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DRV bewilligt Teilhabe am Arbeitsleben - Einspruch gegen den Standort

lilly72

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#1
Hallo Zusammen,

auf Grund einer schweren Erkrankung hat die DRV eine Teilhabe am Arbeitsleben bewilligt.
Im ersten Antrag wurde abgelehnt und nur durch den Anwalt eines Sozialverbandes kam dann im Widerspruchsverfahren die Bewilligung.
Nun sollte ich vom Grund her ja erst mal zufrieden sein - vor allem weil es in erster Linie in allen ärztlichen Gutachten und des Anwalts um den Wunsch nach einer Umschulung ging.
Nun zum eigentlichen Problem - der Mitarbeiter der Rentenversicherung möchte mich gerne zu einem 4-wöchigen Assessment-Verfahren schicken, bei dem meine Tauglichkeit etc. erprobt werden soll - ist ja kein Problem für mich.
Für den Ansprechpartner kommen 2 Möglichkeiten bei mir in Betracht - Umschulung oder Integrationskurs ins Berufsleben (6 Monate).

Das Assessment-Verfahren soll 80 km entfernt stattfinden - obwohl das selbe Berufsförderungswerk dieses Assessment auch 20 km von meinem Wohnort anbietet.
Damit bin ich absolut nicht einverstanden - die Begründung war:
Falls nach der Beurteilung die Entscheidung für den Integrationskurs fällt, dann kann dieser nur in der 80 km entfernten Einrichtung stattfinden und wird bei dem Förderwerk in Wohnortnähe nicht angeboten.
Die evtl. geplante Umschulung - die für den Ansprechpartner der DRV auch in Frage kommen könnte - findet wiederum in der wohnortnahen Einrichtung statt.

Ich habe einfach das Gefühl, dass schon eine Vorentscheidung gefallen ist, denn nach dem identischen Verfahren in beiden Standorten kann man mich ja hinterher immer noch zu dem weiter entfernten Integrationskurs schicken.
Der Mitarbeiter hat mir schon durch die Blume signalisiert dass es seine Entscheidung ist und nicht meine.

Was habe ich für Möglichkeiten - kann man denn überhaupt gegen den Ort einer Maßnahme Einspruch einlegen?
 
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#2
AW: DRV Teilhabe am Arbeitsleben - Einspruch gegen den Standort

4 Wochen ABE in einem BFW kostet die DRV rund 2.500 Euro + Internatskosten, dass geben die nicht aus um jemanden in einen Integrationsmaßnahme zu schicken. Also warum, dass alles mit einem Widerspruch verzögern?
 

ZynHH

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#3
AW: DRV Teilhabe am Arbeitsleben - Einspruch gegen den Standort

4 Wochen ABE in einem BFW kostet die DRV rund 2.500 Euro + Internatskosten, dass geben die nicht aus um jemanden in einen Integrationsmaßnahme zu schicken. Also warum, dass alles mit einem Widerspruch verzögern?
Zzgl. Übergangsgeld....
 

doppelhexe

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#4
AW: DRV Teilhabe am Arbeitsleben - Einspruch gegen den Standort

4 Wochen ABE in einem BFW kostet die DRV rund 2.500 Euro + Internatskosten, dass geben die nicht aus um jemanden in einen Integrationsmaßnahme zu schicken. Also warum, dass alles mit einem Widerspruch verzögern?
aber nur, wenn sie wegen der 80km dieses auch bezahlen... nicht das man TE zum pendeln verdonnert...

und wenn TE garnicht ins internat will, sondern lieber 20km pendeln?

warum muss/soll man eig. immer machen, was andere wollen? zumal es hier die möglichkeit gäbe, erstens kosten zu sparen und zweitens dem wunsch des TE zu entsprechen und die selben möglichkeiten wohnortnah zu haben...
 

faalk

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#5
aber nur, wenn sie wegen der 80km dieses auch bezahlen... nicht das man TE zum pendeln verdonnert...
Kommt wohl auf die RV an. Bei der DRV Westf. heist es "über 50 km kein pendeln". Wobei beim pendeln bei 80 km die Fahrkosten schon mal an die Kosten eines Internatzimmer rankommen könnte.

Ich konnte aus zwei BFW Standorten wählen. Eins ca. 50 km das Andere über 100 KM entfernt. Ich habe mich über beide BFW informiert und mich dann für das über 100 KM entfernte entschieden.

Danach bin ich nicht gegangen, dass ich jeden Abend zuhause im eigenen Bett liege, sondern was mir die Umschulung bringt und wie diese von statten geht.

Zu dem Zeitpunkt war ich froh, überhaupt die Umschulung für über 100.000 Euro genehmigt bekommen zu haben.
 

doppelhexe

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#6
...
Danach bin ich nicht gegangen, dass ich jeden Abend zuhause im eigenen Bett liege, sondern was mir die Umschulung bringt und wie diese von statten geht.

