Drohung mit VA in der EGV unter der Rubrik:Bemühungen? u.A.

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Nik0815

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Hallo Allerseits.

Nun hat es mich auch erwischt, ich soll eine EGV unterschreiben, worin einige Dinge stehen, mit denen ich nichts anfangen kann, bzw. dort meiner Meinung nach garnicht hineingehören.

Kurz zur Vorgeschichte, ich bin nun schon viele Jahre erwerbslos, habe einige körperliche Behinderungen und bin nicht mehr Mobil, kann also einen potenziellen Arbeitsplatz nicht mehr regelmäßig erreichen.

Nach zwei Amtsarzt Untersuchungen (16.7.12 & 5.2.13), vovon ich laut der 1. für 6 Monate AU war und nach der 2. "vollschichtig" einsetzbar sei, bin ich doch einigermaßen erstaunt, wie es zu solch einer Wunderheilung bei mir gekommen ist. Ferner steht in der 2. auch noch unter "weitere Empfehlungen - andere Fachdienste" ein Kreuz bei "Einschaltung psychologischer Service", was ja ziemlich Frech ist und wohlmöglich eine der Auswirkungen auf die EGV ist. (Bei Bedarf werde ich diese 2 Gutachten auch noch gerne anhängen)

Aufgrund dieser 2. Untersuchung, ist mein Vermittler nun auf die Idee gekommen, mir am 25.3 eine EGV zu unterbreiten, die ich ziemlich merkwürdig finde und ich möchte dieser zunächst einmal widersprechen, wegen ihrer Mängel.

Dies ist wohl nur der erste Schritt für mich, denn ich bin mit der Untersuchung ganz und gar nicht einverstanden, da sie im krassen Gegensatz zu meiner Beobachtung steht und ich denke mal das ich durchaus eine Frührente in Betracht ziehen sollte.

Doch das ist erstmal zweitrangig und ich muss mir noch einen neuen Hausarzt aussuchen, da mein alter verstorben ist und ich auchg schon längere Zeit keinen mehr brauchte (war nur bei Fachärzten), denn auch das ist eine Forderung dieser EGV.

Also wie gesagt, möchte ich zunächst einmal meinen Widerspruch geltend machen und es ablehnen die EGV so zu unterschreiben.
Deswegen würde ich gerne mal wissen was denn von den Dingen dort nicht hineingehört, denn ich denke schon das da der eine oder andere üble Fehler drin ist, der nicht hinnehmbar ist.


Ist es richtig als Ziel(e) anzugeben , das ich "in Arbeit" integriert werden soll und als zweites gleich darunter eine Feststellung auf Erwerbsfähigkeit, bzw -unfähigkeit? Widerspricht sich das nicht?

Ist es denn überhaupt rechtmäßig unter "meine Bemühungen" einen VA anzudrohen???

Sollte mir nicht eine Zeitspanne eingeräumt werden, um mir einen neuen Hausarzt zu suchen?

Von was für einer Arbeitsgelegenheit ist dort die Rede, der Typ hat mich nicht im geringsten beraten, nur seine Gesetze runtergeleiert, er wusste nicht das Sanktionierungen nicht mehr OK sind, bei Nichtunterzeichnung :cool: und war im allgemeinen ziemlich unmenschlich.

Könnt ihr mir bitte einige Tipps geben, was ich zunächst einmal in den Widerspruch schreiben sollte, damit eine "korrekte" EGV herauskommt am Ende? Oder wäre ein anderer Weg oder eine andere Möglichkeit eventuell besser?
 

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1. der Befund vom Arzt geht ihn nichts an - sonder nur Arbeitsfähig oder nicht!

2. VA Drohung ist keine Bemühung - hat somit auch keinen Rechtsgrund - gehört ncht in die EGV

3. EGV " unter Vorbehalt unterschreiben" Zurückschicken mit dem Verweiss auf Sozialgeheimniss und der Nichtaushändigung des Befundes.

4. VA dürfte "bei vorbehalt Unterschrift" nicht kommen wäre aber auch egal, da nichts in der EGV steht.
 

Couchhartzer

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Könnt ihr mir bitte einige Tipps geben, was ich zunächst einmal in den Widerspruch schreiben sollte, damit eine "korrekte" EGV herauskommt am Ende?
Du kannst dagegen derzeit KEINEN Widerspruch machen, denn du hast es ja (lt. Eigendarlegung) nicht unterschrieben und damit hat diese EGV auch KEINE Rechtswirkung.

