Erwerbsfähigkeit diese durch Leistungen zur medizinischen Rehabilitation oder Teilhabe am Arbeitsleben wesentlich gebessert oder wiederhergestellt oder hierdurch deren wesentliche Verschlechterung abgewendet werden kann.

Diese Voraussetzungen liegen bei Ihnen nicht vor, weil Ihre Erwerbsfähigkeit durch Leistungen zur medizinischen Rehabilitation nicht wesentlich gebessert oder wiederhergestellt werden kann.

Wie ist der letzte Satz eigentlich zu verstehen bzw. heißt das etwa soviel wie, ich wäre ein hoffnungsloser Fall?
Weiß jetzt nicht, wie ich da einen Widerspruch einlegen soll da ich ja keine Ahnung habe was genau die Begründung dieser Absage ist.

Ich hab gleich am selben Tag um Kopien von deren Unterlagen gebeten, wo ich lesen kann wie die zu dieser Aussage kommen aber da kam nur als Antwort: Sie könne sich die Unterlagen gerne bei uns unter Aufsicht von Mitarbeiten ansehen, indem ich dort einen Termin vereinbare aber zugeschickt bekomme ich nichts.
Ist das wirklich so, daß ich nur vor Ort unter Aufsicht in die Papiere schauen darf?

Wenn ich wirklich so ein hoffnungsloser Fall bin, wie kommt es dann das ich immer nur befristet eine volle EMR bekomme?

Gruß,
Nachtfalter

P.S. Falls ich im falschen Forum bin, so bitte ich um Entschuldigung.
 

HermineL

Super-Moderation
Mitglied seit
4 September 2017
Beiträge
5.587
Bewertungen
17.627
Diese Voraussetzungen liegen bei Ihnen nicht vor, weil Ihre Erwerbsfähigkeit durch Leistungen zur medizinischen Rehabilitation nicht wesentlich gebessert oder wiederhergestellt werden kann.
Diese Satz ist so zu verstehen das bei dir eine Reha vor Rente keinen Sinn mehr macht weil sich dein Gesundheitszustand, nach Auffassung der DRV, nicht mehr bessern kann. Normalerweise hätte die DRV in diesem Fall deinen Antrag auf med.Reha gem. § 116 Absatz 2 Satz 1 SGB VI in einen EMR-Antrag wandeln müssen was sie meist aber nicht tun da sie nichts davon halten sich an die geltende Rechtslage zu halten.

An deiner Stelle würde ich umgehend einen Antrag auf EMR-Rente stellen insofern du das willst und du die Voraussetzungen erfüllst.
 

Nachtfalter

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
29 Juni 2014
Beiträge
57
Bewertungen
28
Hallo HermineL,
danke für die Antwort!

Ich bin seit 2016 in der vollen EMR aber immer nur befristet... hab bei meiner Verlängerung im letzten Jahr eine erneute Befristung bis 2022 bekommen.
Heißt das etwa soviel wie, daß mir die DRV nie eine Reha genehmigen muß weil ich in der befristeten EMR bin? Na super :(
 

HermineL

Super-Moderation
Mitglied seit
4 September 2017
Beiträge
5.587
Bewertungen
17.627
Das du in der vollen EMR bist hast du aber zuvor mit keinem Wort erwähnt obwohl diese Information für deine Fragestellung sehr großen Belang hat.

Wenn du eine Rente wegen voller Erwerbsminderung beziehst hast du grundsätzlich einen Anspruch auf Leistungen zur med. Reha. Voraussetzung dafür ist aber, dass deine Erwerbsfähigkeit durch diese med.Reha wieder wesentlich gebessert, gänzlich wiederhergestellt oder aber eine wesentliche Verschlechterung abgewendet werden kann.
Wenn dies nicht der Fall ist, bist du von den Leistungen zur Rehabilitation durch die Rentenversicherung ausgeschlossen. Dann, als Alternative, deine Krankenkasse der richtige Ansprechpartner für eine medizinische Reha.
 