Zu dem Zeitpunkt war ich froh, überhaupt die Umschulung für über 100.000 Euro genehmigt bekommen zu haben.
nun gibt es aber erkrankungen, bei denen es notwendig sein kann, sich wenigstens abends/nachts im gewohnten umfeld aufzuhalten.

fakt ist, das der träger schon sehr gut begründen muss, warum er das weiter entferntere und deutlich teurere BFW auswählt... bzw. sollte TE überlegen, dagegen widerspruch einzulegen (wenn der ort bereits festgelegt und schriftlich vorliegt)
das ASS kann wohnortnah durchgeführt werden
dem steht auch nicht entgegen, das evtl. später ein wechsel notwendig wird, wenn die ASS-entscheidung ergibt, das eine umschulung nicht, aber ein integrationskurs möglich ist.
 

Kerstin_K

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#7
MAnchmal hängt es auch davon ab, wo ein Platz frei ist.
 

lilly72

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#8
Danke für die Rückmeldungen.
Da noch kein rechtskräftiger Bescheid über die Maßnahme vorliegt, habe ich jetzt vorerst um eine Überprüfung der Notwendigkeit/Zumutbarkeit der weiter entfernten Einrichtung gebeten.

Ohne auf die gesundheitlichen Gründe detailliert einzugehen, eine stationäre Aufnahme wird nicht möglich sein und da werde ich ggf. auch ein Attest vorlegen können.
Die einfache Fahrtzeit bei trockener Straße beträgt mindestens 1 Stunde - im Winter sicherlich mehr.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln die einfache Fahrt mindestens 2 Stunden inkl. 6km Fußweg.
Das ist allein wegen einem schweren Knieschaden nicht zumutbar.

Auch auf das Risiko dass ich mich in eine rechtliche Auseinandersetzung begebe und dadurch eine geplante Umschulung Anfang Mai verpasse.

Ich denke einfach, man sollte sich nicht immer alles gefallen lassen, besonders weil es sich hier meiner Meinung nach von dem Herrn nur ums Prinzip geht nach Motto ich soll doch froh sein, dass überhaupt etwas bewilligt wurde.
30 Jahre in sämtliche Sozialsysteme eingezahlt und dann muss man sich noch bedanken :)
 
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#9
Es gibt aber nicht jede Umschulung in einem BFW und dann muss man halt auch in den sauren Apfel beisen.

So ein BFW bietet an Außenstellen nur ein Assesment an aber keine Arbeits- und Belastungserprobung und auf die kommt es der DRV an. Es soll ja geklärt werden, welche rehaspezifischen Hilfen man braucht und welche Berufsrichtungen in Frage kommen. Im übrigen ist man ja max. 12 Monate im BFW und den Rest im Praktikumsbetrieb und das meist am Wohnort.

Da werden 100000 € in einen Umschüler investiert und da wird immer noch kritisiert.
 

doppelhexe

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#10
Es gibt aber nicht jede Umschulung in einem BFW und dann muss man halt auch in den sauren Apfel beisen.

So ein BFW bietet an Außenstellen nur ein Assesment an aber keine Arbeits- und Belastungserprobung und auf die kommt es der DRV an. Es soll ja geklärt werden, welche rehaspezifischen Hilfen man braucht und welche Berufsrichtungen in Frage kommen. Im übrigen ist man ja max. 12 Monate im BFW und den Rest im Praktikumsbetrieb und das meist am Wohnort.

Da werden 100000 € in einen Umschüler investiert und da wird immer noch kritisiert.

liest du auch oder meckerst du nur?

... Das Assessment-Verfahren soll 80 km entfernt stattfinden - obwohl das selbe Berufsförderungswerk dieses Assessment auch 20 km von meinem Wohnort anbietet.
....die Begründung war:
Falls nach der Beurteilung die Entscheidung für den Integrationskurs fällt, dann kann dieser nur in der 80 km entfernten Einrichtung stattfinden und wird bei dem Förderwerk in Wohnortnähe nicht angeboten.
Die evtl. geplante Umschulung - die für den Ansprechpartner der DRV auch in Frage kommen könnte - findet wiederum in der wohnortnahen Einrichtung statt.
punkt 1: das ass gibts 20km und 80km entfernt

punkt 2: die vom TE gewünschte umschulung im anschluss an das ASS ist im 20km entfernten BFW

punkt 3: das vom TE nicht gewünschte aber wohl vom renten-SB favorisierte eingliedeungsverfahen findet im 80km entfernten BFW statt... hier gibts aber nicht die umschulung

die sache ist ja die... jedes BFW will seine plätze voll machen, was meinst du wohl wie das ASS im 80km entfernten BFW ausfällt? und da kann sich TE recken und strecken bis zum himmel... es wird leider - leider ... nicht für ne umschulung reichen...

und selbst wenn im gewünschten BFW dann doch keine umschulung bei rumkommt... sind 6 wochen eingesparte internatskosten kein grund für das nähere BFW? wechseln kann man ja immer noch...

....

aber hauptsache erst mal meckern, oder? anstatt lesen und verstehen...

und 100.000 für ne umschulung :doh:
 
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