Du solltest das auch auf KEINEN FALL unterschreiben, denn so mit dem Inhalt "Feststellung der Erwerbsfähigkeit" unter "Ziel" aber auch Pflichten des Hilfeempfängers" ist diese EGV sowieso unzulässig und somit auch rechtswidrig, denn die Erwerbsfähigkeit muss gem. gesetzlicher Vorgabe in § 15 SGB II grundsätzlich VOR dem Abschluss einer EGV (oder auch Erlass eines VA) abschliessend geklärt sein.

Auch sollte man so etwas NIEMALS unter Vorbehalt unterschreiben, denn das kann im ungünstige Fall dann vor Gericht nach hinten losgehen, wenn der Richter nämlich ansagt, man hätte ja erstmal verhandeln können, statt Unterschrift unter Vorbehalt zu leisten. Von daher sind derartige Ratschläge mit dem "Vorbehalt" schlichtweg einfach nur gefährliche Fallstricke, die eher der Verwirrungsstiftung dienen, als der vernünftigen Aufklärung über sicherere Wege, um dann zielgerichtet dagegen vorzugehen.

Hier hast du nun 2 Möglichkeiten, die gegeben sind.
Entweder:
Du kannst dem SB klarmachen, dass eine solche EGV und auch ein solcher VA mit Klärung der Erwerbsfähigkeut rechtswidrig sind und er sich dazu einfach nur die Handlungsanweisungen und die gesetzlichen Vorgaben ansehen braucht. Dazu kannst du ihm auch klar machen, dass eine EGV sowieso erst dann abzuschliessen ist, wenn die Erwerbsfähigkeit abgeklärt ist, denn die festgestellte Erwerbsfähigkeit ist eine Grundlage, ob eine EGV überhaupt gemacht werden darf, oder wie der Inhalte der EGV auszusehen hat, denn die Erwerbsfähigkeit ist zwingender Bestandteil des vorherig zu erfolgenden Profilings.

oder:
Du kannst einfach nichts machen (= nicht unterschreiben) und abwarten ob SB den Fehler alleine merkt, oder ob er doch einen VA mit demselben rechtswidrigen Fehler erlässt.



Erlässt er denselben Müll als VA dann kannst du widersprechen und den VA auch am SG einkassieren lassen.
 

Nik0815

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Vielen Dank für eure Ratschläge. :icon_smile:

Du kannst dagegen derzeit KEINEN Widerspruch machen, denn du hast es ja (lt. Eigendarlegung) nicht unterschrieben und damit hat diese EGV auch KEINE Rechtswirkung.

OK.

Du solltest das auch auf KEINEN FALL unterschreiben, denn so mit dem Inhalt "Feststellung der Erwerbsfähigkeit" unter "Ziel" aber auch Pflichten des Hilfeempfängers" ist diese EGV sowieso unzulässig und somit auch rechtswidrig, denn die Erwerbsfähigkeit muss gem. gesetzlicher Vorgabe in § 15 SGB II grundsätzlich VOR dem Abschluss einer EGV (oder auch Erlass eines VA) abschliessend geklärt sein.

Also ich denke mal das der SB das 2. Gutachten heranzieht, worin ja steht, das ich mich zwar kaum fortbewegen kann, ich aber "vollschichtig" einsetzbar sei, also 6 Stunden eine leichte Tätigkeiten machen kann. Nunja, der Amtsarzt war recht oberflächlich und eine Untersuchung durch einen neuen Hausarzt steht noch aus.

Auch sollte man so etwas NIEMALS unter Vorbehalt unterschreiben, denn das kann im ungünstige Fall dann vor Gericht nach hinten losgehen, wenn der Richter nämlich ansagt, man hätte ja erstmal verhandeln können, statt Unterschrift unter Vorbehalt zu leisten. Von daher sind derartige Ratschläge mit dem "Vorbehalt" schlichtweg einfach nur gefährliche Fallstricke, die eher der Verwirrungsstiftung dienen, als der vernünftigen Aufklärung über sicherere Wege, um dann zielgerichtet dagegen vorzugehen.

Also ich möchte auch gar nicht unterschreiben, der SB wurde aber zur Statue als ich ihm mit Grundrechten, Würde und Selbstbestimmung kam, er muss eben Befehle befolgen. :icon_rolleyes:
Wenn ich letztlich die Unterschrift verweigere, dann ist das eine Entscheidung, die ich nicht ändern kann, da ich mein Gewissen und Gerechtigkeitssinn nicht mehr abschalten kann.