Nachtfalter

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
29 Juni 2014
Beiträge
57
Bewertungen
28
Hi,
ich habe doch in meinem letzten Satz geschrieben bzw. gefragt, wieso ich als hoffnungsloser Fall dann immer nur eine befristete volle EMR bekomme. Sorry, dachte das dadurch zu verstehen ist, daß ich eine volle EMR bekomme aber halt nur befristet.

Trotzdem Danke!
 

HermineL

Super-Moderation
Mitglied seit
4 September 2017
Beiträge
5.587
Bewertungen
17.627
ich habe doch in meinem letzten Satz geschrieben bzw. gefragt, wieso ich als hoffnungsloser Fall dann immer nur eine befristete volle EMR bekomme.
Stimmt, wie ich sehe hast du dies in der Tat. Da war ich wohl nicht der einzige der das überlesen hat. Mein Fehler.

Erwerbsminderungrente wird grundsätzlich nur auf befristet geleistet. Die Befristung erfolgt grundsätzlich für längstens 3 Jahre nach Rentenbeginn. Die Befristung kann bis zu einer Gesamtdauer von 9 Jahren wiederholt werden (§ 102 Abs. 2 SGB VI). Allerdings ist es auch möglich diese unbefristet zu leisten wenn abzusehehen ist das keine Besserung mehr eintreten wird. Allerdings ist dies eine Kann-Regelung und warum dies von Seiten der DRV bei dir nicht angewendet wird musst du die DRV fragen.
 

Nachtfalter

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
29 Juni 2014
Beiträge
57
Bewertungen
28
Alles klar HermineL, dann werde ich mal deswegen schriftlich bei der DRV nachfragen.

Ok, also den Antrag über die Krankenkasse stellen... ich hab eben bei meiner Krankenkasse angerufen und die Sachbearbeiterin nach einen Antrag für eine Reha gefragt. Sie meinte daraufhin, da ich ja eine volle EMR bekomme von der DRV wären die für mich zuständig und nicht die Krankenkasse. Bin jetzt etwas verwundert über diese Aussage?!

Ich will den Antrag für eine Reha nun schriftlich bei meiner Krankenkasse anfordern und würde gerne wissen ob ich da auch mit rein schreiben soll/ muß, daß die DRV mir diese Reha abgelehnt hat? Oder kann ich einfach nur schreiben, daß man mir bitte einen Antrag für eine Reha zusenden soll?

Ach ja, darf ich eigentlich schriftliche Kopien von der DRV verlangen wo ja irgendwie drin stehen müßte, weshalb man zu dem Entschluß kommt das mir diese Reha nichts bringen würde oder darf ich das wirklich nur vor Ort nachlesen?

Gruß,
Nachtfalter
 

HannaX

Elo-User*in
Mitglied seit
2 Juni 2015
Beiträge
65
Bewertungen
10
ich hab eben bei meiner Krankenkasse angerufen und die Sachbearbeiterin nach einen Antrag für eine Reha gefragt. Sie meinte daraufhin, da ich ja eine volle EMR bekomme von der DRV wären die für mich zuständig und nicht die Krankenkasse. Bin jetzt etwas verwundert über diese Aussage?!

Du "darfst" bei der KK auch nicht nach einer Reha fragen als EM-Rentner. Klar, dass sie Dich dann abwimmeln.
Als Rentner habe ich mir die Kliniken über Einweisungen (psychosomatisch oder akut) vom Arzt "besorgt" ;-)
 

Larsson

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
2 Januar 2019
Beiträge
948
Bewertungen
1.726
Bei der Krankenkasse läuft das über Krankenhauseinweisung. Es gibt bei der Krankenkasse keinen Antrag zu einer Reha.
Such dir eine Klinik, die auch über die Krankenkasse abrechnen kann, die machen alles weitere.
 

