Droht eine rückwirkende Sperrfrist nach Alg1-Bezug bei Fernbleiben von einer Maßnahme?

hoooviiii

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Hallo,
erstmal die "Fakten":
  • ich beziehe ALG 1, und zwar bis gestern, d.h. nach einem Anruf bei meiner KV wurde mir gesagt, dass die AfA mich dort abgemeldet hat, und zwar zum 30.10.20.
  • ich befinde mich in einer LAV Maßnahme (Langzeitarbeitslosigkeit vermeiden), die aufgrund einer Corona Quarantäne (2 Wochen AU) um 2 Wochen verlängert wurde, und zwar über den Bezug des ALG 1 hinaus (bis min. 15.11.).
  • ich habe nicht vor ALG II zu beantragen, sondern mache mich wieder als Freiberufler selbständig. In Sachen KV habe ich einen Antrag bei der KSK gestellt.
  • ich muss (für die KSK) im Prinzip von Tag 1 entspr. Aufträge nachweisen, später Rechnungen, daher arbeite ich jetzt 110% an entspr. Aufträgen
Die Frage(n):
  1. Bin ich verpflichtet die Maßnahme weiterhin zu besuchen? Der Maßnahmeträger sagt: "ja, eigentlich schon...irgendwie...fragen Sie doch mal bei der AfA nach." Diese reagiert leider nicht (im Callcenter ist man sich nicht sicher, die SB antwortet nicht per Email via eServices). Ich denke die sind überfordert mit dem Covid Kollateralschaden.
  2. Ist es wahrscheinlich, dass man mir rückwirkend eine Sperrzeit und damit eine Teil-Rückforderung der ALG1 Leistung reindrückt?
Die Maßnahme ist leider nicht wirklich zielführend, ich bin aber dennoch brav dort hingegangen. Jetzt habe ich aber absolut keine Zeit mehr für derartige "Beschäftigungstherapie", da ich klotzen muss! Auch, weil ich für die Dauer der Antragsstellung bei der KSK die vollen freiwilligen KV Beiträge vorleisten muss.

Ich habe vor, der Maßnahme ab Di. unentschuldigt fern zu bleiben und sehe mein Vorhaben prinzipiell auch als gerechtfertigt an um eben jene Langzeitarbeitslosigkeit zu vermeiden. Das ist es, was ich seit Anbeginn des Bezugs auch tue, indem ich mich auf gut 120 Stellen beworben und Businesspläne (einer als Plan B) geschrieben habe. Ich fürchte aber, ehrlich gesagt, dass der Inhalt von Frage 2 hier eintreten würde und ich ggf. trotz Widerspruch am Ende 2 Wochen Alg 1 zurückzahlen muss.

Andererseits bin ich ja nicht mehr krankenversichert und muss selbst Sorge dafür tragen, die Beiträge zu verdienen. Entsprechend sehe ich die Maßnahme als hinderlich an.
Hat hierzu jemand eventuell Informationen?

Danke!
 

Curt The Cat

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Mögliche Sperrfrist NACH Alg 1 Bezug bei Fernbleiben von Maßnahme?
 

BerndB

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Sperrzeiten können auch noch Monate nach dem Ereignis eintreten, wenn die AA erst dann davon erfährt.
Wenn aber jemand einen Kurs abbricht und "nahtlos" eine (freiberufliche) Arbeit aufnimmt, dürfte ein wichtiger Grund für einen Abbruch vorliegen.
Was mir noch durch den Kopf geht: Bewirbt sich jemand ganztags um angestelle Arbeitsstellen, ist das o.k. Probleme könnte ich mir vorstellen, wenn man sich in großem Umfang um freiberufliche Aufträge bemüht. Das könnte schon der freiberuflichen Tätigkeit zugordnet werden. Denn ein Selbstständiger bemüht sich immer um Aufträge und das ist meines Erachtens Teil der freiberufl. Tätigkeit. Aber ich bin kein Anwalt.
 
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Kerstin_K

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In dem Moment, wo du keine Lwistungen mehr beziehst, hast du auch keine Verpflichtungen mehr gegenüber der AfA und demzufolge kann es auch keine Sperrzeiten geben.
 

hoooviiii

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Danke für die Antworten. Es ist halt ein wenig schwammig hier, weil auch die Damen und Herren im Bildungszentrum sich da nicht ganz sicher sind. Wir sind alle d'accord, dass ich hier im Grunde nichts verloren habe, aber wenn ich auch nicht mehr auftauche, dann sind das unentschuldigte Fehltage, die der AfA gemeldet werden. Ich denke ich muss es drauf ankommen lassen. Habe erstmal AfA und das Bildungszentrum informiert.
Nochmal danke und schöne Grüße.
 

BerndB

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Ich stimme Kerstin_K zu: Wenn du dich abgemeldet hast, kann auch keine Sperrzeit mehr kommen.
Was ich gemeint habe: Wenn du dich evtl. in einigen Monaten wieder anmelden müsstest, wirst du feststellen, dass du eine Frage zum Abbruch der Maßnahme erhalten wirst. Und je nach Sachverhalt, wird dann dein noch vorhandener Restanspruch zum Zeitpunkt des Abbruchs um die Dauer einer Sperre gekürzt werden (oder nicht, falls wichtige Gründe vorliegen).
 

Kerstin_K

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Wenn du dich evtl. in einigen Monaten wieder anmelden müsstest, wirst du feststellen, dass du eine Frage zum Abbruch der Maßnahme erhalten wirst. Und je nach Sachverhalt, wird dann dein noch vorhandener Restanspruch zum Zeitpunkt des Abbruchs um die Dauer einer Sperre gekürzt werden (oder nicht, falls wichtige Gründe vorliegen).
Aber wenn jemand keine Leistungen mehr bezieht, kann das eigentlich nicht passieren. Denn es gibt ja kiene Pflicht, ALG I zu beziehen.
 
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