Hier hast du nun 2 Möglichkeiten, die gegeben sind.
Entweder:
Du kannst dem SB klarmachen, dass eine solche EGV und auch ein solcher VA mit Klärung der Erwerbsfähigkeut rechtswidrig sind und er sich dazu einfach nur die Handlungsanweisungen und die gesetzlichen Vorgaben ansehen braucht. Dazu kannst du ihm auch klar machen, dass eine EGV sowieso erst dann abzuschliessen ist, wenn die Erwerbsfähigkeit abgeklärt ist, denn die festgestellte Erwerbsfähigkeit ist eine Grundlage, ob eine EGV überhaupt gemacht werden darf, oder wie der Inhalte der EGV auszusehen hat, denn die Erwerbsfähigkeit ist zwingender Bestandteil des vorherig zu erfolgenden Profilings.

oder:
Du kannst einfach nichts machen (= nicht unterschreiben) und abwarten ob SB den Fehler alleine merkt, oder ob er doch einen VA mit demselben rechtswidrigen Fehler erlässt.

Erlässt er denselben Müll als VA dann kannst du widersprechen und den VA auch am SG einkassieren lassen.

Also ich werde wohl gar nichts machen und meinen "Sanktionierungsvertrag" nicht-unterschrieben wieder abgeben und darauf hinweisen, das es unter meiner Würde ist, illegale Machenschaften zu unterstützen.
 

Couchhartzer

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Also ich werde wohl gar nichts machen und meinen "Sanktionierungsvertrag" nicht-unterschrieben wieder abgeben und darauf hinweisen, das es unter meiner Würde ist, illegale Machenschaften zu unterstützen.
Wie Lernfähiger schon ganz korrekt darlegte, so etwas gibt man NIEMALS wieder (auch nicht ununterschrieben) zurück, denn das kann ggf. ein wichtiger Beweis sein, wenn es wegen dieser EGV mit ihren gesetzeswidrigen Inhalten zu einem Rechtsverfahren kommt!!



Also ich denke mal das der SB das 2. Gutachten heranzieht, worin ja steht, das ich mich zwar kaum fortbewegen kann, ich aber "vollschichtig" einsetzbar sei, also 6 Stunden eine leichte Tätigkeiten machen kann.
DAS (was ich nun fett hervorgehoben hab) kann und darf SB jetzt nicht mehr einfach machen, denn mit dem Inhalt der angebotenen EGV mit der darin inhaltlich deutlich dargelegten Ausführung "Feststellung der Erwerbsfähigkeit" hat SB ganz klar selber benannt, dass ein (erneutes) Gutachten notwendig wäre und gemacht werden soll und SB darf sowieso NICHT ansatzweise irgendwelche Gutachten einfach selber auswerten, da ihm dazu schlichtweg jegliche Qualifikation und Kompetenz fehlt.
 

Nik0815

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Du kannst dagegen derzeit KEINEN
Erlässt er denselben Müll als VA dann kannst du widersprechen und den VA auch am SG einkassieren lassen.

So, nochmals danke an alle dir mir geholfen haben und er hat es tatsächlich getan, wenn ich nicht irre so stellt dieser VA doch ein Musterbeispiel an Illegalität dar, sogar nach dem SGBII?
Da er exakt so wie die EGV ist, spare ich es mir mal den VA hier auch einzustellen.

Ich lege nun also einen Widerspruch ein, mit der Begründung, das dort diverse illegale Dinge drinstehen, also kurz und knapp. Oder wäre es besser alles aufzulisten?

Ist es möglich oder sinnvoll eine aufschiebende Wirkung zu fordern, da ja eigentlich erst mal die Erwerbsfähigkeit abgeklärt werden müsste?

Soll ich jetzt schon eine Klage beim SG einreichen, oder erst auf die Ablehnung des Widerspruchs warten?
 

Nik0815

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So, auf ein Neues, diesmal als externe Links.

Hier die schon unrechtmäßige EGV:
Seite 1, Seite 2

Der darauf folgende VA:
Seite 0, Seite 1, Seite 2, Seite 3, Seite 4

Es geht jetzt darum meinen Widerspruch zu formulieren, dazu sind noch einige Fragen offen, die mir so in den Sinn kommen, zunächst einmal, wer bekommt diesen Widerspruch eigentlich zu sehen, doch sicher der SB der ihn auch ausgestellt hat, doch wer entscheidet noch darüber oder bekommt ihn zu Gesicht, sein Boss etwa?