HermineL

Super-Moderation
Mitglied seit
4 September 2017
Beiträge
5.587
Bewertungen
17.627
In der Regel fallen Reha-Leistungen für Rentnerinnen und Rentner, Mütter oder Väter mit Kindern sowie für Pflegebedürftige in die Zuständigkeit der gesetzlichen Krankenversicherung. Maßgebend ist das Ziel der Maßnahme, bei Erhalt der Erwerbsfähigkeit wäre die DRV zuständig und z.B. zur Vehrinderung von Pflegebedürftigkeit die Krankenkasse. Bei dem letzten Punkt sähe ich schon eine Ansatzmöglichkeit oder hast du auch einen Pflegegrad ?

Bei der Krankenkasse läuft das über Krankenhauseinweisung.
Nöö, das läuft über eine Verordnung und genau diese ist wichtig um eine med. Rehe von der KK zu bekommen.
Möchte ein Patient eine Medizinische Reha beantragen, sollte er sich an seinen behandelnden Arzt wenden. Seit 1.4.2016 können alle Vertragsärzte der Krankenkassen eine Rehabilitation verordnen.
Eine psychosomatische Reha oder eine Reha für psychisch kranke Menschen (RPK) kann auch von Vertragspsychotherapeuten verordnet werden. Dies gilt jedoch nur, wenn die Krankenkasse der Kostenträger dieser Leistung ist.
.....

Erkennt der Arzt die Notwendigkeit einer Reha, so muss er sie mit dem Formular 61 verordnen. Falls doch ein anderer Kostenträger zuständig ist, z.B. die Berufsgenossenschaft oder Rentenversicherungsträger, wird die Verordnung von der Krankenkasse entsprechend weitergeleitet.

Eigentlich genügt bei der Verordnung von Reha-Maßnahmen die Angabe der Indikationen nach der ICD 10 (Internationale Klassifikation der Krankheiten) durch den Arzt. Es ist jedoch sinnvoll, dass dieser die Notwendigkeit der Medizinischen Rehabilitation ausführlich begründet.
Quelle:
Betanet
 

Nachtfalter

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
29 Juni 2014
Beiträge
57
Bewertungen
28
@ Klaus79 und Larsson: Ok, ich muß das also anders handhaben wenn ich eine Reha in einer psychosomatischen Klinik möchte und das über die Krankenkasse laufen soll... alles klar. Ich könnte meinen Psychiater oder Hausarzt darauf ansprechen.

@HermineL: Nein, ich habe keinen Pflegegrad. Ich habe jedenfalls so etwas nie beantragt.

Ehrlich gesagt weiß ich nicht mal meine genaue Diagnose vom Psychiater und auch nicht von der Ärztin, bei der ich in Behandlung wegen meiner Endometriose bin. Ich hab zwar schon mal nachgefragt aber keine Antwort bekommen...
 

HannaX

Elo-User*in
Mitglied seit
2 Juni 2015
Beiträge
65
Bewertungen
10
Ehrlich gesagt weiß ich nicht mal meine genaue Diagnose vom Psychiater und auch nicht von der Ärztin, bei der ich in Behandlung wegen meiner Endometriose bin. Ich hab zwar schon mal nachgefragt aber keine Antwort bekommen...
Gab es nie eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vom Psychiater aus der das mit den ICD-Codes ersichtlich ist?
 

Woodruff

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
25 Juni 2006
Beiträge
3.319
Bewertungen
2.383
Hallo Nachtfalter,

auch die Caritas berät in Reha- Angelegenheiten.

Vielleicht kannst Du mal bei Dir vor Ort telefonisch oder per Mail Kontakt aufnehmen.

Die Hilfe der Kurberatung geht vom Erstgespräch, dem Antrag und der Vorbereitung auf die Maßnahme über Gespräche mit den Krankenkassen bis hin zur Nachbereitung.

Wird eine Maßnahme abgelehnt, fehlt den Betroffenen oft die Kraft, in den Widerspruch zu gehen. Hier unterstützt die Beratungsstelle.