Ist es sinnvoll, schon beim Widerspruch auf bestehende Bedenken und Gesetzeswidrigkeiten hinzuweisen, die gegen das Grundgesetz sind oder gegen bestehende Menschenrechte, oder sollte ich mich zunächst einmal nur auf die Angaben in dem VA konzentrieren und sein schon illegales Zustandekommen durch die vorrangegangene EGV und die anderen umfassenderen Ungerechtigkeiten später beim Sozialgericht anzugeben?
Denn auch die EGV war ja schon ungesetzlich, z.B. steht darin das ich einen VA bekomme, wenn ich nicht unterschreibe, was ist nun damit, der VA ist da, kann ich diese ungesetzliche Grundlage des Zustandekommens noch mit in den Widerspruch einfließen lassen?

Auch ist mir unverständlich, worum es dort geht und wozu diese "Arbeitserprobung im Rahmen der angebotenen medizinischen Stellungnahme" gut ist. Ist das ein Ein-Euro Job? Kann und sollte so was nicht ein Arzt feststellen?

Es ist auch gar nicht möglich, eine Stellungnahme meines behandelnden Arztes zu bekommen, da ich momentan gar keinen Hausarzt bzw. behandelnden Arzt habe und mir erst mal einen Neuen suchen muss. Kann das in den Widerspruch mit hinein, oder wie weise ich den SB darauf hin?
 

Couchhartzer

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wer bekommt diesen Widerspruch eigentlich zu sehen, doch sicher der SB der ihn auch ausgestellt hat, doch wer entscheidet noch darüber oder bekommt ihn zu Gesicht, sein Boss etwa?
Den Widerspruch bekommt die Widerspruch- und Rechtsstelle auf den Tisch.
Ob SB das nachher von denen auch noch um die Ohren gehauen bekommt ist für das Widerspruchsverfahren an sich belanglos.


Ist es sinnvoll, schon beim Widerspruch auf bestehende Bedenken und Gesetzeswidrigkeiten hinzuweisen, die gegen das Grundgesetz sind oder gegen bestehende Menschenrechte
Auf eindeutige Rechtswidrigkeiten (insoweit sie vorhanden sind) kann man hinweisen, aber die Sachen wegen Grundgesetz und Menschenrechte sollte man nicht unbedingt mit einbringen (da gehen auch die Gerichte eher nicht drauf ein, wenn es im Kern der Hauptsache um andere Dinge geht), denn damit verkompliziert man möglicherweise allgemein die eigentliche Angelegenheit und lenkt zu sehr von der eigentlichen maßgeblichen Widerspruchbegründung ab.


oder sollte ich mich zunächst einmal nur auf die Angaben in dem VA konzentrieren und sein schon illegales Zustandekommen durch die vorrangegangene EGV und die anderen umfassenderen Ungerechtigkeiten später beim Sozialgericht anzugeben?
Ja, das halte ich für zweckmäßig und sinnvoll.


Denn auch die EGV war ja schon ungesetzlich, z.B. steht darin das ich einen VA bekomme, wenn ich nicht unterschreibe, was ist nun damit, der VA ist da, kann ich diese ungesetzliche Grundlage des Zustandekommens noch mit in den Widerspruch einfließen lassen?
Kann man mit einbringen, wenn man möchte - muss man aber nicht.


Auch ist mir unverständlich, worum es dort geht und wozu diese "Arbeitserprobung im Rahmen der angebotenen medizinischen Stellungnahme" gut ist. Ist das ein Ein-Euro Job? Kann und sollte so was nicht ein Arzt feststellen?
Das sollte man in jedem Fall einbringen, denn ich halte es (auch im Hinblick auf möglicherweise damit provozierte gesundheitlichen Folgeschäden mit ggf. daraus dann entstehenden Haftungsansprüchen) für überaus zweifelhaft die gesundheitliche Belastung einfach mal anzutesten, nur um zu schauen ob jemand gesundheitlich unbeschadet bleibt oder nicht. Zudem hat sich eigentlich jegliche Zuweisung an der bereits festgestellten gesundheitlichen Leistungsfähigkeit grundsätzlich als Maximalbelastbarkeit auszurichten und nicht willkürlich am " lebenden Objekt" auszutesten wie weit man hier evtl. gesundheitliche Grenzen noch überschreiten kann.


Es ist auch gar nicht möglich, eine Stellungnahme meines behandelnden Arztes zu bekommen, da ich momentan gar keinen Hausarzt bzw. behandelnden Arzt habe und mir erst mal einen Neuen suchen muss. Kann das in den Widerspruch mit hinein, oder wie weise ich den SB darauf hin?
Kann man durchaus mit einbringen, damit der Grund für eine mögliche Verzögerung offensichtlich ist.
 

gila

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Wichtig wäre noch zu wissen, warum das letzte Gutachten deiner Meinung nach nicht ok ist und ob du durch deine Fachärzte hier gegensteuern könntest?
Denn andererseits muss ja wohl etwas Gewichtiges vorliegen, wenn du der Meinung bist, dass eine "Frührente" angezeigt sein könnte.
Wie kommt dann der ÄD auf eine Wunderheilung?

Außerdem kann man sich wirklich nicht - wie Couchhartzer schon erwähnte - zu nicht näher bestimmten "Arbeitserprobungen" selbst verpflichten!!!

Und: hast du die Zweifel an deiner "vollschichtigen" Erwerbsfähigkeit dem SB bekannt gegeben? (Anscheinend ja, sonst stünde das nicht in der EGV) - dann hätte er erst gar keine EGV ausstellen dürfen - also in der Folge auch keinen VA.

Eigentlich müssten hier wenige Argumente ausreichend sein ...
 

Nik0815

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Danke Couchhartzer, dann werde ich mich mal daranmachen, einen knappen und kernorientierten Widerspruch zu formulieren

Wichtig wäre noch zu wissen, warum das letzte Gutachten deiner Meinung nach nicht ok ist und ob du durch deine Fachärzte hier gegensteuern könntest?
Denn andererseits muss ja wohl etwas Gewichtiges vorliegen, wenn du der Meinung bist, dass eine "Frührente" angezeigt sein könnte.
Wie kommt dann der ÄD auf eine Wunderheilung?

Nunja, ich hab einzig meine eigene Beobachtung, die darauf hinausläuft, das ich mich durchaus an einem Tag 1 oder 2 Km fortbewegen kann, aber die nächsten Tage dafür meine Gelenke und Muskeln ausruhen lassen muss, damit ich nicht noch schlimmere Schmerzen bekomme.

Also ist das 2. Gutachten teilweise durchaus OK so, wenn auch lückenhaft und bin der Meinung, das es eher besser wäre, wenn ich mich bewegen kann sofern es mir gut geht und es sein lassen darf, wenn es mir nicht so gut geht.

Und: hast du die Zweifel an deiner "vollschichtigen" Erwerbsfähigkeit dem SB bekannt gegeben? (Anscheinend ja, sonst stünde das nicht in der EGV) - dann hätte er erst gar keine EGV ausstellen dürfen - also in der Folge auch keinen VA.

Eigentlich müssten hier wenige Argumente ausreichend sein ...

Ja, hab ich bekanntgegeben und er hat auch gesagt, das dann ein Fahrdienst in Betracht kommen könnte.
Mal sehen was da noch so kommt, ich werde zunächst erst mal dem VA widersprechen und euch davon mitteilen. Lieben Dank euch Beiden.
 

gila

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Sei mir nicht böse ... Fahrdienst ... mal laufen können, mal nicht ... WO sollen denn die Stellenangebote für so jemand sein, dass es sich "lohnt", den Bürger hier zu quälen!?

ABER: du bist damit irgendwie nicht ganz "klar" !!!

Ein bißchen schwanger geht ja auch nicht ... :icon_mrgreen:

Oben schreibst du ich bin nun schon viele Jahre erwerbslos, habe einige körperliche Behinderungen und bin nicht mehr Mobil, kann also einen potenziellen Arbeitsplatz nicht mehr regelmäßig erreichen.

Durch deine weiteren Schilderungen klingt es aber so (kann mich auch täuschen), als ob du nicht Fisch und nicht Fleisch bist - sonst würde der SB sicher nicht eine Erwerbsfähigkeit in irgendeiner Weise voraussetzen ... und der ÄD auch nicht.