Das Angebot der Kurberatung im Überblick:


  • Klärung des Behandlungsbedarfs
  • Beratung zu Rehabilitation und Vorsorge
  • Unterstützung beim Antrag / gegebenenfalls Gespräche mit Krankenkassen
  • Empfehlung der passenden Klinik
  • Vorbereitung der Maßnahme
  • Hilfe für die Familie daheim / Haushaltshilfe
  • Nachsorge nach dem stationären Aufenthalt
  • Unterstützung / Vermittlung in Kurmaßnahmen von und mit behinderten Kindern
  • Unterstützung bei der Auswahl der Kureinrichtung sowie des Kurtermins

Quelle:
 

Nachtfalter

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
29 Juni 2014
Beiträge
57
Bewertungen
28
@Klaus79
Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vom Psychiater hab ich nie bekommen, wenn etwas vom Psychiater gebraucht wurde dann hat er es immer direkt an die zuständige Behörde gleitet.
Ich weiß, daß meine psychischen Beschwerden auf schwere Traumas in der Kindheit zurück zu führen sind und ich meinte mal auf einen Stück Papier in meiner Akte, das Wort Borderline stehen zu sehen aber ob das eine feste Diagnose, eine Vermutung oder nur ein Teil von einer Diagnose ist, weiß ich nicht.

@Woodruff
Danke für die Information! Ich wußte gar nicht, daß die Caritas in solchen Dingen beratende Hilfe anbietet.
 

HannaX

Elo-User*in
Mitglied seit
2 Juni 2015
Beiträge
65
Bewertungen
10
Hast Du Deine Rente aufgrund psychischer Erkrankungen bzw. bist Du durchgehend in psychiatrischer Facharztbehandlung?

Ich frage deswegen: mein erster Psychiater hat mir damals auch keine Diagnosen genannt und ich hatte nur Verdachtsdiagnosen aus Psychosomatischen Kliniken.
Da mir meine Diagnosen jedoch wichtig waren habe ich etwas getrickst und an der Anmeldung der Praxis um den Nachweis über chronische Erkrankungen zwecks Zuzahlungsbefreiung bei der Krankenkasse gebeten. Das aktuelle Dokument habe ich angehangen.
Zumindest bei mir konnte ich dann die Diagnosen unter behandlungswürdige Dauerdiagnosen so erfahren.
Vielleicht hilft Dir der Tipp ja, falls Du bei Dir Wert drauf legst :)
 

Anhänge

  • Nachweis chronische Erkrankung - Kopie.jpg
    Nachweis chronische Erkrankung - Kopie.jpg
    149,2 KB · Aufrufe: 19

HermineL

Super-Moderation
Mitglied seit
4 September 2017
Beiträge
5.587
Bewertungen
17.627
Zumindest bei mir konnte ich dann die Diagnosen unter behandlungswürdige Dauerdiagnosen so erfahren.
Vielleicht hilft Dir der Tipp ja, falls Du bei Dir Wert drauf legst
Wofür solche Klimmzüge ?
Der Arzt ist zur Auskunft rechtlich verpflichtet, entweder über Einsicht in die Patientenakte oder aber über die Forderung einen Befundbericht zu schreiben.
 

Nachtfalter

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
29 Juni 2014
Beiträge
57
Bewertungen
28
@Klaus79
Interessante Idee um so die Diagnose zu erfahren wenn der Arzt nichts dazu sagt.
Also ich bin seit 5 Jahren bei meinem Psychiater in Behandlung, bekomme Medikamente und habe alle 3 Monate ungefähr einen Termin bei Ihm und er schreibt auch immer was für die DRV, wenn die was wegen einem Antrag brauchen.

Ich glaube schon, daß ich die EMR wegen meiner Psychischen Erkrankung habe da die anderen Erkrankungen bestimmt nicht ausreichen und eine Erkrankung erst 2 Jahren nach dem Erstantrag bei einer Not-OP festgestellt wurde.

Kann man das denn irgendwo erfahren, wegen welcher Krankheiten man die EMR bewilligt bekommen hat?
 

HannaX

Elo-User*in
Mitglied seit
2 Juni 2015
Beiträge
65
Bewertungen
10
Wofür solche Klimmzüge ?
Der Arzt ist zur Auskunft rechtlich verpflichtet, entweder über Einsicht in die Patientenakte oder aber über die Forderung einen Befundbericht zu schreiben.
Ja das stimmt ;-)
Damals habe ich aber noch nicht so auf mein Recht gepocht. Und ich wollte nicht nachfragen, damit es nicht danach aussieht, als wäre man geil auf seine Diagnosen. Davon gab es in den Kliniken genug, die den ganzen Tag nur ihre ICD-Codes hoch und runter gefeiert haben. Je schlimmer die attestierte Depression war, desto öfter wurde es allen möglichen Leuten mitgeteilt.
Aber egal :)
Beitrag wurde automatisch zusammengeführt:

Kann man das denn irgendwo erfahren, wegen welcher Krankheiten man die EMR bewilligt bekommen hat?
Durch das sozialmedizinische Gutachten, welches Du anfordern kannst.
 

Nachtfalter

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
29 Juni 2014
Beiträge
57
Bewertungen
28
@HermineL
Das ist schon richtig aber es gibt leider Ärzte, die das nicht machen wollen... meine Ärztin gibt mir trotz mehrmaligen Fragen keine Auskunft darüber, welchen Endometriose Grad ich habe und das es so was wie einen Grad gibt, hab ich auch nur durch Zufall erfahren (ist alles eine längere Geschichte).

@Klaus79
Danke, kann ich das bei der DRV beantragen?
 

HannaX

Elo-User*in
Mitglied seit
2 Juni 2015
Beiträge
65
Bewertungen
10
Ja kannst Du.
Kannst in die Anforderung gleich mit reinschreiben, dass sie es sonst an Deinen (Haus)-arzt schicken möchten, falls sie es Dir nicht aushändigen wollen wegen den psychischen Belangen.
 

HermineL

Super-Moderation
Mitglied seit
4 September 2017
Beiträge
5.587
Bewertungen
17.627
Das ist schon richtig aber es gibt leider Ärzte, die das nicht machen wollen... meine Ärztin gibt mir trotz mehrmaligen Fragen keine Auskunft darüber, welchen Endometriose Grad ich habe und das es so was wie einen Grad gibt, hab ich auch nur durch Zufall erfahren (ist alles eine längere Geschichte).
Dann sollte man die Ärztin einmal sanft und schriftlich darauf hinweisen das sie zur Auskunft, respektive Einsicht in die Patientenakte, gem. § 25 SGB X; § 83 SGB X; § 630g BGB; § 10 MBO und Art. 15 DSGVO verpflichtet ist und das es ihr nicht frei steht zu entscheiden ob sie Auskunft gibt oder nicht.
 

franzi

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
23 März 2009
Beiträge
3.980
Bewertungen
1.656
Hast Du Deine Rente aufgrund psychischer Erkrankungen bzw. bist Du durchgehend in psychiatrischer Facharztbehandlung?

Ich frage deswegen: mein erster Psychiater hat mir damals auch keine Diagnosen genannt und ich hatte nur Verdachtsdiagnosen aus Psychosomatischen Kliniken.
Da mir meine Diagnosen jedoch wichtig waren habe ich etwas getrickst und an der Anmeldung der Praxis um den Nachweis über chronische Erkrankungen zwecks Zuzahlungsbefreiung bei der Krankenkasse gebeten. Das aktuelle Dokument habe ich angehangen.
Zumindest bei mir konnte ich dann die Diagnosen unter behandlungswürdige Dauerdiagnosen so erfahren.
Vielleicht hilft Dir der Tipp ja, falls Du bei Dir Wert drauf legst :)
Das geht aber nur, wenn der Psychiater eine medizinische Kraft beschäftigt, die am gleichen Ort beschäftigt ist.
In meinem Fall machte das die Gattin des Arztes von zuhause aus und wenn ich was brauchte, musste ich die immer anrufen. Wir klärten alles telefonisch.
Einblick in meine Unterlagen habe ich trotz mündlicher Zusage der Gattin nie bekommen, weil der Arzt sich weigerte.
 
Oben Unten