Mit Körperlichen Behinderungen: hast du da mal einen Schwerbehindertenausweis beantragt und dadurch einen GdB?
Das erscheint mir wichtig!
Dringend Facharzt, neues Gutachten, evtl. Reha, Rentenantrag prüfen lassen - oder auch mal in Betracht ziehen, "vorrübergehend" beeinträchtigt zu sein und ins SGB XII wechseln (dann ohne die Vermittlungsschikane) ...

Du solltest KLARE LINIE fahren!
 

Nik0815

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Du solltest KLARE LINIE fahren!

Ja das stimmt schon, ich habs ganz schön schleifen lassen und eher den Weg des geringsten Widerstands gewählt. Nun ist es aber Schluss damit, mein Weg ist gewählt und ich gehe das alles an, einen Schwerbehindertenausweis hab ich natürlich schon sehr lange.
 

Nik0815

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Hallo miteinander, nun ist es also soweit, mein Widerspruch wurde abgelehnt und ein 1 Euro Job wird mir weiterhin als medizinische Maßnahme aufgezwungen (6 Monate offener Vollzug bei Grohne sag ich nur), ich möchte nun Klage beim SG einreichen und hoffe ihr könnt mir da ein wenig behilflich bei sein.

Ich fasse mal kurz die letzten Ereignisse zusammen.
Ich bin nicht mehr mobil und kann so auch keinen potenziellen Arbeitsplatz erreichen, das hat mir der ÄD im 2. Gutachten auch bestätigt und so bin ich 50m mobil sozusagen und es wurde eine Fahrdienst empfohlen, welcher auch in der Widerspruchsablehnung wieder auftaucht. Zum Glück, denn das war eigentlich meine größte Sorge, der ÄD und der Widerspruch bestätigen also meine stark eingeschränkte Mobilität.

Doch mir geht es zunächst darum, beim SG Klage gegen die Widerspruchsablehnung einzureichen, denn die EGV war illegal, der EGV-VA ist illegal und alles was daraus folgt und wozu man mich zwingen will.

Wie setze ich nun das Schreiben auf? Was ist wichtig?
Dank meiner enormen Motivation und Freude an dieser Sache, bleiben mir nun noch knapp 2 Wochen, was heißt, das es echt nervt, aber was solls.

Gibt es hier im Forum vielleicht einen Leitfaden oder so, wo ich schauen kann was ich alles machen muss und brauche, für die Klage beim SG?

Anbei noch die Widerspruchsablehnung vom hauseigenen Rechtsverdreher.
 

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Anna B.

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Hallo,

selbst im Widerspruch führen sie den "Eingliederungs§§" fehlerhaft auf...

er schreibt im Widerspruch, das mit "jeder" leistungsberechtigten Person eine EGV abgeschlossen werden muss..

aber schau mal, was im § 15 SGV II wirklich drin steht:

§ 15 SGB II Eingliederungsvereinbarung

ich würde das Sozialgericht mit einschalten...seit wann sind gesundheitliche Dinge Bestandteil einer EGV...die ja eine Vereinbarung ist, um in den 1. Arbeitsmarkt integriert zu werden...
 

Nik0815

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Hm, ich will ja auf jeden Fall das SG einschalten, nur weiß ich halt nicht was in so eine Klage hineingehört, welche Papiere oder Unterlagen noch dazu müssen und wie das Ganze abzulaufen hat, gibt es hier denn Beispiele für so was, oder, wie schon gesagt, einen Leitfaden?
 

Anna B.

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Hallo,

Mich wundert, das noch kein F achmann/frau sich hier gemeldet hat....aber geh mal auf Suche hier...da gibt es etliche Fälle..
 

Nik0815

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Ist dir ein 1 € Job angeboten worden?

Aber ja, ich musste schon ein pol. Führungszeugnis beantragen und soll bei einer Maßnahme der Grohne Stiftung alten Leuten die Zeitung vorlesen, wie sich mein "Berater" ausdrückte. Da mir ein Fahrdienst vom ÄD angeraten wurde, bin ich mal gespannt.

Wieviele 1 Euro Jobber werden in Deutschland doch gleich noch mit dem Fahrdienst dorthin gebracht? :icon_cool:

Nochmal die wichtigste Frage für mich, gibt es hier im Forum irgendwo einen Leitfaden und einen Mustertext, was in so eine Klage beim SG gehört?
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

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Bist du schon im 1 € Job?
Stell mal den Wisch Zuweisung oder was das ist ein. Sollte ja alles hinreichend beschrieben sein. Wann soll das denn losgehen? Und steht dein Fahrdienst mit drin?
 
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